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Aktuelles

Neue Website informiert Diabetiker über die navigierte Laserbehandlung von Netzhauterkrankungen13.08.2018

28 Feb 2018 - Das Augenlicht erhalten: Neue Website informiert Diabetiker über die navigierte Laserbehandlung von Netzhauterkrankungen


Die neue Internetplattform www.navilas.de informiert Diabetiker und deren Angehörige verständlich über das Augenlicht bedrohende Netzhauterkrankungen, die Notwendigkeit von Vorsorgeuntersuchungen und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten mit moderner, navigierter Lasertherapie.

Navilas® ist der einzige digitale Netzhautlaser, welcher sich der modernen Eye-tracking-Technologie bedient. Die Vorteile für Patienten: Eine effektive Behandlung zum Erhalt der Sehfähigkeit mit weniger Schmerzen1 und weniger Nachbehandlungen

PRO RETINA Veranstaltungen in Göttingen und Köln01.08.2018

Liebe PRO RETINA Interessenten,

heute möchten wir Sie auf zwei interessante Patientenveranstaltungen der PRO
RETINA aufmerksam machen.


Makula-Fachtagung und Makula-Patiententag in Göttingen

Zur Makula-Fachtagung am Samstag, dem 8. September und zum
Makula-Patiententag am Sonntag, dem 9. September werden Fachleute und
Betroffene und deren Angehörige folgender Krankheitsbilder erwartet:

     * LHON (Lebersche Hereditäre Optikus-Neuropathie)
     * MacTel (Makuläre Teleangiektasien)
     * CCS/RCS (Chorioretinopathia centralis serosa / Retinopathia centralis
       serosa)
     * Morbus Stargardt
     * Morbus Best
     * AVMD (Adult Vitelliforme Makuladystrophie)
     * Musterdystrophien
     * HJMD (Hypotrichose mit juveniler Makuladystrophie)
     * Aderhautdystrophien
     * Pathologische Myopie

und weitere seltene Makuladystrophien, die das zentrale Sehen
beeinträchtigen können.

In diesem Jahr findet die Veranstaltung in Kooperation mit und in der
Augenklinik der Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch-Straße 40,
unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Hans Hoerauf statt.

Genaue Informationen zu den Referenten und Fachvorträgen, den Themen- und
Diagnosespezifischen Workshops und patientenverständlichen Kurzvorträgen
finden Sie auf dieser PRO RETINA-Webseite [1] bzw. auf diesem
Veranstaltungsflyer [2]. Auf dem Flyer befindet sich neben dem vollständigem
Programm und weiteren wichtigen Informationen zu dieser Veranstaltung auch
ein Anmeldeformular (verbindliche Anmeldung bis zum 15. August)


Gesundheitspolitische Veranstaltung der PRO RETINA in Köln

Im Mittelpunkt der diesjährigen Kölner Begegnung von PRO RETINA Deutschland
e.V. am Freitag, dem 14. September in Köln-Deutz unter dem Titel: „Und was
mache ich jetzt?“ stehen Entscheidungen und Entscheidungshilfen für
Menschen mit Netzhautdegenerationen. Fachleute aus der Genetik, der
Augenheilkunde und der Patientenselbsthilfe beleuchten im Gespräch mit dem
Publikum, welche Unterstützung es bei schwierigen Entscheidungen gibt.

Neben drei jeweils 45-minütigen Diskussionsrunden

     * Genetische Diagnostik bei erblichen Netzhauterkrankungen
     * Entscheidungspunkte bei der feuchten AMD
     * Entscheidungen für die richtigen Hilfsmittel

mit fachkundigen Vertretern aus verschiedenen Interessensbereichen führen
Referenten aus den unterschiedlichen Blickwinkeln in Impulsvorträgen zum
Thema hin.

Die Veranstaltung findet statt am Freitag, dem 14. September von 14.00 bis
18.00 Uhr im Horion-Haus des Landschaftsverbandes Rheinland in Köln-Deutz,
Hermann-Pünder-Straße 2.


Weitere Informationen

Genauere Einzelheiten zum Programm und eine Wegbeschreibung finden Sie auch
auf dieser Webseite der PRO RETINA [3] bzw. auf diesem Einladungsflyer der
Kölner Begegnung [4].


Anmeldung

Eine Anmeldung wird erbeten bis zum 5. September 2018 in der PRO
RETINA-Geschäftstelle in Bonn: per E-Mail: info@pro-retina.de oder
telefonisch: (0228) 227 2170

Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V.

Den Durchblick behalten - auch wenn die Augen altern24.07.2018

Den Durchblick behalten – auch wenn die Augen altern

Alterssichtigkeit: Spätestens mit 50 Jahren brauchen die meisten eine Lesebrille

Düsseldorf 24.07.2018 Manche bemerken schon mit 40 Jahren, dass das Lesen schwierig wird, bei anderen geht es erst ein paar Jahre später los. Im Alter von 50 Jahren wissen die allermeisten Menschen, was es heißt, alterssichtig zu sein. Der Augenarzt Christian Theinert vom Pressereferat des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) erklärt, warum spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, den Augenarzt aufzusuchen.

Wer bisher stets gute Augen hatte und auch ohne Sehhilfe alles scharf sehen konnte, ist zunächst irritiert: Kleine Schrift lässt sich plötzlich nicht mehr entziffern, erst wenn man den Text etwas weiter von den Augen entfernt hält, erscheinen die Buchstaben klarer. Beim Blick auf ein Tablet- oder Smartphone-Display kann man ja meist einfach vergrößern, was man sich anschauen will, aber wer beim Einkaufen die Inhaltstoffe eine Produkts überprüfen will, gerät in Schwierigkeiten, vor allem, wenn die Beleuchtung nicht optimal ist.

Der Grund für diese Probleme ist die normale Alterung des Auges. In der Jugend ist die Linse des Auges weich und elastisch. Sie kann sich verformen, so dass das Auge sich an unterschiedliche Sehentfernungen anpassen kann. Beim Blick in die Ferne ist sie flach, beim Blick auf ein Objekt in unmittelbarer Nähe wölbt sie sich stärker. Diese Fähigkeit, Augenärzte sprechen von der Akkommodation, geht nach und nach verloren. Die Linse wird immer steifer und die für die Nahsicht notwendige Anpassung funktioniert nicht mehr.

Viele Menschen behelfen sich zunächst mit einer einfachen Lesehilfe, die es im Super- oder Drogeriemarkt zu kaufen gibt. Herr Theinert erklärt, dass diese Lesehilfen in der Regel allenfalls für eine kurze Lesedauer und vorübergehend geeignet sind: „Auf Dauer ist eine fachgerecht angepasste Lesebrille besser geeignet, die die individuellen Besonderheiten wie beispielsweise eine Verkrümmung der Hornhaut (Astigmatismus) oder den Pupillenabstand berücksichtigt.“

Wenn die Alterssichtigkeit (Presbyopie) einsetzt, ist es sinnvoll, zunächst eine Augenarztpraxis aufzusuchen. Denn bei einer fachärztlichen Untersuchung können nicht nur die Sehschärfe und der Bedarf für eine Lesebrille ermittelt werden. Es lässt sich auch abklären, ob die Augen abgesehen von der Alterssichtigkeit gesund sind. Einige Krankheiten, die das Augenlicht bedrohen können, treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. Das gilt unter anderem für das Glaukom (Grüner Star), bei dem ganz allmählich der Sehnerv abstirbt. Diese Krankheit verläuft lange ohne Beschwerden. Sie verursacht keine Schmerzen. Die Patienten bemerken auch die von der Krankheit hervorgerufenen Ausfälle im Gesichtsfeld zunächst nicht, die erst am Rand entstehen und erst im späten Stadium im Zentrum des Sehfelds bemerkbar sind. Dadurch entstandene Schäden lassen sich nicht rückgängig machen und unbehandelt droht die Erblindung. Ab dem Alter von 40 Jahren empfehlen Augenärzte deshalb eine Früherkennungsuntersuchung. Sie umfasst die Untersuchung des Sehnervs und die Messung des Augeninnendrucks. So lassen sich Anzeichen für das Glaukom schon erkennen, bevor das Sehvermögen bedroht ist hat. Die Krankheit wird meistens mit Augentropfen behandelt. In schweren Fällen stehen auch Lasereingriffe oder chirurgische Verfahren zur Verfügung. Über die gesamte Bandbreite der Behandlungsmöglichkeiten wird der Augenarzt im Fall einer Glaukom-Diagnose kompetent beraten. Andere Krankheiten, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten sind die Katarakt (Grauer Star) und die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD). Auch hierüber schafft eine augenärztliche Untersuchung Klarheit.

Woche des Sehens vom 8. Bis 15. Oktober

Die Möglichkeiten, das Sehvermögen bis ins hohe Alter zu bewahren, sprechen Augenärzte auch bei der „Woche des Sehens“ an. Dies ist eine Aufklärungskampagne, die bundesweit vom 8. bis 15. Oktober stattfindet. In diesem Jahr lautet ihr Motto „Mit anderen Augen“. Unter der Schirmherrschaft der bekannten Fernsehjournalistin Gundula Gause machen Initiatoren und Unterstützer der Aktionswoche auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Lage von blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland und den Entwicklungsländern aufmerksam.

Getragen wird die Kampagne von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch, ZEISS und der VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH. www.woche-des-sehens.de

Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und Statistikdatenbank finden Sie hier.

Wenn Sie keine Pressemitteilungen des Berufsverbands der Augenärzte mehr erhalten möchten, können Sie sie jederzeit per Mail an pressekontakt@augeninfo.de abbestellen.

 

Herausgeber: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),

Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf, Tel. +49 (0) 2 11 / 4303700, Fax +49 (0) 2 11 / 4303720,

presse@augeninfo.de, www.augeninfo.de

OD-OS Achieves Revocation of Iridex MicroPulse Patent and Clears Path to Tissue-Friendly Treatment with Navilas® in Clinical Practice23.07.2018

OD-OS Achieves Revocation of Iridex MicroPulse Patent and Clears Path to Tissue-Friendly Treatment with Navilas® in Clinical Practice

 

 

The Navilas® Laser System makes tissue-sparing treatment of retinal diseases more predictable, and paves the way for widespread adoption of microsecond pulse protocols in standard clinical practice.

 

16 Jul 2018

OD-OS, the global leader in the development and commercialization of navigated retinal laser systems, has achieved the revocation of the MicroPulse™ Patent (Patent no EP1856774) by Iridex Cooperation in oral proceedings at the European Patent office held last Friday in Munich, Germany.

With its successful opposition, OD-OS has cleared the path to manufacture and market its Navilas® Laser System with microsecond pulsing technology. Navilas® features computer-assisted laser delivery and digital documentation, thus making subthreshold treatment of retinal diseases more predictable, and easier to reproduce in standard clinical practice.

The technology of using laser pulses down to 25 microseconds for retinal care has been introduced and marketed by Iridex as MicroPulse™ laser. MicroPulse™ is a trademark of Iridex Corporation.

Winfried Teiwes, Managing Director, OD-OS GmbH: “We fully respect the effort Iridex Cooperation has put into the clinical development how tissue-sparing, shorter laser pulses can be effective for retinal treatments. With Navilas®, we are providing a contact free, easy to use and transparent delivery technique of these laser pulses, which allows standardized treatment protocols. We will work with Navilas® users to make microsecond pulse treatment a non-contact, non-damaging but long-lasting treatment in clinical practice, and a viable addition to often chronical injections.”

Several studies have presented recent evidence on the effectiveness of navigated microsecond pulsing with Navilas®, e.g. for treating focal leakage in chronic central serous chorioretinopathy (www.od-os.com/publications). 

Main benefits of tissue-friendly treatment with the Navilas® Laser System:

  • Image-guided, pre-planned laser delivery allows for systematic application of confluent laser pattern without overheating through adjacent spot delivery, which avoids overlapping application of laser pulses. 
  • Digital documentation enables users to develop a simplified treatment parameter set that can be applied in standard clinical practice.
  • Non-contact application of microsecond pulses with Navilas® makes this treatment very comfortable for patients and easy to apply for users.

About Navilas®Navilas® laser systems enable physicians to digitally pre-plan the entire laser therapy on fundus images as well as on third-party diagnostic images, and to precisely execute this therapy plan with the help of computerized image guidance.

About OD-OS: OD-OS GmbH is a privately-held medical device company founded in 2008 with offices in Teltow, Germany, and Irvine, CA. www.od-os.com

For further information, please contact: Stefanie Gehrke, Director Marketing | stefanie.gehrke@od-os.com, +49 (172) 3808 537 OD-OS GmbH | Warthestr. 21 | 14513 Teltow | Germany 

Fehlerkommunikation: So vermeiden Sie Gerichtsverfahren und Reputationsverluste19.07.2018

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Krisenmanagement

Fehlerkommunikation: So vermeiden Sie

Gerichtsverfahren und Reputationsverluste

 

von Jens Hollmann, Berater und Coach, www.medplus-kompetenz.de und 

RAin, FA MedR Dr. Birgit Schröder, Hamburg, www.dr-schroeder.com

 

Neben Aufklärungs- und Behandlungsfehlern ist die Ursache vieler Arzthaftungsverfahren der Umgang mit solchen Fehlern: Unerfüllte Erwartungen, enttäuschte Hoffnungen oder mangelnde Wertschätzung führen zu Unzufriedenheit und Frust aufseiten der Patienten. Viele von ihnen suchen die Auseinandersetzung vor Gericht und/oder die Information der Medien, um ihren Emotionen Luft zu machen. Ein professioneller, lösungsorientierter Umgang mit Fehlern verhindert, dass es überhaupt so weit kommt.

 

Worum es geht – wo Menschen arbeiten, passieren Fehler

 

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Fehler sind keine absichtlichen oder vorsätzlichen Handlungen, sondern „Abweichungen vom Richtigen“ oder „irrtümliche Entscheidungen bzw. Maßnahmen“. Dennoch bleibt der Umgang mit Fehlern bzw. Fehlervorwürfen eine Herausforderung.

 

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Eskalationsketten vermeiden

 

Vielfach entstehen Eskalationsketten und weitere Fehler, indem diese verheimlicht, verschwiegen oder vertuscht werden. Keiner erwartet, dass alles immer fehlerfrei läuft. Aber ein professioneller Umgang mit Fehlern wird zu Recht erwartet. Das fängt schon bei der Aufklärung an: Vermitteln Sie dem Patienten eine realistische Vorstellung davon, was er im Rahmen einer Therapie erwarten kann und was nicht. Kommunizieren Sie mit der gebotenen Sensibilität. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass das Arztgespräch für den Patienten weit mehr ist als reiner Informationsaustausch: Der Patient erwartet von Ihnen Verständnis für sein Leiden und sucht Ihre Hilfe als Arzt.

Eine Reaktion auf eine „Beschwerde“ bestimmt maßgeblich, wohin die Reise geht und ob die Angelegenheit für beide Seiten zu einem guten oder schlechten Ergebnis führt. Auch wenn derartige Gespräche nicht angenehm sind und gerne vermieden werden: Bereits zu Beginn ist die Weichenstellung wichtig.

 

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Wichtig | Wer die Chance ungenutzt lässt, die Kritik oder den Unmut nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, bekommt diese später nicht mehr.

 

Die richtige Einstellung entscheidet

 

Selbst wer keine rationale Grundlage für eine Beschwerde hat, sollte ruhig angehört werden. Auch in einem solchen Fall sind emotionale Reaktionen, Schuldzuweisungen oder die gänzliche Konfliktvermeidung fehl am Platz.

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Quelle: Jens Hollmann, Führungskompetenz für Leitende Ärzte, Seite 141.

 

Eine gute (Kontroll-)Frage an sich selbst ist die, wie Sie selber behandelt werden möchten, wenn Sie unzufrieden, enttäuscht oder verletzt sind. Die meisten Menschen erwarten in einer solchen Situation wenigstens, dass man ihnen in Ruhe zuhört und sie die Gelegenheit bekommen, sich ausführlich mitzuteilen. I. d. R. möchten sie wenigstens mögliche Ursachen eines Fehlers (z. B. Übertragungswege einer Infektion) erklärt bekommen. Das kostet Zeit – u. U. auch viel Zeit, die im Klinikalltag oftmals fehlt. Diese Zeit indes nicht zu investieren heißt aber auch, zu riskieren, dass der Patient vor Gericht zieht, sich an die Presse wendet oder die Staatsanwaltschaft informiert.

 

Der „richtige“ Konfliktstil

 

Als formalisierte Verfahren eignen sich Gerichtsverfahren vermutlich am wenigsten, alle Beteiligten zufriedenzustellen. Ein Gerichtsurteil lässt immer Unzufriedene zurück – häufig auf beiden Seiten. Der ideale Konfliktstil arbeitet auf eine Konsenslösung hin.

 

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Quelle: Jens Hollmann, Führungskompetenz für Leitende Ärzte, Seite 143.

 

Wichtig | Der Konsens ist zu unterscheiden vom („faulen“) Kompromiss. Der Konsens will eine Lösung herbeiführen, die für beide Seiten zufriedenstellend ist, und sucht keine rasche Einigung „um des lieben Friedens willen“.

 

Vermeidungsverhalten ist nicht zielführend

 

Oft wird argumentiert, man dürfte dem Patienten gegenüber „nichts zugeben“, ansonsten laufe man Gefahr, den Versicherungsschutz zu gefährden (siehe CB 02/2016, Seite 4). Dabei wird verkannt, dass nicht in jedem Gespräch über den Behandlungsverlauf oder das Behandlungsergebnis ein Haftungsanerkenntnis zu sehen ist. Die sachliche Information über einen Sachverhalt ist kein Anerkenntnis. Ein solches liegt nur vor, wenn sich jemand persönlich zu Schadenersatzzahlungen verpflichtet. Nur dann kann es Probleme mit dem Versicherer geben. Ein Gespräch sollte also keinesfalls aus Sorge vor Fehlern unterbleiben – das wäre vermutlich der größte Fehler.

 

So beugen Sie Kommunikationskrisen vor

 

In heißen Phasen einer Auseinandersetzung einen kühlen Kopf zu bewahren, ist sehr schwer. Je stärker Ihnen dies gelingt, desto weniger Folgeschäden werden Sie nach der Bewältigung des Konflikts verzeichnen.

 

Die eigene Erregung kontrollieren und vertrauensbildende Maßnahmen schaffen

In dem Moment, in dem Sie sich angegriffen fühlen, mobilisieren Sie bewusst oder unbewusst Ihre inneren Kräfte, um diese Situation zu überwinden. Versuchen Sie ruhig zu bleiben, damit Sie den Überblick behalten.

 

Eine offene Kommunikation kultivieren

Hören Sie genau zu, was Ihr Gegenüber sagt. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie nach, ob Sie den anderen richtig verstanden haben.

 

Die Vorteile der Einigung betonen

Erst jetzt ist es sinnvoll, den eigentlichen Konfliktgegenstand zum Thema zu machen und Ihrem Gegenüber die gemeinsame Bewältigung des Konflikts anzubieten. Versuchen Sie, die Vorteile und nicht die Risiken der Einigung herauszustreichen und für beide Beteiligten die jeweils besten Optionen zu erarbeiten.

 

Regeln festlegen

Honorieren Sie auch kleine Schritte einer Einigung. Lassen Sie sich nicht auf vorschnelle Entscheidungen ein („fauler Kompromiss“). Wenn Sie sich geeinigt haben, halten Sie die Punkte schriftlich fest, damit Sie beide sich in Zukunft darauf berufen können („pacta sunt servanda“).

 

 

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Weiterführender Hinweis

  • Hollmann, Jens: Führungskompetenz für Leitende Ärzte. Motivation, Teamführung, Konfliktmanagement im Krankenhaus. Reihe: Erfolgskonzepte Praxis- & Krankenhausmanagement. Heidelberg: Springer, 2. Auflage 2013, ISBN 978-3-642-29341-2, 199 Seiten, 49,95 Euro.

 

Krankenhauspartnerschaft zwischen der Augenklinik im Mengo Krankenhaus (Uganda) und der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes18.07.2018

Krankenhauspartnerschaft zwischen der Augenklinik im Mengo Krankenhaus (Uganda) und der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes

 

 

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(V. l. n. r.) Frau Selamawit Woldai und Frau Rebekka Massoth von der Abteilung Marketing und Fundraising der CBM Germany, Herr Dr. Babar Qureshi, Direktor der „Eye Health Initiative“ der CBM International, Frau Dr. Rose Nakyanzi Ntate Mutumba, Direktorin und Augenärztin des CBM Mengo Partnerkrankenhauses in Uganda, Herr Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes, Herr Dr. Lisbon Aliraki, Leiter der Augenklinik des Mengo Krankenhauses in Uganda, Herr Richard Oneka, CBM Programmoffizier von dem Landesbüro der CBM International in Uganda, Frau Marie Florence Prümm, Projektmanagerin von der Programmabteilung der CBM Germany, Herr Dr. Rainer Brockhaus, Vorsitzender der CBM Germany und Vorstandssprecher von CBM International und Frau Prof. Barbara Käsmann-Kellner, Leiterin der Sektion KiOLoN (Kinderaugenheilkunde, Orthoptik, Low Vision und Neuroophthalmologie) der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes.

 

 

Hintergrund:

Am 26. April 2017 besuchten Herr Dr. Babar Qureshi und Frau Annette Linn von der CBM (Christoffel-Blindenmission) die Universitäts-Augenklinik in Homburg/Saar, um über eine mögliche Krankenhaus-partnerschaft mit dem „Mengo Eye Hospital“, Kampala, Uganda zu sprechen. Herr Dr. Qureshi und Herr Prof. Seitz haben seit Jahren konstruktiv im ICO (International Council of Ophthalmology) Board zusammengearbeitet. Herr Dr. Qureshi erklärte, dass er die klinische Kooperation zwischen deutschen Augenkliniken und CBM Partnerkliniken erleichtern möchte. Der Austausch von Menschen, Wissen und Ideen würde dazu beitragen, die Qualität der Augenheilkunde und die Einrichtung von Subspezialitäten in den von CBM unterstützten Projekten zu etablieren. Zudem sollen durch die Partnerschaften die CBM-Partnerkliniken eine Nachhaltigkeit der medizinischen Verbesserung und später eine Unabhängigkeit von CBM erlangen. Um sich ein besseres Bild von einer CBM-Partnerklinik zu verschaffen, besuchten Herr Prof. Seitz und Frau Prof. Käsmann-Kellner die Augenklinik im Mengo Krankenhaus im Oktober 2017. Nach dem erfolgreichen Aufenthalt in Uganda konnten sich Herr Prof. Seitz und Frau Prof. Käsmann-Kellner eine gemeinsame Partnerschaft vorstellen und luden daher die Verantwortlichen der Augenklinik in Mengo und der CBM zu einer gemeinsamen Detail-besprechung nach Homburg/Saar ein.

 

 

 

Detailbesprechung am 09.07. und 10.07.2018 in Homburg/Saar

Es wurde viel besprochen – die Köpfe haben geglüht, doch am Ende konnte eine für alle Seiten vorteilhafte Vereinbarung getroffen werden. Am 09.07.2018 wurde in Anwesenheit des Vorsitzenden der CBM Germany und Vorstandssprechers von CBM International Dr. Rainer Brockhaus das MoU (Memorandum of Understanding) unterschrieben.

 

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(V. l. vorne) Herr Dr. Rainer Brockhaus als Vorsitzender der CBM Germany und Vorstandssprecher von CBM International, Herr Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes und Frau Dr. Rose Nakyanzi Ntate Mutumba, Direktorin und Augenärztin des CBM Mengo Partnerkrankenhauses in Uganda. Dahinter (v. l.) Herr Richard Oneka, CBM Programmoffizier von dem Landesbüro der CBM International in Uganda, Frau Prof. Dr. Barbara Käsmann-Kellner, Leiterin der Sektion KiOLoN (Kinderaugenheilkunde, Orthoptik, Low Vision und Neuroophthalmologie) der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes, Frau Rebekka Massoth von der Abteilung Marketing und Fundraising der CBM Germany, Herr Dr. Babar Qureshi, Direktor der „Eye Health Initiative“ der CBM International, Frau Marie Florence Prümm, Projektmanagerin von der Programmabteilung der CBM Germany, Herr Dr. Lisbon Aliraki, Leiter der Augenklinik des Mengo Krankenhauses in Uganda und Frau Selamawit Woldai von der Abteilung Marketing und Fundraising der CBM Germany.

 

Beschlossen wurde eine Klinikpartnerschaft über 5 Jahre vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2023. Die geplante Fördersumme für dieses fünfjährige Projekt beläuft sich auf ca. 4 Millionen Euro. Die Details wurden in einen CBM-internen sog. MYP (Multi Year Plan) gegossen. Das primäre Ziel ist der 5-stöckige Anbau an das Gebäude der Augenklinik in Mengo für neue OP- und Ambulanz-Räume mit Anpassung des Hygienestandards, neue Geräte und Instrumente sowie eine neue Krankenhaus-Software. Innerhalb der 5 Jahre wird 2x/Jahr ein paralleler Austausch von Ärzten und Hilfspersonal stattfinden. Die Assistenzärzte/innen aus Homburg/Saar hospitieren 3 Monate in Mengo und lernen Katarakt-Chirurgie, die Oberärzte/innen aus Uganda kommen für 1 Monat nach Homburg/Saar, um eine Subspezialität (Hornhaut, Netzhaut, Glaukom, Phako, Kinderaugenheilkunde, Orthoptik, Low Vision und Neuroophthalmologie) zu lernen. Diese sog. Sandwich-Fellowships umfassen einen 1-wöchigen Besuch des Leiters der UKS-Subspezialität in Uganda. Darüber hinaus ist der Austausch von OP-Schwestern und Orthoptistinnen geplant. Gemeinsame Forschungsprojekte sollen besonders seltene tropische Augenerkrankungen betreffen. Der erste Austauch-Block ist für August 2019 und der zweite für März 2020 vorgesehen. Zur praktischen Vorbereitung für unsere Zusammenarbeit blieben die Direktorin des CBM Mengo Partnerkrankenhauses in Uganda Frau Dr. Rose Nakyanzi Ntate Mutumba und Herr Dr. Lisbon Aliraki, Leiter der Augenklinik des Mengo Krankenhauses von Dienstag bis Freitag zur Hospitation in der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes. Sie konnten dadurch vorab die QM zertifizierten Klinikabläufe (z. B. Netzhaut- und Hornhautsprechstunde mit Diagnostikbereich, IVOM-Ambulanz (Intravitreale operative Medikamenteneingabe in den Glaskörper) sowie im Bereich der Hornhautbank bis hin zur Transplantation im OP) studieren. Ziel des Austausches ist eine Win-Win-Win Situation für Uganda, Homburg und CBM.

Ausgezeichnet: Augenklinik Dardenne zählt zu den besten Krankenhäusern des Landes16.07.2018

Gemeinsam mit Faktenkontor hat das F.A.Z.-Institut in einer Studie die besten Krankenhäuser Deutschlands ermittelt. Die Augenklinik Dardenne aus Bonn-Bad Godesberg ist die einzige reine Augenklinik unter den Gewinnern.

Bad Godesberg, 11.07.2018 – Das F.A.Z. Institut hat in Zusammenarbeit mit der Faktenfaktor GmbH und mit wissenschaftlicher Begleitung durch die ISM International School of Management die Daten von über 2.000 Krankenhäusern und deren Qualitätsberichten ausgewertet. Unterstützt wurde die Studie durch ein Screening verschiedener Internet-Bewertungsportale wie Klinikbewertungen.de, dem TK-Klinikführer und Weisse Liste. Die Augenklinik Dardenne belegt unter allen betrachteten Krankenhäusern in Deutschland Platz 269 und ist die einzige Einrichtung unter den 417 aufgeführten Siegern, die sich ausschließlich auf die Augenheilkunde spezialisiert hat.

 

Ein Gewinn für den Gesundheitsstandort Bonn/Rhein-Sieg

„Wir sind stolz und freuen uns, als Augenklinik Dardenne diesen mehr als respektablen Platz belegt zu haben. Für uns ist es ein Zeichen, auf dem richtigen Weg zu sein. Wir konnten in den letzten Jahren unser Leistungsspektrum deutlich ausbauen und zählen mittlerweile zu den größten Augenkliniken des Landes“, berichtet Prof. Dr. Alireza Mirshahi, Klinikdirektor der Augenklinik Dardenne. Dr. Thomas Haupt, Kaufmännischer Leiter der Augenklinik Dardenne, ergänzt: „Neben dem Wohl der Patienten liegt uns die Mitarbeiterzufriedenheit sehr am Herzen. Seit 2013 haben wir die Anzahl der Beschäftigten fast verdoppelt. Eine solche Auszeichnung bestätigt uns, ein attraktiver Arbeitgeber in der Region zu sein. Unser hohes Qualitätsniveau und die zufriedenen Patienten verdanken wir in erster Linie unseren engagierten Mitarbeitern.“

Bestes medizinisches Versorgungsnetz in Europa

Die Bundesrepublik Deutschland hat mit Abstand das dichteste Versorgungsnetz aller EU-Staaten – allein im Jahr 2016 wurden 19,5 Millionen Patienten in gut 2.000 Krankenhäusern mit fast 500.000 Betten behandelt. Träger dieser Einrichtungen sind neben den öffentlichen aus Bund, Land oder Gemeinden auch Kirchen, Stiftungen und private Träger. Dabei stehen alle vor derselben Herausforderung: Effizienz und Produktivität sollen kontinuierlich steigen, denn die Kosten (z.B. durch Lohnerhöhungen) steigen, während die Vergütungssituation der Leistungen gleich bleibt.

