Aktuelles

Urteil zu den Höchstgrenzen der Erstattung der Kosten einer LASIK-OP mit Femtosekundenlaser13.02.2019

von Rechtsanwalt Philip Christmann, Fachanwalt für Medizinrecht, Berlin/Heidelberg, www.christmann-law.de

 

Bei Analogbewertungen gilt jeweils der Gebührenrahmen der analog herangezogenen Leistungen. Daher greift die im Versicherungsvertrag vorgesehene Begrenzung der Erstattungsfähigkeit auf Höchstsätze (i.d.R. 3,5-facher Satz) auch bei Analogbewertungen (Oberlandesgericht [OLG] Hamm, Beschluss vom 12.4.2018, Az. 6 U 127/16).

 

Der Fall

 

Der Kläger ist bei der beklagten Versicherung privat krankenversichert. Im Versicherungsvertrag ist die Erstattungsfähigkeit auf die jeweiligen Höchstsätze der GOÄ beschränkt.

 

Der Kläger litt an Hyperopie (Weitsichtigkeit) beider Augen und Astigmatismus.

 

Er ließ am 2014 eine beidseitige Excimer-Laserbehandlung von einem Augenarzt durchführen. Dieser stellte ihm dafür insgesamt 5.202,94 Euro in Rechnung:

 

  • GOÄ Ziffer 1345 – 5-fach – für Hornhautplastik, je Auge: 483,80 Euro (Begründung: deutlich erhöhter apparativer Aufwand durch Einsatz eines Femtosekundenlasers)

 

  • GOÄ Ziffer 5855 analog – 3-fach – für intraoperative Strahlenbehandlung, je Auge: 1.206,54 Euro (Begründung: erhöhter apparativer Aufwand durch Einsatz eines siebendimensionalen Eyetrackers zur individuellen Zentrierung auf die optische Achse)

 

Die beklagte private Krankenversicherung des Klägers lehnte die Bezahlung ab. Die Behandlung sei nicht medizinisch notwendig gewesen und überschreite auch die Höchstsätze.

 

Der Kläger verklagte die Versicherung auf Zahlung vor dem Landgericht (LG) Dortmund.

 

Dieses gab der Klage – nach teilweiser Klagerücknahme in Höhe der Selbstbeteiligung des Klägers – überwiegend statt: Die Behandlung sei medizinisch notwendig gewesen. Das LG sprach dem Kläger die Bezahlung der o.g. Rechnungsposten zu, aber reduziert auf die Höchstsätze der jeweiligen Ziffern. Denn nach § 5 Abs. 1 GOÄ stehe dem Kläger zu GOÄ Ziffer 1345 eine Versicherungsleistung bis zum 3,5-fachen Satz und zu GOÄ Ziffer 5855 eine Versicherungsleistung bis zum 2,5-fachen Satz zu (LG Dortmund, Urteil vom 17.8.2016, Az. 2 O 252/14).

 

Mit seiner Berufung verlangt der Kläger volle Bezahlung der Rechnungen.

 

Die Entscheidung

 

Das OLG Hamm wies die Berufung durch Beschluss als unbegründet zurück. Der klagende Patient erhält also nicht die vollen Rechnungsbeträge erstattet, sondern nur die Regelhöchstsätze.

 

Das OLG gab dem Landgericht Recht. Wie schon das LG entschieden hatte, gelte bei Analogbewertungen jeweils der Gebührenrahmen der analog herangezogenen Leistungen. Daher greift die im Versicherungsvertrag vorgesehene Begrenzung der Erstattungsfähigkeit auf Höchstsätze auch bei Analogbewertungen.

 

Praxistipp: Verwendet der Arzt eine analoge Berechnung, so muss er sich dabei an die Höchstgrenze halten, die die herangezogene Ziffer vorgibt. Macht ein Arzt Gebührensätze über dem Regelsatz geltend, ist eine aussagekräftige Dokumentierung der einzelnen Behandlungsschritte und des Zeitaufwands anzuraten. Die Verwendung bloßer Textbausteine ist nicht ausreichend. Sinnvoll ist es, Behandlungsbeginn und -ende elektronisch zu vermerken, um den Zeitaufwand zu dokumentieren. Wer häufiger Leistungen erbringt, die über dem Höchstsatz liegen, sollte den Patienten vor der Behandlung schriftlich darüber aufklären, dass die Krankenversicherung möglicherweise die Kosten nur teilweise erstattet.

 

Johnson & Johnson Vision gibt die sofortige Verfügbarkeit seiner TECNIS Eyhance IOL,03.02.2019

einer monofokalen Intraokularlinse der nächsten Generation für Katarakt-Patienten, in Europa bekannt.

Die TECNIS Eyhance IOL ist die neueste Innovation innerhalb der branchenführenden TECNIS® Intraokularlinsen-Familie.

Die erste Linse(1) in der Kategorie der monofokalen Intraokularlinsen in Europa, die ein besseres Sehvermögen im Intermediärbereich und einen Visus von 1,0* in der Ferne ermöglicht.

Die TECNIS Eyhance IOL bietet die gleichen bewährten Eigenschaften wie die TECNIS® 1-Piece IOL in Bezug auf die niedrige Inzidenz von Nebeneffekten wie Halos, Blendung und Starburst.

 

SANTA ANA, Kalifornien, 4. Februar 2019 /PRNewswire/ -- Johnson & Johnson Vision2, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Augenheilkunde, gab heute die Markteinführung seiner TECNIS Eyhance IOL zur Behandlung des Grauen Stars in Europa bekannt. Diese monofokale Intraokularlinse (IOL) der nächsten Generation ermöglicht dem Patienten ein hochwertiges Sehvermögen sowohl im Intermediärbereich als auch in der Ferne. Dies ist eine bedeutende Neuerung in der Kategorie der monofokalen IOLs, da die meisten Linsen in dieser Kategorie bisher nur den Fernvisus der Katarakt-Patienten korrigieren, nicht jedoch das Sehvermögen in mittleren Entfernungen, das im täglichen Leben besonders wichtig ist.

„Mit der Markteinführung der TECNIS Eyhance IOL in Europa können wir mit Stolz eine weitere bedeutsame Lösung für Katarakt-Patienten anbieten“, sagt Tom Frinzi, Worldwide President, Surgical, bei Johnson & Johnson Vision3. „Wir haben die Möglichkeit gesehen, an den Erfolg der TECNIS® IOL-Familie und das bewährte Design unserer 1-Piece-Plattform anzuknüpfen und neu zu definieren, was bei asphärischen monofokalen Standard-IOLs bislang möglich war.“

Die TECNIS Eyhance IOL kann den Fernvisus der Patienten auf Visus 1,0 (Snellen-Sehschärfe) korrigieren und ermöglicht Patienten ein signifikant verbessertes Sehvermögen im Intermediärbereich im Vergleich zu einer asphärischen monofokalen Standard-IOL. Zudem belegen die Daten eine vergleichbar niedrige Inzidenz von Halos (helle Lichtkreise um Scheinwerfer und andere Lichtquellen), Blendung und Starburst wie bei der TECNIS® 1-Piece IOL. Laut den Ergebnisberichten von Patienten fallen den meisten von ihnen mit der TECNIS Eyhance IOL bestimmte Tätigkeiten leichter, wie zum Beispiel das Gehen auf unebenen Oberflächen. Des Weiteren können sie die für sie im täglichen Leben relevanten Tätigkeiten, insbesondere ihre Hobbys, ausüben.4

„Heutzutage müssen Katarakt-Patienten bei der Wahl einer monofokalen Linse Abstriche in Kauf nehmen“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Oliver Findl, MBA, Primarius der Augenabteilung am Hanusch-Krankenhaus in Wien sowie Vorstandsmitglied und Sekretär5 der ESCRS. „Sie können einen korrigierten Visus für die Ferne haben, aber für Aktivitäten im Nah- und Intermediärbereich – also im Bereich einer Armlänge, wie zum Beispiel für die Arbeit am Computer oder den Blick auf den Tachometer im Auto –  benötigen sie eine Brille. Mit der TECNIS Eyhance IOL erhält der Patient ein hochwertiges Sehvermögen im intermediären Bereich und in der Ferne. Dies bedeutet eine wesentliche Verbesserung im täglichen Leben von Patienten.“

*Basierend auf einer klinischen Studie erreichten N=134 den mittleren monokularen Abstand 20/20 BCDVA  (gepoolte Daten).

Die TECNIS Eyhance IOL hat die europäische CE-Zulassung erhalten und ist jetzt in der EU erhältlich, unter anderem in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und in Deutschland. Die TECNIS Eyhance IOL ist in den USA nicht für den Verkauf oder den kommerziellen Einsatz zugelassen.

