Kriedel: „Großteil der Ärzte hat TI-Ausstattung bestellt.“

Bis zum 31. März hatten die Ärzte und Psychotherapeuten Zeit, die notwendige Technik für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) zu bestellen

Bis zum 31. März hatten die Ärzte und Psychotherapeuten Zeit, die notwendige Technik für den Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) zu bestellen. Jetzt liegt es an der Industrie die Praxen an die TI anzuschließen. KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel zeigt sich von einer flächendeckenden Anbindung der Praxen überzeugt.

 

Berlin, 18. April 2019 – „Ein nahezu vollständiges Ausrollen der Telematikinfrastruktur ist bis zum 30. Juni möglich. Der Großteil der Ärzte und Psychotherapeuten hat bis Ende März die TI-Ausstattung bestellt“, sagte Kriedel in einem Video-Interview mit KV-on. Das zeigten erste Rückmeldungen aus den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Genaue Zahlen lägen frühestens am Anfang des dritten Quartals vor, ergänzte Kriedel, nämlich dann, wenn die Praxen ihre Abrechnungen bei den KVen einreichen.

Bis zum 31. März mussten Ärzte und Psychotherapeuten laut Gesetz die Ausstattung bestellen. Dies müssen sie gegenüber ihrer KV nachweisen. Die KVen haben dazu allerdings unterschiedliche Stichtage und Wege festgelegt, etwa über die Quartalsabrechnung.

Nun liegt es an der Industrie, die Technik in allen Praxen bis zum 30. Juni zu installieren: „Wir hoffen, dass es allen Anbietern gelingen wird, alle Praxen rechtzeitig anzuschließen. Die großen Player haben garantiert, die Frist einzuhalten. Bei anderen könnte es Engpässe geben. In einem solchen Fall gehen wir davon aus, dass betroffene Praxen keine Sanktionen hinnehmen müssen.“

An die Ärzte, die bisher noch keine Bestellung ausgelöst hätten, appellierte Kriedel, dies unbedingt zeitnah nachzuholen. „Die Telematikinfrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass wir die Digitalisierung sicher und allumfassend im deutschen Gesundheitssystem umsetzen können.“ Es seien zudem mit dem Notfalldatensatz, dem elektronischen Rezept sowie dem elektronischen Medikationsplan Anwendungen in der Pipeline, die eine TI-Anbindung bedingen, so Kriedel abschließend.