 

Über die Augenklinik Dardenne SE:

Die Augenklinik Dardenne in Bonn-Bad Godesberg gilt als die „Wiege der modernen Katarakt-Chirurgie“ und zählt zu den größten Zentren für Augenheilkunde in Deutschland. Jährlich werden über 13.000 Operationen durchgeführt. Das weit umfassende Leistungsspektrum steht sowohl privat- als auch gesetzlich Versicherten zur Verfügung. Der Patient steht in der Klinik im Mittelpunkt, und alle Komponenten sind danach ausgerichtet. Als ISO-zertifiziertes Haus verpflichtet sich die Augenklinik unter der Leitung von Prof. Dr. Alireza Mirshahi und Dr. Thomas Haupt maximaler Qualität und Hygiene. Die fachliche und menschliche Kompetenz des Ärzteteams kommt dem Patienten ebenso zugute wie das Konzept des Hauses, da es räumlich für eine individuelle und persönliche Atmosphäre sorgt. Die reizvolle Kombination aus Altbau und moderner Architektur sind aus dem Bad Godesberger Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Eine Synergie aus „Klinik und Praxis in einem - für alle Krankenkassen“ ermöglicht umfassenden Service und beste Betreuung unter einem Dach.

 

Kontakt:

Augenklinik Dardenne SE
Dr. Thomas Haupt
Friedrich-Ebert-Str. 23 – 25
53177 Bonn Bad Godesberg
Tel. 0228 8303-131
Fax 0228 8303-129
Email: haupt@dardenne.de

Mainz: Internationales Symposium und neue Broschüre zum Usher-Syndrom - Sprechen Sie mit Betroffenen16.07.2018

Das Usher-Syndrom - eine seltene Hörsehbehinderung

Internationales Usher-Syndrom-Symposium in Mainz

PRO RETINA Deutschland e.V. stellt auf dem ersten Internationalen Usher-Syndrom-Symposium in Deutschland vom 19.-21.07.2018 im Atrium Hotel in Mainz eine Neuauflage ihrer Infobroschüre zum Usher-Syndrom vor. Das Usher-Symposium wird von der PRO RETINA Stiftung zur Verhütung von Blindheit unterstützt.

Wussten Sie schon, dass in Deutschland rund 5.000 Menschen mit Usher-Syndrom leben? Usher-Syndrom – was ist das?

Das Usher Syndrom ist eine erblich bedingte Kombination einer Hörbehinderung und einer langsam fortschreitenden Sehbehinderung. Nach der oftmals frühen Diagnose einer Innenohrschwerhörigkeit wird ein fortschreitender Sehverlust durch Retinitis pigmentosa diagnostiziert. Am Usher-Syndrom Erkrankte sind also von der Beeinträchtigung zweier Sinnesorgane betroffen.

Vom 19.-21.07.2018 findet in Mainz das Internationale Usher-Symposium statt – zum ersten Mal in Deutschland –, bei dem Forscher, Kliniker und Genetiker zusammenkommen und Einblick in die Therapieentwicklung bei Usher-Syndrom bieten. Am 21. Juli 2018 bringt das Internationale Patientensymposium (USHer Vernetzungstreffen) betroffenen Patienten und ihre Angehörigen mit Wissenschaftlern und Experten aus aller Welt zusammen und bietet die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. PRO RETINA Deutschland e.V. steht Usher-Betroffenen nicht nur an einem Infostand im Rahmen des Symposiums mit Rat und Tat zur Seite, sondern bietet auch darüber hinaus vielfältige Aktivitäten im Rahmen der Selbsthilfe und Unterstützung an.

 

Pünktlich zum Usher Symposium erscheint so die Neuauflage der Usher-Broschüre, die Usher-Patienten und ihre Angehörigen in Bezug auf ihre Krankheit möglichst umfassend aufklären und damit in die Lage versetzen soll, ihr Leben mit der Krankheit souverän zu meistern. Ausführlich erklärt werden die diversen möglichen Symptome, Usher Typen sowie deren Krankheitsverlauf. Die Broschüre gibt überdies einen Überblick über die Vererbungs- und Therapieformen des Usher-Syndroms und spiegelt damit das gesamte Beratungsspektrum der PRO RETINA wider. Sie kann kostenlos in der Geschäftsstelle der PRO RETINA angefordert werden. Wir freuen uns über eine Spende zur Unterstützung der Arbeit für Usher-Betroffene.

 

Nähere Informationen zu PRO RETINA Deutschland e.V. und ihren vielfältigen Selbsthilfeaktivitäten finden Sie unter: www.pro-retina.de.

Kontakt
Telefon (0228) 227 217-0
E-Mail: presse@pro-retina.de

 

 

 

Einladung zum 16. Internationalen SPECTRALIS Symposium (ISS) 12.-13.10.2018 in Bonn03.07.2018

Sichern Sie sich Ihren exklusiven Platz im historischen Plenarsaal in Bonn beim 16. Internationalen SPECTRALIS Symposium. Der Gedankenaustausch zwischen SPECTRALIS Anwendern und interessiertem Fachpublikum aus Forschung, Klinik und Praxis steht im Zentrum des renommierten Symposiums. weiter

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Top-Themen im Einladungsflyer. Die wissenschaftliche Leitung übernimmt in diesem Jahr Professor Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn

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Krankenhausbehandlung Versicherter auch ohne vertragsärztliche Einweisung29.06.2018

Krankenhausbehandlung Versicherter auch ohne vertragsärztliche Einweisung

QUELLE: BSG

Der Vergütungsanspruch eines zugelassenen Krankenhauses gegen eine Krankenkasse für eine erforderliche und wirtschaftliche teilstationäre Behandlung ihres Versicherten setzt keine vertragsärztliche Einweisung in das Krankenhaus voraus. Dies hat der 1. Senat des Bundessozialgerichts am 19.06.2018 entschieden (Az. B 1 KR 26/17 R). 

 

Die klagende Krankenhausträgerin forderte vergeblich für die teilstationäre Behandlung des bei der beklagten Krankenkasse Versicherten 5.596,24 Euro. Die Beklagte lehnte jegliche Zahlung ab, da die Behandlung ohne vertragsärztliche Einweisung (als „Selbsteinweisung“) erfolgte. Anders als das Sozialgericht Hannover hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen die Beklagte zur Zahlung nebst Zinsen verurteilt. Zu Recht, wie nun das Bundessozialgericht entschieden hat: Der Vergütungsanspruch für eine Krankenhausbehandlung entsteht unmittelbar mit der Inanspruchnahme der Leistung durch den Versicherten kraft Gesetzes, wenn die Versorgung – wie hier – in einem zugelassenen Krankenhaus erfolgt, erforderlich und wirtschaftlich ist. Eine vertragsärztliche Verordnung ist auch außerhalb von Notfällen keine formale Voraussetzung des Anspruchs. Dies riefe Versorgungsmängel hervor und setzte die Krankenhäuser bei der Aufnahmeprüfung unzumutbaren Haftungsrisiken aus. Sie dürfen Versicherte, die sich ohne vertragsärztliche Einweisung mit einer Akutsymptomatik vorstellen, nicht einfach ohne Untersuchung wegschicken. Die hiervon abweichende Vereinbarung im niedersächsischen Landesvertrag verstößt gegen Bundesrecht.

 

Hinweise zur Rechtslage

§ 39 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (idF durch Art. 3 Nr. 2 KHRG v. 17.03.2009) – Auszug –

 

(1) Die Krankenhausbehandlung wird vollstationär, teilstationär, vor- und nachstationär sowie ambulant erbracht. Versicherte haben Anspruch auf vollstationäre Behandlung durch ein nach § 108 zugelassenes Krankenhaus, wenn die Aufnahme nach Prüfung durch das Krankenhaus erforderlich ist, weil das Behandlungsziel nicht durch teilstationäre, vor- und nachstationäre oder ambulante Behandlung einschließlich häuslicher Krankenpflege erreicht werden kann. (…)

 

(2) Wählen Versicherte ohne zwingenden Grund ein anderes als ein in der ärztlichen Einweisung genanntes Krankenhaus, können ihnen die Mehrkosten ganz oder teilweise auferlegt werden.

 § 3 des Vertrags nach § 112 SGB V zwischen der niedersächsischen Krankenhausgesellschaft und den Krankenkassen

 

(2) Krankenhausbehandlung (stationär oder teilstationär/vor- und nachstationär) wird durchgeführt, wenn sie – von Notfällen abgesehen – von einem Kassen-/Vertragsarzt verordnet ist und nach Art oder Schwere der Krankheit die medizinische Versorgung gemeinsam mit der pflegerischen Betreuung nur mit den Mitteln eines Krankenhauses möglich ist, das heißt ambulante kassen-/vertragsärztliche Versorgung nicht ausreicht.

 

(4) Ein Notfall im Sinne des Abs. 2 liegt insbesondere vor, wenn sich der Versicherte infolge von Verletzung, Krankheit oder sonstigen Umständen in Lebensgefahr befindet oder der Gesundheitszustand in kurzer Zeit eine wesentliche Verschlechterung befürchten lässt, sofern nicht unverzüglich stationäre Behandlung eingeleitet wird. Bei Einweisung durch einen Notarzt des Rettungsdienstes liegt in jedem Fall ein Notfall vor.

 

 

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in der Ungarischen Ophthalmologischen Gesellschaft (Hungarian Society for Ophthalmology) an Herrn Prof. Dr. Berthold Seitz28.06.2018

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in der Ungarischen Ophthalmologischen Gesellschaft (Hungarian Society for Ophthalmology) an Herrn Prof. Dr. Berthold Seitz

Im Rahmen des Kongresses der Ungarischen Opthalmologischen Gesellschaft, welcher vom 31.05.2018 bis 02.06.2018 in Szeged, Ungarn, stattfand, wurde Herr Prof. Dr. Berthold Seitz als Ehrenmitglied in die Hungarian Society for Ophthalmology aufgenommen.

Prof. Dr. Berthold Seitz, der seit 2006 Direktor der Universitätsaugenklinik in Homburg ist, unterstützt seit vielen Jahren die deutsch-ungarische Zusammenarbeit (Ausbildung von Ärzten, Habilitationen, wissenschaftliche Projekte).

 

Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft

Insgesamt wurden bisher 11 Augenärzte aus Deutschland als Ehrenmitglieder in die Ungarische Ophthalmologische Gesellschaft aufgenommen. Seit 2002 gab es keine Ehrenmitgliedschaften aus Deutschland mehr.

 

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Interview: Dr. Florian Weiß, Geschäftsführer jameda: „Wir behandeln alle Ärzte gleich“28.06.2018

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Interview

Dr. Florian Weiß, Geschäftsführer jameda: „Wir behandeln alle Ärzte gleich“

Im Februar 2018 hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit einem Urteil zum Geschäftsmodell des Online-Bewertungsportals jameda bundesweites Aufsehen erregt (siehe nebenstehenden Beitrag). Zwar stellt das Urteil nicht die Plattform an sich infrage, der BGH besteht jedoch auf Nachbesserungen. Dr. Florian Weiß, Geschäftsführer von jameda, erläutert im Gespräch mit Bernd Hein, Fachjournalist Gesundheitswesen, warum die Veröffentlichung von Kritik durch Patienten den Ärzten eher nützt als schadet.

 

Frage: Herr Dr. Weiß, nach dem BGH-Urteil mussten Sie das Profil einer Ärztin löschen. Bedroht die Rechtsprechung Ihr Geschäftsmodell, zu dem auch der Anspruch der vollständigen Listung niedergelassener Ärzte gehört?

 

Antwort: Unser Ziel ist es, Ärzte und Patienten passgenau zusammenzuführen, indem wir die Transparenz über Leistungen niedergelassener Ärzte erhöhen. Vollständige Arztlisten sind hierfür ein elementarer Baustein. Das BGH-Urteil hat das grundsätzliche Recht auf vollständige Listung nicht infrage gestellt. Vielmehr haben die Richter befunden, dass Portale wie jameda Ärzte dann nicht ohne ihr Einverständnis führen dürfen, wenn im näheren Umfeld ihres Eintrags Anzeigen für relevante andere Ärzte in der unmittelbaren Umgebung erscheinen. Diese Anzeigen haben wir von der Plattform entfernt, sodass sich kein Anspruch auf Löschung aus unserem Verzeichnis ergibt.

 

Frage: Welchen Vorteil haben Ärzte, die eine Mitgliedschaft in Ihrem Portal bezahlen, gegenüber jenen, die dort kostenfrei erwähnt sind?

 

Antwort: Mit einem jameda-Premium-Profil können sich Ärzte den über sechs Mio. Patienten auf der Plattform präsentieren. Man kann dies mit einer Homepage vergleichen, die umfangreiche Informationen, Expertenartikel, Bilder und Videos enthält und die den Patienten Orientierung bei der Suche nach dem passenden Arzt gibt. Einen Einfluss auf die Position in den jameda-Ärztelisten oder auf den Umgang mit Bewertungen hat der Kundenstatus nicht. Wir behandeln alle Ärzte gleich.

 

Frage: Was denken Sie über die Haltung des BGH, eine kommerzielle Nutzung der Einträge auf jameda verletze den Datenschutz?

 

Antwort: Das Urteil stellt keinen allgemeinen Zusammenhang zwischen dem Datenschutz und der kommerziellen Nutzung der Einträge her. Das Recht auf eine umfassende Darstellung auf unserer Seite gegen Entgelt wird also nicht infrage gestellt. Hervorgehoben wird aber, dass ein Plattformbetreiber, der vollständige Arztlisten anbieten möchte, neutral agieren muss. Diese Neutralität ist auch für uns von höchster Bedeutung, weshalb wir Kunden im Hinblick auf Bewertungen in keiner Weise bevorteilen.

 

Frage: Im Schnitt zeigen Ärzte, die mit jameda einen Vertrag geschlossen haben, tendenziell nicht nur mehr Bewertungen, sondern auch eine bessere Stellung im Ranking als die Kollegen, die keine jameda-Kunden sind. Ist dieser Eindruck korrekt?

 

Antwort: Es ist möglich, dass Ärzte mit einem Premium-Eintrag im Durchschnitt mehr oder bessere Bewertungen haben. Hier darf jedoch Korrelation nicht mit Kausalität verwechselt werden. Vielmehr gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, weshalb sie bessere oder mehr Bewertungen haben. Vielleicht legen diese Ärzte größeren Wert auf zufriedene Patienten, führen ihre Praxen kundenfreundlicher, haben die Vorteile des Praxismarketings für sich entdeckt oder bitten ihre Patienten aktiv darum, ihre Erfahrungen auf jameda zu teilen. Andersherum ist es möglich, dass sich Ärzte, die zeitweilig viele gute Bewertungen bekommen haben, eher für ein Premium-Profil entscheiden, um Zusatzinformationen auf ihrem Profil zu hinterlegen. Auf keinen Fall – dieser Punkt ist uns sehr wichtig – können sich Ärzte mit einem Premium-Profil positive Bewertungen kaufen oder negative Bewertungen gegen Geld löschen lassen.

 

Frage: jameda soll Patienten informieren und ihnen die Entscheidung erleichtern, welchen Arzt sie konsultieren sollen. Sehen Sie auch für die Ärzte, die negative Kritik erhalten haben, Vorteile durch Ihr Portal?

 

Antwort: jameda hilft Ärzten, passende Patienten für ihre Praxis zu gewinnen. Als Deutschlands größte Arztempfehlung bieten wir Ärzten die Möglichkeit, ihre Praxis und ihr Leistungsspektrum ausführlich und zielgerichtet zu präsentieren – und zwar dort, wo die meisten Patienten sind. Zudem sind wir Marktführer für die Online-Terminvergabe – ein Service, mit dem Ärzte gezielt Patienten gewinnen, Praxisabläufe optimieren und Terminausfälle reduzieren können. Alle Bewertungen sind hilfreich, weil sie ein wertvolles Feedback bilden. So ergab eine Studie der Universität Erlangen-Nürnberg, dass 55 Prozent der auf jameda registrierten Ärzte aufgrund der Bewertungen Maßnahmen zur Verbesserung der Patientenzufriedenheit durchführen.

 

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Frage: Ein Arzt berichtet, dass durch jameda-Beurteilungen erheblicher Druck entsteht. Patienten könnten ungefiltert ungerechtfertigte Kritik veröffentlichen. Was halten Sie von dieser Meinung?

 

Antwort: Bei Online-Bewertungen handelt es sich immer um subjektive Erfahrungen, die zum Beispiel ein Patient in einer Praxis gemacht hat. Essenziell ist, dass die Kritik fair und nicht beleidigend ist und dass sie keine falschen Tatsachenbehauptungen enthält. Aus diesem Grund hat jameda ein Qualitätssicherungsverfahren implementiert, das Bewertungen mithilfe von Algorithmen und manuell überprüft. Zudem hat jeder Arzt in Deutschland die Möglichkeit, sich über Bewertungen automatisch informieren zu lassen und einen Prüfprozess einzuleiten, wenn ihm eine Bewertung nicht rechtmäßig erscheint. Auch kann jeder Arzt seine Bewertungen kommentieren. Zusätzlich arbeiten wir an einer neuen Form der Arztsuche, die neben Erfahrungsberichten von Patienten weitere – objektive – Qualitätsindikatoren berücksichtigt. Mit der Konferenz „Arztsuche 3.0 – Versorgungsqualität transparent machen“ ( www.arztsuche3null.de ), haben wir eine intensive Diskussion unter allen Verantwortlichen angestoßen.

 

Frage: Die Anonymität der kommentierenden Nutzer senkt deren Hemmschwelle, unwahre Behauptungen oder kurzsichtige Reaktionen auf beispielsweise emotional belastende Situationen ins Netz zu stellen. Wie beurteilen Sie die Zuverlässigkeit der dadurch zustandekommenden Noten?

 

Antwort: Wir ermöglichen eine anonyme Bewertungsabgabe, da wir überzeugt sind, dadurch aussagekräftigere Erfahrungsberichte zu erhalten. Wer möchte schon unter einem Klarnamen von seinem Besuch beim Gynäkologen, Urologen oder Psychiater berichten? Das Ergebnis nicht anonymer Bewertungen wäre ein verkürzter Bericht mit wenig Aussagekraft. Gleichzeitig sind wir uns der Verantwortung bewusst und betreiben sehr viel Aufwand, um nur authentische Bewertungen zu veröffentlichen. Manipulierte Bewertungen sowie solche, die Schimpfwörter enthalten, werden zuverlässig identifiziert und nicht veröffentlicht.

 

Frage: Sie löschen immer wieder kritische Kommentare. Nach welchem Prinzip gehen Sie dabei vor, um trotzdem die Unabhängigkeit und Vertrauenswürdigkeit Ihres Portals sicherzustellen?

 

Antwort: Bewertungen werden nach umfangreicher Prüfung entfernt, wenn sie entweder den rechtlichen Anforderungen nicht genügen, also falsche Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen oder Schmähkritik enthalten, oder wenn sie unseren Nutzungsrichtlinien nicht entsprechen und es sich etwa um Eigen- oder Mehrfachbewertungen handelt und die Authentizität nicht nachzuweisen ist. Trotz unseres sehr zuverlässig arbeitenden Prüfalgorithmus sind wir hier jedoch auch auf die Mithilfe der Ärzte angewiesen, die uns darüber informieren können, wenn eine Bewertung nicht den Tatsachen entspricht.

 

Frage: Medizinische Behandlungen sind häufig sehr komplex und greifen tief in das Befinden der Patienten ein. Wie werden Sie in Ihrem Portal solchen außergewöhnlichen Lebenssituationen gerecht?

 

Antwort: Patienten können auch bei komplexen Behandlungen einschätzen, wie es ihnen geht und ob ihnen die Behandlung geholfen hat. Natürlich müssen die Bewertungen stets fair sein und den Tatsachen entsprechen. Daher können diese Menschen entsprechend der Meinungsfreiheit über ihre Erfahrung beim Arztbesuch in Form von Bewertungen berichten. Zusätzlich sind Patienten auf Arztsuche durchaus in der Lage, Arztbewertungen differenziert zu betrachten. So achtet über die Hälfte derjenigen, die Arztbewertungen lesen, auf Bedürfnisse des Verfassers. Ist eine Bewertung unsachlich oder einseitig geschrieben, schätzen die Nutzer von jameda diese als weniger relevant ein.

 

Herr Dr. Weiß, vielen Dank für das Gespräch!

 

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Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in der Polnischen Ophthalmologischen Gesellschaft (Polish Society of Ophthalmology) an Herrn Prof. Dr. Berthold Seitz 26.06.2018

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in der Polnischen Ophthalmologischen Gesellschaft (Polish Society of Ophthalmology) an Herrn Prof. Dr. Berthold Seitz

 

Anlässlich des 49. Kongresses der Polnischen Ophthalmologischen Gesellschaft vom 07.06. bis 09.06.2018 in Katowice, Polen, bei der Prof. Seitz eine Keynote Lecture zum Thema „Keratoplastik – State of the Art 2018“ gehalten hat, wurde ihm von der Polnischen Ophthalmologischen Gesellschaft die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

 

 

 

 

 

 

Verleihung der Visiting Professorship an Herrn Prof. Dr. Berthold Seitz25.06.2018

Verleihung der Visiting Professorship an Herrn Prof. Dr. Berthold Seitz

 

Im Rahmen seines dritten Chinabesuches wurde Herrn Prof. Seitz am 23.05.2018 in Hefei die „Visiting Professorship“ of the Anhui Provincial Hospital, First Affiliated Hospital of the Institute of Science and Technologie China (ISTC) verliehen.

Hauptziele der bilateralen Zusammenarbeit sind die Etablierung eines konservativen und chirurgischen Kornea-Schwerpunktes und der Aufbau einer Augenhornhautbank in Hefei. Die Zusammenarbeit umfasst regelmäßige Hilfestellung vor Ort sowie Ausbildung von chinesischen Clinical und Research Fellows in Homburg.

 

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DS-GVO – Jetzt wird es auch für Augenärzte ernst21.06.2018

Gesundheitsdatenschutzrecht

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DS-GVO – Jetzt wird es auch für Augenärzte ernst

 

von RAin und FAin für MedizinR Taisija Taksijan, LL.M., D+B Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Berlin, www.db-law.de 

 

Im Datenschutz liegt für Augenärzte mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) seit dem 25.05.2018 eine große Herausforderung. Die Umsetzung einiger Vorgaben sollte man spätestens jetzt in Angriff nehmen. Denn Verstöße gegen das Datenschutzrecht werden zukünftig hart bestraft. Die DS-GVO sieht Bußgeld von bis zu 20 Mio. Euro bzw. 4 Prozent des Jahresumsatzes vor – je nachdem, was höher liegt. Lesen Sie im Folgenden, worauf Sie als niedergelassener Arzt achten müssen und am Ende des Beitrags, was für Sie als Klinikarzt zudem wichtig ist.

 

Augenärztliche Daten sind sensibel

Augenärzte sind stets mit der Erfassung und Speicherung von Patientendaten befasst. Deshalb müssen gerade sie in ihrem beruflichen Alltag ein besonderes Augenmerk auf den Datenschutz legen. Die Behandlungsdaten enthalten Angaben, aus denen sich Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten ableiten lassen. Es handelt sich damit um Gesundheitsdaten im Sinne des

Art. 4 Nr. 15 DS-GVO. Diese dürfen als „besondere Kategorien personenbezogener Daten“ nach Art. 9 Abs. 1 DS-GVO wegen der besonderen Sensibilität nur unter erhöhten Voraussetzungen verarbeitet werden. „Verarbeitung“ ist dabei ein Oberbegriff für alle Datenumgänge. Davon erfasst sind nach Art. 4 Nr. 2 DS-GVO

  • jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführte Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten wie
  • das Erheben, das Erfassen, die Organisation, das Ordnen, die Speicherung, die Anpassung oder Veränderung, das Auslesen, das Abfragen, die Verwendung, die Offenlegung durch Übermittlung, Verbreitung oder eine andere Form der Bereitstellung, der Abgleich oder die Verknüpfung, die Einschränkung, das Löschen oder die Vernichtung.

 

Praxisinhaber ist auch für Auftragsverarbeiter verantwortlich

Der Praxisinhaber hat die Gesamtverantwortung für eine rechtmäßige Datenverarbeitung und die Einhaltung der geltenden Datenverarbeitungsgrundsätze. Diese erstreckt sich nicht nur auf die Verarbeitung durch den Verantwortlichen selbst, sondern umfasst auch die Verarbeitung durch Auftragsverarbeiter.

 

Datenschutz-Folgen abschätzen

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Verpflichtung zur sogenannten Datenschutz-Folgenabschätzung als Instrument zur systematischen Eindämmung datenschutzrechtlicher Risiken. Bereits eine kleine Arztpraxis dürfte in den meisten Fällen verpflichtet sein, im Vorfeld der Datenverarbeitung Risikoanalysen und Datenschutz-Folgenabschätzungen vorzunehmen (Art. 35 DS-GVO).

 

Praxishinweis: Bei einer Datenschutz-Folgenabschätzung sind insbesondere die geplante Datenverarbeitung und ihr Zweck systematisch zu beschreiben. Die Risiken eines Datenverlusts müssen bewertet und Maßnahmen dokumentiert werden, die zur Bewältigung dieser Risiken erfolgen. Es dürfte dabei sinnvoll bzw. notwendig sein, etwa Hersteller von IT-Systemen einzubeziehen.

 

Verarbeitungsverzeichnis anlegen

Darüber hinaus ist ein Verarbeitungsverzeichnis anzulegen (Art. 30 DS-GVO). Dieses muss folgende Angaben enthalten:

 

  • Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen, seines Vertreters und ggf. des Datenschutzbeauftragen
  • Zweck der Datenverarbeitung
  • Beschreibung der Kategorien betroffener Personen und personenbezogener Daten
  • Nach Möglichkeit die vorgesehenen Fristen für die Löschung
  • Nach Möglichkeit eine allgemeine Beschreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Wahrung eines angemessenen Schutzniveaus

 

Auf Anfrage der Aufsichtsbehörden müssen die Verzeichnisse diesen zur Verfügung gestellt werden.

 

Praxishinweis: Alle Tätigkeiten der Datenverarbeitung sollten rechtzeitig in einem Verzeichnis beschrieben werden. Das Verzeichnis kann sodann als wesentliche Grundlage für eine strukturierte Dokumentation genutzt werden.

 

Informationspflichten erfüllen

Außerdem kommen auf Ärzte neue und umfangreiche Informationspflichten zu (Art. 13 DS-GVO). Patienten müssen konkret darüber informiert werden, was mit ihren Daten passiert und über welche Rechte sie verfügen. Folgende Mitteilungen sind dabei insbesondere gegenüber dem Patienten zu machen:

 

  • Namen und Kontaktdaten des Verantwortlichen sowie seines Vertreters
  • Kontaktdaten des Bundesdatenschutzbeauftragten
  • Zwecke der Datenverarbeitung
  • Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung
  • Dauer der Datenspeicherung
  • Rechte des Patienten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Datenverarbeitung, Datenübertragung
  • Recht auf Widerruf der Einwilligung
  • Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde

 

Praxishinweis: Für die konkrete Information Ihrer Patienten müssen Sie entsprechende Informationsschreiben vorbereiten.

 

Datenverlust melden

Im Falle eines Datenverlusts gilt die Pflicht zur Selbstanzeige gegenüber der Aufsichtsbehörde innerhalb von 72 Stunden (Art. 32 DS-GVO). Auch der betroffene Patient ist unverzüglich zu benachrichtigen (Art. 33 DS-GVO). Entsprechende Pflichten können etwa durch folgende Datenpannen ausgelöst werden:

 

  • Fehlende oder fehlerhafte Datensicherung (Backup)
  • „Hackerangriff“, Datendiebstahl, Datenmanipulation
  • Ungenügender Zutritts- bzw. Zugangsschutz
  • Fehlgeleitete E-Mail
  • Datenverlust, Verlust von Geräten und Datenträgern

 

Datenschutzbeauftragten anzeigen

Mit Wirksamwerden der DS-GVO müssen Praxen, die zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten verpflichtet sind, diesen der zuständigen Aufsichtsbehörde melden (Art. 37 Abs. 7 DS-GVO). Dies betrifft jedenfalls größere Praxen mit zehn oder mehr Mitarbeitern, die ständig mit automatisierter Datenverarbeitung beschäftigt sind. Eine Verpflichtung besteht zukünftig aber auch für kleinere Gemeinschaftspraxen.