Die TECNIS Eyhance IOL gehört zur TECNIS® IOL-Plattform, die eine Vielzahl individueller Optionen für Katarakt-Patienten bietet, um allen ein klares, scharfes Sehvermögen zu ermöglichen, das den jeweiligen Bedürfnissen und Lebensstilen entspricht. Insbesondere Presbyopie korrigierende IOLs, wie die TECNIS Symfony® IOL, können auch andere Sehfehler korrigieren, damit Patienten seltener eine Brille tragen müssen und in allen Entfernungen – im Nah-, Intermediär- und Fernbereich – schärfer sehen können.

 

Informationen zum Grauen Star (Katarakt)
Schätzungsweise 253 Millionen Menschen leben mit Sehbehinderungen: 36 Millionen sind blind und 217 Millionen Menschen leiden an einer mäßigen bis schweren Sehbehinderung.6,7 Der Graue Star ist die weltweit häufigste Erblindungsursache8 und für 35 Prozent der Erblindungen sowie 24 Prozent der mäßigen bis schweren Sehbehinderungen9 verantwortlich. Mehr als 90 Prozent der Menschen entwickeln bis zum 65. Lebensjahr einen Grauen Star10, der unbehandelt mit der Zeit zur Sehbehinderung führt. Kataraktoperationen sind die weltweit am häufigsten durchgeführten Operationen.11

 

Informationen zu Johnson & Johnson Vision 
Bei Johnson & Johnson Vision, einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson Medical Devices Companies12, haben wir ein ehrgeiziges Ziel: die Entwicklung der Augengesundheit auf der ganzen Welt zu verändern. Durch unsere operativen Gesellschaften liefern wir Innovationen, mit denen Augenärzte für ihre Patienten lebenslang bessere Ergebnisse erzielen können. Mit unseren Produkten und Technologien gehen wir auf unerfüllte Patientenbedürfnisse wie Fehlsichtigkeit, Katarakt und Trockenes Auge ein. In gemeinnützigen Initiativen arbeiten wir gemeinsam daran, einen breiteren Zugang zu hochwertiger Augenheilkunde zu gewährleisten. Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen besser sehen, sich besser miteinander vernetzen und besser leben können. Besuchen Sie uns unter https://www.jjvision.com/. Folgen Sie @JNJVision auf Twitter und Johnson & Johnson Vision auf LinkedIn.

 

Informationen zu Johnson & Johnson Medical Devices Companies 
Als der weltweit umfassendste Medizinprodukteanbieter bauen wir auf die Erfahrung eines ganzen Jahrhunderts. Wir vereinen Wissenschaft und Technologie, um die Zukunft der Gesundheitsversorgung zu gestalten und noch mehr Menschen auf der ganzen Welt zu helfen. Mit unserer einzigartigen Vielseitigkeit, Tiefe und Reichweite in den Bereichen der Chirurgie, Orthopädie, Augenheilkunde und der interventionellen Lösungen sind wir bestrebt, die Versorgung im Gesundheitswesen nachhaltig zu verändern. Dies ist für uns eine lebenslange Mission.

 

Informationen zur TECNIS Eyhance IOL

 

Indikationen 
Die TECNIS Eyhance IOL, Modellnummer ICB00, ist zur Korrektur der Aphakie bei Erwachsenen indiziert, bei denen eine durch Katarakt getrübte natürliche Linse durch extrakapsuläre Katarakt-extraktion entfernt wurde. Die Linse sorgt für eine erweiterte Tiefenschärfe, wodurch die Sicht im Intermediärbereich verbessert und eine ähnliche Fernsicht wie bei einer asphärischen monofokalen Standard-IOL erreicht wird. Die Linse ist nur zur Platzierung in den Kapselsack bestimmt.

 

Allgemeine unerwünschte Ereignisse für IOLs
Zu den möglichen unerwünschten Ereignissen während oder nach einer Kataraktoperation mit Implantation einer IOL zählen u. a. die folgenden: Endophthalmitis/intraokulare Infektion, Hypopyon, Hyphäma, IOL-Dislokation, zystoides Makulaödem, Pupillarblock, Netzhautablösung/-riss, anhaltendes Ödem des Hornhautstromas, anhaltende Iritis, anhaltend erhöhter Intraokulardruck, der behandlungs-bedürftig ist, akute Korneadekompensation, sekundärer intraokularer chirurgischer Eingriff (einschließlich Neupositionierung des Implantats, Implantatentfernung, Punktion der vorderen Augenkammer später als eine Woche nach der Kataraktoperation oder andere chirurgische Eingriffe) sowie alle sonstigen unerwünschten Ereignisse, die zu dauerhafter Sehbehinderung führen oder einen chirurgischen oder medizinischen Eingriff erfordern, um eine dauerhafte Sehbehinderung zu vermeiden.

 

ACHTUNG: Wichtige Sicherheitsinformationen sind der Gebrauchsanleitung zu entnehmen.

Zu beachten in Bezug auf zukunftsbezogene Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält sogenannte „zukunftsbezogene Aussagen“ (forward-looking statements) im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995 zur TECNIS Eyhance IOL. Die Leser werden dazu angehalten, sich nicht auf vorausschauende Aussagen zu verlassen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Erwartungen zukünftiger Ereignisse. Sollten sich zugrunde liegende Annahmen als fehlerhaft erweisen oder sollten sich bekannte oder unbekannte Risiken und Unwägbarkeiten herausstellen, könnte dies dazu führen, dass die tatsächlich eintretenden Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen und Prognosen von Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc., aller anderen Johnson & Johnson Medical Devices Companies und/oder Johnson & Johnson abweichen. Zu den Risiken und Unwägbarkeiten gehören u. a.: Unsicherheit der Erteilung regulatorischer Genehmigungen; Unsicherheit des wirtschaftlichen Erfolgs; Anfechtung von Patenten; Wettbewerb, einschließlich technologischer Fortschritte, neuer Produkte und von Wettbewerbern erhaltener Patente; Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der Herstellung; Bedenken in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit des Produkts, die zu Rückrufen oder regulatorischen Maßnahmen führen; Änderungen von geltenden Gesetzen und Vorschriften, einschließlich weltweiter Reformen des Gesundheitswesens; Änderungen in den Gewohnheiten und im Kaufverhalten der Käufer von Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen sowie Kosteneinsparungstendenzen im Gesundheitswesen. Eine weitergehende Auflistung und Beschreibung dieser Risiken, Unwägbarkeiten und sonstiger Faktoren findet sich in dem von Johnson & Johnson auf Formular 10-K eingereichten Jahresbericht für das am 31. Dezember 2017 abgeschlossene Geschäftsjahr (einschließlich Abschnitt „Cautionary Note Regarding Forward-Looking Statements") und „Item 1A. Risk Factors“), dem zuletzt auf Formular 10-Q eingereichten Quartalsbericht sowie in nachfolgenden von dem Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht eingereichten Unterlagen. Kopien dieser Einreichungen stehen online auf www.sec.govwww.jnj.com zur Verfügung oder können von Johnson & Johnson angefordert werden. Weder Johnson & Johnson Medical Devices Companies noch Johnson & Johnson verpflichtet sich zur Aktualisierung von vorausschauenden Aussagen infolge neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse und Entwicklungen.

TECNIS, TECNIS Eyhance und TECNIS Symfony sind Marken von Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. © Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. 2019.

[1] TECNIS Eyhance IOL – Product monograph EMEA 2019, table 4.1 SC2019CT4002

2 Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc.

3 Employed by Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. 

4 Data on File, Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc. 2018. DOF2018CT4015.

5 Scientific advisor (paid) to Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc.

6 Magnitude, temporal trends, and projections of the global prevalence of blindness and distance and near vision impairment: a systematic review and meta-analysis. The Lancet website. https://www.thelancet.com/journals/langlo/article/PIIS2214-109X(17)30293-0/fulltext. Accessed November 14, 2018.

7 Blindness and Vision. World Health Organization website. http://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/blindness-and-visual-impairment. Accessed November 14, 2018.

8 Priority Eye Diseases. World Health Organization.

9 IAPB Vision Atlas. http://atlas.iapb.org/global-burden-vision-impairment/gbvi-global-cause-estimates/. Accessed November 26, 2018. 

[1]0 University of Michigan Kellogg Eye Center website. http://www.kellogg.umich.edu/patientcare/conditions/cataract.html. Accessed October 28, 2017. REF2016OTH327.