 

Unterbleibt die Meldung des Datenschutzbeauftragten, stellt dies nicht nur einen Verstoß dar, sondern auch eine Möglichkeit für die Aufsichtsbehörde, anhand der fehlenden Meldung schnell festzustellen, wer es mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt.

 

Praxishinweis: Jede Praxis sollte überprüfen, ob sie einen Datenschutzbeauftragten bestellen muss. Informieren Sie sich über die zuständige Behörde und bereiten Sie eine Meldung vor.

 

Auftragsverarbeitung regeln

Verträge zur Datenverarbeitung müssen die Vorgaben des Art. 28 DS-GVO enthalten. Bestehende Vereinbarungen mit Auftragsverarbeitern, etwa zur Wartung von IT-Systemen etc., sollten zusammengestellt und auf die Vereinbarkeit mit der DS-GVO hin überprüft werden.

 

Praxishinweis: Wegen einer Neuregelung in § 203 Abs. 4 Strafgesetzbuch sollte in Auftragsverarbeitungsverhältnissen ein Hinweis der Auftraggeber auf die Strafbarkeit der Auftragnehmer enthalten sein.

 

Einwilligung prüfen

Der deutsche Bundesgesetzgeber ist in der Zwischenzeit tätig geworden und hat insbesondere die Anpassung des Bundesdatenschutzesgesetzes (BDSG) beschlossen. Diese Änderungen werden gleichzeitig mit der Wirkungserlangung der DS-GVO zum 25.05.2018 in Kraft treten. Die maßgebliche Erlaubnisnorm für die Verarbeitung von Gesundheitsdaten wird § 22 BDSG sein. Wenn diese nicht ausreicht, wird die Einwilligung des Patienten notwendig.

 

Auch für Einwilligungen gelten strenge Anforderungen (Art. 7 DS-GVO): Die Einwilligung muss freiwillig für einen bestimmten Fall und unmissverständlich abgegeben werden. Sie muss in einfacher, klarer Sprache verfasst werden. Wird sie im Zusammenhang mit anderen Erklärungen eingeholt, muss sie erkennbar abgegrenzt werden. Eine allgemeine umfassende Einwilligung zu unspezifischen Verarbeitungsprozessen ist daher i. d. R. nicht ausreichend.

 

Praxishinweis: Formulare (etwa Anamnesebögen, die eine Einwilligungserklärung enthalten) sollten geprüft und ggf. angepasst werden.

 

Datenschutzkonzept erstellen

Während der Verarbeitung sind die Daten durch technische und organisatorische Maßnahmen im Rahmen eines umfassenden Datenschutzmanagements zu sichern (Art. 32 DS-GVO). Die Umsetzung der vom Gesetzgeber unter der Überschrift „Sicherheit der Verarbeitung“ letztlich nur vage beschriebenen Maßnahmen läuft auf die Etablierung eines Datenschutzkonzepts hinaus.

 

Praxishinweis: Für die Datensicherheit werden ein Risikomanagementsystem und ggf. entsprechende Richtlinien für die Mitarbeiter zu dem Datenumgang erforderlich.

 

Sorgfältig dokumentieren

Schließlich trifft den Arzt eine umfassende Dokumentations- und Rechenschaftspflicht, durch die die Einhaltung aller Vorgaben der DS-GVO nachgewiesen werden soll (Art. 5 Abs. 2 DS-GVO), insbesondere auch die oben aufgezählten Maßnahmen, etwa:

 

  • Datenschutz-Folgeabschätzung
  • Information der Patienten
  • Anzeige des Datenschutzbeauftragten
  • Sicherheitsmaßnahmen

 

Hinweise für Klinik(chef-)ärzte

Verantwortlicher im Sinne der DS-GVO und damit Adressat der entsprechenden Pflichten ist i. d. R. der Krankenhausträger. Ausnahme: Chefärzte. Verantwortlicher i. S. d. DS-GVO wird der Chefarzt nur in den Fällen, in denen er nicht Patienten des Krankenhauses, sondern eigene Patienten behandelt. Der klassische Anwendungsfall ist die Chefarztambulanz. Hier ist der Chefarzt für die Einhaltung der DS-GVO insgesamt so verantwortlich wie der niedergelassene Kollege in seiner Praxis. Auch eine „Rückübertragung“ der Pflichten an das Krankenhaus, welches die DS-GVO ansonsten ebenfalls einzuhalten hat, scheidet im Außenverhältnis aus, Datenschutz ist hier „Chef-(arzt-)sache“. Von der Auftragsdatenverarbeitung zu unterscheiden, ist die wahlärztliche Behandlung: Hier schließt der Patient die Wahlleistungsvereinbarung mit dem Krankenhaus ab. Zwar erbringt auch der Chefarzt ggf. die ärztliche Leistung, „verantwortlich“ im Sinne der DS-GVO ist aber der Krankenhausträger.

 

Komplexer wird die Sachlage, wenn eine Verzahnung zwischen Krankenhaus und Chefarztambulanz über die räumliche Verbindung hinaus vorliegt: Viele Chefärzte mit eigener Ambulanz nutzen die Informationstechnologie des Krankenhauses, um die Daten „ihrer“ Patienten zu verarbeiten. Ebenso enthalten Vereinbarungen zwischen Krankenhaus und Chefarzt z. T. die Vereinbarung, dass die Abrechnung – ähnlich der privaten Verrechnungsstelle (PVS) – über das Krankenhaus erfolgt. Dafür müssen die abrechnungsrelevanten Daten an das Krankenhaus übermittelt werden. In diesen Fällen der Verzahnung ist zu prüfen, ob eine Auftragsdatenverarbeitung vorliegt. Dann wäre eine entsprechende, zusätzliche Vereinbarung zwischen Krankenhaus und Chefarzt und ggf. eine zusätzliche Einwilligung des Patienten in die Datenweitergabe erforderlich. Beides ist zwar nicht erst mit der DS-GVO eingeführt worden. Allerdings war die Überwachung durch die Behörden hier nicht besonders ausgeprägt.

 

Fazit

Augenärzten in Praxis und Klinik kann angesichts der Herausforderungen nur empfohlen werden, sich mit dem Thema Datenschutz auseinanderzusetzen (und ggf. die Hilfe kompetenter Dienstleister einzuholen). Zunächst sollten sie den Ist-Zustand der Datensicherheit in ihrer Praxis/Ambulanz analysieren und Sicherheitslücken identifizieren. Dann sollten der Soll-Zustand beschrieben und auf dieser Grundlage Prozesse zur Schließung der Lücken und Erreichung des Soll-Zustands installiert werden. Ein Datenschutzkonzept sollte am besten ein Arbeitshandbuch beinhalten, in dem alle Prozesse und Kontrollen vorgeschrieben werden.

 

 

Lebersche kongenitale Amaurose Typ 10: enLIGHTen-Studie sucht Teilnehmer20.06.2018

Liebe PRO RETINA Interessenten,


Lebersche kongenitale Amaurose Typ 10: enLIGHTen-Studie sucht Teilnehmer


Beobachtungsstudie über Verlauf der Netzhautdegeneration LCA10

Das Ziel der Studie ist es, Ärzten und Wissenschaftlern Einblick in den
natürlichen Verlauf einer Netzhautdegenerationen aufgrund einer Mutation des
Gens des zentrosomalen Proteins CEP290 zu gewähren, auch als Lebersche
kongenitale Amaurose Typ 10 (LCA10) bezeichnet- eine der häufigsten Ursachen
einer angeborenen Blindheit.


Was ist eine Verlaufsstudie?

Eine Verlaufsstudie im medizinische Bereich ist eine Studie, in der eine
Gruppe von Personen mi einer bestimmten Krankheit oder einem gesundheitlichen
Problem über einen längeren Zeitraum beobachtet wird. In den meisten
medizinischen Verlaufsstudien werden über einen bestimmten Zeitraum
Informationen über die Gesundheit der teilnehmenden Personen gesammelt, um
zu verstehen, wie die Krankheit oder das gesundheitliche Problem
fortschreitet.


Warum ist diese Studie wichtig?

Die enLIGHTen-Studie ist wichtig, da Informationen gesammelt werden sollen,
die für die Entwicklung von Studien zur Untersuchung zukünftiger
Behandlungsmöglichkeiten für LCA 10 hilfreich sein könnten. Mit solchen
Informationen könnte man auch herausfinden, welche Tests bei Patienten mit
dieser Erkrankung am besten geeignet sind. Außerdem erfahren wir
möglicherweise etwas darüber, wie die Krankheit mit der Zeit fortschreitet.
Die Erkenntnisse aus der Studie könnten Patienten mit CEP290 bedingter
Netzhautdegeneration in der Zukunft helfen.


Wer kann teilnehmen?

Für eine Teilnahme an der Studie müssen die folgenden Grundvoraussetzungen
erfüllt sein:

     * Alter: mindestens 3 Jahre
     * Diagnose LCA10 und CEP290-bedingte Netzhautdegeneration durch eine
       spezifische Mutation (c.2991+1655A>G) (Wenn Sie die genaue Art Ihrer
       Mutation nicht kennen, aber davon ausgehen, dass es LCA10 ist, wenden
Sie
       sich bitte an ein Studienzentrum, das Ihnen bei einer genetischen
       Untersuchung helfen wird.
     * Verminderte Sehschärfe in beiden Augen
     * Erfolgreiches Absolvieren eine Mobilitäts-Parcours auf einer
       Schwierigkeitsstufe unterhalb der Höchstleistungsstufe.

Die Teilnahme an der Studie dauert etwa ein Jahr, und es werden ca. 40
Patienten in Europa und den USA in die Studie aufgenommen.


Was erwartet die Studienteilnehmer?

Von jedem Studienteilnehmer werden im Rahmen 6 Besuchstermine der Studie
medizinische Information erhoben. Während der Studie werden unter anderem
die folgenden altersentsprechenden Untersuchungen durchgeführt:

     * Prüfung demografischer Angaben und Anamnese
     * Körperliche Untersuchungen
     * Blutabnahme für genetische Untersuchungen des CEP290-Gens
     * Augenuntersuchungen
     * Pupillenerweiterung
     * Untersuchungen der Sehschärfe
     * Untersuchung der Lichtempfindlichkeit
     * Mobilitätstests
     * Fragebogen zu Lebensqualität

Weitere Informationen über die enLIGHTen Studie erhalten Sie an der
Universitätsklinik Gießen unter der Telefonnummer 0641-98543820.
Ansprechpartner der enLIGHTen-Studie sind PD Dr. Markus Preising und Kerstin
Holve.

Die Mitglieder im PRO RETINA-Patientenregister wurden schon direkt informiert

Quellen: PRO RETINA Deutschland e. V.; clinicalTrials.gov [1]

Zukunftsvision 3D-Bioprinting: Künstliche Hornhaut aus dem Drucker19.06.2018

Liebe PRO RETINA Interessenten,


Zukunftsvision 3D-Bioprinting: Künstliche Hornhaut aus dem Drucker

Für viele klingen die Themen 3D-Druck und Bioprinting noch sehr nach Science
Fiction. Doch ihre Entwicklungen gehen immer schneller voran und man geht
davon aus, dass es in Zukunft einen großen Markt dafür geben wird, weil man
mit ihrer Hilfe viele medizinische Probleme lösen könnte. Die Entwicklungen
im 3D-Druck sind bereits relativ weit vorangeschritten. Es handelt sich
hierbei um den Druck mit Kunststoffen. Hier gibt es bereits einige Erfolge zu
verzeichnen. Der nächste logische Schritt ist laut den Wissenschaftlern das
Bioprinting. Somit kann 3D-Druck nicht klar von Bioprinting abgegrenzt
werden. Man muss es eher als eine Weiterentwicklung verstehen. Das
Bioprinting bietet die ideale Verbindung von Digitalität und Biotechnologie.
Man geht davon aus, dass die Forscher bis in 10 oder 20 Jahren soweit sein
könnten, Hautzellen oder ganze Organe auszudrucken. Diese sollen dann auch
die Funktion von echter Haut oder Organen erfüllen können. Es müssen hier
aber noch umfassende Entwicklungen stattfinden, bis es möglich sein wird
beispielsweise ein echtes Herz durch ein gedrucktes ersetzen zu können.


Forschungen an der Universität Newcastle

Auch vor der Augenforschung macht das Thema 3D-Druck und Bioprinting keinen
Halt. Forschern an der Universität Newcastle ist es gelungen, eine
künstliche Hornhaut aus dem Drucker zu entwickeln. Millionen Menschen leiden
an Verletzungen der Hornhaut, die irgendwann sogar zur Erblindung führen
können. Die einzige medizinische Möglichkeit, die diesen Menschen bleibt,
ist eine Transplantation der äußeren Augenschicht. Doch das Problem ist
ähnlich wie bei anderen Organspenden: die Anzahl verfügbarer Spender ist zu
gering, um den Bedarf zu decken. Es sind zu wenige Spender von Hornhaut
vorhanden, um allen Patienten helfen zu können. Dies war der Ansatz der
Forscher an der Universität Newcastle: um diesen Bedarf mit Hilfe künstlich
entwickelter Hornhaut Abhilfe zu schaffen. Mit Hilfe eines 3D-Bioprinters ist
dies nun möglich.


Das Gel aus dem Drucker

Doch wie kann man sich das praktisch vorstellen? Ein Bioprinter arbeitet wie
ein gewöhnlicher Drucker. Der ganz große Unterschied ist, dass aus seinen
Düsen eben keine Tinte kommt, die auf das Papier gesetzt wird, sondern eine
Biomasse, welche oft als „Gel“ bezeichnet wird und nun gedruckt wird. Die
richtige Zusammensetzung dieses Gels zu finden, ist die Hautarbeit in diesem
Feld. Die Forscher haben eine Lösung entwickelt, in der Stammzellen einer
gesunden Hornhaut mit Alginat und Kollagen vermischt wurden. Weltweit haben
Forscher an der richtigen Zusammensetzung mitgewirkt. Entstanden ist diese
Gelkombination, welche die Stammzellen am Leben erhält. Die große
Herausforderung bestand darin, ein Material zu schaffen, welches hart genug
ist, um in Form zu bleiben, aber gleichzeitig auch weich genug, um durch die
Düsen des Druckers gepresst zu werden.


Zukunftsperspektiven des 3D-Bioprintings

Es dauert bei den aktuellen Tests etwa zehn Minuten, bis der Drucker die
künstliche Hornhaut entwickelt hat. Nach dem Druck konnte beobachtet werden,
wie sich die Stammzellen vermehrt haben. Die sind alles sehr positive
Anzeichen, die Hoffnung machen, auf diesem Weg künstliche Hornhaut zu
produzieren und somit die Anzahl an Transplantationen langfristig zu
steigern. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass noch diverse Tests und
Studien vorgenommen werden müssen, um alle Risiken auszuräumen. Es wird
wohl also noch mehrere Jahre dauern, bis tatsächlich eine Transplantation
einer künstlichen Hornhaut am Patienten durchgeführt werden kann. Es
handelt sich hierbei also mehr um den ersten Schritt hin zu einer
langfristigen Lösung. Man bewegt sich hier ohnehin noch in einem sehr jungen
Feld. Eventuell könnten irgendwann noch weitere Teile des Auges durch den
Drucker ersetzt werden, aber die Kunst besteht in der Entwicklung des
richtigen Gels. Sehr oft ist es noch so, dass die Stammzellen durch die Hitze
beim Druckprozess zerstört werden. Somit ist das aktuelle Beispiel der
Universität Newcastle schon ein Erfolg, weil sich die Zellen auch nach dem
Druckprozess noch vermehren konnten. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem
Weg zu einer langfristigen Lösung.

Quellen: ZukunftsInstitut [1]; web.de vom 30.5.2018 [2]; vaaju.com vom
31.5.2018 [3

Netzhautdegeneration - Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?18.06.2018

Netzhautdegenerationen – Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?

 

Am 16. Juni 2018 findet in Nürnberg im Rahmen des Internationalen Kongresses der Ophthalmochirurgen (DOC) das Patientensymposium der PRO RETINA Deutschland e.V. statt.

 

Schätzungen zufolge sind in Deutschland mehr als 4,5 Millionen Menschen von einer Netzhautdegeneration betroffen: Etwa vier Millionen Menschen erkranken an einer Altersbedingten Makuladegeneration (AMD), die, wie der Name schon sagt, erst im Alter auftritt. Ca. 60.- 80.000 PatientInnen haben eine seltene Netzhauterkrankung wie die erbliche Netzhauterkrankung Retinitis Pigmentosa. Diagnostik und Therapieansätze in Bezug auf diese Erkrankungen werden ständig weiterentwickelt, weshalb es sich regelmäßig zu fragen lohnt: Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?

 

Im Rahmen des Patientensymposiums der PRO RETINA nehmen Professoren aus führenden Augenkliniken in Deutschland eine Bestandsaufnahme vor und halten Vorträge zu den Konsequenzen der Pathologischen Myopie (Prof. Dr. med. Focke-Ziernssen, Universitätsaugenklinik Tübingen), immunologischen Aspekten bei Netzhauterkrankungen (Prof. Dr. rer. nat. Thomas Langmann, Zentrum für Augenheilkunde Köln), Ursachen, Prävention und therapeutischen Möglichkeiten bei der trockenen und feuchten AMD (Prof. Dr. med. Martin Spitzer, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und der Kombination detaillierter augenärztlicher und molekulargenetischer Diagnostik (Prof. Dr. med. Ulrich Kellner, AugenZentrum Siegburg).

 

Es besteht für die TeilnehmerInnen des Symposiums die Möglichkeit, mit den Experten in einen Dialog zu treten. Mit ihren Patientensymposien möchte PRO RETINA Betroffene mit Fachleuten aus der Augenheilkunde zusammenbringen. PRO RETINA versteht sich als Brücke zwischen ÄrztInnen und Betroffenen. Sie informiert Betroffene über den aktuellen Stand der Forschung und die Entwicklung von Therapien. PRO RETINA unterstützt die Forschung durch eine eigene Stiftung.

 

Besuchen Sie das Patientensymposium der PRO RETINA am Samstag, 16.06.18, von 11:00 bis 13:00 Uhr im Maritim Hotel Nürnberg, Saal Ferdinand.

 

Das vollständige Programm finden Sie unter: https://www.pro-retina.de/seminare/2018/patientensymposium-im-rahmen-der-doc-nr-552018.

 

Nähere Informationen zu PRO RETINA Deutschland e.V. und ihren vielfältigen Selbsthilfeaktivitäten finden Sie unter: www.pro-retina.de.

Nähere Informationen zur DOC finden Sie unter: www.doc-nuernberg.de.

Kontakt

Telefon (0228) 227 217-0
E-Mail: presse@pro-retina.de

 

Über PRO RETINA Deutschland e.V.

 

PRO RETINA Deutschland e.V., eine Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen, wurde vor 40 Jahren von Betroffenen und deren Angehörigen als gemeinnütziger Verein gegründet, um sich selbst zu helfen. PRO RETINA  ist eine bundesweit tätige Organisation mit mehr als 50 Regionalgruppen und circa 6.000 Mitgliedern.

Wir bieten Informationen und Beratung und verstehen uns als Interessenvertretung der Patient/innen in der Öffentlichkeit. Um einen Beitrag zur Entwicklung wirksamer Therapien zu leisten, engagiert sich PRO RETINA Deutschland e. V. auch in der Forschungsförderung. Die PRO RETINA möchte allen Menschen, die von einer Sehverschlechterung  oder Erblindung aufgrund einer Netzhautschädigung bedroht sind, helfen, durch Prävention, Therapie und  gemeinsame Bewältigung ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Urteile zur Erstattungsfähigkeit Kat-OP mit Femtosekundenlaser12.06.2018

 Katarakt-OP mit Femtosekundenlaser: Urteile zur Erstattungsfähigkeit

 

Urteil

Kostenträger

Tenor

 

Verwaltungsgericht (VG) Düsseldorf, Beschluss vom 24.06.2015

(Az. 26 K 4701/14) Volltext

Beihilfe

Anregung eines Vergleichs unter Anerkenntnis der Nrn. 1375 und 5855 analog mit 2,5-fachem Faktor, aber nicht der Nr. 5377 für die 3-D-Rekonstruktion*

 

Amtsgericht (AG) Reutlingen, Urteil vom 26.06.2015 (Az. 5 C 1396/14) Urteilsbesprechung

Private Kranken-versicherung (PKV)

Anerkenntnis der Berechnung mit den Nrn. 1375 plus 5855 analog (2,5-fach)

VG Köln, Urteile vom 10.11.2016

(Az. 1 K 3094/16 Volltext und

Az. 1 K 4550/16 Volltext)

sowie vom 22.01.2016

(Az. 1 K 8285/16 Volltext)

Beihilfe

Anerkenntnis der Erstattung mit Nr. 1375 plus 5855 analog

 

VG München, Urteil vom 08.12.2016 (Az. M 17 K 16.483) Volltext

 

Beihilfe

Anerkenntnis der Erstattung mit Nr. 1375 plus 5855 analog mit 1,8-fachem Steigerungssatz

 

VG Koblenz, Urteil vom 03.02.2017 (Az. 5 K 950/16.KO) Volltext

Beihilfe

Anerkenntnis der Erstattung nach den Nrn. 1375 plus 5855 analog, allerdings nur dann, wenn zur Nr. 5855 der 1,8-fache Faktor nicht überschritten wird

 

*Dass das VG Düsseldorf die Berechnung von Nr. 5377 abgelehnt hat, ist plausibel. Die 3-D-Rekonstruktion ist hier keine selbstständige Leistung. Ebenso plausibel ist, dass ein höherer Faktor für jede der Leistungen individuell, patienten- oder krankheitsbezogen zu begründen ist. Der systematisch erhöhte Aufwand der Operation durch die Anwendung des Femtosekundenlasers ist ja schon durch die zusätzliche analoge Berechnung der Nr. 5855 berücksichtigt.

NEUES ZUR ABRECHNUNG -Kataraktoperation mit Femtosekundenlaser 11.06.2018

Privatliquidation

Kataraktoperation mit Femtosekundenlaser

 

In Zusammenhang mit der Privatabrechnung der Kataraktoperation mittels Femtosekundenlaser gab es in der Vergangenheit immer wieder rechtliche Auseinandersetzungen, vor allem mit der Beihilfe. Denn im Gegensatz zur LASIK-Operation enthalten die Beihilfevorschriften keinen Erstattungsausschluss zur Laseranwendung bei einer Kataraktoperation. Die Erstattungsfähigkeit war daher lange umstritten. Inzwischen ist sie durch zahlreiche Urteile bestätigt.

 

Zu klären war in den rechtlichen Auseinandersetzungen stets die Frage der analogen Berechnung der Nr. 5855 GOÄ – wie vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) e.V. empfohlen – neben der einschlägigen Nr. 1375 GOÄ (für die eigentliche Kataraktoperation). Als Zuschlag für die Nutzung eines Lasers bei ambulanten Operationen stünde ja die – deutlich niedriger bewertete – Nr. 441 GOÄ zur Verfügung.

Da es für die Berechnung der Kataraktoperation mithilfe eines Femtosekundenlasers bisher keine Empfehlung der Gremien der Bundesärztekammer (BÄK) gibt, verweist die BÄK in ihrem GOÄ-Ratgeber vom 7. August 2017 auf zwei Urteile, in denen eine Abrechnung des Fem-tosekundenlasers bei der Kataraktoperation analog der Nr. 5855 GOÄ (einschließlich der zugehörigen Sachkosten, wie z. B. Interface), als zutreffend erachtet wurde: Das Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 24. Juni 2015 (Az. 26 K 4701/14) sowie das Urteil des Amtsgerichts Reutlingen vom 26. Juni 2015 (Az. 5 C 1396/14). In beiden Urteilen wurde der zusätzliche Ansatz der Nr. 5855 GOÄ analog neben der Nr. 1375 GOÄ anerkannt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die genannten und weitere Urteile der letzten 3 Jahre.

 

Merke: Mit dem Analogabgriff der Nr. 5855 GOÄ ist die Laseranwendung bereits berücksichtigt, sodass dafür nicht nochmals die Nr. 441 GOÄ zum Ansatz kommen kann. Außerdem ist bei der Nr. 5855 GOÄ zu beachten, dass da die Ziffer aus Abschnitt O der GOÄ stammt und daher der beschränkte Gebührenrahmen von 1,0 bis 1,8-fach gilt (mit Begründung auf der Rechnung bis maximal 2,5-fach). Eine Abdingung oberhalb des  2,5-fachen Gebührensatzes ist gemäß § 2 Abs. 3 GOÄ für  Leistungen aus dem Abschnitt O unzulässig. Beide Regeln gelten aufgrund der in § 6 Abs. 2 GOÄ geforderten Gleichwertigkeit auch  beim analogen Ansatz der Nr. 5855 GOÄ.

 

 

Neuer Instrumentenkatalog von Geuder08.06.2018

Neuer Instrumentenkatalog von Geuder

Endlich ist er da! Der Instrumentenkatalog der Geuder AG wurde grundlegend erneuert. Ein logischer Aufbau der Haupt- und Subkapitel sowie eine mehrfach-Indexierung erleichtern die Navigation durch das über 300 Seiten starke Werk. Nach einer Bereinigung des Produktportfolios finden sich darin viele neue Instrumente und Operationsbestecke aber auch bewährtes Standardinstrumentarium in der gewohnt hohen Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit von Geuder. Die einzelnen Einträge wurden durch viele nützliche Angaben erweitert. Erfahren Sie mehr über unser Produktportfolio und bestellen Sie einen Katalog auf dem DOC-Stand von Geuder (Nr. V6, Halle 7A). 

Als Hersteller ophthalmochirurgischer Instrumente und Gerätesysteme sowie Anbieter hochreiner Biomaterialien liefert die Geuder AG mit über 3.000 Produkten einen Großteil des chirurgischen Bedarfs für den vorderen und hinteren Augenabschnitt. Der neue Instrumentenkatalog kann bei der breiten Produktpalette, die Geuder seit 1951 kontinuierlich aufbaut und erweitert, nur einen Auszug zeigen.

Obwohl die Geuder AG ihr Portfolio an Einmal-Instrumenten stetig erweitert, steigt gleichzeitig die Nachfrage bei den Reparaturen langjährig genutzter wiederverwendbarer Instrumente. Denn eine langlebige Werterhaltung ist nicht nur nachhaltig sondern auch wirtschaftlich. Dass die Reparaturkosten in einem gesunden Verhältnis zu den Anschaffungskosten stehen, liegt an der effizienten Nutzung personeller Ressourcen bei Geuder, weil das Unternehmen dieselben Fähigkeiten wie für die Herstellung voraussetzt und seinen Chirurgiemechanikern/innen die gleiche fundierte Ausbildung bietet. Die Maxime der Geuder AG ist, reparierte Instrumente „wie neu“ zurückzugeben. Selbst Instrumente von Fremdherstellern, die Geuder ebenfalls repariert, erhalten Kunden laut eigener Angaben oft in einem besseren Zustand wieder zurück als bei der Neuanschaffung. Zu den Dienstleistungen von Geuder zählen neben den Reparaturen aber auch die Sichtung von Instrumenten und Sieben, der Full-Service vor Ort sowie individuelle Beratungen zur kompletten OP-Ausstattung mit Instrumenten, Gerätesystemen und Flüssigkeiten/Gasen.

Patientensymposium zu Netzhautdegenerationen in Nürnberg26.05.2018

Patientensymposium zu Netzhautdegenerationen in Nürnberg

Anlässlich des 31. Internationalen Kongresses der Ophthalmochirurgen (DOC)
findet in Nürnberg ein Patientensymposium der PRO RETINA Deutschland e.V.
statt:


Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke – Wo stehen wir heute?
Was bringt die Zukunft?

und zwar am Samstag, dem 16. Juni 2018 von 11:00 bis 13:00 Uhr im Maritim
Hotel Nürnberg, Frauentorgraben 11, dort im Saal Ferdinand.


Programm

     * Konsequenzen der Pathologischen Myopie: Prof. Dr. med. Focke-Ziernssen,
       Universitätsaugenklinik Tübingen.
     * Immunologische Aspekte bei Netzhauterkrankungen – Ursachen und
       Therapieansätze: Prof. Dr. rer. nat. Thomas Langmann, Zentrum für
       Augenheilkunde Köln.
     * Ursachen, Prävention und therapeutische Möglichkeiten bei der
trockenen
       und feuchten AMD – aktuelle und zukünftige Strategien: Prof. Dr.
med.
       Martin Spitzer, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik für
       Augenheilkunde.
     * Netzhautdystrophien: Kombination detaillierte augenärztliche und
       molekulargenetische Diagnostik: was bringt es dem Patienten?: Prof. Dr.
       med. Ulrich Kellner, AugenZentrum Siegburg.


Anmeldung

Bitte melden Sie sich an bis zum 10. Juni 2018 per Fax unter (0228) 227
217-29 oder per E-Mail unter info@pro-retina.de.

Weitere Informationen zum Programm, Wegbeschreibung etc. erhalten Sie auch
auf dieser Webseite der PRO RETINA [1] oder auf diesem Veranstaltungs-Flyer
[2]

Studie zur Sehfunktion und Aktivität des Gehirns beim Sehen22.05.2018

Studie zur Sehfunktion und Aktivität des Gehirns beim Sehen


Uniaugenklinik Magdeburg sucht Patienten mit Retinitis pigmentosa (RP) oder
Glaukom

Die Universitätsaugenklinik Magdeburg führt eine Studie zur Sehfunktion und
Aktivität des Gehirns beim Sehen durch. Das Forschungsprojekt „Neuronale
Plastizität bei Glaukom und Retinitis pigmentosa“ ist angesiedelt in der
Sektion für klinische und experimentelle Sinnesphysiologie unter Leitung von
Prof. Dr. Michael Hoffmann und wird im Rahmen des internationalen
Forschungsprojekts EGRET+ [1] durch die Europäische Union gefördert.

Mit funktioneller Kernspintomographie (fMRT) kann die Aktivität des Gehirns
in "Schnittbildern" beobachtet werden. Studien bei Patienten mit
Gesichtsfeldausfällen haben gezeigt, dass bei der Lösung von Sehaufgaben
auch die Sehrinde, die den erblindeten Gesichtsfeldanteil verarbeitet,
aktiviert werden kann. Ob diese Ergebnisse mit einer Umorganisation der
Sehrinde zusammenhängen, soll in der aktuellen Studie genauer untersucht
werden. Ein Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen kann Hinweise für
Behandlungs- und Rehabilitationsstrategien geben.

Die Uniaugenklinik sucht für diese Studie Patienten mit Glaukom oder
Retinitis pigmentosa. Die Teilnehmer sollten erhebliche Einschränkungen am
Rande des Gesichtsfeldes zeigen ("Röhren- oder Tunnelblick") und können
auch als gesetzlich blind aufgrund dieser Einschränkungen gelten. Ein
Restsehen im Zentrum hingegen sollte erhalten sein.

Durch die Untersuchungen (diagnostische Tests wie Gesichtsfelduntersuchungen,
Aufnahmen des Augenhintergrundes und MRT-Untersuchungen) werden dem Körper
weder Verletzungen noch Schmerzen zugefügt. Die Untersuchungen erfolgen an
ein bis zwei Tagen; Reise- und eventuell anfallende Übernachtungskosten
werden erstattet. Die Teilnahme an der Studie wird zusätzlich mit 8 Euro pro
Stunde vergütet.

Interessente (deutsch- und/oder englischsprachig) zum Forschungsprojekt
„Neuronale Plastizität bei Glaukom und Retinitis pigmentosa“ können
sich melden unter:

Tel.: 03 91 / 6 71 77 77 (AB; es erfolgt ein Rückruf) oder per eMail:
anne.herbik@med.ovgu.de

Quelle: Universitätsaugenklinik Magdeburg [2]; DBSV [3]; PRO RETINA
Deutschland e.V.



Links aus diesem Beitrag:
[1] http://egret-plus.eu/
[2] http://www.med.uni-magdeburg.de/augenklinik/vpl/g_index.html
[3] https://www.dbsv.org/aktuell/sehrinde.html

Hornhautspender schenken Augenlicht - Der 2. Juni ist Tag der Organspende 17.05.2018

Hornhautspender schenken Augenlicht

Der 2. Juni ist Tag der Organspende / Verpflanzung der Augenhornhaut bewährt und sicher

Düsseldorf 17.05.2018 Mehr als 7000 Mal pro Jahr verpflanzen Augenärzte in Deutschland die Hornhaut des Auges und verhelfen damit Patienten, deren eigene Hornhaut durch Verletzung oder Krankheit trüb wurde, zu besserem Sehvermögen. Verstorbene schenken mit dieser Spende anderen, oft noch jungen Menschen Augenlicht und damit einen erheblichen Zugewinn an Lebensqualität und bessere Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. Zum Tag der Organspende am 2. Juni ruft der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands dazu auf, Organspender zu werden und so dazu beizutragen, dass der bestehende Mangel an Spenderhornhäuten behoben wird.

Schon vor mehr als 100 Jahren wurde zum ersten Mal die Hornhaut des Auges verpflanzt. Die sogenannte perforierende Keratoplastik, bei der ein kreisrundes Hornhautscheibchen des Spenders an die Stelle der eingetrübten Hornhaut eingenäht wird, war im 20. Jahrhundert eines der erfolgreichsten und am häufigsten eingesetzten Transplantationsverfahren. Im 21. Jahrhundert gehen Augenärzte noch einen Schritt weiter: Sie verpflanzen immer häufiger nur noch diejenigen Schichten der Hornhaut, die von der zugrunde liegenden Krankheit betroffen sind. Damit werden die ohnehin seltenen Abstoßungsreaktionen noch besser vermieden und das Sehvermögen der Patienten erholt sich in der Regel deutlich schneller.

Starker Anstieg der Fallzahlen im neuen Jahrtausend

Das Keratoplastikregister der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft gibt Einblick in die Entwicklung bei den Hornhauttransplantationen seit dem Jahr 2001. Waren es zu Beginn des Jahrtausends noch 4730 Transplantationen pro Jahr, so stieg diese Zahl bis 2016 auf das Anderthalbfache: 7325 Patienten erhielten in diesem Jahr eine Hornhautspende, wobei inzwischen die so genannten lamellären Keratoplastiken die Mehrzahl der Eingriffe ausmacht.

In knapp der Hälfte der Fälle wurde die Transplantation wegen einer erblich bedingten Hornhauterkrankung notwendig. Weitere Ursachen sind Transplantatversagen, eine krankhafte Vorwölbung der Hornhaut (Keratokonus) und Hornhautnarben.

Die Weiterentwicklung der chirurgischen Verfahren trägt dazu bei, dass bei immer mehr Patienten eine Hornhautverpflanzung eine Möglichkeit ist, ihr Sehvermögen wieder herzustellen und eine starke Sehbehinderung oder gar Erblindung zu vermeiden. Damit wächst aber auch der Bedarf an Spenderhornhäuten.

Prof. Dr. Berthold Seitz, der Leiter der Sektion Kornea in der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, und Prof. Dr. Bernd Bertram, der erste Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte rufen daher gemeinsam dazu auf, sich zur Organspende bereit zu erklären. Die Hornhaut des Auges kann bis zu 72 Stunden nach dem Tod entnommen werden. Fast jeder Verstorbene kommt als Spender in Frage.

Ausführliche Informationen zur Organspende sind zu finden auf www.organspendetag.de/

Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und Statistikdatenbank: www.augeninfo.de/presse

 

Herausgeber: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),

Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf, Tel. +49 (0) 2 11 / 4303700, Fax +49 (0) 2 11 / 4303720,

presse@augeninfo.de, www.augeninfo.de

 

Successful First Series C-Round Closing for Medical Device Company Implandata Ophthalmic Products GmbH 16.05.2018

Hannover, Germany, May 14, 2018 / B3C newswire / -- Ophthalmic medical device company Implandata Ophthalmic Products GmbH (Implandata) announced that the company accomplished a first closing of its Series C funding round. The company was able to raise a mid-single digit million Euro amount from a strategic and several institutional and private investors. Among the new investors were Heidelberg Engineering GmbH/Germany, Occident Group AG/Switzerland and NKB GmbH/Germany. The first closing is complemented by the existing investors, including KfW, HTGF, Peppermint Charité Beteiligungsfonds and several private investors and ophthalmologists. The company intends to complete the Series C-round by raising an upper end single digit million Euro amount by the fall of 2018.

Max Ostermeier, CEO of Implandata states: “This first C-round closing enables us to diligently pursue commercialization of our CE marked EYEMATE™ system for improved glaucoma care in Europe, to further advance our product pipeline, and to commence US regulatory activities. We are in particular excited about the competence and expertise of the new investors, enabling us to reach important value inflection points rapidly.”

“Continuous IOP monitoring is an exciting emerging field that may help identify novel patterns and hidden correlations with structural and functional measures of glaucomatous damage,” comments Kfir Azoulay, Head of Corporate Strategy at Heidelberg Engineering GmbH and a newly-appointed member to the Implandata Board of Directors. “We look forward to working closely with the Implandata team on advancing glaucoma research and patient care by utilizing our Spectralis OCT Platform, including our proprietary Glaucoma Module Premium Edition (GMPE), together with measurements obtained with the EYEMATE™ implant”.

Cédric Barra from Occident Group AG explains: “We are glad to take part in this financing round and are excited to accompany Implandata and its highly motivated team of experts in the future. We are convinced that Implandata’s product portfolio will have a major impact on monitoring glaucoma patients’ eye pressure and thus improving the patients’ quality of life in the long term.”

“As a recent shareholder of Implandata, we are pleased to be part of and actively support another very promising life science technology company from Lower Saxony with its ambitious growth strategy," said Klaus Tönnesmann of Kapitalbeteiligungsgesellschaft Niedersachsen, Germany, a subsidiary of NBank, Lower Saxony's investment and development bank.

Intraocular pressure control represents a considerable challenge to glaucoma patients and their ophthalmologists. Most current IOP measurement methods rely on in-office procedures performed by trained medical staff. Unfortunately, such measurements are randomly obtained only a few times per year, even though it is fairly established that eye pressure is highly dynamic, influenced by many parameters, and changes (fluctuates) throughout the day and night. In contrast to the sporadic readings obtained in standard clinical practice, the EYEMATE™ system provides actionable IOP measurements throughout the 24 hour period, outside the eye care specialist office, while enhancing treatment options and contributing to reduced risk of glaucomatous vision loss. As theEYEMATE™ system provides direct feedback to the patient in a home setting – information previously unavailable to the patient – therapy compliance is improved, as demonstrated in pre-market studies. Additionally, EYEMATE™’s remote patient care capabilities allow for better quality and more efficient disease management, as the number of unnecessary office visits are reduced for a considerable number of patients, while the eye doctor obtains more and better information about the patient’s situation.

 
About Implandata
Implandata is a privately held, ISO 13485 certified medical device company, which was founded in 2010 in Hannover/Germany. With the CE marked EYEMATE™ system, Implandata has developed the world-wide first system for continuous monitoring of IOP. The EYEMATE system includes a surgically implantable micro-sensor (to be implanted in conjunction with cataract, glaucoma or corneal surgery, eventually also in a stand-alone procedure) for direct measurement of eye pressure. A patient hand-held device for sensor implant powering and data read-out is communicating real-time via internet with eye care specialists (and the patient as well). Most recently published long-term patient follow-up data confirmed product safety and utility(1). The company is expanding its product portfolio with different sensor implant versions, allowing to address the various needs of glaucoma patients.

About Glaucoma
Glaucoma is a chronic eye disease and the leading cause for irreversible vision loss worldwide. IOP is the only modifiable risk factor to reduce the peril of vision loss. Reduction and control of IOP at glaucoma patients limits the risk of disease progression considerably(2). Close to 80 million patients are affected by the disease globally; because of aging populations the number of patients is expected to increase to 112 million patients by 2040(3). Thus, Implandata is addressing with its products for improved glaucoma care a pressing need in a further growing market.

 
Contact

Implandata Ophthalmic Products GmbH
Max G. Ostermeier
Kokenstrasse 5
30159 Hannover
Phone: +49 551 2204 2581
Fax: +49 511 2204 2589
mostermeier@implandata.com


(1) “Long-term follow-up after implantation of a telemetric intraocular pressure sensor in patients with glaucoma: a safety report”; Koutsonas et al, 2017
(2) „Reduction of intraocular pressure and glaucoma progression: results from the Early Manifest Glaucoma Trial; Heijl et al, 2002
(3) “Global Prevalence of Glaucoma and Projections of Glaucoma Burden through 2040”; Tham et al, 2014

Klinische Studien: Wissenswerte Fakten16.05.2018

Klinische Studien: Wissenswerte Fakten

Oft ist in unseren Veröffentlichungen von klinischen Studien die Rede, und
auch die Zahl der geplanten Studien für und mit Menschen mit einer
Netzhautdegeneration wächst an. In der letzten "Retina aktuell (RA)" Nr. 147
haben unter anderem die RA-Redakteurin Imke Tyarks und Dr. Sandra Jansen,
Projektmanagerin und zuständig für medizinische Themen und das PRO
RETINA-Patientenregister, sich dieses Themas angenommen. Wir möchten Ihnen
diese grundsätzlichen und wichtigen Informationen über klinische Studien,
auch Möglichkeiten der Teilnahme etc. nicht vorenthalten.


Was ist eine klinische Studie?

Viele Patienten warten händeringend auf ein Medikament, Therapien oder
Medizinprodukte wie z.B. Implantate, die Schmerzen lindern, Krankheiten
heilen, ihr Leben verlängern oder einfach ihren Alltag erleichtern. Doch
selbst wenn endlich ein neues Medikament, Therapie oder Medizinprodukt
entwickelt wurde, dauert es oft Jahre bis es die Zulassung für den Markt
erhält. Warum ist das so?

Von der Planung eines Medikaments über die Entwicklung bis zur Marktreife
vergehen im Durchschnitt 13 Jahre. Bevor ein neues Medikament überhaupt
entwickelt wird, müssen zunächst folgende Fragen geklärt sein:

     * Für welche Krankheiten besteht ein Bedarf für ein neues Arzneimittel?
     * Gibt es neue Erkenntnisse aus der Genforschung, wie man die Wirksamkeit
       erhöhen kann?
     * Kann man unerwünschte Nebenwirkungen reduzieren?
     * Werden die Krankenkassen das Medikament bezahlen?

An diesen Fragestellungen sind bereits viele Wissenschaftler wie Mediziner,
Pharmazeuten, Chemiker und Biologen tätig. Die Grundlage für ein neues
Arzneimittel ist ein geeigneter Wirkstoff. Die Wissenschaftler konzentrieren
sich bei der Entwicklung eines Medikaments auf chemisch-synthetische
Substanzen oder gentechnische Wirkstoffe. Dieser Wirkstoff benötigt einen
Angriffspunkt. Er muss also in der Lage sein, an einer Stelle im Körper in
den Krankheitsverlauf einzugreifen. Diesen Angriffspunkt nennt man Target
(englisch Ziel). In einem Medikament fungieren Enzyme oder Rezeptoren als
Targets.

Erst wenn ausreichend Daten zu diesem Wirkstoff für eine sichere
Durchführung vorhanden sind, wird eine zuständige Ethikkommission eine
klinische Studie genehmigen. Die Studienteilnehmer setzten sich aus gesunden
Probanden und betroffenen Patienten zusammen. Die klinische Studie ist
Voraussetzung für die behördliche Arzneimittelzulassung. Eine klinische
Studie wird in der Regel von einem Studienzentrum durchgeführt.


Vier Phasen einer klinischen Studie

Die Erprobung am Menschen erfolgt in vier Phasen:

     * Phase I: rund 50 gesunde Freiwillige testen das Medikament in einer
       klinischen Studie. Da die Probanden ja gesund sind, wird hier noch
nicht
       die heilende Wirkung, sondern lediglich die Verträglichkeit getestet.
     * Phase II: 100 – 500 Patienten in verschiedenen Ländern nehmen an
       klinischen Studien teil. Jetzt wird die Wirksamkeit geprüft und die
       geeignete Dosierung ermittelt.
     * Phase III: Tausende von Patienten auf der ganzen Welt testen in
       medizinischen Einrichtungen erneut die Wirksamkeit. In dieser Phase
wird
       besonders auf seltene Nebenwirkungen geachtet.

Erst wenn ein Medikament alle drei Phasen bestanden hat, darf der Hersteller
die Zulassung beantragen. Nach der behördlichen Genehmigung kann das
Medikament dann vom Arzt verordnet werden.

     * Phase IV: Bereits zugelassene Arzneimittel werden weiterhin auf
       Verträglichkeit in Kombination mit anderen Medikamenten und an
Patienten
       mit Begleiterkrankungen getestet. An dieser Phase nehmen häufig über
       10.000 Patienten teil.

Die gesamte klinische Studie wird durch hoch qualifizierte Pharmaforscher
begleitet. Zugleich kommen moderne Analyse- und Synthesetechnik,
gentechnische Labors, Hochleistungs-Computer und Analyseroboter zum Einsatz.
Betrachtet man diesen Aufwand, verwundert es nicht, dass die Zulassung eines
neuen Arzneimittels mit großem zeitlichen Aufwand und hohen Kosten verbunden
ist.


Blind- und Doppelblindstudien

Die oben beschriebenen klinischen Studien werden oft in Blindstudien
durchgeführt. Dies ist eine Form der Studie, bei der der Studienteilnehmer
nicht weiß, ob er in der Experiment- oder in der Kontrollgruppe eingeordnet
wurde. Die Experimentgruppe erhält das zu testende Medikament. Die
Kontrollgruppe erhält ein Placebo, ein Scheinpräparat ohne Wirkstoff. Somit
soll der psychologische Einfluss von Erwartungen und Verhaltensweisen des
Patienten an den neuen Wirkstoff reduziert werden. Der Studienarzt ist über
die Gruppenzugehörigkeit der Studienteilnehmer informiert.

Bei einer Doppelblindstudie kennt selbst der Versuchsleiter nicht die
Gruppenzugehörigkeit der Studienteilnehmer. Auch hier soll eine unbewusste
Verzerrung der Studienergebnisse verhindert werden. In der Regel handelt es
sich bei der Zulassung von Medikamenten um Doppelblindstudien.

Auch für eine Zulassung von Medizinprodukten wie Implantate müssen
klinische Studien durchgeführt werden. Die klinische Prüfung von
Medizinprodukten orientiert sich an den gleichen Anforderungen wie für die
Zulassung von Medikamenten. Jedoch ist es bei einer klinischen Prüfung von
Medizinprodukten oft nicht möglich ein Placebo zu verwenden. Oftmals werden
in diesem Fall Vergleichsuntersuchungen gegen am Markt etablierte
Medizinprodukte angestrebt.


Das Patientenregister der PRO RETINA für Netzhauterkrankte

Die PRO RETINA hat das Ziel Forschung und Medizin mit dem Patienten zu
vernetzen. Deshalb hat die PRO RETINA ein Patientenregister ins Leben
gerufen. Mit der Registrierung im PRO RETINA Patientenregister können die
Chancen erhöht werden, an klinischen Studien zur Therapiefindung bei
Netzhauterkrankung teilzunehmen.

Beim Patientenregister handelt es sich um eine Datenbank, in der Mitglieder
Daten ihrer Netzhauterkrankung selber erfassen können. Mittlerweile sind in
der Datenbank des Patientenregisters 700 Gendefekte aufgelistet. Aber auch
wenn der genaue Gendefekt nicht bekannt ist kann ein Eintrag ins Register
erfolgen. Die sensiblen Patientendaten werden pseudonymisiert und sind nicht
auf die einzelnen Personen zurückzuführen. Bislang gab es in Deutschland
kein Patientenregister für Netzhauterkrankungen, welches neutral,
unabhängig und gleichzeitig nachhaltig ist. Die Daten des Registers
verbleiben ausschließlich in Deutschland.

Pro RETINA tritt bei dem Patientenregister als Bindeglied auf. Es soll
Patienten den Zugang zu klinischen Studien erleichtern und Forschern bei der
Rekrutierung von geeigneten Patienten helfen. Dabei wenden sich die
Studienausrichter bei der Rekrutierung zentral an die PRO RETINA. Der
Rekrutierungsaufwand der Klinik wird gesenkt. Die PRO RETINA informiert die
betreffenden Patienten. Diese wenden sich direkt an den Studienausrichter.
Somit obliegt die Teilnahme an der Studie ganz allein dem Patienten.


Studienteilnahme im Ausland?

Dr. Sandra Jansen, Projektmanagerin der PRO RETINA, betreut das
Patientenregister. Sie steht in engem Kontakt zu Studienausrichtern. Sie
informiert die Teilnehmer des Patientenregisters über mögliche Studien in
Deutschland. Aber auch eine Studienteilnahme im Ausland ist mitunter
möglich. Man sollte allerdings die englische Sprache zumindest teilweise
verstehen können. Mitunter muss man mit einem längeren Aufenthalt im
Ausland rechnen, zum Teil müssen Teilnehmer dem jeweiligen Gesundheitssystem
angehören. Vor einem Studienaufruf klärt Frau Dr. Jansen die Konditionen ab
und wird Sie darüber informieren.

Für PRO RETINA Mitglieder ist der Eintrag ins Register kostenlos. Für
Fragen rund um das Patientenregister steht Ihnen Frau Dr. Sandra Jansen in
der Geschäftsstelle unter 0241/870018 zur Verfügung. Weitere Informationen
finden Sie unter Patientenregister der PRO RETINA Deutschland e.V. [1] oder
über eMail an patientenregister@pro-retina.de (eMails gehen direkt an Frau
Dr. Jansen).

Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V. [2], Retina aktuell Nr. 147, 1/2018



Links aus diesem Beitrag:
[1] https://www.pro-retina.de/patientenregister
[2] https://www.pro-retina.de/


Mit freundlichen Grüßen,
Karin Langhammer
Redaktion PRO RETINA News

Das Archiv aller Newsletter finden Sie unter:
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Die Redaktion erreichen Sie unter: newsletterredaktion@pro-retina.de


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Nutzen der Früherkennung nicht in Frage stellen08.05.2018

Nutzen der Früherkennung nicht in Frage stellen

IGeL-Monitor des MDS diffamiert medizinisch sinnvolle Leistungen

 

Düsseldorf 04.05.2018 Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands wendet sich entschieden gegen die jüngste Kampagne, mit der Individuelle Gesundheitsleistungen in Misskredit gebracht werden sollen.

 

Untersuchungen zur Glaukom-Früherkennung sind die einzige Möglichkeit, eine das Sehvermögen bedrohende Erkrankung zu entdecken, bevor ein nicht wieder gut zu machender Schaden bis hin zur Erblindung des Auges eintritt. Diese Untersuchungen sind nicht Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), deshalb können Augenärzte sie ihren Patienten nur als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) anbieten.

Alle Jahre wieder diffamiert der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) mit seinem IGeL-Monitor solche Leistungen mit erheblichem medialem Aufwand als medizinisch wenig sinnvoll oder sogar schädlich. Den Patienten gegenüber wollen die Krankenkassen ja versichern, dass sie für ihre Beiträge bestens medizinisch versorgt werden. Tatsächlich hat die GKV-Versorgung laut Sozialgesetzbuch V wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig zu sein. Zahlreiche Leistungen wie innovative Verfahren in der Diagnostik und Therapie, Impfungen und Früherkennungsuntersuchungen werden davon nicht abgedeckt, um die Kosten im Gesundheitssystem zu begrenzen.

In einer „repräsentativen Umfrage“ hat der MDS nun die „Topseller“ unter den IGeL ermittelt. Am häufigsten werde demnach den Patienten die Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung angeboten. „Diese Leistung wurde jedem fünften Versicherten (22 Prozent), der mit IGeL beim Praxisbesuch in Kontakt kam, angeboten und landete auf Platz 1 der Top 10-Liste“ behauptet der MDS in einer Pressemitteilung. „Das ist stark anzuzweifeln, denn die Augenärzte bieten als Glaukomscreening nur eine Kombination der Untersuchung des Sehnervs mit einer Augeninnendruckmessung an, denn nur dann kann ein Glaukom mit entsprechender Sicherheit gefunden werden. Eine alleinige Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung wäre ein Kunstfehler, den kein Augenarzt anbietet“, kontert Dr. Ludger Wollring, Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands. „Dass Krankenkassenvertreter trotz vielfachen Hinweises jetzt wieder diese falsche Information verbreiten, ist sehr ärgerlich.“

Zur Glaukom-Früherkennungsuntersuchung gehört vor allen Dingen eine fachärztliche Untersuchung des Sehnervs. Die Messung des Augeninnendrucks, der ein wichtiger Risikofaktor ist, kommt als zweite Messung hinzu, weitere Untersuchungen wie die Messung der Hornhautdicke können im Einzelfall noch sinnvoll sein.

Der BVA hat erhebliche Zweifel an der Methodik, die der Statistik des MDS zugrunde liegt. Sie beruht einzig auf der Befragung der Patienten durch ein Marktforschungsinstitut – und damit auf der Erinnerung der Patienten.

Dichtung und Wahrheit: Internationale Leitlinie bestätigt den Sinn des Glaukom-Checks

Der MDS erweckt in seiner Pressemitteilung zudem den Eindruck, IGeL entsprächen nicht den Empfehlungen medizinischer Fachverbände. Für eine echte augenärztliche Glaukom-Früherkennung gilt dies ganz klar nicht. In der Leitlinie des International Council of Ophthalmology zum Glaukom heißt es: „Die meisten Patienten mit Offenwinkelglaukom und Engwinkelglaukom sind sich dessen nicht bewusst, dass sie an einer das Sehvermögen bedrohenden Krankheit leiden. Ein bevölkerungsweites Massen-Screening wird derzeit nicht empfohlen. Doch alle Patienten, die zu einer Augenuntersuchung kommen, sollten eine Untersuchung erhalten, um ein Glaukom auszuschließen, und bei ihnen sollte das Vorliegen von Risikofaktoren für ein Glaukom geklärt werden. Glaukompatienten sollten angehalten werden, ihre Geschwister, Eltern und Kinder darüber zu informieren, dass sie ein erhöhtes Glaukomrisiko haben und dass sie regelmäßig untersucht werden sollten.“ Dies entspricht dem Vorgehen, dass der BVA seit Jahren empfiehlt: „Wir propagieren die konsequente Aufklärung unserer Patienten und das Angebot von Früherkennungsuntersuchungen bei Personen ab 40 Jahren“, sagt Prof. Dr. Bernd Bertram, der 1. Vorsitzende des BVA.

Das Glaukom ist eine meist schleichend verlaufende Erkrankung des Sehnervs. Nach und nach sterben die Nervenfasern ab. Ein zu hoher Augeninnendruck ist ein wichtiger Risikofaktor für diese Erkrankung. Das Glaukom verursacht in den allermeisten Fällen über Jahre hinweg keine Symptome. Die Patienten bemerken die zunächst am Rand des Gesichtsfelds auftretenden Ausfälle nicht. Wenn sie selbst wahrnehmen, dass mit den Augen etwas nicht stimmt, ist der größte Teil des Sehnervs bereits unwiederbringlich zerstört. Beim Glaukom-Check können Augenärzte die Krankheit jedoch erkennen, bevor gravierende Ausfälle entstehen. Rechtzeitig erkannt, lässt sich das Glaukom gut behandeln – dafür stehen je nach Schweregrad der Krankheit Augentropfen, Laserbehandlungen oder Augenoperationen zur Verfügung.

Mit seinen diffamierenden Äußerungen schürt der MDS Misstrauen zwischen Patienten und Ärzten, um nicht zugeben zu müssen, dass die GKV nicht die Kosten für alle medizinisch sinnvollen Leistungen übernimmt. Warum erstatten wohl einige gesetzliche Krankenkassen die Kosten der augenärztlichen Glaukom-Früherkennung im Rahmen ihrer freiwilligen Bonusprogramme?

Die internationale Glaukom-Leitlinie steht hier zum Download bereit: www.icoph.org/downloads/ICOGlaucomaGuidelines.pdf


Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und Statistikdatenbank: www.augeninfo.de/presse

3. Homburger Keratoconus Symposium HKCS 201826.04.2018

Am Samstag, dem 21.4.2018, fand das 3. Homburger Keratoconus Symposium (HKCS2018) im Schlossberg Hotel in Homburg/Saar statt. Ausgerichtet wurde das diesjährige HCKS von Prof. Dr. Berthold Seitz (Direktorder Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes UKS), Dr. Corinna Spira-Eppig (Leiterin des Homburger Keratokonus Centers) und Privatdozent Dr. Timo Eppig (Institut für Experimentelle Ophthalmologie der Universität des Saarlandes).
Hornhaut-Experten aus Deutschland, Polen und Japan referierten über die aktuelle Forschung zur Pathophysiologie, (Früh-) Diagnose und stadiengerechter Therapie des Keratokonus – einer fortschreitenden Ausdünnung, Vorwölbung und irregulären Verkrümmung der äußersten Schicht des Auges (Hornhaut), die überwiegend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auftritt.
Über 150 Teilnehmer, aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich folgten trotz des sommerlich schönen Wetters der Einladung der Homburger Augenklinik auf den Schlossberg. Hornhaut-Spezialisten aus ganz Deutschland, niedergelassene Augenärztinnen und Augenärzte, Assistenzärztinnen und -ärzte, Pflegepersonal, Arzthelferinnen und Schreibkräfte, Augenoptiker und Kontaktlinsenanpasser informierten sich ebenso wie Patienten und Laien über den aktuellen Stand zum Thema Keratokonus.
Das wissenschaftliche Vortragsprogramm wurde durch eine Industrieausstellung begleitet, auf welcher sich die Teilnehmer über die neuesten Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie des Keratokonus informierten und Geräte ausprobieren konnten.