1[1] The Journey to Femtosecond Laser-Assisted Cataract Surgery: New Beginnings or False Dawn? Trikha S, Turnbull AM, Morris RJ, Anderson DF, Hossain P.

[1]2 Comprising the surgery, orthopedics, vision and interventional businesses within the Johnson & Johnson’s Medical Devices segment.

 

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Sally Hetherington

+44 7770 337800 (mobile)

SHether1@its.jnj.com

 

Leanne Kahn

+1 857 205 8415 (mobile)

LKahn1@its.jnj.com

 

Neues mobiles Autorefraktometer „Retinomax Screen“23.01.2019

Einzigartige Handlichkeit hat das bon Retinomax weltweit erfolgreich gemacht. In seiner neuesten Generation ist es noch leichter und kompakter. Der Clou des neuen Modells ist sein neigbarer Bildschirm, der bequemes Messen in jeder Position erlaubt.

 

Das Retinomax zeichnete sich schon immer durch einfachste Bedienbarkeit aus. Auf Knopfdruck werden gleichzeitig Refraktionswerte und Hornhautradien erfasst. Retinomax benötigt dafür nur Sekundenbruchteile und ist dadurch auch für Kleinkinder und ältere Probanden mit Tremor geeignet.

Automatische Achsenkompensation und intelligenter Fokus-Assistent versprechen stets verlässliche Ergebnisse mit höchster Präzision; genauer als die meisten Standgeräte.

 Weitere überzeugende Argumente für das Retinomax Screeen sind kabellose Datenübertragung, Retro-Illumination und Pupillenmessung mit Helligkeitsreduktion.

Eine Ladestation und ein Drucker gehören zum Lieferumfang.

Mehr Infos erhalten Sie unter Tel. 0451 / 80 9000 und auf www.bon.de

OCT wird Kassenleistung16.01.2019

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 20. Dezember 2018 beschlossen, die Optische Kohärenztomographie (OCT) in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen. Der Beschluss gilt allerdings nur für zwei Erkrankungen, nämlich die Diagnostik und Therapiesteuerung bei der

  • neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und des
  • Makulaödems bei diabetischer Retinopathie (DMÖ).

 

Alle anderen Indikationen zur OCT sind und bleiben zunächst weiterhin IGe-Leistungen (IGeL) bzw. Leistungen im Rahmen von IV-Verträgen.

 

Hintergrund: Die OCT wurde bereits 1991 als neues nicht-invasives bildgebendes Verfahren vorgestellt und wird seit einigen Jahren von vielen Augenarztpraxen eingesetzt. Die Diagnostik mittels OCT ist inzwischen auch Bestandteil der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer. 
 
Bereits 2015 hatten die Krankenkassen im G-BA beantragt, die Aufnahme der OTC neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und dem diabetischen Makulaödem in den Leistungskatalog der GKV zu überprüfen. Dies ist mit diesem Beschluss geschehen.

 

Der Beschluss wird zunächst vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geprüft. Das Ministerium hat hierfür zwei Monate Zeit. Wird der Beschluss nicht beanstandet, treten die Änderungen am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Anschließend hat der Bewertungsausschuss sechs Monate Zeit, um für die OTC eine entsprechende Abrechnungsposition in den EBM aufzunehmen. Mit der Schaffung einer Abrechnungsposition im EBM ist daher erst im zweiten Halbjahr 2019 zu  rechnen.

 

Da die GKV-Patienten nach der gesetzlichen Regelung erst nach Ablauf dieser Frist Anspruch auf diese Leistung haben, kann die OCT bis dahin auch bei diesen Indikation nur nach GOÄ bzw. im Rahmen von IV-Verträgen abgerechnet werden.

Verstärkung bei bon13.01.2019

Bereits im November hat Herr Ralf Schilling (Bild rechts) die Verantwortung für den b o n Vertriebsbereich „Mitte“ übernommen (PLZ 29-34, 37-39, 98-99). Herr Schilling ist vielen Branchenkennern bereits als erfolgreicher Praxisplaner bekannt.

Im Vertriebsgebiet "Ost" (PLZ 01-18) berät Sie seit Dezember Herr Christoph Pohl. Der studierte Optometrist verfügt über einen großen Erfahrungsschatz aus Ophthalmologie und Augenoptik.

b o n ist Hersteller von ophthalmologischen Diagnostikgeräten und Einrichtungen und wurde im Jahre 1982 in Lübeck gegründet. Das Traditionsunternehmen ist als Medizinprodukte-hersteller zertifiziert nach DIN EN ISO 13485:2012.

Sie erreichen Ihre neuen Ansprechpartner jederzeit direkt unter 0163 - 83 88 202 (Christoph Pohl) bzw. 0163 - 83 88 221 (Ralf Schilling)

PM -Optische Kohärenztomografie zur Diagnostik und Therapiesteuerung bei Netzhauterkrankungen des Auges wird Kassenleistung19.12.2018

Pressemitteilung Gmeinsamer Bundesausschuss gem. § 91 SGB    

Nr. 43 / 2018 
Methodenbewertung


Optische Kohärenztomografie zur Diagnostik und Therapiesteuerung bei Netzhauterkrankungen des Auges wird Kassenleistung


Berlin, 20. Dezember 2018

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin beschlossen, dass die Optische Kohärenztomografie (OCT) zur Diagnostik und Therapiesteuerung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und des Makulaödems bei diabetischer Retinopathie (DMÖ) Leistung der gesetzlichen Krankenkassen wird. Mit Hilfe der OCT können der Erkrankungsverlauf

und die Notwendigkeit von wiederholten Medikamenteninjektionen in das Auge überprüft werden.


Die OCT ist ein bildgebendes Verfahren, das die Beurteilung der Netzhautstrukturen im Auge ermöglicht und beispielsweise Flüssigkeitsansammlungen und Veränderungen der Netzhautdicke zeigt. Sie darf zukünftig zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung eingesetzt werden bei Patientinnen und Patienten, bei denen eine nAMD und DMÖ diagnostiziert wurde und die Notwendigkeit der intravitralen operativen Medikamentengabe überprüft werden soll. Zur Sicherstellung der Behandlungsqualität hat der G-BA festgelegt, dass die OCT nur von Fachärztinnen und Fachärzten für Augenheilkunde durchgeführt werden darf.


Bei der nAMD und DMÖ handelt es sich um Netzhauterkrankungen des Auges, die im Verlauf bis zur Erblindung der Betroffenen führen können.
Zur Behandlung werden Medikamente in den Glaskörper des Auges gespritzt. Diese Injektionen erfolgen anfangs monatlich. Sofern bei den
Kontrolluntersuchungen keine neuen Krankheitszeichen nachweisbar sind, kann die intravitreale operative Medikamentengabe teilweise ausgelassen werden.
Der Beschluss wird dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt und tritt nach erfolgter Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft. Die OCT kann als ambulante Leistung erst dann erbracht werden, wenn der Bewertungsausschuss über
die Höhe der Vergütung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab entschieden hat.


Hintergrund – Methodenbewertung der Optischen Kohärenztomografie bei neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration sowie
Makulaödems bei diabetischer Retinopathie

Der G-BA ist vom Gesetzgeber beauftragt zu entscheiden, welchen Anspruch gesetzlich Krankenversicherte auf medizinische oder medizinisch-technische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden haben. Im Rahmen eines strukturierten Bewertungsverfahrens überprüft der G-BA deshalb, ob Methoden oder Leistungen für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten unter Berücksichtigung des allgemein anerkannten Standes der medizinischen Erkenntnisse in der vertragsärztlichen und/oder stationären Versorgung erforderlich sind.


Zum Abschluss eines strukturierten Methodenbewertungsverfahrens entscheidet der G-BA darüber, ob und inwieweit – d. h. für welche genaue Indikation und unter welchen qualitätssichernden Anforderungen – eine Behandlungsmethode ambulant und/oder stationär zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angewendet werden kann.


Das mit der Studienrecherche und -auswertung beauftragte Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlichte im Juli 2017 seinen Abschlussbericht zur OCT. Neben den Ergebnissen des IQWiG berücksichtigte der G-BA bei seiner Entscheidungsfindung die Auswertung der beim G-BA anlässlich der Veröffentlichung des Beratungsthemas eingegangenen Einschätzungen einschließlich der dort benannten Literatur sowie die Stellungnahmen, die zum Beschlussentwurf eingeholt wurden.


Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für etwa 70 Millionen Versicherte. Der G-BA legt fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV übernommen werden. Rechtsgrundlage für die Arbeit des G-BA ist das Fünfte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB V). Entsprechend der Patientenbeteiligungsverordnung nehmen Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter an den Beratungen des
G-BA mitberatend teil und haben ein Antragsrecht. Den gesundheitspolitischen Rahmen der medizinischen Versorgung in Deutschland gibt das Parlament durch Gesetze vor. Aufgabe des G-BA ist es, innerhalb dieses Rahmens einheitliche Vorgaben für die konkrete Umsetzung in der Praxis zu beschließen. Die von ihm beschlossenen Richtlinien haben den Charakter untergesetzlicher Normen und sind für alle Akteure der GKV bindend.


Bei seinen Entscheidungen berücksichtigt der G-BA den allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse und untersucht den diagnostischen oder therapeutischen Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit einer Leistung aus dem Pflichtkatalog der Krankenkassen. Zudem hat der G-BA weitere wichtige Aufgaben im Bereich des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Versorgung.

 

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Gudrun Köster 

Neuer intuitiver Behandlungsmodus für Laser-Iridotomie mit dem Navilas® 577s Netzhautlaser18.12.2018

OD-OS Software Version 3.5 beinhaltet ein neues Modul für die Laser-Iridotomie zur Unterstützung der Therapie eines Engwinkelglaukoms mit dem Navilas 577s Laser System

Teltow, Deutschland – Dezember 2018 - OD-OS, Weltmarktführer in der Entwicklung und Kommerzialisierung von navigierten Netzhautlaser-Systemen, hat ein Software Update für sein Navilas 577s Laser System vorgestellt. Die Softwareversion 3.5 beinhaltet einen intuitiven Behandlungsmodus für das Vorderauge zur Durchführung der Laser-Iridotomie, der die Therapie eines Engwinkelglaukoms unterstützt und damit zur Senkung des Augeninnendrucks beitragen kann. Der Modus für Laser-Iridotomie ergänzt die etablierten Fähigkeiten von Navilas 577s für die Therapie von Netzhauterkrankungen.

Die Software ist ausgelegt für die Kombinationstherapie mit einem Standard Iridotomie-Objektiv, der Abraham Linse, mit 0.63x Vergrößerungsfaktor. Der Modus ermöglicht es dem Arzt, die Iris mit dem gelben Navilas® 577 nm Laser vorzubereiten. Nach dieser initialen Vorbehandlung kann der Arzt die Behandlung mit weniger Komplikationen (Blutungen) an einem separaten YAG Laser vervollständigen. Diese Kombinationstherapie ist eine Standardprozedur in der Iridotomie-Behandlung.

Dr. Gregor Eberlein, Klinikum Augsburg: “Ich denke, dass Patienten mit dieser optionalen Vorbehandlung mit Navilas® schonender therapiert werden können. Nur mit dem YAG-Laser würde ich wesentlich mehr Laserleistung benötigen. Ein Patient konnte vor einigen Monaten nicht allein mit dem YAG-Laser behandelt werden. Nun, mit der Kombination von Navilas® und YAG-Laser hat die Behandlung wirklich gut funktioniert.”

Bei Patienten mit engen Augenwinkeln besteht ein höheres Risiko, an einem primären Engwinkelglaukom (PACG) zu erkranken - eine der weltweit größten Erblindungsursachen. Enge Winkel sind in ostasiatischen Bevölkerungen einschließlich Japan viel häufiger. Die Iridotomie ist eine wichtige Behandlungsoption, bei der gezielt ein Drainage-Loch in der Iris geschaffen wird, um den Augendruck zu senken. Die Iridotomie wird entweder als vorbeugende Maßnahme durchgeführt oder als akute Behandlung, wenn sich plötzlich Druck aufbaut und der Sehnerv beschädigt werden kann (1).

Navilas® ist bekannt für die vorgeplante, computergestützte Applikation von Laserspots für fokale und periphere Netzhaut-Laserbehandlungen. Private Praxen und renommierte Krankenhäuser arbeiten mit Navilas®, um dauerhafte Ergebnisse zu erzielen, und die Behandlungsbelastung für ihre Patienten zu reduzieren (2).

Über Navilas®Mit den Lasersystemen von Navilas® können Ärzte die gesamte Lasertherapie sowohl auf Fundusbildern als auch auf Diagnosebilder von Drittanbietern digital vorplanen und diesen Therapieplan mit Hilfe einer computergestützten Bildführung präzise ausführen.

About OD-OS: Die OD-OS GmbH ist ein privates Unternehmen für Medizinprodukte, das 2008 gegründet wurde und Niederlassungen in Teltow (Deutschland) und Irvine (Kalifornien) hat.

Weitere Informationen: Stefanie Gehrke, Director Marketing | stefanie.gehrke@od-os.com, +49 (172) 3808 537
OD-OS GmbH | Warthestr. 21 | 14513 Teltow | Germany

Verleihung des PJ-Lehrpreises 2018 am Universitätsklinikum des Saarlandes17.12.2018

Verleihung des PJ-Lehrpreises 2018 am Universitätsklinikum des Saarlandes

Prof. Dr. Berthold Seitz

 

Am 14.12.2018 wurde im Rahmen der Examens- und Promotionsfeier der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes der PJ-Lehrpreis 2018 an Frau Dr. Anouck Becker, Klinik für Neurologie, verliehen. Dieser wurde 2017 im Rahmen des 10-Punkte-Programms zur Verbesserung der PJ-Lehre am Universitätsklinikum des Saarlandes durch die PJ-Faculty eingeführt und wird seitdem jährlich verliehen. Gestiftet wurde der diesjährige Preis in Höhe von 4.000 € von der Willy Robert Pitzer Stiftung („Willy-Robert-Pitzer-PJ-Lehrleistungs-Auszeichnung“).

 

Entsprechende Assistenz- und Fachärzte wurden von PJ-Studierenden vorgeschlagen, die begründeten, warum diese/r Kandidat/in die Auszeichnung verdient. Darüber hinaus reichte der/die Kandidat/in ein kurzes Lehrkonzept sowie sein/ihr Curriculum vitae ein und stellte sich Herrn Prof. Dr. Berthold Seitz, dem Fakultätsbeauftragten für das Praktische Jahr am Universitätsklinikum des Saarlandes, persönlich vor.

 

Nominiert wurden insgesamt 7 Ärzte aus der Klinik für Neurologie, Klinik für Orthopädie/Klinik für Unfallchirurgie sowie aus den Kliniken für Innere Medizin I, II, IV und V am Universitätsklinikum des Saarlandes. Alle eingegangen Bewerbungsunterlagen wurden von 16 Mitgliedern der PJ-Task Force, der PJ Faculty und Studierenden nach den Kriterien Innovation, Praxisrelevanz, Durchführbarkeit und Nachhaltigkeit bewertet. Frau Dr. Anouck Becker überzeugte mit ihrem Lehrkonzept und sammelte die meisten Punkte.

 

 

Willy Robert Pitzer Stiftung

Willy Pitzer war Architekt und begann in den 1970er Jahren mit dem Aufbau eines Rehaklinik Konsortiums und leitete dieses auch. Nach seinem Tod vermachte er einen Großteil seines Vermögens der Willy Robert Pitzer Stiftung. Die Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main pflegt bis heute, aufgrund der Herkunft von Herrn Pitzer, einen wissenschaftlichen/medizinischen Förderungsschwerpunkt. Daneben fördert die Stiftung auch Sportler, Musiker und karitative Einrichtungen.

 

 

Verstärkung beim Einrichter Jen-Ophthalmo16.12.2018

Verstärkung beim Einrichter Jen-Ophthalmo

Zwei neue Mitarbeiter bereichern das Team

Seit Mitte dieses Jahrs verstärken zwei neue Mitarbeiter das erfahrene Team des Fachhändlers und Herstellers Jen-Ophthalmo aus der Optikstadt Jena. Sie erweitern die Firma im Bereich Marketing und Unternehmensentwicklung sowie im Produktmanagement und Technik-Support. Nach dem Inhaberwechsel im Oktober 2017 vom ehemaligen Gründer und Eigentümer Frank Sittig zum Kaufmann Thomas Köhler ist dies die erste zentrale Investition in die weitere Entwicklung des etablierten Einrichters für Augenärzte. „Ich bin sehr stolz, dass sich Susanne Undisz und Stefan Wurlitzer für Jen-Ophthalmo entschieden haben und unser Team mit ihren Kompetenzen ergänzen und weiter voranbringen. Sie erweitern unsere Stärken im Bereich der Digitalisierung und des innovativen Technik-Knowhows.“, so der Inhaber Köhler.