Als Kompetenzzentrum für die Erkennung und Behandlung von Hornhauterkrankungen konnte die Augenklinik seit 2010 bereits mehr als 1.000 Patienten in das Homburger Keratoconus Center HKC einschließen und einige Patienten über 7 Jahre bis zu 12 Mal nachuntersuchen. Unterstützt wird die Erforschung des Keratokonus durch das biologische Labor der Augenklinik des UKS sowie dem Institut für Experimentelle Ophthalmologie der Universität des Saarlandes.

Besondere Aufmerksamkeit galt den beiden International Keynote Lectures:
Prof. Dr. Naoyuki Maeda aus Japan referierte über die quantitative Evaluation der Progression des Keratokonus mittels der Optischen Kohärenz Tomographie – einem hochmodernen optischen Verfahren zur (Früh-)Diagnose des Keratokonus, welches auch in der hiesigen Klinik für Augenheilkunde am UKS vermehrt eingesetzt wird. Prof. Dr. Edward Wylęgała aus Polen informierte das Auditorium über die Relevanz der Hornhautrückfläche für die Früh-Erkennung eines Keratokonus und die unregelmäßige Verformung der Hornhaut (Keratektasie) als gefürchtete Komplikation bzw. Spätfolge nach dem refraktivchirurgischen Eingriff der LASIK, die in den letzten Jahrzehnten weltweit vermehrt zur Behandlung von Kurz- und Weitsichtigkeit durchgeführt wurde. Neben hochkarätigen Vorträgen machten vor allem die intensiven Diskussionen mit dem Auditorium nach den Vorträgen und während der umfangreichen Industrieausstellung den Erfolg des diesjährigen HKCS aus.

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Von links nach rechts

Herr Prof. Wylȩgała (Kattowitz, Polen), Prof. Seitz (UKS), Prof. Maeda (Osaka, Japan).

 

 

 

Neuer Leiter Sales & Marketing bei EYEFOX12.04.2018

Scholtysik_small.png (39 KB)Sven Scholtysik besetzt seit 1. April die Position des Leiters Sales & Marketing. Er verantwortet künftig den gesamten Vertriebsprozess und Marketingaktivitäten von Eyefox.com

 

Sven Scholtysik war zuvor 2 Jahre als Head of Out of Home Media bei der Havas Media, eine der führenden Mediaagenturen in Deutschland, tätig. Der 42-Jährige blickt auf gut 20 Jahre Vertriebserfahrung zurück, die er in Unternehmen wie der WALL AG oder Saint Gobain gesammelt hat und bei Eyefox.com einbringt.

Wir freuen uns auf die Arbeit mit Herrn Scholtysik und wünschen ihm viel Erfolg.

Netzhautprothesen: Neuentwicklung in der Schweiz12.04.2018

Netzhautprothesen: Neuentwicklung in der Schweiz

Die Newsletter-Redaktion möchte Ihnen nachstehend aus einer aktuellen englischsprachigen Meldung über eine Neuentwicklung eines Netzhautimplantats in Lausanne (Schweiz) berichten, die vielleicht Ihr Interesse findet:

Die "École polytechnique fédérale de Lausanne" (EPFL, deutsch Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne) ist eine technisch-naturwissenschaftliche Universität in Lausanne, Schweiz.

EPFL-Forscher haben laut aktuellen Meldungen eine neue Art von Netzhautimplantat für Menschen entwickelt, die durch den Verlust von lichtempfindlichen Zellen in ihrer Netzhaut blind geworden sind. Die epiretinale Prothese (POLYRETINA) soll teilweise ihr Gesichtsfeld wieder herstellen und soll ihre Lebensqualität deutlich verbessern können.

Zweiunddreißig Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind blind. Bei 2 bis 4 Millionen von ihnen ist die Ursache dieses Zustandes der Verlust von lichtempfindlichen Zellen in ihrer Netzhaut.

Die bisher vielversprechendste Behandlung für diese Art von Blindheit ist ein retinales Implantat, das Elektroden enthält, die die Netzhautzellen elektrisch stimulieren. "Aber verfügbare Implantate produzieren nur moderate Ergebnisse, und ihre Träger sind immer noch gesetzlich blind", sagt Diego Ghezzi, der Inhaber des Medtronic Lehrstuhl für Neuroengineering (LNE) an der EPFL School of Engineering. "Um ein "normales" Leben zu führen, sollte ein Gesichtfeld von mindestens 40 Grad erreicht werden. Bisher verfügbare Implantate erreichen aber nur 20 Grad."

Die LNE-Forscher haben ein bahnbrechendes, drahtloses Implantat aus hochflexiblem und biegsamem Material mit photovoltaischen Pixeln
(Photodioden) entwickelt. Sie erwarten, dass die Träger ein Gesichtsfeld von 46 Grad und eine viel bessere Auflösung erhalten. Diese Ergebnisse wurden kürzlich in Nature Communications veröffentlicht.


Ergebnisse verfügbarer Implantate

Die derzeit verfügbaren Netzhautimplantate bestehen aus einem Gitter von Elektroden, die direkt auf der Netzhaut angeordnet sind. Die Implantate sind mit einer Brille und einer Kamera und einem tragbaren Mikrocomputer verbunden. Die Kamera erfasst Bilder, die in das Sichtfeld des Implantat-Trägers gelangen, und sendet sie an den Computer, der sie in elektrische Signale umwandelt und an die Elektroden überträgt. Die Elektroden stimulieren die retinalen Ganglienzellen basierend auf den Lichtmustern, die im Sichtfeld detektiert werden. Der Implantat-Träger muss dann lernen, die ankommenden visuellen Empfindungen zu interpretieren, um die Bilder zu "sehen". Je zahlreicher und detaillierter die Muster sind, desto leichter ist es für den Träger, sie zu erkennen.


Eine größere Oberfläche bedeutet mehr Pixel

Das Implantat der EPFL besteht wie herkömmliche Implantate aus einer Reihe von Pixeln, einer Brille und einer Kamera - aber ohne Drähte. Es hat auch eine größere Oberfläche, um das Gesichtsfeld zu erweitern und die Bildqualität zu verbessern. Die Vergrößerung bedeutet auch, dass mehr retinale Zellen durch die photovoltaischen Pixel stimuliert werden. "Dies wird das Blickfeld erweitern", sagt Laura Ferlauto, Wissenschaftlerin am LNE.
"Existierende Implantate stimulieren nur Zellen in der Mitte der Netzhaut."
Naïg Chenais, eine Doktorandin im Labor, fügt hinzu: "Es bedeutet auch, dass wir die Anzahl der photovoltaischen Pixel erhöhen können, was die Bilder schärfen wird." Das gleiche Bild sieht sehr unterschiedlich aus, je nachdem wie viele Pixel verfügbar sind.


Chirurgische Herausforderungen

Bisher war die Größe von Netzhautimplantaten hauptsächlich durch die Länge des chirurgischen Schnitts im Auge begrenzt. "Der Schnitt muss so klein wie möglich sein, um das Gewebe nicht zu beschädigen", sagt Chenais.
Um diese Hürde zu überwinden, entschieden sich die Forscher für ein extrem flexibles Material. Dadurch kann das Implantat während der Operation gefaltet werden. So kann ein größeres Implantat eingeführt werden, ohne dass der Einschnitt verlängert werden muss. Das Material ist ein transparentes, ungiftiges Polymer, das bereits im medizinischen Bereich verwendet wird. "Da das Polymer flexibel ist, kann sich das Implantat der Krümmung des Auges anpassen und in größerem Kontakt mit den Netzhautganglien stehen", ergänzt Marta Airaghi Leccardi, eine weitere Doktorandin am LNE.


Photovoltaische Pixel und keine Drähte

Die Forscher konnten ihr Implantat drahtlos machen, indem sie die Elektroden durch photovoltaische Pixel ersetzten. Im Gegensatz zu Elektroden erzeugen die solarbetriebenen Pixel selbst einen elektrischen Strom und benötigen keine externe Energiequelle. Das von der Kamera aufgenommene Licht muss daher nicht mehr in elektrische Signale umgewandelt werden. Stattdessen muss es intensiviert werden, um von den photovoltaischen Pixeln erkannt und verarbeitet zu werden. "Die Pixel reagieren nur auf Lichtsignale, die bestimmte Anforderungen an Intensität, Dauer und Wellenlänge erfüllen", sagt Ferlauto. "Natürliches Licht allein ist nicht genug." Ein zweiter Vorteil von photovoltaischen Pixeln ist, dass sie weniger Platz benötigen als Elektroden. Mehr von ihnen können auf das Implantat passen, was sowohl die Sehschärfe als auch das Sichtfeld erhöht.


Erste Ergebnisse

In der ersten Testreihe erwies sich der Prototyp als nicht toxisch und verbesserte das Gesichtsfeld und die Sehschärfe erfolgreich. Der nächste Schritt werden In-vivo- Studien sein, um weitere Faktoren zu untersuchen, z.B. wie sich die Pixel verhalten und wie lange das Implantat hält. "Es wird auch interessant sein zu sehen, wie gut sich Menschen an diese neue Sichtweise anpassen, die anders ist als unsere natürliche Sichtweise", schließt Ferlauto. (Anmerkung der Redaktion: die bisherigen Untersuchungen wurden im Labor bzw. mit isolierten Tieraugen durchgeführt).


Publikation

" Design und Validierung einer faltbaren und photovoltaischen Weitfeld-Epiretinalprothese ", Nature Communications [1], Laura Ferauto (EPFL), Marta JI Airaghi Leccardi (EPFL), Naïg AL Chenais (EPFL), Paola Vagni (EPFL), Michele Bevilacqua (EPFL), Thomas J Wolfensberger (Hôpital Ophtalmique Jules Gonin, Universität Lausanne, Schweiz), , Kevin Sivula
(EPFL) und Diego Ghezzi (EPFL).


Projektförderung

Diese Studie wurde von der Europäischen Kommission (EU-Projekt 701632,
https://cordis.europa.eu/project/rcn/200960_de.html) , der Fondation Pierre Mercier pour la science und der Velux Stiftung (Projekt 1102) finanziert.


Quelle: École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) [2]



Links aus diesem Beitrag:
[1] https://www.nature.com/articles/s41467-018-03386-7
[2] https://actu.epfl.ch/news/a-retinal-implant-that-is-more-effective-against-b/

Feuchte AMD: Neuer Therapieansatz mit Stammzellen-Pflaster28.03.2018

Feuchte AMD: Neuer Therapieansatz mit Stammzellen-Pflaster

Eine Kunststoffmembran, die mit retinalen Pigmentepithelzellen besiedelt wurde, hat nach einer Einpflanzung unterhalb der Netzhaut (in den subretinalen Raum) bei 2 Patienten im fortgeschrittenen feuchten Stadium einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) die Sehfähigkeit soweit verbessert, dass sie wieder in der Lage sind zu lesen. Die Therapie hat sich laut dem Bericht in Nature Biotechnology (2018; doi: 10.1038/nbt.411) [1] als sicher erwiesen, auch wenn es im ersten Jahr zu mehreren Komplikationen kam.

Der PRO RETINA-Newsletter berichtete über den Beginn dieser Experimente im September 2015: AMD: Experimentelle Stammzell-Therapie in England. [2]

Augenkrankheiten sind in den letzten Jahren zum Experimentierfeld für neue Therapieansätze wie der Gentherapie oder der Stammzelltherapie geworden. Das Auge ist hierfür geeignet, da es vom Rest des Körpers gut abgegrenzt ist, was das Risiko von systemischen Komplikationen senkt. Das Auge ist für operative Eingriffe gut erreichbar und die Ergebnisse lassen sich relativ einfach beurteilen.

Während Gentherapien teilweise erfolgreich waren, blieben der Stammzelltherapie Enttäuschungen nicht erspart. In den USA erlitten zuletzt
3 Frauen nach einer vermeintlichen Stammzelltherapie der AMD einen schweren Sehverlust. In Japan blieben Forscher mit einem ernsthaften Versuch einer Stammzelltherapie ebenfalls erfolglos. Britische Forscher scheinen jetzt mehr erreicht zu haben.

 

Neuer Therapieansatz mit Stammzellen-Pflaster

Am Moorfields Eye Hospital in London wurden 2 Patienten mit fortgeschrittener feuchter AMD mit einem „Patch", eine Art "Pflaster" versorgt, das die Funktion der Netzhaut wieder herstellen soll. Der „Patch“ besteht aus einer dünnen Membran aus Polyester. Sie wurde im Labor mit etwa 100.000 retinalen Pigmentepithelzellen (RPE) besiedelt, die zuvor aus Stammzellen hergestellt worden waren.

Die RPE hatten, wie Lyndon da Cruz vom University College London und Mitarbeiter jetzt berichten, einen Zellrasen gebildet, bei dem sich alle Zellen so ausgerichtet hatten, wie dies auch in der normalen Netzhaut der Fall ist. Der Verlust der RPE gehört zu den frühen Folgen der AMD, die in der Macula lutea, dem Ort des schärfsten Sehens, am stärksten ausgeprägt ist. Eine der ersten Folgen der Erkrankung ist der Verlust der Lesefähigkeit.

 

Studiendetails

Auch die beiden ersten Patienten einer klinischen Phase-1-Studie (Sicherheitsstudie), an der insgesamt 10 Patienten teilnehmen sollen, konnten vor der Therapie Buchstaben kaum oder gar nicht mehr entziffern, weil die Makuladegeneration zum Verlust des scharfen Sehens geführt hatte.

Beide Patienten wurden bereits Ende 2015 am Moorfields Eye Hospital in London behandelt, nachdem die vorbereitenden Studien an Zellkulturen keine Hinweise auf eine Tumorbildung durch die Stammzellen ergeben hatten und die Augenchirurgen die Operationstechnik an Schweinen geprobt hatten.

Die Operation wurde mit einem speziellen Werkzeug durchgeführt, das die exakte Platzierung des 4 mal 6 Millimeter großen Patches in den subretinalen Raum exakt hinter der Makula erlaubt. Wie üblich in solchen Fällen wurde nur ein Auge behandelt.

Kontrolluntersuchungen mittels der optischen Kohärenztomographie (OCT) zeigten gleich nach der Operation, dass der Patch bei beiden Patienten an der vorgesehenen Stelle implantiert wurde (auch wenn sich an einigen Rändern das alte RPE vor das Implantat geschoben hatte). Die Mikroperimetrie ergab, dass die Netzhaut an der Stelle des Implantates Signale empfing, und in einer Fluoreszenzangiographie war zu erkennen, dass die Region mit Blut versorgt wird.

 

Hoffnungsvolle Zwischenergebnisse

Das wichtigste Ergebnis war jedoch, dass sich die Sehstärke der beiden Patienten deutlich verbesserte und diese Verbesserung offenbar bestand hat.
12 Monate nach der Operation hat sich der Visus auf der Sehtafel
(ETDRS-Chart) bei beiden Patienten verbessert. Auch die Lesegeschwindigkeit im MNRead-Test hat sich bei beiden Patienten verbessert. Der Pressemitteilung zufolge kann einer der beiden Patienten heute wieder Zeitung lesen, wozu er vor der Operation nicht in der Lage war.

 

Die Behandlungen blieben jedoch nicht ohne Komplikationen

Es traten 3 schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auf, die laut da Cruz jedoch nicht mit dem RPE-Patch zusammenhingen. Das erste war die Freilegung der Naht eines Fluocinolon-Implantats, das der erste Patient zwecks einer Immunsuppression erhalten hatte. Dies machte eine Operation erforderlich. Die anderen beiden Komplikationen traten beim zweiten Patienten auf: Bei ihm kam es einmal zu einer Verschlechterung des Diabetes, ausgelöst durch eine Immunsuppression (zur Vermeidung von Abstoßungsreaktionen). Die zweite Komplikation war eine Netzhautablösung, die allerdings das Implantat nicht gefährdete und konservativ behandelt werden konnte.

 

Künftige Planungen

Die Forscher wollen das Projekt, das von einem Pharmakonzern gesponsert wurde, fortsetzen. Wenn alles gut geht, könnte die Behandlung bereits in 5 Jahren angeboten werden, hieß es. Die Forschung wurde im Rahmen des „London Project to Cure Blindness“ durchgeführt, dessen Ziel die Entwicklung von neuen Methoden zur Behandlungen der AMD und anderer derzeit nicht heilbarer Augenkrankheiten ist.

 

Weitere Informationen und Links zum Thema

* Abstract der Studie; [3]
* Pressemitteilung des Moorfields Eye Hospital; [4]
* London Project to Cure Blindness; [5]
* Registrierung der Studie; [6]
* Hintergründe zur Studie; [7]

Quelle: aerzteblatt.de vom 20.03.2018; [8] kurier.at vom 20.3.2018 [9]

 

Links aus diesem Beitrag:
[1] https://www.nature.com/articles/nbt.4114
[2] https://www.pro-retina.de/newsletter/2015/amd-experimentelle-stammzell-therapie-in-england
[3] http://nature.com/articles/doi:10.1038/nbt.4114
[4] https://www.moorfields.nhs.uk/news/successful-trials-new-treatment-moorfields-fight-against-sight-loss
[5] http://www.thelondonproject.org/
[6] https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT01691261
[7] https://www.moorfields.nhs.uk/londonproject
[8] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/91925/AMD-2-Patienten-koennen-dank-Stammzell-Pflaster-wieder-lesen
[9] https://kurier.at/wissen/gesundheit/altersbedingte-makuladegeneration-netzhautzellen-erstmals-aus-stammzellen-gezuechtet/400008045

Gentherapie: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit21.03.2018

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit (von Juliette Irmer)


=> Die Geschichte der Gentherapie ist voller Höhenflüge und Rückschläge
=> Doch nun scheint ein Wendepunkt erreicht

2015 ist Hassan sieben Jahre alt und dem Tode nahe. Er leidet an einer seltenen Hauterkrankung, der Schmetterlingskrankheit: Sie macht seine Haut so empfindlich wie die Flügel der Insekten. Aufgrund eines Genfehlers fehlt ein Teil des Proteins Laminin-332, das die obere mit der unteren Hautschicht verankert. Als er in die Bochumer Kinderklinik eingeliefert wird, sind 60 Prozent seiner Hautoberfläche zerstört und seine Eltern treffen eine Entscheidung, die ihm das Leben rettet: Gemeinsam mit Kollegen aus Italien wagen die Bochumer Ärzte eine Gentherapie als Heilversuch. Sie isolieren Stammzellen aus Hassans Haut, schleusen das intakte Gen ein und züchten neue, gesunde Haut, die sie dem Jungen in drei Operationen transplantieren – insgesamt 0,85 Quadratmeter. Heute führt Hassan ein weitgehend normales Leben.

Seit dem ersten Gentherapie-Versuch vor fast 30 Jahren hat es immer wieder erstaunliche Erfolge, aber auch Rückschläge und einige Todesfälle gegeben.
In diesem Zeitraum führten Forscher 2597 Studien zu Gentherapien durch.
Jedes Jahr kommen gerade mehr als 100 neue hinzu. Viele blieben im Versuchsstadium stecken, immerhin aber wurden in Europa seit 2012 vier Gentherapeutika zugelassen. Allein im Jahr 2017 ließ die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA drei gentherapeutische Arzneimittel zu. Wird also der Wunschtraum Gentherapie nun endlich wahr?


Die Tücken der Gentherapie

Die Idee hinter einer Gentherapie ist bestechend einfach: Vielen Krankheiten liegt ein einziger Genfehler zugrunde, der das entsprechende Protein funktionslos macht. Ersetzt man das fehlerhafte Gen durch ein intaktes, versetzt man die Zellen wieder in die Lage, das Protein korrekt zu produzieren. Die Devise lautet also heilen statt lindern, denn man beseitigt die Ursache der Erkrankung. "Das ist ungefähr so, als würde man einem Buch, in dem ein Druckfehler ist, einen Zettel beilegen mit den korrekten Worten und so die fehlerfreie Information hinzufügen", erklärt Bernd Wissinger, Leiter des Molekulargenetischen Labors des Forschungsinstituts für Augenheilkunde der Universität Tübingen.

Die Umsetzung in die Praxis hat allerdings ihre Tücken. Eine wirklich harte Nuss ist bis heute der Transport eines intakten Gens in die entsprechenden Zellen. Schon früh kam man auf die Idee, Viren als "Gentaxi" zu nutzen, denn sie sind Spezialisten, wenn es darum geht, Zellen mit Erbgut zu infizieren:
Sie integrieren ihre eigenes Erbgut in das der Wirtszellen, um sich dann auf deren Kosten zu vermehren – ein Mechanismus, den sie in Jahrmillionen perfektioniert haben. Allerdings hatten ihre Wirte genauso lange Zeit, um sich gegen die Virenangriffe zu wappnen.

Injiziert man also virale Gentaxis, auch Vektoren genannt, in den Körper, bleibt das nicht unbemerkt. Auch nicht, wenn es sich um "entschärfte" Viren handelt, die sich nicht mehr vermehren und keine Krankheiten mehr auslösen.
Vielmehr lösen auch diese harmlosen Viren sofort eine Immunreaktion aus – und der größte Teil von ihnen wird beseitigt. Um also eine ausreichend große Zahl von Zellen mit einer intakten Genkopie zu versorgen, müssen Ärzte mehrere Billionen Viren einsetzen – eine Virenlast, die der Körper im schlimmsten Fall nicht verkraftet.

So geschehen bei Jesse Gelsinger, dessen Schicksal bis heute einen Schatten auf die Geschichte der Gentherapie wirft. Der 18-Jährige hatte an einer leichten Form einer erblich bedingten Stoffwechselstörung der Leber gelitten und sich 1999 freiwillig für eine Gentherapie-Studie gemeldet. Vier Tage nach dem Versuch, sein Leiden durch ein intaktes Gen zu heilen, starb der junge Mann, weil sein Immunsystem aufgrund der Virenschwemme kollabierte.


Das Problem der Vektoren

Mediziner müssen bis heute mit einem weiteren, gewaltigen Haken leben:
Niemand kann exakt vorhersagen, wo das Korrekturgen sich ins Erbgut einklinkt, was fatale Nebenwirkungen haben kann: Zwischen 2006 und 2009 gelang es zum Beispiel, zehn Kinder mit einer angeborenen, schweren Immunschwäche erfolgreich zu behandeln. Erst nach einigen Jahren zeigten sich verheerende Nebenwirkungen: Sieben der zehn Kinder hatten Blutkrebs entwickelt. Die Viren hatten das fehlerfreie Gen stabil ins Erbgut eingebaut.
Die Symptome der Krankheit verschwanden. Beim Einbau wurden aber offenbar Gene aktiviert, die eine Krebsentstehung förderten. Immerhin: Die heute verwendeten Gentaxis verändern das benachbarte Erbgut so wenig, dass das Leukämierisiko nicht mehr so hoch ist.

Eine andere Möglichkeit, das Risiko zu umgehen, ist die Verwendung einer anderen Virengruppe, der sogenannten adeno-assoziierten Viren. Diese transportieren ein Gen zwar in den Zellkern, klinken sich aber nicht in das Erbgut ein. Den Vorteil erkauft man sich mit dem Nachteil, dass die genetische Korrektur womöglich nicht von Dauer ist.


Neue Genfähren: sicherer und treffgenauer

Die im Dezember 2017 in den USA zugelassene Gentherapie Luxturna nutzt ein solches Virus und dient der Behandlung einer schweren Augenerkrankung.
Betroffene erblinden oft schon als Kinder, weil eine Genmutation im Gen
RPE-65 die Netzhaut zerstört. Ärzte spritzen Patienten Luxturna direkt ins Auge, wo das Gentaxi eine intakte Version des betreffenden Gens in die Netzhaut transportiert. "Es ist keine Heilung, die hier erzielt wird – aber es gab eine klare, für den Patienten relevante Verbesserung, die dann hoffentlich auch anhält", so Wissinger, der kürzlich eine eigene Gentherapie-Studie zu einer erblich bedingten Augenerkrankung beendet hat.
Seine Patienten leiden an Achromatopsie, sie erkennen keine Farben und sehen stark verschwommen. "Die Patienten haben die Therapie gut vertragen.
Ermutigend ist auch, dass einige der Patienten sich zum Teil gerne das zweite Auge ebenfalls behandeln lassen wollen", so Wissinger.

Allerdings existieren auch beim Einsatz dieser vermeintlich sicheren Viren
Unwägbarkeiten: Im Januar wurde eine Studie veröffentlicht, die von massiven Nebenwirkungen bei Affen und Schweinen berichtet, nachdem den Tieren eine extrem hohe Dosis der Viren intravenös verabreicht worden war – eine so hohe Konzentration ist nötig, um Krankheiten des Muskel- oder Nervensystems zu kurieren.


Hilfe zur Selbsthilfe: Hochgerüstete Eigenabwehr

Spektakuläre Fortschritte hat es in den vergangenen Jahren bei der Behandlung bestimmter Krebsarten gegeben. "Vor allem Therapien mit CAR-T-Zellen haben sich in klinischen Studien bei der Behandlung von Leukämien und Lymphomen als sehr wirksam erwiesen", sagt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, zu dessen Kernaufgaben die Bewertung biomedizinischer Arzneimittel gehört. In den USA wurden 2017 zwei CAR-T-Zelltherapien, Kymriah und Yescarta, zur Behandlung von Leukämien zugelassen, die Einführung in Europa steht bevor.

Ziel dieser Therapie ist die gezielte Vernichtung von Krebszellen mit Hilfe körpereigener T-Zellen, den Hauptakteuren der Immunabwehr. Anders als bei anderen Gentherapien wird hier kein Gendefekt korrigiert, sondern ein zusätzliches Gen hinzugefügt. Dieses verändert die T-Zellen so, dass sie auf ihrer Oberfläche eine Art Puzzlestück produzieren: Wenn die so veränderten T-Zellen dann durch den Körper patrouillieren und das Puzzlestück sein Gegenstück auf der Oberfläche einer Krebszelle findet, leitet das die Zerstörung der Tumorzelle ein.

Die CAR-T-Zelltherapie löst damit ein Grundproblem der Krebstherapie:
Krebszellen lernen im Laufe der Zeit, sich für das Immunsystem unsichtbar zu machen. Die per Gentherapie veränderten T-Zellen enttarnen sie und machen sie wieder angreifbar. Eine Ikone dieser Therapie ist Emily Whitehead, die im Alter von sechs Jahren mit einer nicht behandelbaren Leukämie diagnostiziert wurde und seit nunmehr sechs Jahren krebsfrei ist.

Allerdings darf auch das Vorzeigebeispiel nicht darüber hinwegtäuschen, dass die CAR-T-Zelltherapie zum Teil massive Nebenwirkungen hat. Denn: "Mit CAR-T-Zellen wird ein sehr potenter Mechanismus genutzt, der zu einer wirksamen Therapie, aber auch zur Entgleisung des Immunsystems und ohne Gegenmaßnahmen schlimmstenfalls zum Tod führen kann", sagt Cichutek. Zwei Probleme stehen dabei im Vordergrund: Zum einen reagiert der Körper auf die hochaktiven CAR-T-Zellen mit Entzündungsreaktionen, die lebensbedrohlich sein können. Zum anderen greifen die CAR-T-Zellen heftig, aber teilweise unkontrolliert an: Sie eliminieren nicht nur entartete, sondern auch gesunde Zellen.

Bislang eigenen sie sich deswegen besonders als Waffen gegen Krebsarten wie die Leukämie. Denn hier lassen sich durch Kollateralschäden verloren gegangene, gesunde Blutzellen nach der Therapie ersetzen. Bei soliden Tumoren, also Krebsarten wie Brust- oder Lungenkrebs, ist die CAR-T-Zelltherapie bisher weniger erfolgreich. Dennoch sind auch hier etliche klinische Prüfungen angelaufen: Um gesundes Gewebe zu schonen, wollen Forscher mehrere Erkennungsstrukturen, also Puzzlestücke, von Tumorzellen kombinieren.

Enormen Aufwind erhält die Forschung auch durch die Genome-Editing-Verfahren, allen voran CRISPR/Cas. Statt es dem Zufall zu überlassen, wo ein "Korrekturgen" sich ins Erbgut einklinkt, kann man den Ort nun mit Hilfe der Genscheren präzise bestimmen. Ein riesiger Fortschritt, der unliebsame Nebenwirkungen vermeidet. Hinzu kommt, dass man mit Genome-Editing-Verfahren Gene nicht nur hinzufügen oder deaktivieren kann, sondern sie gezielt "reparieren" kann.