Verstärkung des Bereichs Marketing und Kundenservice/ Technik-Support

Susanne Undisz betreut seit Februar 2018 den Bereich Marketing und Unternehmensentwicklung als Assistenz der Geschäftsführung. Ihr Augenmerk liegt vor allem auf den Feldern der Digitalisierung und der Erschließung neuer Kanäle für eine optimale Kundenkommunikation. Mit einem Studium der Kommunikationswissenschaft und langjähriger Erfahrung im den Bereichen Beratung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im akademischen Arbeitsfeld ist sie mit vielfältigen Problemstellungen und der Erschließung innovativer Lösungsansätze vertraut. „Ich freue mich sehr, Jen-Ophthalmo auf seinem Weg in die digitale Zukunft zu begleiten und neue Impulse setzen zu können.“, berichtet Susanne Undisz.

Stefan Wurlitzer verstärkt seit August 2018 den Bereich Kundenservice und Technik-Support bei Jen-Ophthalmo. Er ist frisch gebackener Bachelor der Optometrie und kann durch das anspruchsvolle Studium die neuesten Trends und technischen Entwicklungen professionell betreuen. „Meine Wahl ist schnell auf Jen-Ophthalmo gefallen. Hier kann ich mich mit einem erfahrenen Team weiterentwickeln und gleichzeitig meine Kompetenzen als Optometrist für die Firma optimal einbringen.“, so Wurlitzer.

Verbindung von Tradition und Digitalisierung

Der Fachhändler und Hersteller hat somit einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft getan. Gleichzeitig ist es dem Team wichtig, traditionsorientierte Werte weiter zu pflegen: Im Mittelpunkt der kontinuierlichen Arbeit steht der zufriedene Kunde, der sich auf die Qualität der Produkte und die Kompetenz des Teams verlassen kann. Das Repertoire der Firma umfasst sowohl die Herstellung der erfolgreichen Untersuchungseinheit MODULA, sowie den Verkauf von neuen innovativen Produkten als auch Service und Wartung für vorhandene Geräte. Die persönliche Beratung steht bei Jen-Ophthalmo im Mittelpunkt und zielt auf individuelle und flexible Lösungen, die die Wünsche des Kunden perfekt erfüllen.

Jen-Ophthalmo steht seit mehr als 26 Jahren für Kompetenz und Kundenzufriedenheit in den Bereichen Planung, Einrichtung, Handel und Service für Augenärzte! Das Unternehmen ist autorisierter Fachhändler unter anderem von Zeiss, Oculus, Nidek, Topcon und Reichert. Bekannt ist die Firma insbesondere durch die Untersuchungseinheit „MODULA“, die seit 1997 äußert erfolgreich produziert und vertrieben wird.

2018 Trend bleibt: Bürokratielast für niedergelassene Ärzte steigt und steigt und steigt…05.12.2018

Zum dritten Mal hat die KBV mit der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) den Bürokratieindex für Ärzte und Psychotherapeuten erstellt. Dabei setzt sich der Trend vom Vorjahr fort: Die Bürokratielasten sind um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – Ärzte verbringen demnach knapp 323.000 Stunden mehr mit bürokratischen Aufgaben als noch 2017.

 

Pro Jahr entsteht pro Praxis eine Gesamtbelastung von 60 Tagen. Das entspricht insgesamt rund 54,5 Millionen Nettoarbeitsstunden. Dies zeigt der Bürokratieindex für die vertragsärztliche Versorgung (BIX), den die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) seit 2016 veröffentlicht. Er stellt dar, wie viel Zeit die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten im Jahr aufwenden, um bürokratische Pflichten zu erfüllen.

 

„Ärzte wünschen sich mehr Zeit für ihre Patienten und weniger Zeit am Schreibtisch. Daher betrachten wir die Entwicklung mit Sorge“, äußerte sich Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV, zu den aktuellen Zahlen.

 

Als Hauptfaktor macht die Studie der FHM die Folgen des demografischen Wandels aus. Denn dieser schlägt sich nicht nur in einer steigenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen nieder, sondern damit verbunden auch in einem Mehr an Dokumentationen und Bescheinigungen. „Ältere und mehrfacherkrankte Patienten gehen öfter zum Arzt und benötigen mehr ärztliche Leistungen. Dadurch erhöht sich auch der bürokratische Aufwand“, erläuterte Kriedel. So schlagen neben der allgemeinen Patientendokumentation und dem Datenaustausch mit Kollegen vor allem die Verordnungen für häusliche Krankenpflege, für Heilmittel und zur Krankenbeförderung zu Buche. Die stetig gestiegene Zahl an Beschäftigten in Deutschland hat auch eine häufigere Ausstellung von Bescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit (AU) mit sich gebracht. Mit einem Aufwand von insgesamt 4,9 Millionen Nettoarbeitsstunden gehören AU-Bescheinigungen zu den Top 3 zeitintensiver Dokumente.

 

Eine starke Entlastung konnte hingegen bei der Informationspflicht „Erhebung von Daten im Ersatzverfahren“ festgestellt werden. Durch bessere elektronische Gesundheitskarten und Lesegeräte wird die manuelle Erfassung seltener erforderlich. Erleichterungen gab es auch durch den Wegfall der „Überweisung zum Durchgangsarzt“ und des „Behandlungsausweises“ für Opiatabhängige.

 

„Das Problem der wachsenden Belastung durch Bürokratie wirkt nicht nur auf etablierte Arztpraxen. Auch die Entscheidung für oder gegen eine Niederlassung junger Ärzte wird dadurch massiv beeinflusst“, erklärte Prof. Dr. Volker Wittberg von der FHM und Leiter des Nationalen Zentrums für Bürokratiekostenabbau.

 

„Der BIX zeigt: Die Bürokratiebelastung steigt allein schon wegen des demografischen Wandels und unabhängig von neuen Regelungen weiter an. Sie nimmt zunehmend wertvolle Arbeitszeit in Anspruch, die nicht mehr für die Behandlung der Patienten zur Verfügung steht – und das in Zeiten, da ärztliche Arbeitszeit ohnehin ein knappes Gut ist“, sagte Kriedel und ergänzte: „Dem wollen wir entgegenwirken: Wir fordern einen nachhaltigen und aktiven Bürokratieabbau.“ Hierfür sei ein verbindliches Abbauziel von 25 Prozent nach Vorbild der Bundesregierung sinnvoll. „Ein solcher Abbau entspricht einer Summe von insgesamt rund 13 Millionen Stunden pro Jahr oder 15 Arbeitstagen je Praxis. Zeit, die zusätzlich für die Versorgung der Patienten zur Verfügung steht. Letztlich wäre dies gleichzusetzen mit einem Plus von über 4.000 Ärzten“, führte Kriedel aus.

 

Eine weitere Chance, Bürokratie abzubauen, sieht die KBV in der Digitalisierung. Das aufwandsreduzierende Potential digitaler Lösungen sollte genutzt werden, um die Verwaltungsarbeit zu verringern. „Der Arzt soll seine Zeit schließlich dem Patienten widmen, nicht dem Schreibtisch“, so Kriedel.

Trockene AMD: Besseres Verständnis zur Einschränkung der Lesefähigkeit bei geographischer Atrophie05.12.2018

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für eine Seheinschränkung im Alter. Die so genannte „trockene“ AMD stellt dabei die häufigste Form der Erkrankung dar. Lesehilfen können den Alltag Betroffener erheblich erleichtern.

 

Einsatz von Lesehilfen optimieren

 

Eine neue Studie von Wissenschaftlern aus Bonn und Oxford zeigt nun unter Einsatz neuester bildgebender Diagnostik, wie krankhafte Netzhautveränderungen mit Leseeinschränkungen zusammenhängen. So lassen sich Therapiestudien besser planen und das Anpassen von Lesehilfen für Betroffene vereinfachen.

 

Neue Erkenntnisse zur geographischen Atrophie

 

Um Therapieansätze für Erkrankungen der Netzhaut zu entwickeln, ist die Kenntnis über deren natürlichen Verlauf essentiell. An der Universitäts-Augenklinik Bonn unter der Leitung von Professor Frank G. Holz wird seit Jahren die trockene AMD intensiv erforscht. Jetzt konnte die Forschergruppe aus Bonner und Oxforder Wissenschaftlern Ergebnisse zur trockenen Spätform der AMD, der „geographischen Atrophie“ vorstellen.

 

„Wir haben mehrere hochauflösende laserbasierte Verfahren genutzt, um Krankheitsprozesse im Auge genau darzustellen“ erläutert Dr. Moritz Lindner, der an der Studie maßgeblich beteiligt war. Die beobachteten Strukturveränderungen konnten dann mit der Leseeinschränkung des einzelnen Patienten in Beziehung gesetzt werden. „Nun können wir auch für zukünftige Patienten voraussagen, welche Strukturveränderungen am ehesten die Lesefähigkeit einschränken“ führt AMD-Experte Lindner weiter aus.