Aber auch Genscheren haben ihre Schattenseite. Ab und an schneiden sie daneben, ein Phänomen, das als off-target-Effekt bekannt ist und ebenfalls zu Nebenwirkungen führen kann. "So vielversprechend die Methode ist: Sie steckt noch in den Kinderschuhen. Wir haben noch keine Langzeiterfahrung und wir wissen, dass sich manche Probleme erst nach mehreren Jahren zeigen", sagt Toni Cathomen, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Gentherapie der Universität Freiburg, der mit Hilfe einer Genscheren-Gentherapie Aids heilen möchte. Manche Menschen sind aufgrund einer Mutation im CCR5-Gen, einem Rezeptor, über den HIV in die Zelle eindringt, resistent gegen HIV. Durch das Inaktiveren des CCR5-Gens in Blutstammzellen könnten Patienten ein neues, HIV-resistentes Immunsystem entwickeln. Im Tierversuch war der Ansatz bereits erfolgreich, eine klinische Studie ist für 2019 geplant.

"Durch die intensive Forschungsarbeit der letzten Jahre und eine Vielzahl von Studien verstehen wir die Wirkungszusammenhänge heute viel besser", sagt Cichutek. Derzeit befänden sich elf elf Arzneimittel für neuartige Therapien im europäischen Prime-Verfahren, so Cichutek. Das sei das letzte Stadium der Arzneimittelentwicklung vor Beantragung der Arzneimittelzulassung. Es sei ein Wendepunkt, dass Gentherapeutika in diese Phase der Zulassung gelangen, urteilt der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.


Weitere Herausforderung: Hohe Kosten einer Gentherapie

Während die biologischen Hürden kleiner werden, etwachsen neue Herausforderungen. Die einen sind ethischer Natur, Stichwort "Designerbabys", die anderen monetärer Art: Gentherapien sind extrem teuer. Luxturna etwa kostet 850 000 US-Dollar, Kymriah schlägt mit 475 000 US-Dollar zubuche.
Pharmaunternehmen rechtfertigen die Preise mit hohen Entwicklungskosten.
Zudem hält die Wirkung der Behandlung oft mehrere Jahre, im Idealfall sogar lebenslang. Auf diese Weise könnte im Gesundheitssystem unter dem Strich sogar Geld eingespart werden. Aber: "Die jetzt im Raum stehenden Kosten sind eindeutig zu hoch. Letztlich sollte hier die Politik eingreifen", findet Wissinger. Letztlich braucht es eine gesellschaftliche Diskussion: Was sind uns Gentherapien wert, die Blinde sehend machen, Krebskranke heilen und anderen lebenslange Behandlungen ersparen?


Gentherapie auf einen Blick

Heute existieren viele unterschiedliche Ansätze, um Genfehler zu korrigieren. Bei allen existieren immunologische und/oder genetische Nebenwirkungen. Eine Gentherapie erfolgt in vivo (lateinische für "im Lebendigen"), indem Vektoren das Korrekturgen oder die Genschere in die gewünschten Zellen transportiert; oder ex vivo ("außerhalb des Lebendigen"), indem Ärzte Patientenzellen im Labor gentechnisch verändern und dann zurückführen.

Vektoren: Mit Hilfe von Viren transportiert man ein Korrekturgen in die entsprechenden Zellen. Je nach Zielorgan werden sehr hohe Virenmengen benötigt, um eine ausreichend hohe Zahl von Zellen mit dem Korrekturgen zu versorgen. Das kann zu Überreaktionen der Immunabwehr führen. Hinzu kommt, dass sich das Korrekturgen zufällig ins Erbgut integriert, man kann den Ort nicht bestimmen.

CAR-T-Therapie: Keine klassische Gentherapie. Hier wird T-Zellen ein künstliches Gen hinzugefügt. Das Proteinprodukt, der CAR, spürt Krebszellen auf und leitet ihre Vernichtung ein. Die Methode kann zu einer Entgleisung der Immunabwehr führen.

Genscheren: Mit Genscheren kann man Gene gezielt und kontrolliert
manipulieren: Man kann sie an einem vorher bestimmten Ort einfügen, sie inaktivieren und sie in der Zelle reparieren. Fehlschnitte in der DNA können ebenfalls zu unerwünschten Nebenwirkungen führen.

Verpassen Sie nicht den Anpfiff!21.03.2018

Die Heidelberg Engineering Academy lädt Sie herzlich eine Woche vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft zu den Interdisziplinären Heidelberger Kompetenztagen Auge am 08.-09.06.2018 nach Heidelberg ein.

 

Freuen Sie sich auf interdisziplinäre Vorträge und anregende Diskussionen mit kompetenten Referenten, auch aus anderen Fachbereichen wie Humangenetik, Kardiologie, Diabetologie, Mikrobiologie und Neurologie.

 

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Patientensymposium „Netzhautdegenerationen – Ein- und Ausblicke“ im Rahmen der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD)12.03.2018

PRO RETINA Deutschland e.V., Selbsthilfevereinigung für Menschen mit Netzhautdegeneration, schlägt mit einem Patientensymposium im Rahmen der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) in Düsseldorf die Brücke zwischen Ärzten und Betroffenen.


Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft? – sind die Fragen, die führende Wissenschaftler und Ärzte in ihren Vorträgen Patient/innen mit einer Netzhautdegeneration beantworten möchten. Der Fokus liegt auf aktuellen Therapiemöglichkeiten und deren Entwicklung. In Deutschland leiden ca. 80.000 Menschen an einer Netzhautdegeneration. Um einen Beitrag zur Entwicklung wirksamer Therapien zu leisten, engagiert sich die PRO RETINA über ihre Stiftung in der Forschungsförderung.


Mit ihrem einzigartigen Patientensymposium möchte PRO RETINA im Rahmen des Kongresses Betroffene mit Forschern und Augenärzt/innen zusammenbringen. „Der gegenseitige, ausführliche Austausch zwischen Ärzt/innen und Patient/innen kommt im Praxisalltag häufig zu kurz.“, so Ute Palm, selbst betroffen und seit Jahren aktiv im Vorstand der PRO RETINA, „PRO RETINA versteht sich als Vermittlerin zwischen Ärzt/innen und Patient/innen, um Betroffene auf dem aktuellen Stand der Forschung und die Entwicklung von Therapien zu halten und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Fragen an führende Fachleute zu stellen.“


Weitere Informationen zu PRO RETINA Deutschland e.V. und das Programm finden Sie unter: //www.pro-retina.de/seminare/2018/patientensymposium-aad-nr-682018.


Ort und Zeit der Veranstaltung:
Dienstag, 13. März 2018, 10:00 bis 12:00 Uhr
Congress Center Düsseldorf, Eingang Süd, Raum 03

Stargardt-Krankheit: 6 Millionen Euro für klinische Studie01.03.2018

EU-Förderung für Medikamentenentwicklung zur Therapie der Stargardt-Krankheit

Das EU-Programm „Horizont 2020“ fördert die Durchführung einer klinischen Wirksamkeitsstudie mit dem Wirkstoff Remofuscin zur Behandlung der Stargardt-Krankheit. Remofuscin wurde von dem biopharmazeutischen Unternehmen Katairo  in der BioRegion STERN aus Tübingen entwickelt. Nun erhält die Katairo GmbH gemeinsam mit einem europäischen Konsortium sechs Millionen Euro für die weitere Forschung.


Stargardt-Krankheit

Die Stargardt-Krankheit ist eine genetisch bedingte Form der Makuladegeneration und führt bereits bei jungen Menschen zu einem starken Sehschärfeverlust und zentralen Gesichtsfeldausfällen, die zu erheblichen Schwierigkeiten beim Fixieren und Sehen von Details, also vor allem beim Lesen und Erkennen von Personen führen. Der Randbereich des Gesichtsfelds ist in den meisten Fällen nicht betroffen.

Ursächlich ist die Anreicherung von Lipofuszin in den Zellen des retinalen Pigmentepithels, einer speziellen Zellschicht der Netzhaut, um den Bereich der Makula. Lipofuszin ist ein Abfallprodukt das beim Sehvorgang entsteht.
Wird es vermehrt gebildet oder kann es nicht korrekt abtransportiert werden, lagert es sich in den Zellen ab und führt langfristig zu deren Funktionsverlust und Absterben. In Deutschland leben schätzungsweise 8.000 Betroffene.


Wirkstoff Remofuscin mit Orphan-Drug-Status

Der Wirkstoff Remofuscin ermöglicht es, angelagertes Lipofuszin aus den Zellen zu entfernen und dadurch das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten.
Remofuscin gilt als ein aussichtsreicher Wirkstoff für die Behandlung der Stargardt-Krankheit und der trockenen Altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Daher hat er bereits 2013 den “Orphan-Drug-Status” erhalten. Als “Orphan” – englisch für “Waisenkind” – werden seltene Krankheiten bezeichnet, für die die pharmazeutische Industrie von sich aus kaum Medikamente entwickelt, da die zu erwartenden Umsätze nach betriebswirtschaftlichen Kriterien den Aufwand für Entwicklung und Zulassung in der Regel nicht rechtfertigen. In der Europäischen Union gilt eine Erkrankung als “selten”, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind. In der EU leben etwa 30 Millionen Menschen mit einer von 8.000 seltenen Erkrankungen.

Damit diese Patienten trotzdem bestmögliche Behandlung erfahren, erhalten Unternehmen, die sich der Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln für seltene Krankheiten verschreiben, besondere Unterstützung.


Finanzielle Förderung für eine klinische Studie mit Remofuscin

Gemeinsam mit einem Konsortium aus sechs europäischen Partnern erhält die Katairo GmbH nun eine Förderung aus dem Horizont 2020-Programm der Europäischen Kommission in Höhe von sechs Millionen Euro. Damit soll die Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments Remofuscin an Stargardt-Patienten getestet werden. “Wir freuen uns über die Möglichkeit, Remofuscin in einer klinischen Machbarkeitsstudie zu testen”, sagt Wolfgang Klein, Geschäftsführer von Katairo. “Die Entwicklung unseres Medikaments hat damit eine entscheidende Phase erreicht. Wenn die Ergebnisse auf dem Tisch liegen, können wir, unsere Partner, Forscher weltweit und – am wichtigsten – die betroffenen Patienten sehr viel besser einschätzen, ob die Hoffnungen, die wir in Remofuscin setzen, berechtigt sind.”

Unter den Partnern sind neben der Augenklinik der Universität Tübingen, die gleichzeitig als Projektkoordinator fungiert, Augenkliniken aus Großbritannien, den Niederlanden und Italien, sowie ein Forschungsdienstleister aus Norwegen vertreten.

“Wir freuen uns, das Remofuscin-Progamm zur Stargardt-Krankheit unterstützen und umsetzen zu können”, sagt Prof. Carl Hoyng, koordinierender Studienleiter von der Radboud Universitätsklinik in den Niederlanden. “Das Potenzial des Medikaments geht über die bestehenden Ansätze hinaus. Bisher hat man versucht, die Menge des Lipofuszins konstant zu halten. Remofuscin hat in vorklinischen Studien gezeigt, dass es Lipofuszin abbauen kann. Daraus könnte ein großer Nutzen für die Patienten entstehen.”




Quellen:

tixio.de vom 15.02.2018 [1]
BioRegio STERN vom 14.02.2018 [2]
Nachrichten.net [3]
RS Aktuell vom 15.02.2018 [4]



Links aus diesem Beitrag:
[1]
https://www.tixio.de/40008-stargardt-krankheit-6-millionen-fuer-klinische-studie.html
[2]
http://www.bioregio-stern.de/de/aktuelles/pressemitteilungen/stargardt-krankheit-6-millionen-fuer-klinische-studie
[3]
https://www.nachrichten.net/details/33653017/Stargardt_Krankheit_6_Millionen_f%C3%BCr_klinische_Studie.html
[4]
https://www.rs-aktuell.net/29680-stargardt-krankheit-6-millionen-fuer-klinische-studie.html

Optos Lunchsymposium auf der AAD21.02.2018

Die optomap Ultra-Weitwinkel Bildgebungstechnologie ermöglicht Aufnahmen bis jenseits der Vortexgefäße in weniger als einer halben Sekunde und bietet die einzige 200° Ansicht mit nur einer Aufnahme. Treffen Sie Experten zum Thema „Einfluss der Ultra-Weitwinkel Bildgebung auf die Patientenversorgung und Praxiseffizienz“ zu unserem Lunchsymposium auf der AAD:

 

Univ.-Prof. Dr. Antonia Joussen – Differenzialdiagnostisches Quiz peripherer Netzhauterkrankungen

 

Dr. med. Hakan Kaymak – Ultra-Weitwinkel Bildgebung: Die schnellste und effektivste Untersuchung in der Praxis 

 

Prof. Dr. med. M. Kernt - Welche Rolle spielt die Netzhautperipherie bei retinalen vaskulären Erkrankungen? Ultrawidefield Imaging mit optomap

 

PD Dr. med. Armin Wolf - Neue Verständnisse von vaskulären Erkrankungen durch die Ultrawidefield Angiographie

 

Keine Anmeldung erforderlich. Bei Rückfragen können Sie uns gerne unter symposium@optos.com kontaktieren. Um optomap auch in Ihrer Praxis einzusetzen, kontaktieren Sie uns unter 0800 72 36 805, ics@optos.com oder füllen Sie eines unserer Kontaktformulare unter ww.optos.com/de aus und ein Optos Mitarbeiter wird Sie so bald wie möglich kontaktieren.Optos AAD banner.jpg (238 KB)

RICROLIN PLUS - haltbares Riboflavin für alle CXL Methoden16.02.2018

Die Riboflavin Lösung „RICROLIN PLUS“ ist für alle cornealen UV-Crosslinking Methoden zugelassen: mit Epithel-Abrasio, Transepithel (Epi-On) und Iontophorese.

 

Iontophorese verringert die stromale Einwirkzeit deutlich auf 5 Minuten und schafft dadurch einen überlegenen Zeitvorteil gegenüber den herkömmlichen Methoden. Studien belegen ein deutlich tieferes und gleichmäßigeres Eindringen und dadurch bessere Ergebnisse. Die zeitraubende und schmerzvolle Abrasio ist hierbei nicht nötig.

 

RICROLIN PLUS ist nicht rezeptpflichtig. Dadurch gewinnen Sie wertvolle Zeit. Zusätzlich bietet es gegenüber dem Riboflavin aus der Apotheke den unschlagbaren Vorteil einer besonders langen Haltbarkeit von bis zu 24 Monaten.

 

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Mehr Infos erhalten Sie bei b o n unter 0451 / 80 9000 oder auf www.bon.de.

Aktuelle Rechtsprechung zur Kostenerstattung der Femtosekundenlaser-assistierten Katarakt-Operation17.01.2018

Abrechnung

„Zwischenzeitlich haben höchste Verwaltungsbehörden auf Bundes- wie auf Landesebene die aktuelle Rechtsprechung in ihrer Verwaltungspraxis umgesetzt: so etwa die Bundesärztekammer durch die Publikation im Deutschen Ärzteblatt v. 7. August 2017, A 1498, und das Bayerische Staatsministerium der Finanzen durch seine Leitentscheidung v. 25. April 2017, Az.: 25 P 1820-2/169. Aufgrund der Bindung der nachgeordneten Behörden an Recht und Gesetz wird mit der Kostenbestätigung durch die Beihilfestellen des Bundes und der Länder, sowie der Kreise und Kommunen sowie der öffentlichen Verbände zu rechnen sein.

Es besteht ein Konsens der Gerichte und Behörden darüber, dass der femtosekundenlaser-assistierte Linsenaustausch durch die Position 5855 analog GOÄ abzurechnen ist und der Lasereinsatz nicht schon mit der Zuschlagposition 401 GOÄ abgegolten ist. Position 5855 analog GOÄ kann nach allgemeinen Regeln und ohne weiteres mit dem Steigerungsfaktor 1,8 abgerechnet werden und mit einer entsprechenden Begründung bis zum 2,5-fachen Steigerungssatz. Derzeit besteht kein Anlass, von der bisher praktizierten Praxis und Abrechnung abzuweichen. Im Gegenteil – sie hat sich als richtig und belastbar erwiesen.“

RA Michael Zach/27.10.2017

 

Studie

„Zwei neue Publikationen zeigen, dass die Femtosekundenlaser-assistierte Katarakt-Operation insbesondere bei harten Linsen vorteilhaft ist. In beiden Studien zeigte die Femto-Gruppe einen signifikant kleineren Verlust an Endothelzellen der Hornhaut als bei der klassischen Phakoemulsifikation. Dies führte zu einer schnelleren visuellen Rehabilitation. Die Femtosekundenlaser-assistierte Katarakt-Operation scheint insgesamt schonender für die intraokulären Strukturen zu sein, dies gilt insb. bei härteren Linsenkernen.“

  1. Comparison of Corneal Endothelial Cell Loss Between Two Femtosecond Laser Platforms and Standard Phacoemulsification.
    Al-Mohtaseb Z, et al.. J Refract Surg. 2017 Oct 1;33(10):708-712.
  2. Clinical outcomes of femtosecond laser-assisted cataract surgery versus conventional phacoemulsification surgery for hard nuclear cataracts. 
    Chen X, et al. J Cataract Refract Surg. 2017 Apr;43(4):486-491.

 

Urtreil

„Schon bisher hat die Rechtsprechung unwidersprochen, einheitlich und ausnahmslos die medizinische Notwendigkeit des Femtosekundenlasereinsatzes im Rahmen des Linsenaustausches bestätigt (jeweils betreffend Katarakt: Amtsgericht Köln, Urt. v. 12.01.2015, 146 C 186/13; Verwaltungsgericht Düsseldorf, Beschl. v. 24.06.2015, 26 K 4701/14; Amtsgericht Reutlingen, Urt. v. 26.06.2015, 5 C 1396/14; Verwaltungsgericht München, Urt. v. 08.12.2016, M 17 K 16.483; Landgericht Köln, Beschl. v. 09.11.2016, 23 O 251/16; Verwaltungsgericht Köln, Urteile v. 10.11.2016, 1 K 3094/16 und vom 1 K 4550/16; Verwaltungsgericht Koblenz, Urt. v. 03.02.2017, 5 K 950/16.KO; Verwaltungsgericht Köln, Urt. v. 15.03.2017, 1 K 7565/16). Im Rahmen der letztgenannten Entscheidung war der Femtosekundenlaser Ziemer Z8 zur Anwendung gelangt und sein Einsatz war als medizinisch notwendig bestätigt worden.“

RA Michael Zach/27.10.2017

25 Jahre Optos 12.12.2017

Optos — Sehkraft und allgemeine Gesundheit erhalten — unsere Mission seit 25 Jahren

 

In diesem Jahr feierte Optos sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Dies ist eine gute Gelegenheit, den zurückgelegten Weg Revue passieren zu lassen. Alles begann, als Douglas Anderson, unser Gründer, ein patientenfreundliches Produkt auf den Markt brachte. Mit diesem war es erstmals möglich, ein digitales Weitwinkelbild der Netzhaut mit nur einer einzigen Aufnahme zu erstellen. Den Anstoß für diese Mission hatte sein junger Sohn Leif gegeben. Denn trotz regelmäßiger Augenuntersuchungen hatte der Arzt keine Möglichkeit, Leifs gesamte Netzhaut zu untersuchen. So blieb eine periphere Netzhautablösung unentdeckt und Leif erblindete schließlich auf einem Auge. Seit diesem Zeitpunkt ist es unser Anliegen, Sehvermögen zu erhalten und Leben zu retten. Diese Ziele sind fest in unserer Firmenkultur verankert und ein wesentlicher Eckpfeiler unserer Vision, “The Retina Company” zu sein.

 

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Auch mit 12.000 installierten Geräten, tausenden von Peer-Review-Studien und Artikeln sowie mehr als 60 Millionen Patienten, die optomap® erhalten haben, ruhen wir uns nicht auf unseren bisherigen Erfolgen aus. Weiterhin setzen wir neueste Technologien zur Entwicklung und Herstellung neuer Produkte und Software ein, die dazu beitragen, optomap als Versorgungsstandard in der Augenheilkunde zu etablieren.

 

Anlasslich unseres 25-jährigem Jubiläum haben wir unsere neue deutschsprachige Webseite geschalten. Diese können Sie unter www.optos.com/de abrufen und enthält aktuelle Events auf denen Sie Optos treffen können, sowie Erfahrungen unserer Kunden.

Treffen Sie Optos vom 12 - 14.01.2018 auf der opti am Stand C4.52904.12.2017

Meet the Expert-Vorträge auf der Opti in München | Stand C4.529 | periphere Netzhautuntersuchung

Termin: 12.01.18 und 13.01.18 um 13 Uhr

 

Am Freitag den 12. und Samstag den 13.01. wird Herr Wolfgang Cagnolati (DSc, MSc, FCOptom, FAAO) jeweils um 13:00 Uhr eine Präsentation an unserem Stand halten.

 

Der Vortrag widmet sich der peripheren Netzhautuntersuchung und diskutiert in diesem Zusammenhang einige zentrale und periphere Netzhautbefunde, welche mittels der optomap Ultra-Weitwinkel Scanning Laser Ophthalmoskopie im Zuge einer optometrischen Untersuchung ermittelt wurden.

 

Herr Cagnolati wird anschließend für Fragen und Einzelgespräche an unserem Stand zur Verfügung stehen.

 

Zum Firmenindex der Optos GmbH Deutschland

E-Eye — Neue Behandlung des trockenen Auges mit IRPL®- Technologie21.11.2017

Mit der zertifizierten E-Eye-Behandlung für die Ophthalmologie kann erstmals die Ursache des trockenen Auges komplett schmerzfrei und anhaltend therapiert werden. Das dabei eingesetzte Gerät, das E-Eye, ist ein Generator von polychromatischem Pulslicht, mit dem perfekt kalibrierte und homogene Lichtpulsfrequenzen erzeugt werden können. Durch diese neue IRPL® (Intense Regulated Pulsed Light) – Technologie werden die die Meibomschen Drüsen stimuliert und die Sekretbildung wird wieder aufgenommen.  Der Tränenfilm erhält seine normale Struktur und die mit der Austrocknung der Augenoberfläche verbundenen Symptome verschwinden. Klinische Studien zeigen, dass 90% der Patienten nach den ersten beiden Behandlungssitzungen eine deutliche Besserung wahrnehmen.

 

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     Technische Merkmale:

     Technologie: IRPL® (Intense Regulated Pulsed Light)

     Maße (L x B x H): Max. 345 x 320 x 440 mm

     Gewicht: Max. 11.5 kg

 

     Einfach in der Anwendung, schnell und perfekt integrierbar.

     • Startklar innerhalb weniger Sekunden

     • Keine Vorlaufzeiten

     • Kompaktes, mobiles Design – für jede Praxisgröße

 

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Tumor im Auge: Unimedizin nimmt 500. Bestrahlung vor21.11.2017

Rostock/Kröpeliner-Tor-Vorstadt – Krebs ist eine lebenseinschneidende Diagnose. Und umso gravierender, wenn dadurch auch das Sehvermögen in Gefahr ist. Das Aderhautmelanom ist ein bösartiger Tumor im Auge, der zu starken Seheinschänkungen führen kann und oft im Körper streut. Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland bietet die Unimedizin Rostock seit mehr als 20 Jahren eine augenerhaltende Behandlung von Aderhautmelanomen mit dem Rutheniumapplikator an. Jetzt gab es den 500. Eingriff dieser Art in der Rostocker Augenklinik.

 

Die Unimedizin ist das Behandlungszentrum für diese Erkrankungen im Nordosten. Die Bestrahlung der bösartigen Krebsgeschwüre nehmen die Augenärzte in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus der Strahlentherapie in der Südstadt vor. Seit 1993 wird diese Therapieform angeboten. Die Aderhaut, eine Schicht unter der Netzhaut des Auges, ist für die Blutversorgung des Augeninneren verantwortlich. Eine Entartung dieses Gewebes führt zum gefürchteten Aderhautmelanom, dem häufigsten Tumor im Auge. Betroffene sorgen sich nicht nur um ihr Sehvermögen – schlimmer noch sind der drohende Verlust des Auges und die lebensgefährliche Streuung des Tumors. „Gerade die Ansiedlung von Tumorzellen in der Leber, aber auch in anderen Organen ist leider kaum mit onkologischen Therapien beherrschbar“, sagt Dr. Vinodh Kakkassery, Oberarzt an der Augenklinik und Spezialist für Tumore am Auge. Daher sei die wirksame Therapie am Auge höchst bedeutsam für die Patienten.

 

Die Entfernung des Auges war lange Zeit bei vielen Patienten die einzige Option. Heute kann das Aderhautmelanom vergleichsweise schonend durch eine Strahlentherapie behandelt werden. Die Therapie an der Augenklinik vereint Chirurgie und Strahlenmedizin. Ein kleines mit dem Element Ruthenium106 beladenes Metallscheibchen wird über chirurgische Nähte auf die äußere Hülle des Auges aufgenäht, sodass ausgehende Betastrahlen die meist nur wenige Millimeter großen Tumore zerstören können. So verringert sich die Gefahr, dass bösartige Zellen in die Leber streuen. Die Chance, das Auge zu erhalten, ohne den Körper sonst mit Strahlen zu belasten, erhöht sich. Die sogenannte Brachytherapie dauert etwa zwei bis sieben Tage, danach kann der kleine Applikator wieder vom Auge entfernt werden. Auf die Behandlung folgt meist eine Wärmebestrahlung von außen.

 

Krebspatienten würden im Rahmen des Onkologischen Zentrums der Unimedizin stets interdisziplinär behandelt, sagt Kakkassery. Die Augenspezialisten arbeiteten eng mit den Kollegen aus der Strahlentherapie, der Hämatoonkologie sowie den niedergelassenen Kollegen zusammen. „Kommunikationsabbrüche in der Tumorversorgung können wir uns nicht leisten. Darunter würde der Patient leiden“, sagt Kakkassery. Das Onkologische Zentrum biete für Patienten mit einem Augentumor neben den erweiterten Möglichkeiten für Diagnose und Behandlung auch eine Betreuung durch Psychoonkologen sowie Unterstützung bei der späteren Reha.

 

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Mit der sogenannten Brachytherapie kann Dr. Vinodh Kakkassery (r.) das Auge des Patienten schonend behandeln.

Vollkasko für Ihre Immobilie | Aktualisieren Sie jetzt den Versicherungsschutz auf die geänderten Wetter- und Klimabedingungen!20.11.2017

Erweiterungen zur Gebäudeversicherung

 

Die drei Grundgefahren Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel hat inzwischen vernünftigerweise fast jeder Hauseigentümer abgesichert. Viele der möglichen Schäden, die zu hohen Kosten führen können, sind so bereits abgedeckt. Viele ältere Gebäude haben zwar noch mangelnde Bedingungswerke, da der Versicherungsschutz einmal abgeschlossen, schnell in Vergessenheit geraten ist. Unser Tipp: prüfen Sie spätestens alle fünf Jahre die Aktualität der Bedingungen.

 

Dennoch bietet diese Drei-Gefahren-Deckung noch viele Angriffspunkte für Schadenereignisse, deren Folgen Sie selbst tragen müssten. Wir möchten Ihnen in dieser und der folgenden Ausgabe gerne aufzeigen, wofür Sie die beiden Deckungserweiterungen „Elementarschäden“ und „unbenannte Gefahren“ benötigen und bei welchen Schadenszenarien deren Deckung greifen würde.



Mehrere Landesregierungen starteten bereits werbliche Versicherungsinitiativen, um Hauseigentümer zur entsprechenden Erweiterung des Versicherungsschutzes anzuregen, da die Schwere dieses Problems erkannt wurde. Man möchte Eigentümer mehr in die Eigenverantwortung nehmen, weshalb die Hilfsfonds für die Opfer von Elementarschäden entsprechend gestrichen wurden. Hilfszahlungen erhält so nur noch, wer sich nicht selbst hätte versichern können.

 

Überschwemmung

Überflutet Oberflächenwasser (z. B. eines stehenden oder fließenden Gewässers) durch starke Witterungsniederschläge (auch Schmelze) Grund und Boden, spricht man im Sinne der Elementar-deckung von einer Überschwemmung. Auch das niederschlagsbedingte Austreten von Grundwasser an der Erdoberfläche kann zu einer versicherten Flut führen.
Bei Überschwemmungen kommt es nicht nur zu Kosten durch direkte Schäden an der Bausubstanz und die Trockenlegung. Vielmehr sind es vor allem die Reinigungskosten, die schwer zu Buche schlagen. Wenn das Wasser abgelaufen ist, bleiben Schlamm und andere Verunreinigungen zurück.

 

Rückstau

Wird eine Ortschaft unter Hochwasser gesetzt, so läuft immer zuerst die Kanalisation voll. Kann sie die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, sieht man dies am Wasser, das aus Gullis hervorquillt. Bei genug Wasser kann der Druck in den Leitungen der Kanalisation hoch genug sein, dass es Wasser durch die Ableitungsrohre zurück ins Gebäude drückt. Dieser Rückstau verursacht Verunreinigungen. Rückstau macht Hochwasser auch für Gebäude in höheren Lagen zu einem Thema, die von einer Überschwemmung selbst geschützt wären.

 

Schneelast

In den letzten Jahren kam es immer wieder zu dem Phänomen, dass die Winter von kurzen, dafür umso heftigeren Schneefällen geprägt waren. Schnee blieb zudem lange liegen und wurde enorm schwer, wenn es zu Tauphasen kam. Vor allem in 2006 versanken viele Gebiete der Republik geradezu im Schnee. Für die Dächer von Häusern waren die Schneemassen eine enorme Belastung, der vor allem Flachdachbauten wie z. B. Garagen und Firmengebäude oft nicht gewachsen waren und nachgaben. Aber auch viele Wohngebäude trugen Schäden an Dach und Schornstein davon.

 

Lawinen

Bei einer versicherten Lawine handelt es sich um Schnee- oder Eismassen, die einen Berghang hinab rauschen.  Auch Schäden durch die von ihr verursachte Druckwelle sind versichert. Ein sich hier anbietendes Schadensbeispiel ist das Ferienhaus in den Bergen, das von einer solchen Lawine weggerissen wird.

 

Erdrutsch

Hänge sind permanent der Erosion durch Wind und Niederschläge ausgesetzt. Kommen die richtigen“Faktoren“ zusammen, verliert der Hang an Festigkeit und gerät ins Rutschen. Schäden, die ein solcher Erdrutsch verursacht, sind im Rahmen der Elementarschadenversicherung mit gedeckt.

 

Erdfall

Im November 2010 tat sich in der Kleinstadt Schmalkalden, Thüringen, mitten in der Nacht ein 40 mal 30 Meter großer Krater auf. Er verschluckte ein Auto, die Straße und eine Garage. Fünf Häuser  wurden damals vorsorglich evakuiert, da ein weiterer Erdfall nicht ausgeschlossen werden konnte. Solche natürlichen Erdabsenkungen kommen vor allem in Karstgebieten immer wieder vor. Karstgebiete sind Landschaften, die sich aufgrund von unterirdischer Entwässerung durch Höhlenbildung, Erdfälle und Wasserschwinden auszeichnen. Erdfall durch natürliche Ursachen sind über die Elementarschadendeckung abgedeckt.

 

Erdbeben

Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere hundert Erdbeben gemessen. Beben der Stärke 4 bis 5 kommen etwa alle 18 Monate vor. Eines der stärksten Beben war wohl das Beben von Roermond im Jahr 1992, das Teile der Niederlande und Deutschlands mit einer Stärke von 5,9 auf der Richterskala erschütterte. Es sorgte für erhebliche Sachschäden z. B. auch am Kölner Dom. Insgesamt wurden die Sachschäden durch dieses Beben alleine in Deutschland auf über 75 Mio. Euro geschätzt. Bereits leichte Beben können Ziegel vom Dach lösen oder Risse in der Fassade verursachen. Auch bei solchen Schäden greift die Elementarschadendeckung.

 

Vulkanausbruch

Über die Fläche Deutschlands sind 53 Vulkane verteilt. Zumindest die Vulkane der Eifel werden nach neueren Forschungsergebnissen als nur schlafend eingestuft. Der letzte größere Ausbruch liegt hier wohl 13.000 Jahre zurück. Die Intervalle zwischen Ausbrüchen sind sehr unterschiedlich. Wichtig ist jedoch, dass man sich darüber im Klaren ist, dass ein Vulkanausbruch in Deutschland grundsätzlich nicht unmöglich ist. Kommt es zum Ausbruch, würde eine Elementarschadendeckung z. B. auch Beschädigungen und Verschmutzungen durch ausgestoßene Asche und Gase übernehmen.

 

Spiel der Elemente

Überschwemmung und Hochwasser sind natürlich die beiden Elementargefahren, die am häufigsten zu Versicherungsfällen führen. Schnell entstehen hier Kosten in mittlerer fünfstelliger Höhe. Gerade bei Überschwemmungen resultieren diese Kosten meist gar nicht so sehr aus echten Beschädigungen am Gebäude, sondern vielmehr aus dem Aufwand, der für Auspumpen, Reinigung und Trockenlegung betrieben werden muss. Die Mühen, die es macht, z. B. einen schlammgefüllten Keller wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen, sollten Sie nicht unterschätzen.

 

Die Welt erfährt einen Klimawandel. Davor kann und darf man die Augen nicht verschließen. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob es sich hier um eine normale zyklische Veränderung handelt, oder der Mensch ihn verursacht hat. Fast einstimmig ist die Expertenmeinung, dass wir uns in den nächsten Jahren auf noch mehr Wetterextreme einstellen müssen. Wir können Ihnen nur wärmstens empfehlen, sich ebenfalls auf das Wetter von morgen einzustellen und sich diese wichtige Deckungserweiterung der Elementarschäden zu sichern.

 

Die drei Grundgefahren in Verbindung mit der Deckungserweiterung um Elementarschäden stellt eine sehr solide Absicherung dar, die einen Großteil der in der Praxis wirklich eintretenden Versicherungsfälle abdeckt. Die bestmögliche Abrundung des Versicherungsschutzes für Ihr Haus erhalten Sie aber nur , wenn Sie sich auch für eine Deckung gegen unbenannte Gefahren entscheiden.


Unbenannte Gefahren – die Vollkasko für das Gebäude !

Diese - zugegeben - schwer greifbare Gefahrengruppe, kommt vom Grundsatz her für Schäden auf, die durch eine Gefahr entstanden, die nicht näher in den Bedingungen benannt wurden. Hier gehen die Versicherer den umgekehrten Weg und schließen nur bestimmte Schadensereignisse vom Versicherungsschutz aus.
Solche Ausschlüsse sind z. B. Krieg, Vorsatz und Kernenergie. In dieser Deckung, die zusammen mit den Grundgefahren und Elementarschäden auch als All-Risk-Deckung bekannt ist, ist jedes Schadensereignis versichert, das nicht ausdrücklich in den Bedingungen eines Versicherers ausgeschlossen wurde.
Durch die große und unbenannte Fülle vieler versicherter Schadensursachen ist diese Form der Deckung für viele Kunden oft nur schwer greifbar. Dazu besteht allerdings keine Veranlassung.

 

Da es unmöglich sein dürfte, auf alle denkbaren Schadensursachen einzugehen, für die Versicherungsschutz bestünde, und diese Deckungserweiterung von Versicherer zu Versicherer auch recht unterschiedlich ausfällt, möchten wir hier nur kurz beispielhaft starken Wind unter Windstärke 8 als versicherte Schadensursache nennen. Unbenannte Gefahren - Versichert gegen (fast) alles mögliche...

 

Der letzte Schliff

Die Erweiterung Ihres Versicherungsschutzes um die unbenannten Gefahren ist der letzte Schliff am Versicherungsschutz für Ihr Haus. Mit diesen Deckungseinschlüssen heben Sie Ihren Gebäudeversicherungsvertrag auf die bestmögliche Stufe. Ob Ihnen ein möglichst hochwertiger Versicherungsschutz wichtig ist, können natürlich nur Sie selbst entscheiden. Bedenken Sie dabei jedoch auch den hohen Wert Ihres Hauses. Für ein neues Auto wählen Sie automatisch auch die Vollkaskoversicherung. Ergibt das dann nicht auch Sinn für Ihr Eigenheim? Wir können nur dazu raten, da viele Schadensereignisse nur mit dieser Deckungserweiterung absicherbar sind. Es kann manchmal eine Kleinigkeit sein, die dafür verantwortlich ist, ob ein Schaden erstattet wird oder nicht. Gehen Sie hier bitte kein Risiko ein!

 

Auch noch wichtig: welche Zahlungen werden im Schadenfall geleistet?

 

Ersetzt wird der Neuwert der zerstörten Sachen wenn eine korrekte Versicherungssummen, oder bei Tarifen nach Wohnfläche, die korrekte Qm-Zahl angegeben wurde.

 

Bei beschädigten Sachen werden die notwendigen Reparaturkosten erstattet.

 

Für den Fall, dass kein Wiederaufbau erfolgt, besteht lediglich Anspruch auf einen Zeitwert.

 

Eine Vielzahl von unterschiedlichen Kosten, die im Zusammenhang mit einem versicherten Schadenfall entstehen, sind (teilweise über die Versicherungssumme hinaus) abgedeckt.

 

Zum Beispiel Aufräum- und Abbruchkosten, Bewegungs- und Schutzkosten sowie Schadenabwendungs- und -minderungskosten.
Auch ein möglicher Mietausfallschaden wird in diesem Zusammenhang ersetzt, soweit dies vereinbart wurde.


Wir hoffen, wir konnten Ihnen hier eine grundsätzliche Vorstellung vermitteln, weshalb die drei Grundgefahren Feuer, Leitungswasser und Sturm evtl. nicht ausreichen, damit Ihnen hohe Kosten durch Schäden an Haus, Garagen und Nebengebäuden erspart bleiben.
Gerne beraten wir Sie, welche Gefahren für Ihr Haus realistisch sind. Wir nehmen uns sehr gerne die Zeit, einen angemessenen Schutz für Ihr Eigenheim aufzustellen.

 

Zum Firmenindex: Falckenberg Financial Services AG

Einmalige Gelegenheit für AMD Betroffene zur kostenlosen Anmeldung im Patientenregister der PRO RETINA 15.11.2017

Zur „AMD Aktionswoche“ vom 18.11. bis 25.11.2017 öffnet die PRO RETINA ihr Patientenregister. In dieser Woche können sich Menschen, die von einer AMD betroffen sind, unabhängig von einer Mitgliedschaft in das Patientenregister aufnehmen lassen.

 

Unbestritten ist die Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) die häufigste Ursache für schlechtes Sehen und Erblinden in den Industriestaaten. Fraglich ist jedoch, ob sie weiterhin als eine Alterskrankheit, die frühestens nach dem 50. Lebensjahr auftritt, definiert werden kann. Wissenschaftler der Mainzer Augenklinik haben kürzlich festgestellt, dass immer mehr unter 50-Jährige von einer frühen Form der AMD betroffen sind.

 

Jetzt haben Betroffene die Möglichkeit effektiv an der Entwicklung von Studien mitzuwirken. PRO RETINA bietet ein Patientenregister für Netzhauterkrankungen an, welches neutral, unabhängig und gleichzeitig überregional ist. „Ich möchte durch meine Teilnahme am Patientenregister der PRO RETINA die Forschung im Bereich der AMD fördern, wovon zukünftige Generationen profitieren können!“ sagt Gretel Schmitz-Moormann, Beraterin der PRO RETINA für AMD Betroffene.

 

Beim Patientenregister handelt es sich um eine Datenbank, in der Mitglieder Daten ihrer Netzhauterkrankung selber erfassen können. Diese sensiblen Patientendaten werden pseudonymisiert und sind nicht auf die einzelnen Personen zurückzuführen. Studienausrichter wenden sich bei der Rekrutierung von Studienteilnehmern zentral an die PRO RETINA, die dann die betroffenen Patienten informiert. Die Teilnahme an der Studie obliegt allein dem Patienten.

 

Mit dem Motto „Trotz alledem! Leben mit der AMD“ veranstaltet die Selbsthilfevereinigung PRO RETINA in  Aachen, Chemnitz, Duisburg und Rostock Patientensymposien. Hier erfahren Betroffene und deren Angehörige, wie wichtig eine Früherkennung dieser Krankheit sein kann. Nähere Informationen zu diesen Veranstaltungen erhalten unter:

http://www.pro-retina.de/aktuelles/seminare-und-symposien

 

Melden Sie sich vom 18.11. bis 25.11.2017  kostenlos unter www.pro-retina.de/patientenregister an. Weitere Informationen erhalten Sie in der Geschäftsstelle unter 0241/87 00 18.

Über 26 Jahre Kompetenz und Kundenzufriedenheit 23.10.2017

JEN-OPHTHALMO steht seit inzwischen mehr als 26 Jahren für Kompetenz und Kundenzufriedenheit in den Bereichen Planung, Einrichtung, Handel und Service für Augenärzte!

 

Bereits im Jahr 1991 gründete Frank Sittig das Unternehmen und bezog ein Jahr später die jetzigen Firmenräume über den Dächern der Lichtstadt. Bekannt ist die Firma insbesondere durch die Untersuchungs- und Refraktionseinheit „MODULA“, die seit 1997 äußert erfolgreich produziert und vertrieben wird. Der Erfolg der Firma sprach sich auch bald außerhalb Deutschland rum, sodass kurz danach ein internationales Vertriebsnetz aufgebaut wurde und im Jahr 2008 die Expansion in neue Produktionsräume in Pößneck anstand.

Ein ganz besonderer Meilenstein markiert das 25. Jährige Jubiläum der Firma im Jahr 2016, zu dem gleichzeitig die 1000. „MODULA hergestellt und ausgeliefert wurde.

 

Seit 01. Oktober 2017 hat der branchenerfahrene Kaufmann Thomas Köhler die Unternehmensnachfolge angetreten.

 

Die Herren Sittig und Köhler arbeiten bereits seit über 20 Jahren partnerschaftlich zusammen.

 

Der Gründer und bisherige Eigentümer Frank Sittig bleit dem Unternehmen noch mindestens 3 weitere Jahre erhalten. Er begleitet die Nachfolge, ist Ansprechpartner für alle Bestandskunden und leitet die Produktion der erfolgreichen Untersuchungseinheit „MODULA“.

 

Getreu unseres Mottos „....Partnerschaft auf lange Sicht“ blicken wir mit unseren Kunden gemeinsam optimistisch und vertrauensvoll in die Zukunft.

Berufsunfähigkeit: Wenn gar nichts mehr geht, sollte die Absicherung nicht fehlen11.10.2017

Die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Sie springt ein, wenn es die Gesundheit nicht mehr erlaubt zu arbeiten. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb so sinnvoll, weil die Erwerbsminderungsrente der Rentenversicherung nur geringe Summen oder gar nicht zahlt. Auch die Versorgungswerke der Ärzte haben ihre Tücken: Eine Berufsunfähigkeitsrente aus dem Versorgungswerk gibt es nur, wenn Ärzte überhaupt nicht mehr im medizinischen Bereich arbeiten können. Selbst eine Tätigkeit in der Verwaltung oder als Gutachter muss ausgeschlossen sein. Das Versorgungswerk zahlt auch nicht, wenn die gesundheitliche Beeinträchtigung nur vorübergehend ist. Hier hilft nur eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Gründe für eine Berufsunfähigkeit können vielfältig sein. Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen haben mit über 30 % als Ursache in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Sie haben die Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates mit zirka 22 % als häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit überholt und auf Platz zwei verdrängt. Krebs und sonstige Erkrankungen sind jeweils mit rund 15 % der Fälle die Ursache dafür, dass jemand nicht mehr arbeiten kann. Unfälle spielen nur in zirka 10 % der Fälle eine Rolle.

 

Wie hoch eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit sein sollte

 

Wir raten hier an, sich zunächst an den monatlichen Fixkosten des Privathaushalts zuzüglich einer ausreichenden Vorsorge für weitere Ansparungen und Anschaffungen des täglichen Lebens zu orientieren. Auch Urlaube und Hobbys sollten berücksichtigt werden. Um die Inflation auszugleichen, sollten Sie eine Dynamik vereinbaren. Dadurch steigt die versicherte Berufsunfähigkeits-Rente jedes Jahr etwas an – allerdings auch die Höhe des Beitrags.

 

Wichtige Details im Vertragstext

 

Wir empfehlen auf die Formulierungen im Vertragstext zu achten, damit der Schutz auch wirklich so greift, wie Sie es im Schadensfall auch erwarten. Man kann dabei auf viele Vergleichstests oder z. B. auf Vergleichssoftware zurückgreifen, die insgesamt über 50 einzelne Vertragsdetails in die Analyse der Bedingungen einfließen lässt. Dabei geht es z. B. um Klarstellungen wie die Infektionsklausel, die Möglichkeit der Nachversicherung, die abstrakte und konkrete Verweisung, die Umorganisation des Arbeitsplatzes, die Auswirkungen einer verspäteten Anmeldung und vieles andere.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung: Kaum zu ersetzen

 

Schließlich sollte man berücksichtigen, dass andere Versicherungen wie eine Unfallversicherung, Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder eine Dread-Disease- Versicherung keinen Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung darstellen. Sie sind in aller Regel keine Alternative. So zahlt die Unfallversicherung nur nach einem Unfall, aber nicht, wenn andere Faktoren zu einer Berufsunfähigkeit führen. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung greift nur, wenn man überhaupt keinen Beruf mehr ausüben kann. Die Dread-Disease-Police schließlich zahlt nur bei den im Leistungskatalog aufgeführten Krankheiten. Auch das ersetzt keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die eine oder andere Versicherung kann aber als Ergänzung durchaus sinnvoll sein. Die Falckenberg Financial Services als Kooperationspartner des BVA erstellt gern ein persönliches Angebot.

 

Falckenberg Financial Services AG
Am Happach 27, 97218 Gerbrunn
Tel +49 (0) 931-46876-0
Fax +49 (0) 931-4687625
joerg.falckenberg@ffsag.de
www.ffsag.de

Usher Syndrom- Eine seltene Hörsehbehinderung04.10.2017

Wussten Sie schon, dass in Deutschland rund 5000 Menschen mit Usher Syndrom leben?

 

Das Usher Syndrom ist eine erblich bedingte Kombination einer Hörbehinderung und einer langsam fortschreitenden Sehbehinderung. Nach der oftmals frühen Diagnose einer Innenohrschwerhörigkeit wird ein fortschreitender Sehverlust durch Retinitis Pigmentosa diagnostiziert. Die PRO RETINA Deutschland e.V. steht diesen Usher Betroffenen als Gesprächspartner mit Rat und Tat zur Seite.

 

Zum Tag der Gehörlosen am 1. Oktober 2017 erscheint durch die PRO RETINA eine Neuauflage des Flyers, der zu diesem Thema informiert. Der Flyer gibt einen Überblick über die Usher Erkrankung, indem die diversen möglichen Symptome ausführlich erklärt und entsprechende Usher Typen sowie der Krankheitsverlauf aufgezeigt werden.

 

Der Flyer kann in der Geschäftsstelle der PRO RETINA kostenlos angefordert werden, wobei eine Spende zur Unterstützung der gemeinnützigen Arbeit der Patientenvereinigung willkommen ist.

 

Weitere Informationen erhalten Sie in der Geschäftsstelle unter

0241/87 00 18 oder unter info@pro-retina.de.

 

Viel Platz und Flexibilität bei der Reinigung und Desinfektion von Instrumenten15.09.2017

Kompakte Geräte jetzt mit großer Aufbereitungskapazität

 

Miele TopNews 450x337px.jpg (70 KB)Platz für acht DIN-Siebschalen und eine Anschlussleiste für sechs Hohlkörperinstrumente bietet der neue Beladungswagen A 207. Neben der erweiterten Kapazität bietet der Wagen noch mehr Beladungskomfort und Flexibilität durch eine Beladungsebene, die sich herausnehmen lässt. Den A 207 hat Miele für seine unterbaufähigen Reinigungs- und Desinfektionsgeräte der Generation PG 85 entwickelt.

 

In den nur 60 beziehungsweise 90 Zentimeter breiten Geräten sorgt der neue Beladewagen für maximale Kapazität bei der Instrumentenaufbereitung. Möglich wird dies durch eine direkte Versorgung des Wagens mit Wasser und Trocknungsluft aus der Rückwand des Gerätespülraums. Beides wird verlustarm zu den Sprüharmen geleitet, so dass die Ressourcen für ein gutes Aufbereitungsergebnis effizient genutzt werden.

 

In den neuen Beladungswagen können auf vier Etagen je zwei DIN-Siebschalen mit chirurgischen Instrumenten wie zum Beispiel Scheren und Klemmen platziert werden. Eine Anschlussleiste für Hohlkörperinstrumente – beispielsweise aus der mikroinvasiven Chirurgie – ist Bestandteil der obersten Ebene und somit leicht zugänglich. Die Anpassung an unterschiedlich hohen Instrumentenbedarf ermöglicht die herausziehbare Ebene, die Kunden einfach aus dem Wagen herausnehmen können: Dadurch entsteht mehr Platz für große Medizinprodukte wie beispielsweise Nierenschalen.

 

Das neue kompakte Aufbereitungssystem von Miele eignet sich besonders für die professionelle Instrumentenaufbereitung in größeren chirurgischen Praxen oder ambulanten OP-Zentren.

 

Zum Produkt

 

Heidelberg Engineering auf der DOG vom 28. September bis 01. Oktober in Berlin15.09.2017

Heidelberg Engineering auf der DOG vom 28. September bis 01. Oktober in Berlin

 

Top News Bild Heidelberg SONLDOG2017.jpg (55 KB)Wir laden Sie herzlich auf einen Besuch an unserem Messestand C.06 im Estrel Hotel ein.

 

Tauschen Sie sich mit den Experten von Heidelberg Engineering aus und profitieren Sie von unseren vielfältigen Weiterbildungsangeboten.

 

Informative Heidelberg Engineering Lunchsymposien

Heidelberg Engineering liefert auch in diesem Jahr wieder zwei informative Lunchsymposien mit vertiefenden Inhalten und Fallbeispielen zu den Themen OCT-Angiografie und MultiColor:

 

 

„OCT-Angiografie für Einsteiger“

Freitag, 29. September, 12:00 – 13:00 Uhr | Saal A

Referenten: Prof. Frank G. Holz | Prof. Antonia Joussen | Dr. Maximilian Pfau | Dr. Dominika Pohlmann

 

„Weitwinkel denken - MultiColor sehen für alle“

Samstag, 30. September, 12:30 – 13:30 Uhr | Saal 3

Referenten: Dr. Sebastian Bemme | Dr. Martin Gliem

 

Interessante Kurzvorträge am Stand C.06

Die klinischen Trainer der Heidelberg Engineering Academy führen Live-Demos an der multimodalen Bildgebungsplattform SPECTRALIS® durch und vermitteln Wissen zu spannenden Themen wie:

  • MultiColor sehen
  • OCT-Angiografie verstehen
  • Ultra-Weitwinkel überblicken
  • Glaukom erkennen

 

Mehr Informationen (externer Link)

DOG 2017 | Hotel Estrel, Berlin | Firmenworkshop | VISUfarma GmbH13.09.2017

DOG 2017 | Hotel Estrel, Berlin | Firmenworkshop | VISUfarma GmbH

Freitag, den 29.09.2017, 14:30 Uhr – 15:45 Uhr, Raum C8

 

Fortbildung

Möglichkeiten von Coenzym Q10 in der unterstützenden Symptombehandlung des Trockenen Auges und Glaukoms

 

Agenda:

14:30 Uhr – 14:50 Uhr
Was sind die Wirkungen von Coenzym Q10?
Hr. Prof. Carl Erb, Berlin

 

14:50 Uhr – 15:10 Uhr
Wie wirkt Coenzym Q10 auf die Hornhaut?
Fr. Prof. Elisabeth Messmer, München

 

15:10 Uhr – 15:30 Uhr
Welche Rolle kann Coenzym Q10 bei der glaukomatösen Optikusneuropathie spielen?
Hr. Prof. Carl Erb, Berlin

 

15:30 Uhr – 15:45 Uhr
Abschliessende Diskussion

 

Moderation:
Dr. Torsten Cornelius, VISUfarma GmbH, Berlin

 

Melden Sie sich und Ihre Kolleginnen und Kollegen gerne unter kundenservice@visufarma.com an.

Auftakt zur DOG mit dem Patientensymposium „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke.“ am 27. September in Berlin13.09.2017

Sehprobleme bei Menschen in zunehmendem Alter kommen immer häu-figer vor und rücken somit immer weiter in das Interesse der Öffentlichkeit. Dabei ist oft die Netzhaut im Augenhintergrund die Ursache.

 

Bei dem Patientensymposium „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke. Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?“ am 27. Sep-tember 2017, 14:00-16:00 Uhr, in Berlin werden hochkarätige Augen-mediziner über neue Forschungsergebnisse und Therapieansätze für Patienten mit Netzhauterkrankungen informieren. Dieses Symposium findet als Auftaktveranstaltung am Vortag der 115. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) 2017 statt.

 

Die PRO RETINA Deutschland e. V., eine bundesweit tätige Selbsthil-fevereinigung für und von Menschen mit Netzhautdegenerationen, wen-det sich mit dem Patientensymposium an Patienten mit Netzhauterkran-kungen. Wie sie, hoffen auch andere Netzhaut-Patienten, zum Beispiel mit einer Retinitis Pigmentosa (RP), auf therapeutische Möglichkeiten, den fortschreitenden Sehverlust zum Stillstand zu bringen oder gar ihr Sehvermögen wiederherstellen.

 

Um über den Stand der Forschung und neue Therapieansätze zu infor-mieren, bietet das Symposium Antworten auf die Fragen: Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?

 

In seinem Begrüßungsvortrag stellt der Geschäftsführer der PRO RETI-NA Deutschland e. V., Markus Georg, „Das PRO RETINA-Patientenregister: eine Brücke zwischen Patienten, Medizin und For-schung“ vor.

 

Das Patientenregister der PRO RETINA bietet Patienten einen Zugang zu klinischen Studien und Forschern die Möglichkeit, geeignete Patien-ten zu finden. Das Register ist besonders für mögliche zukünftige Thera-pien interessant und ermöglicht es Betroffenen, die Forschungsförde-rung aktiv zu unterstützen. Das Ziel ist es, neue Therapien durch For-schungsförderung zu ermöglichen und Patienten mit Forschung und Me-dizin zu vernetzen.

 

Zudem wird im Rahmen des Symposiums das Thema „Ursachen, Prä-vention und therapeutische Möglichkeiten bei der trockenen und feuch-ten AMD – aktuelle und zukünftige Strategien?“ behandelt, wo Frau Prof. Dr. Sabine Aisenbrey vom Vivantes Klinikum in Berlin-Neukölln referie-ren wird.

 

Die altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für schlechtes Sehen und gesetzliches Erblinden in den Industrieländern. Sie tritt überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auf, aber auch unter 50-jährige können von einer frühen Form der Makuladegeneration betroffen sein. Deutschlandweit gibt es rund 4 Millionen Menschen mit einer Form der Makula-Degeneration.

Auf Berlin übertragen leben hier über 100.000 Menschen, die betroffen wären. Sie leiden unter dem Verlust des scharfen Sehens, können häufig kaum noch oder nicht mehr lesen, keine Gesichter und Farben mehr erkennen. Oft bleibt diese Sehverschlechterung lange Zeit unbeachtet. Dabei ist es besonders wich-tig, dass Patienten frühzeitig die AMD erkennen und den Augenarzt aufzusu-chen. Nur so kann der drohende Sehverlust möglicherweise begrenzt werden.

 

Über „Gentherapie & Zelltransplantation: regenerative Strategien für Erkrankun-gen der Netzhaut“ wird Prof. Dr. Marius Ader vom CRT (Zentrum für Regenerati-ve Therapien), Dresden berichten.

 

In den letzten Jahren sind stetig neue wissenschaftliche Ansätze zu verzeichnen, die sich mit Therapie-Möglichkeiten für Netzhauterkrankungen auseinanderset-zen. Besonders in den Bereichen der Gentherapie und Zelltransplantation sind bereits große erste Erfolge zu vermerken, auf denen zukünftig aufgebaut werden kann.

 

Zu der Thematik „Therapieansätze bei erblich bedingter Netzhautdegeneration (Retinitis pigmentosa): Von der Transkornealen Elektrostimulation bis zum Netz-hautchip“, wird Prof. Dr. Florian Gekeler von der Augenklinik Katharinenhospital, Stuttgart vortragen.

 

Retinitis pigmentosa (RP) ist eine erblich bedingte Augenerkrankung, bei der die Netzhaut (Retina) zerstört wird. Es handelt sich um eine bislang unheilbare Krankheit, die eine der häufigsten Ursachen des Sehverlustes im mittleren Er-wachsenenalter darstellt. Deutschlandweit sind etwa 30.000 bis 40.000 Men-schen betroffen, weltweit sind es etwa drei Millionen Betroffene. Die Erkrankung ist dadurch gekennzeichnet, dass meistens im Jugendalter oder in den mittleren Lebensjahren Nachtblindheit eintritt, das Gesichtsfeld sich an-schließend verengt, Kontrast- und Farbsehen, später auch die Sehschärfe sich verschlechtern, so dass die Sehkraft allmählich nachlässt, nicht selten bis hin zur Erblindung.

 

In einem Schlussplenum kommen die Experten noch einmal zu Wort. Patienten haben jeweils nach den Vorträgen Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Moderati-on der Veranstaltung übernimmt Ute Palm, Vorstandsmitglied der PRO RETINA.

Informationen kompakt: Patientensymposium „Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke. Wo stehen wir heute? Was bringt die Zukunft?“

 

Zeit: Mittwoch, 27. September 2017, von 14:00 bis 16:00 Uhr

Einlass: 13:30 Uhr

Ort: Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Herbert-Lewin-Platz 2, 10623 Berlin Die Veranstaltung ist kostenlos.