 

Künftige Unterstützung auch für Patienten geplant

 

Einerseits sind die Ergebnisse zur Planung von Therapiestudien von Bedeutung, die das Ziel haben, die Lesefähigkeit von Patienten mit geographischer Atrophie zu erhalten: Strukturveränderungen lassen sich meist deutlich besser messen als funktionelle Parameter wie Leseeinschränkungen, wodurch manche Studien jetzt überhaupt erst möglich werden. Andererseits sind diese Ergebnisse auch für Patienten außerhalb von Studien bedeutsam: Optiker können Lesehilfen für Patienten nun noch präziser anpassen. „In Zukunft möchten wir auf Basis unserer Daten Programme für Smartphones oder Tablets entwickeln, die Betroffene im Alltag unterstützen.“ sagt die Studienleiterin Frau Professor Monika Fleckenstein.

 

Die Ergebnisse der Forscher werden bereits jetzt für die Planung von Therapiestudien zur Behandlung der trockenen AMD genutzt. Die aktuellen Erkenntnisse konnte die Forschergruppe in der renommierten internationalen Fachzeitschrift OPHTHALMOLOGY RETINA [1] veröffentlichen.

 

Quellen: Universitäts-Augenklinik Bonn; Ophthalmologische Nachrichten vom
29.11.2018

 

Links aus diesem Beitrag:
[1]
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S2468653018304081?via%3Dihub

Meilenstein für Betroffene mit erblichen Netzhauterkrankungen: Erste Gentherapie gegen frühkindliche Erblindung in Europa zugelassen27.11.2018

 

Am vergangenen Freitag hat die europäische Zulassungsbehörde EMA die Zulassung für „Luxturna“ erteilt, die erste Gentherapie zur Behandlung einer erblichen Netzhauterkrankung: der Leberschen Congenitalen Amaurose. PRO RETINA engagiert sich seit Jahren in der Ursachen- und Therapieforschung bei Netzhautdegenerationen.

 

„Für Betroffene mit erblichen Netzhauterkrankungen ist die Zulassung von Luxturna ein echter Meilenstein. Diese erste Gentherapie für eine erbliche Netzhautdegeneration ist eine ganz neue Behandlungsoption und ermöglicht erstmalig, eine solche Erkrankung ursächlich zu behandeln“, bestätigt Franz Badura, Vorsitzender der Selbsthilfevereinigung PRO RETINA Deutschland e. V.. Zugelassen ist diese Therapie für alle 28 europäischen Länder der Europäischen Union, die Schweiz, Norwegen und Lichtenstein. „Um diese Therapie den Patienten über die jeweiligen Gesundheitssysteme zugänglich zu machen, ist jedoch noch viel zu tun“, ergänzt Dr. Sandra Jansen, Projektmanagerin bei PRO RETINA.

 

Rund 2000 Betroffene - molekulargenetische Diagnose wichtig

In Deutschland sind rund 2.000 Menschen von einer Leberschen Congenitalen Amaurose betroffen. Sie tritt bereits im Kindesalter als Form der Retinitis pigmentosa auf. Die Betroffenen erblinden oft in jungen Jahren. Bei schätzungsweise bis zu 300 Betroffenen liegt eine Mutation im Gen RPE65 vor. Das retinale Pigmentepithel, in dem RPE65 produziert wird, ist unmittelbar benachbart zu den lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut. Ist dieses Gen beschädigt oder fehlt, kann kein entsprechendes Enzym hergestellt werden und es kommt zu Sehstörungen. Erste Symptome sind Nachtblindheit, erhöhte Blendempfindlichkeit, schlechte Hell- Dunkelanpassung und ein eingeschränktes Gesichtsfeld.

werden von Luxturna profitieren, sondern auch manche Patienten mit der Diagnose ‚Retinitis pigmentosa‘ “, so Prof. Dr. Dr. Fischer von der Universitäts-Augenklinik Tübingen. „Wichtiger als die klinische Diagnose ist nämlich die molekulargenetische Ursache – also welches Gen defekt ist. Luxturna behandelt Patienten mit einem Defekt in dem Gen RPE65 – egal welchen Namen man der Erkrankung gegeben hat. Hier sieht man einmal mehr, dass die molekulargenetische Diagnose sehr wichtig ist. Ich empfehle daher allen Patienten, sich testen zu lassen“, betont der Experte.

 

Gentherapie soll Nachtblindheit verbessern

Luxturna transportiert mit Hilfe eines veränderten Virus als „Gentaxi“ eine korrekte Version des Gens RPE65 in die Netzhaut, sodass das fehlende Enzym produziert werden kann. Luxturna soll so den Verfall des Gewebes stoppen. In klinischen Studien konnte bei den meisten Teilnehmern eine verbesserte Sicht in der Dunkelheit dokumentiert werden. Die Behandlung hatte jedoch keine signifikanten Auswirkungen auf die Sehschärfe im Hellen. Gemäß Zulassung darf die Therapie bei Kindern und Erwachsenen mit einer Netzhautdegeneration aufgrund bestätigter biallelischer RPE 65-Mutation angewandt werden, die über ausreichend lebensfähige Netzhautzellen verfügen. In den USA wurde die Therapie bereits im Dezember 2017 zugelassen.

 

Kostenloser Zugang zum Patientenregister

PRO RETINA engagiert sich insbesondere über die vereinseigene Stiftung zur Verhütung von Blindheit seit Jahren in der Forschungsförderung, um Erblindung durch Netzhautdegenerationen zu erforschen und einer Therapie zugänglich zu machen. Mit dem 2017 eingerichteten Patientenregister verfolgt PRO RETINA das Ziel, Forschung und Medizin mit den Patienten zu vernetzen. Mit der kostenlosen Registrierung im Patientenregister können Betroffene ihre Chancen erhöhen, an klinischen Studien zur Therapiefindung bei Netzhauterkrankungen teilzunehmen.

 

Kontakt

Telefon (0228) 227 217 - 0

E-Mail: patientenregister@pro-retina.de 

 

Über PRO RETINA Deutschland e.V.

PRO RETINA Deutschland e.V., eine Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen, wurde vor 40 Jahren von Betroffenen und deren Angehörigen als gemeinnütziger Verein gegründet, um sich selbst zu helfen. PRO RETINA ist eine bundesweit tätige Organisation mit mehr als 50 Regionalgruppen und circa 6.000 Mitgliedern.

Wir bieten Informationen und Beratung und verstehen uns als Interessenvertretung der Patient/innen in der Öffentlichkeit und Gesundheitspolitik. Um einen Beitrag zur Entwicklung wirksamer Therapien zu leisten, engagiert sich PRO RETINA Deutschland e. V. auch in der Forschungsförderung. Die PRO RETINA möchte allen Menschen, die von einer Sehverschlechterung oder Erblindung aufgrund einer Netzhautschädigung bedroht sind, helfen, durch Prävention, Therapie und gemeinsame Bewältigung ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz und seine Auswirkungen auf Chefärzte und Krankenhäuser21.11.2018

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Vergütung

Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz und seine Auswirkungen auf Chefärzte und Krankenhäuser

 

 

Am 09.11.2018 wurde das sogenannte Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) nach der zweiten und der dritten Lesung vonseiten des Deutschen Bundestags beschlossen. In diesem Gesetz, das zum 01.01.2019 in Kraft treten soll, finden sich einige Regelungen, die „Sprengstoff“ für das Verhältnis von Krankenhäusern und Krankenkassen bergen und die die Arbeit von Chefärzten beeinflussen. Einige der Regelungen und ihre Auswirkungen werden nachfolgend vorgestellt.

 

Neue und unterschiedliche Verjährungsregelungen

 

Das PpSG regelt die Verjährung von Krankenhausvergütungsforderungen und Ansprüchen der Krankenkassen auf Rückzahlung von bereits geleisteten Vergütungen (aus welchem Rechtsgrund auch immer) zukünftig völlig neu.

 

Ansprüche der Krankenhäuser auf Vergütung erbrachter Leistungen und Ansprüche der Krankenkassen auf Rückzahlung von bereits geleisteten Vergütungen verjähren nach einer neuen Vorschrift – dem § 109 Abs. 5 SGB V – in zwei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie entstanden sind.

 

Diese zweijährige Verjährungsfrist gemäß § 109 Abs. 5 SGB V gilt nicht für Ansprüche der Krankenhäuser auf Vergütung erbrachter Leistungen, die vor dem 01.01.2019 entstanden sind. Hier bleibt es bei der bisherigen Verjährungsfrist von vier Jahren. Somit verjähren zum Jahresende 2018 grundsätzlich nur Krankenhausvergütungsansprüche, die im Jahre 2014 entstanden sind und müssen bis dahin eingeklagt werden, wenn man auf diese Ansprüche nicht verzichten will. Diese Ansprüche sind rechtzeitig vor dem Jahresende von Krankenhäusern und den dort beschäftigten Ärzten und sonstigen Mitarbeitern für die Klageerhebung vorzubereiten.

 

Für Ansprüche der Krankenkassen auf Rückzahlung von geleisteten Vergütungen, die vor dem 01.01.2019 entstanden sind – also vor dem Inkrafttreten des Gesetzes –, gilt dagegen mit Inkrafttreten des Gesetzes die zweijährige Verjährungsfrist. Was dies praktisch bedeutet, ergibt sich aus der Vorschrift des § 325 SGB V, die neu in das Gesetz aufgenommen wird. Danach ist die Geltendmachung von Ansprüchen der Krankenkassen auf Rückzahlung von geleisteten Vergütungen, soweit diese vor dem 01.01.2017 entstanden sind, ausgeschlossen, wenn sie nicht bis zum 09.11.2018 gerichtlich geltend gemacht worden sind. Dies bedeutet, dass Krankenhäuser gegenüber allen Ansprüchen der Krankenkassen auf Rückzahlung von geleisteten Vergütungen, die vor dem 01.01.2017 entstanden sind und die nach dem 09.11.2018 gerichtlich geltend gemacht wurden, die Einrede der Verjährung erheben können.

 

Praktische Konsequenzen der Neuregelung

 

Die vorstehend kurz skizzierte Neuregelung hat eine Vielzahl praktischer Konsequenzen, die die Krankenhäuser und die dort beschäftigten Ärzte und sonstigen Mitarbeiter betreffen.

  • Bis zum 09.11.2018 wurden laut Medienberichten vonseiten der Krankenkassen bundesweit bereits tausende Zahlungsklagen bei den jeweils zuständigen Sozialgerichten eingereicht, die den Krankenhäusern in den nächsten Wochen zugestellt werden dürften. Seit Anfang November trafen allein in Trier – laut Aussage einer Gerichtssprecherin – etwa 800 Klagen aus diesem Sachgebiet ein. Demgegenüber stehen 1.400 Verfahren im Jahr 2017 aus allen (!) Sachgebieten in Trier. Die betroffenen Sozialgerichte werden diese Klagewelle nicht sofort bewältigen können. Sobald die Klagen bei den Krankenhäusern eingegangen sind, wird im Zusammenwirken zwischen Geschäftsführung, Medizincontrolling und den jeweils betroffenen Ärzten geklärt werden müssen, wie damit umgegangen werden soll. Damit wird voraussichtlich eine erhebliche Personalbelastung verbunden sein.

 

  • Weiterhin haben Krankenkassen, die die gerichtliche Geltendmachung dieser Forderungen vermeiden wollten, in den letzten Tagen in einzelnen Bundesländern ihre tatsächlichen oder vermeintlichen Rückforderungsansprüche mit aktuellen Krankenhausvergütungsforderungen in Höhe von deutlich mehr als 10 Mio. Euro verrechnet. Die Frage, die zukünftig von Juristen geklärt werden muss, ist, ob eine solche Verrechnung überhaupt zulässig ist, da § 325 SGB V die Krankenkassen ausdrücklich auf den Rechtsweg verweist, der Gesetzgeber die Verrechnung folglich gerade nicht wollte. Krankenhäuser, die gegen solche Verrechnungen vorgehen, werden auch diese Überlegungen berücksichtigen müssen.

 

  • Viele Krankenhäuser haben in den letzten Wochen auch Anfragen vonseiten diverser Krankenkassen erhalten, bis Mitte oder Ende November oder zum Jahresende 2018 Vereinbarungen über einen Verjährungsverzicht zu unterschreiben, bei denen es um tatsächliche oder vermeintliche Rückforderungsansprüche der Krankenkassen aus der Zeit vor dem 01.01.2017 geht.

 

Merke | Von dem Abschluss solcher Verjährungsverzichtsvereinbarungen muss ausdrücklich abgeraten werden, derartige Ansprüche der Krankenkassen sind verjährt, wenn Sie bis zum 09.11.2018 nicht gerichtlich geltend gemacht wurden! Gleiches gilt beispielsweise auch für Auskunftsansprüche der DAK hinsichtlich der Abrechnung der geriatrischen frührehabilitativen Komplexbehandlung (OPS 8-550) soweit der Zeitraum vor dem 01.01.2017 betroffen ist. Diese Ansprüche sind nach der Neuregelung im § 325 SGB V verjährt, weshalb nicht ersichtlich ist, warum hier Auskunft erteilt werden sollte. Bei einer solchen Strategie kann nicht ausgeschlossen werden, dass Krankenkassen dann Klage erheben oder die Rückforderungen mit aktuellen Krankenhausvergütungsforderungen verrechnen:

 

  • Sollte die Kasse Klage erheben, kann dieser Klage die Einrede der Verjährung des Rückforderungsanspruchs entgegen gehalten werden.

 

  • Sollte die Krankenkasse verrechnen, dürfte dies unzulässig sein, da die Rückforderungsansprüche zum Zeitpunkt der Verrechnung, die zwangsläufig nur nachdem 09.11.2018 erfolgen kann, bereits verjährt war.

 

Nachträgliche Änderung von ICD und OPS

 

  • 301 Abs. 2 SGB V regelt die Verschlüsselung der Diagnosen mittels ICD, der Operationen sowie der sonstigen Prozeduren (OPS) sowie die Zuständigkeit des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Hier hat der Gesetzgeber die Vorschrift dahingehend geändert, dass dem DIMDI die Möglichkeit eröffnet wurde, bei Auslegungsfragen zu den Diagnosenschlüsseln nach Satz 1 und den Prozedurenschlüsseln nach Satz 2 des § 301 Abs. 2 SGB V Klarstellungen und Änderungen mit Wirkung auch für die Vergangenheit vorzunehmen, sobald diese nicht zu erweiterten Anforderungen an die Verschlüsselung erbrachter Leistungen führen. Diese Neuregelung soll Krankenhäusern und Ärzten helfen, mit der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) – insbesondere zur Auslegung einzelner OPS-Codes – zukünftig besser umgehen zu können. Denn Letzteres hat inzwischen zu gravierenden Auswirkungen auf die Abrechenbarkeit einzelner für die Patientengesundheit eminent wichtigen Leistungen geführt.

Ausblick und Fazit

 

Die vorstehend kurz skizzierten Neuregelungen im PpSG wird man vor dem Hintergrund der bekannten Rechtsprechung des 1. Senats des BSG unter dem Vorsitz von Prof. Hauck sehen müssen. Diesbezüglich hat offensichtlich auch die Bundesregierung inzwischen den Eindruck gewonnen, dass aus eins plus eins auch drei werden kann, wenn es den Krankenkassen nützt.

 

Hintergrund | Der 1. Senat des BSG ist für das Krankenhausvergütungsrecht zuständig und sieht sich seit einiger Zeit vermehrter Kritik ausgesetzt. Gegen einige Urteile sind Verfassungsbeschwerden betroffener Krankenhausträger anhängig. Zudem gibt es Anschuldigungen gegen den 1. Senat, geltendess Recht vorsätzlich falsch angewendet zu haben – sogar von fortgesetzter Rechtsbeugung ist die Rede. Es besteht die Hoffnung, dass das Bundesverfassungsgericht der Gesetzesauslegung durch die Richter des Bundessozialgerichts Grenzen setzt.

 

Die gesetzgeberische Intention, die hinter den neu geschaffenen Vorschriften steht, ist offensichtlich: die Position der Krankenhäuser soll in dieser Auseinandersetzung gestärkt werden. Die Frage ist allerdings, ob der Gesetzgeber hier nicht über das Ziel hinausgeschossen ist. Denn auch wenn Krankenhäuser sowie die dort beschäftigten Ärzte und sonstige Mitarbeiter die Neuregelung sicherlich begrüßen werden, geben einige der Vorschriften doch zu verfassungsrechtlichen Bedenken Anlass.

 

Derzeit kann nur empfohlen werden, die vorstehend skizzierten Möglichkeiten, die sich aus der gesetzlichen Neuregelung ergeben, konsequent im Interesse des eigenen Krankenhauses bzw. der eigenen Abteilung zu nutzen.

XL-Optik, XS-Inzision: ASPIRA-aXA20.11.2018

Mit ihrer neusten Innovation, der Intraokularlinse ASPIRA-aXA, legt die HumanOptics AG einen Grundstein für die verlässliche langfristige pseudophake Patientenversorgung. Denn die ASPIRA-aXA kombiniert die Stabilität des Cut-out-Haptikdesigns mit den Vorteilen einer 7,0-mm-XL-Optik, welche einen erweiterten Funduseinblick in die äußerste Peripherie bis hin zur Pars plana ermöglicht. Somit können Patienten mit einem erhöhten Risiko für okuläre Erkrankungen bestmöglich versorgt werden. Die ASPIRA-aXA wurde dafür entwickelt, störende optische Phänomene zu vermeiden, weshalb sie auch für Patienten mit weiten Pupillen eine optimale Lösung darstellt. Durch die Bereitstellung im preloaded SAFELOADER®- Implantationssystem kann die Hinterkammerlinse bequem mittels Kleinschnitttechnik unter Beibehaltung der OP-Routine implantiert werden.

Mehr Informationen über ASPIRA-aXa finden Sie HIER.

Homburger Cornea Curriculum HCC 2018 vom 14. – 17.11.2018 in Homburg/Saar Dr. Georgia Milioti & Prof. Dr. Berthold Seitz18.11.2018

Mit großer Freude dürfen wir Ihnen berichten, dass auch in diesem Jahr das vierte Homburger Cornea Curriculum (HCC 2018) erfolgreich durchgeführt werden konnte. Das HCC wendet sich als deutschsprachige Fortbildungsplattform an alle Assistenzärzte, Fachärzte, Oberärzte und Chefärzte, die sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit diagnostischen und therapeutischen Ansätzen bei Hornhauterkrankungen auf den neusten Stand bringen lassen wollen. Die Veranstaltung gliederte sich wieder in einen theoretischen Teil mit Vorträgen am Vormittag sowie einen ausgefeilten DryLab- und WetLab-Teil am Nachmittag. Die 20 Teilnehmer aus Bern (Schweiz), Bonn, Chemnitz, Darmstadt, Düsseldorf, Duisburg, Erlangen, Flachau (Österreich), Frankfurt/Oder, Friedrichshafen, Kassel, Marburg, Neubrandenburg, Saarbrücken, Salzburg (Österreich), Tübingen, Wien (Österreich) sowie Würzburg waren gemäß detailliertem Evaluationsbogen mit der Ausbildung sehr zufrieden (Bewertung nach Schulnote 1,4).

 

An allen drei Kurstagen wurde auf multiple Themen der klinischen und experimentellen Korneologie eingegangen. Einen großen Raum nahm entsprechend dem Homburger Keratoconus Center (HKC) die Frühdiagnose und stadiengerechte Therapie des Keratokonus ein: dabei wurden sowohl die intrakornealen Ringsegmente, die Excimerlasergestützte DALK, das Crosslinking der Hornhaut als auch die perforierende Excimerlaser Keratoplastik im Detail besprochen.

In unserem Drylab wurden neben der TMS-5-Topographieanalyse, Pentacam-Tomographie, Endothelzellanalyse auch der Einsatz des Ocular-Respons-Analyzers (ORA) und des Corvis-Systems sowie des Vorderabschnitts-OCTs für die Keratokonusfrühdiagnose im Detail gelehrt. Die Teilnehmer hatten darüber hinaus noch die Möglichkeit, sich mit dem Konfokalen Mikroskop vertraut zu machen, welches heute in unserer Klinik eine große diagnostische Rolle bei der Differentialdiagnose infektiöser Keratitiden spielt. 

 

Als Einführung zu dem zweitägigen DMEK-WetLab wurden theoretische und praktische Tipps für die Descemet Membran Endothelial Keratoplasty zur Anwendung in der täglichen Praxis (Indikation, Operation und Nachsorge) in dem Vortrag von Prof. Seitz gegeben. Am ersten WetLab-Nachmittag wurde an menschlichen Hornhäuten, die nicht für eine Transplantation geeignet waren, die Homburger Standardtechnik der Spender-Präparation von jedem Teilnehmer an mindestens 5 Hornhäuten unter einem Operationsmikroskop unter 1:1 Anleitung durch Frau OÄ Dr. Georgia Milioti und das erfahrene Oberarztkollegium geübt. Dieses erfolgte, nachdem die Präparation über einen Videoschirm von Frau OÄ Dr. Milioti aktiv Schritt für Schritt am Anfang des WetLabs demonstriert worden war. Die WetLab-Geräte standen exakt so zur Verfügung, wie wir sie täglich im Operationssaal benutzen. Die präparierten Descemetmembranröllchen wurden in Kulturlösung individuell aufbewahrt und am nächsten Tag von dem entsprechenden Kursteilnehmer für seine Implantation benutzt. Das schrittweise Vorgehen ist in der Zeitschrift „Clinical Anatomy“ publiziert (Seitz B, Daas L, Bischoff-Jung M, Szentmary N, Suffo S, El-Husseiny M, Viestenz A, Milioti G: Anatomy-based DMEK Wetlab in Homburg/Saar: Novel aspects of donor preparation and host maneuvers to teach descemet membrane endothelial keratoplasty. Clin. Anat. 2018; 31:16-27 – siehe Anlage).  

 

Das Besondere bei diesem Kurs ist auch das Üben der DMEK-Implantationstechnik an einem frisch enukleierten Schweineauge. Zu diesem Zwecke wurden Zugänge analog dem Verfahren am Menschen durchgeführt. Insbesondere wurde die Descemetorhexis unter Luft via anterior chamber maintainer am Schweineauge simuliert. Anschließend wurde das Tags zuvor gewonnene Spenderröllchen mittels Geuder-Implantationsbesteck in die Schweineaugenvorderkammer gebracht und mit Instrumenten und Manövern wie beim Patienten entfaltet und mit einer Luftblase an der Rückseite der Schweinehornhaut zum Anliegen gebracht.

 

An dieser Stelle sei unseren Sponsoren besonders gedankt (den Firmen Allergan, Arandal, Bausch + Lomb, Bayer Vital, HOYA, Johnson & Johnson Vision, KOWA, Polytech-Domilens, Santen, Ursapharm), insbesondere aber der Firma Geuder (Herrn Dürr) der Firma Med-Tec (Herrn Stadtmüller) und der Firma Zeiss für die Überlassung des Mikroskops.

 

Am dritten Tag des HCC wurde am Morgen unter Hinzunahme von 6 ausgewählten operierenden Kurs-Teilnehmern im Operationssaal eine perforierende Excimerlaser-Keratoplastik von Herrn Prof. Seitz live mit Bild und Ton in den Hörsaal übertragen. Am ersten Wetlab-Nachmittag hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, multiple Hornhaut-Nahttechniken sowie eine doppelt fortlaufende Naht nach Hoffmann im Rahmen einer perforierenden Keratoplastik am Schweineauge in 1:1-Betreuung zu üben.

 

Das Programm schloss ab am 17.11.2018 mit einem kleinen Quiz (25 Fragen). Dem besten auswärtigen Teilnehmer, Herrn Kosmas Papadopoulos (Marburg) wurde eine Professor Naumann 80. Geburtstagsmedaille in Silber geschenkt. Alle Teilnehmer wurden nach einem warmen Imbiss mit einer Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme in das verdiente Wochenende entlassen.

 

Der nächste Termin für das HCC ist in der Zeit vom 13. – 16.11.2019.

Das 6. Homburger Retinologische Curriculum HRC 2019 wird in der Zeit vom 25. – 29. März 2019 veranstaltet.

Das Deutsch-Vietnamesische-Symposium – Hornhaut, Sicca, Lider, Okuloplastik findet in der Zeit vom  10. – 11.05.2019 statt.

 

An dieser Stelle ergeht besonderer Dank an die Mitinitiatorin Frau OÄ Dr. G. Milioti, sowie Herrn OA Dr. Daas für die Organisation des WetLabs. Die Teilnehmer waren auch in diesem Jahr mit der Organisation und Betreuung durch Frau Zäch-Welsch sehr zufrieden. Nicht zuletzt soll Schwester Silke Weyrether, Schwester Erna Schwarz, Schwester Ute Vogelgesang und Pfleger Roman Schäfer aus dem OP gedankt werden, die sowohl in der Vorbereitung als auch in der Assistenz im DMEK-WetLab und bei der perforierenden Keratoplastik unverzichtbar waren.

 

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