Anmeldungen sind bis Sonntag, 17.09.2017 möglich.

Telefon: 0241 87 00 18, Fax: 0241 87 39 61, E-Mail: info@pro-retina.de.

 

Weitere Informationen finden Sie in dem Flyer, der auf unserer Webseite (www.pro-retina.de) zu finden ist. Sollten Sie Fragen haben, steht Ihnen das Vor-standsmitglied Ute Palm gerne zur Verfügung (Ute Palm 0177 2553066). Wir freuen uns über eine Ankündigung sowie Ihr Kommen und Ihre Berichte.

Biomechanik trifft Tomographie - doppelt hält besser!12.09.2017

Biomechanik trifft Tomographie - doppelt hält besser!

 

Würden Sie sich nicht sicherer fühlen, wenn Sie maximale Effizienz und Sicherheit beim Refraktiv-Screening bekämen?

 

Die Pentacam®/HR/AXL mit der Ektasie-Erkennung nach Belin/Ambrósio zeigt Ihnen auf Basis von Höhenkarten und Pachymetrie die Wahrscheinlichkeit einer Ektasie wie z. B. Keratokonus.

 

Das Corvis® ST vermisst zusätzlich die Biomechanik der Hornhaut und ist ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Hornhautbeschaffenheit und Bestimmung des genauen IOD.

 

Somit ist die Kombination von biomechanischer und tomographischer Bewertung Ihr Weg zur doppelten Sicherheit.

 

Entscheiden Sie sich für die Kombination aus Pentacam® und Corvis® ST und besuchen Sie uns am Messestand C.09 auf der DOG.

www.corneale-biomechanik.de

Optos Programm auf der Sicht.Kontakte 2017 in Hamburg11.08.2017

Optos Programm auf der Sicht.Kontakte 2017 in Hamburg

 

Gerne möchten wir Sie auf unser Programm auf der Sicht.Kontakte Tagung am Samstag, den 07.Oktober 2017 aufmerksam machen:

 

9.05 – 10.00                                      

Wolfgang und Bastian Cagnolati: Das Retina-Quiz

 

13:45-15:15 und 15:45-17:15      

Workshop: Die periphere Netzhaut mit zentraler Bedeutung, Wolfgang Cagnolati.       

 

Im Rahmen eines Retina Quiz beleuchten Wolfgang Cagnolati, DSc MSc FCOptom FAAO und Bastian Cagnolati, BSc (Hons) PhD MCOptom die Rolle des Optometristen und dessen ständig wachsende Bedeutung bei der Sehhilfenverordnung in Deutschland. Die Teilnehmer werden eine Reihe von Befunden des hinteren Augenabschnitts beobachten und die Möglichkeit haben, ihr Wissen in Bezug auf Diagnose und Management dieser Befunde zu testen und die eigene Vorgehensweise bei der Feststellung solcher Auffälligkeiten zu hinterfragen.

 

Unter dem Titel Die periphere Netzhaut mit zentraler Bedeutung befasst sich Cagnolatis Workshop mit der Verantwortung des Optometristen als Primary Eye Care Providers. In diesem Zusammenhang wird er die Rolle der optomap Ultra-Weitwinkel Bildgebungstechnologie für den Optometristen beleuchten und inwiefern diese Diagnosemöglichkeiten und Praxiseffizienz signifikant verbessert und verändert. Verschiedene Netzhautbefunde, welche im Zuge einer optometrischen Augenuntersuchung ermittelt wurden, werden als Diskussionsgrundlage dienen. Herr Cagnolati wird zudem eine kurze praktische Einführung in die Ultra-Weitwinkel Laser Scanning Ophthalmoskopie geben.

 

optomap® Bildgebung führt in weniger als einer Sekunde zur Steigerung von Praxiseffizienz, Entdecken von kritischer Veränderung und dem Schutz der Verlust von Sehkraft. Die nicht-mydriatische optomap® Ultra-Weitwinkel Technologie liefert in weniger als einer halben Sekunde detaillierte, hochaufgelöste 200° Bilder. Schnellere Netzhaut-Bildgebung beschleunigt Klinikabläufe und lässt Ihnen mehr Zeit für andere wichtige Aufgaben. Mehr als 400 Peer reviewed Studien belegen die Bedeutung der optomap® Bildgebung für Diagnose, Behandlungsplanung und Patientenbindung.

 

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Anfrage unter 0800 72 36 805 oder ics@optos.com

Sammelaktion „Brillen für Nepal“ überaus erfolgreich 02.08.2017

Sammelaktion „Brillen für Nepal“ überaus erfolgreich

 

Über 8.000 Brillen gesammelt, inzwischen fast 3.000 in Nepal verteilt

 

Vision sucht engagiert Augenärzte oder Optiker für die nächste Verteilung

Fürth, 22.Juni 2017

 

 

Auf Initiative von Vision for the World e.V. haben sich zahlreiche Optiker und Lasercentren bereit erklärt, Brillen von ihren Kunden, die nicht mehr benötigt werden, zu sammeln.

 

Die nicht mehr benötigten Brillen wurden in den Optik-Geschäften von den Kunden abgegeben. Danach gereinigt, geprüft und beschriftet und Vision for the World übergeben. Insgesamt wurden mehr als 8.000 Brillen für Nepal gesammelt. Die gesammelten Brillen werden von Vision for the World nach Nepal verschickt. Die erste Lieferung von fast 3.000 Brillen wurde inzwischen in Nepal verteilt.

 

Seit über zehn Jahren betreut und unterstützt Vision for the World mit  humanitären Maßnahmen die beiden Krankenhäuser in Biratnagar und Lahan im südlichen Teil von Nepal. Durch die sehr erfolgreiche Brillen-Sammelaktion werden bedürftigen und sehbehinderten Menschen in Nepal geholfen, die sich keine Sehhilfe leisten können.

 

„Wir  haben uns über das Engagement und die erfolgreiche Sammelaktion  der Optiker und der Lasercentren gefreut, die an dieser humanitären Aktion mitgewirkt haben, um in Nepal konkret helfen zu können. Unsere langjährige Erfahrung und Kenntnisse der Verhältnisse in Nepal werden dafür sorgen, dass die Brillen an die sehbehinderten und bedürftigen Menschen verteilt werden“, so Susanne Grethlein, zweite Vorsitzende von Vision for the World.

 

Am 20. April 2017 flogen Frau Nachtmann-Leitl von der uvex safety group aus Fürth und Frau Deckert von der Rupp+Hubrach Optik GmbH aus Bamberg erneut wieder nach Nepal, um während ihres mehrwöchigen Aufenthaltes Vision for the World bei ihren unterschiedlichen Projekten zu unterstützen. Eine wichtige Aufgabe in diesem Jahr war unter anderem  die fachgerechte Verteilung der ersten Lieferung von 3.000 gesammelten Brillen.

 

„Um die Aktion auch weiterhin erfolgreich fortzuführen bedarf es jedoch weiterer Freiwillige“, so Max Reindel erster Vorsitzender von Vision for the World. „Wir suchen daher engagiert Augenärzte oder Optiker die in Ihrem Urlaub nach Nepal gehen, um dort in den Bergdörfern die nächsten Lieferungen der gesammelten Brillen zu verteilen. Es ist wichtig, die Menschen direkt in ihrem Ort zu erreichen. Manchen ist es einfach, auf Grund von Ihrem Gesundheitszustand oder den finanziellen Mitteln, nicht möglich in die Krankenhäuser in Biratnagar oder Lahan zu kommen.“ So Reindl weiter.

 

 

 

Vision for the World e.V.

 

„Vision for the World“ wurde im Jahre 2002 mit dem Ziel gegründet, in den Ländern der Dritten Welt die Verhütung und Heilung von Blindheit zu unterstützen sowie das Risiko der Erblindung nachhaltig zu mindern. Der gemeinnützige Verein arbeitet mit anerkannten und erfahrenen Hilfsorganisationen zusammen und unterstützt ausgewählte Projekte nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.vision-for-the-world.org

 

Vision for the World

c/o Susanne Grethlein

Otto-Seeling-Promenade 2-4

90762 Fürth

grethlein@vision-for-th-world.org

Gen-Editing-Verfahren und Mutationen: Panikmache hilft niemandem25.07.2017

Gen-Editing-Verfahren und Mutationen: Panikmache hilft niemandem

Eine Studie über viele unbeabsichtigte Mutationen bei der Genom-Editierung
mittels der CRISPRCas9-Genschere, über die wir auch in den PRO RETINA News
am 08.06.2017 [1] berichteten, irritierte Forscher und die interessierte
Öffentlichkeit. Jetzt publizierten Kollegen einen Bericht mit möglichen
Erklärungen, über den die Autorin Inge Wünneberg auf heise.de [2]
berichtet:

"Auf Widerstand und Kritik in der internationalen Forschergemeinde von
Spanien bis Australien ist eine Studie gestoßen, die Bedenken an der
Sicherheit des neuen Gen-Editing-Verfahrens CRISPRCas9 weckt. Das Ende Mai im
Journal Nature Methods [3] veröffentlichte Paper von Wissenschaftlern dreier
angesehener amerikanischer Universitäten war vor der Publikation nicht von
Fachkollegen begutachtet worden – ungeachtet seiner brisanten
Schlussfolgerungen und des kleinen Studienumfangs. Untersucht wurden nämlich
nur zwei Mäuse, eine dritte Maus lieferte die Kontrolldaten.

Das Team um Alexander Bassuk und Vinit Mahajan berichtet in dem Paper
allerdings von mehr als 1500 Mutationen an einzelnen Nukleotiden sowie mehr
als 100 größeren Veränderungen an anderen als den beabsichtigten Stellen
im Erbgut von zwei Mäusen. Die beiden Mäuse hatten zuvor eine Behandlung
mit CRISPR erfahren. Damit sollte eine Genmutation eliminiert werden, die
Mäuse erblinden lässt.

Das sechsköpfige Forscherteam der Stanford University, der Columbia
University und der University of Iowa hatte sich bei der Suche nach den von
der Genschere verursachten unbeabsichtigten Mutationen nicht auf die zuvor
von Algorithmen berechneten Regionen des Genoms beschränkt. Vielmehr hatten
die Wissenschaftler das gesamte Erbgut auf Veränderungen untersucht.

Auf die zahlenmäßig erstaunlich hohen Funde an Genveränderungen in dem
Paper aus Nature Methods gingen jetzt sieben Forscher in ihrem Beitrag im
Journal bioRxiv [4] ein. Ihre These dazu lautet, es handle sich bei den
gefundenen Mutationen "höchstwahrscheinlich um Varianten, die bereits zuvor
existiert hatten und nicht um von CRISPR verursachte Mutationen". Daher
äußerten die Autoren des jetzt am 5. Juli online veröffentlichten Beitrags
die dringende Bitte, die Verfasser der in Nature Methods veröffentlichten
Studie möchten ihre "Schlussfolgerungen revidieren oder neu formulieren, um
zu verhindern, dass irreführende und ungesicherte Aussagen in der
Wissenschaftsliteratur Bestand haben".

Denn die sogenannten Off-Target-Mutationen, also unbeabsichtigte Eingriffe
durch das CRISPRCas9-System fern der Zielstelle, gelten als Achillesferse des
noch jungen Verfahrens. Sollte man sie nicht irgendwann zuverlässig in den
Griff bekommen, könnten sie bei Gentherapien für den Menschen zu mehr oder
weniger starken Nebenwirkungen führen. Selbst einige der Erfinder haben vor
dieser Gefahr gewarnt. Es wird allerdings bereits an präziseren Varianten
gearbeitet, um die Technik für eine Anwendung beim Menschen sicher zu
machen.

Wie sensibel das Thema jedoch ist, zeigte die Tatsache, dass die
Veröffentlichung in Nature Methods die Börsenkurse von zwei mit diesen
Genverfahren arbeitenden Biotech-Unternehmen um etwa 15 Prozent sinken ließ.
Beide Firmen planen, auf CRISPR basierende Gentherapien zu entwickeln und
wehrten sich entsprechend gegen die Studie. Abgesehen davon sind bereits fast
20 klinische Studien, die auf der CRISPR-Technik basieren, in der
Vorbereitung oder auch schon gestartet. Es lässt sich an diesem Punkt also
nur Vorsicht einfordern: von den Forschern, dass sie bei allem Enthusiasmus
für die vielversprechenden neuen Möglichkeiten nicht die Sicherheit außer
Acht lassen. Andererseits hilft Panikmache all den betroffenen Patienten
nicht, die auf die Heilung durch künftige Gentherapien hoffen. Vielleicht
ist dieses Verhalten der angemessene Mittelweg: eines der beiden Unternehmen
hat seine eigenen Pläne für eine Studie, bei der mit CRISPR eine
Augenkrankheit geheilt werden soll, vorerst verschoben."

Autorin: Inge Wünnenberg

Quelle: heise.de vom 18.07.2017 [5]



Links aus diesem Beitrag:
[1]
http://www.pro-retina.de/newsletter/2017/genom-editierung-ungewollte-mutationen
[2]
https://www.heise.de/tr/blog/artikel/Panikmache-hilft-niemandem-3771136.html
[3]
https://www.nature.com/nmeth/journal/v14/n6/full/nmeth.4293.html#/supplementary-information
[4] http://www.biorxiv.org/content/early/2017/07/05/159707
[5]
https://www.heise.de/tr/blog/artikel/Panikmache-hilft-niemandem-3771136.html

Kann LED-Licht die Netzhaut schädigen?12.06.2017

Kann LED-Licht die Netzhaut schädigen?

 

LED-Leuchtmittel (LED - light emitting diode – lichtaussendende Diode)
kommen im Alltag immer mehr zum Einsatz. Im Sommer 2016 zeigten französische
Forscher im Tierversuch, dass sich auch nach normaler Einstrahlungsstärke
und -dauer Anzeichen von Schäden an der Netzhaut nachweisen lassen. Vor
allem Patientinnen und Patienten mit Netzhauterkrankungen könnten nun
verunsichert sein, da sie verständlicherweise eine Belastung der Netzhaut
und einen damit verbundenen Visusverlust vermeiden möchten. Daher stellt
sich die Frage, wie die Wirkung von LED-Licht auf die Netzhaut zu beurteilen
ist und zu welchen Vorsichtsmaßnahmen geraten werden kann.

Frank Kießling, Spezialist für Arbeitsplatzbeleuchtung vom BFW in Halle,
hat beim Sight City Forum 2017 dazu einen Fachvortrag gehalten, der in diesem
Newsletter zusammengefasst wird.

 

Meldung

 

LED-Leuchtmittel bringen viele Vorteile. Sie sind im Gegensatz zur klassischen Glühbirne sehr energiesparend und im Gegensatz zur
Leuchtstoffröhre weitgehend flimmerfrei. LEDs leuchten nach dem Einschalten ohne merkliche Zeitverzögerung mit voller Stärke und können verschiedene Lichtfarben darstellen. Außerdem sind diese Leuchtmittel mechanisch sehr stabil und haben eine sehr lange Lebensdauer.

 

Risikoklassen von LED-Leuchtmitteln

 

LED-Leuchtmittel können aus technischen Gründen kein „weißes“ Licht erzeugen. Eine Mischung aus gelblichen und blauen Lichtanteilen nimmt das
menschliche Auge als weißes Licht wahr. Blaues Licht ist aber energiereiches Licht, das lichtempfindliche, biologische Strukturen, wie etwa die Netzhaut des Auges, negativ beeinträchtigen kann (sogenannte Fototoxizität). Dieser
Umstand ist den Behörden bekannt. Daher werden LED-Leuchtmittel generell in vier Risikogruppen eingeteilt:

 

  • Freie Gruppe: Kein Risiko auch bei sehr langer Bestrahlungsdauer. Dazu gehören glühlampenförmige LED-Leuchtmittel mit Schraubgewinde und einer matten Oberfläche sowie röhrenförmige LEDs. Auch Low-Vision
    Lampen gehören in der Regel dazu.

 

  • Risikogruppe 1: Geringes Risiko – der Blick in die Lichtquelle ist über mehrere Minuten ohne Risiko möglich. Dazu gehören spotförmige
    LED-Leuchtmittel, wie sie zum Beispiel bei manchen (Schreib-)Tischlampen genutzt werden.

 

  • Risikogruppe 2: Mittleres Risiko – Blick in die Lichtquelle ist im Bereich von Sekunden gefahrlos möglich (hier kommen die Schutzreflexe des Auges zur Auswirkung). Zur Gruppe 2 können LED-Taschenlampen
    gehören.
  • Risikogruppe 3: Hohes Risiko – auch bei sehr kurzer Exposition ist eine Schädigung des Auges möglich. Hier sind die Schutzreflexe des Auges (Lidschluss) und das Abwenden nicht mehr ausreichend.

 

Verhaltenstipps zum LED-Licht

 

Durch die Beachtung folgender Tipps lässt sich das Risiko für Schäden durch LED-Licht so weit wie möglich verringern:Je größer der Abstand zur Lichtquelle, desto geringer ist das Risiko.
Verwenden Sie daher LED-Lampen generell in einem Abstand von mindestens 20 cm. Die Beurteilung obiger Gefahrenklassen erfolgt in einem Abstand von 20 cm.

 

Soweit möglich, sollten im täglichen Gebrauch LED-Lampen der "freien Gruppe" zur Anwendung kommen.

  • Für den Haushalt eignen sich auch LED-Lampen der Risikogruppe 1,
    welche die Augen nicht gefährden, sofern Personen nicht für längere Zeit in
    die LED-Leuchte blicken. Dieser Risikogruppe gehören vorwiegend
    spotförmige LEDs wie auch teilweise Tischlampen an.

 

  • Es sollten generell keine LED-Lampen der Risikogruppen 2 oder 3 im
    privaten Bereich (Wohnung) genutzt werden, da akute Augenschädigungen
    bereits nach einem sehr kurzen Blick in die LED-Lampe möglich sind.

 

  • Der Hinweis auf die Risikogruppen 2 oder 3 muss sich bei in Deutschland
    vertriebenen Produkten auf der Verpackung befinden (Vorsicht bei
    importierten Billigprodukten aus dem Internet).

 

  • Ordnen Sie Leuchten, Tisch-, Lese- und Nachtischlampen mit sichtbarem
    „LED-Chip“ nach Möglichkeit so an, dass der Chip nicht direkt
    sichtbar ist und man bei der Nutzung nicht direkt in die Lampe blickt.

 

  •  Kantenfilterbrillen schützen die Augen vor blauen Lichtanteilen. Für
    Augenpatienten kann der Einsatz in bestimmten Situationen als Schutz
    überlegt werden. Zu beachten ist aber, dass sich die Farbwahrnehmung
    ändert und sich die Gesamtbeleuchtungsstärke auf der Netzhaut dadurch
    ebenfalls reduziert.

 

Für die praktische Anwendung gilt, dass handelsübliche LED-Lampen, richtig
eingesetzt, kein gesundheitliches Risiko darstellen. Dies gilt auch für
empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Kinder oder Personen, die sehr klare,
keine oder künstliche Augenlinsen haben (die Linse bietet einen gewissen
Schutz vor Blaulicht).

 

 

Wirkung von LEDs auf den Schlaf

 

Blaue Lichtanteile werden von Bereichen des menschlichen Gehirns als
Tageslicht wahrgenommen. Daher wird durch blaues Licht die Müdigkeit
verringert und der Nachtschlaf gestört. An Orten, an denen sich Personen
während der Abendstunden vor dem Schlafen länger aufhalten, sollten
warmweiße LED- oder Energiesparlampen verwendet werden. Eine Farbtemperatur
von ca. 3000 Kelvin ist ideal. Kaltweiße Lampen mit Farbtemperaturen von
grösser als 4000 Kelvin sind weniger geeignet. Kelvin ist eine Maßeinheit
für die Lichtfarbe, je niedriger der Wert, desto weniger Blauanteil hat das
Licht. Diese Werte sind auf der Verpackung des Leuchtmittels angegeben.

 

Fazit

 

Bei Beachtung obiger Tipps können akute Schäden an der Netzhaut verhindert
werden. Eine mögliche Langzeitwirkung von LED-Beleuchtung (also über Jahre
und Jahrzehnte hinweg) kann derzeit allerdings noch nicht abschließend
beurteilt werden. Zu beachten ist aber, dass selbstverständlich auch das
Sonnen- und Tageslicht energiereiche Blauanteile besitzt, wobei Tageslicht
die Leuchtstärke einer haushaltsüblichen LED-Beleuchtung in der Regel um
ein vielfaches übersteigt.

 

Quelle: DBSV / Blickpunkt Auge; Sight City 2017, F. Kießling, BFW Halle"

CRISPR-Cas9-Genschere erzeugt ungewollte Mutationen im Genom09.06.2017

CRISPR-Cas9-Genschere erzeugt ungewollte Mutationen im Genom



Die Geneditierung mit der CRISPR-Cas9 Genschere ist ein revolutionärer
wissenschaftlicher Durchbruch. Mit CRISPR können Forscher schnell, einfach
und sehr präzise bestimmte Sektionen der DNA bearbeiten. Eine Studie des
Columbia University Medical Center wirft allerdings die Frage auf, wie
präzise die Genschere wirklich ist. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass
CRISPR Hunderte nicht beabsichtigte Mutationen im Genom hervorrufen kann.


Forscher entdecken zahlreiche Mutationen

Die Ergebnisse, die Wissenschaftler weltweit mit Hilfe von CRISPR vorzuweisen
haben, sind beeindruckend. Es gelang, gezielt gegen Krebs und HIV vorzugehen
und die ersten klinischen Studien mit CRISPR und menschlichen Probanden sind
in China und den USA für das Jahr 2018 geplant. Die Ergebnisse der neuen
Studie mahnen jedoch zur Vorsicht.

Das Forscherteam arbeitete vorher mit CRISPR, um die erblich bedingte
Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa zu behandeln. Dazu führten sie
Versuche im Tiermodell mit Mäusen durch und entschieden sich, das gesamte
Genom der behandelten Mäuse zu untersuchen.


Herkömmliche Methoden reichen nicht aus

Normalerweise suchen Forscher mit Hilfe von Algorithmen nach Stellen im
Genom, in denen die Behandlung mit CRISPR am wahrscheinlichsten Mutationen
hervorrufen könnte. Die Wissenschaftler des Columbia University Medical
Center hielten diese Methode aber für unzureichend. „These predictive
algorithms seem to do a good job when CRISPR is performed in cells or tissues
in a dish. But whole genome sequencing has not been employed to look for all
off-target effects in living animals“, so Professor Alexander Bassuk, der
Coautor der Studie: "Diese prognostischen Algorithmen scheinen ihre Aufgabe
gut zu erfüllen, wenn mit CRISPR in Zellen oder Geweben im Labor gearbeitet
wird. Aber die Sequenzierung des gesamten Genoms wurde nicht durchgeführt,
um alle nicht-gewollten Effekte in lebenden Tieren zu finden"

Bei der Untersuchung des gesamten Genoms der Mäuse fanden sie heraus, dass
CRISPR erfolgreich die gewünschten Gene bearbeitet, aber gleichzeitig auch
zahlreiche andere, unerwünschte genetische Mutationen im gesamten Genom
verursacht hatte. Bei zwei der mit CRISPR behandelten Tiere fand das Team
mehr als 100 größere Genmutationen und mehr als 1500 Mutationen, bei denen
nur einzelne Nukleotide betroffen waren.


Das Team ist dennoch optimistisch bezüglich CRISPR

Keine dieser Mutationen konnten mit den herkömmlichen, auf Algorithmen
basierenden Methoden identifiziert werden. Zwar wies keines der Tiere
sichtbare Folgen der Mutationen auf, aber letztlich ist es unmöglich zu
sagen, welche Effekte diese langfristig haben können. "Jede neue Therapie
hat einige potentielle Nebeneffekte - aber wir müssen uns über deren Art im
Klaren sein“. Wissenschaftler arbeiten gegenwärtig daran, die Komponenten
des CRISPR-Systems zu verbessern - sein Gen-schneidendes Enzym und die RNA,
die das Enzym zum richtigen Gen führt - um die Effektivität des Editierens
zu verbessern.

„Researchers who aren’t using whole genome sequencing to find off-target
effects may be missing potentially important mutations. Even a single
nucleotide change can have a huge impact“, so Dr, Stephen Tsang, der
ebenfalls an der Studie beteiligt war: "Forscher, die nicht das gesamte Genom
sequenzieren, um nicht beabsichtigte Effekte zu finden, übersehen
möglicherweise potenziell wichtige Mutationen. Schon ein einziger
Nukleotid-Austausch kann eine immense Auswirkung haben".

Die Ergebnisse haben den Optimismus des Teams für die CRISPR-Technologie
nicht geschmälert. Allerdings warnen die Forscher, dass Teams, die mit der
Genschere arbeiten, so gründlich wie möglich nach ungeplanten Mutationen
suchen sollten. Und zwar mittels einer Analyse des gesamten Genoms statt des
Einsatzes von Algorithmen. Nur so können die Auswirkungen des Einsatzes von
CRISPR genau erforscht und dokumentiert werden.

Quellen: Columbia University Medical Center; [1] Trends der Zukunft [2]



Links aus diesem Beitrag:
[1]
http://newsroom.cumc.columbia.edu/blog/2017/05/30/crispr-gene-editing-can-cause-hundreds-of-unintended-mutations/
[2]
http://www.trendsderzukunft.de/crispr-cas9-genschere-erzeugt-ungewollte-mutationen-im-genom/2017/05/30/

Grundlagenforschung: Stabilisierung der Blickrichtung18.05.2017

Grundlagenforschung: Stabilisierung der Blickrichtung


Forscher der Universitätsmedizin Göttingen haben untersucht, wie die
Nervenzellen des Auges auf die ständigen Änderungen der Augenposition
reagieren und entdecken „Déjà-vu“-Detektoren. Die Erkenntnisse könnten
auch für die Entwicklung von künstlichen Netzhäuten von Bedeutung sein.

Änderungen der Blickrichtung und Blinzeln beeinflussen kontinuierlich das
auf die Netzhaut fallende Abbild der visuellen Umgebung.

Wir sehen nur dann klar, wenn unser Sehsinn scharfe Bilder liefert. Dabei
scheinen unsere Augen ständig in Bewegung zu sein. Mehrmals pro Sekunde springen sie, meist von uns unbemerkt, von einer Position zur anderen, um die visuelle Umgebung abzuscannen und unserem Sehsinn neue Details zu liefern.
Zwischen diesen Bewegungen müssen die Augen jedoch möglichst starr
verharren. So geben sie den Nervenzellen im Auge genug Zeit, um das aktuelle Bild zu verarbeiten, ohne es durch weitere Bewegungen verschwimmen zu lassen: Wir „fixieren“ den Blick.

Die Fixierung des Blicks gelingt gesunden Augen, obwohl sie dabei ständig
gestört werden, etwa durch Ermüden oder Zucken der Augenmuskulatur oder durch Blinzeln der Augenlider. Dazu muss die Augenposition ständig
überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Bisher ist ungeklärt, wie
genau es unser Sehsystem schafft, den Blick stabil zu halten. Die nötige
Information dafür scheint das Sehsys­tem selbst zu liefern. Die Fähigkeit
zur genauen Fixierung nimmt bei Fehlsichtigkeit oder altersbedingter
Sehschwäche ab.


Spezielle Nervenzellen sorgen für Fixierung


Wissenschaftler an der Klinik für Augenheilkunde der Universitätsmedizin
Göttingen (UMG) haben nun Nervenzellen im Auge von Mäusen entdeckt, die bei der Stabilisierung der Blickrichtung eine wichtige Rolle spielen könnten. Dabei handelt es sich um eine spezielle Gruppe von Nervenzellen, die nach einer Augenbewegung nur dann aktiv werden, wenn wieder das gleiche Bildmuster auf sie fällt wie vor der Augenbewegung. Diese Zellen melden, wenn sich im zuständigen Bereich über die Augenbewegung hinweg nichts geändert hat: Damit funktionieren sie wie „Déjà-vu“-Detektoren.

Dies könnte als wichtiges Signal dafür dienen, dass eine erfolgreiche Korrekturbewegung der Augenposition stattgefunden hat.



Die Untersuchungen unter der Leitung von Prof. Dr. Tim Gollisch, Professor
für „Sensory Processing in the Retina“ in der Klinik für Augenheilkunde
und Forscher im Sonderforschungsbereich 889 „Zelluläre Mechanismen
sensorischer Verarbeitung“ (Sprecher: Prof. Dr. Tobias Moser) an der UMG,
wurden jetzt im renommierten Wissenschaftsmagazin „eLife“
veröffentlicht.

Ergebnisse wichtig für Entwicklung künstlicher Netzhäute


„Die Ergebnisse können zu einem besseren Verständnis beitragen, wie die
Stabilisierung der Blickrichtung erfolgt und welchen Einfluss eine Abnahme
der Sehstärke auf die Fähigkeit zur Fixierung hat“, sagt Prof. Gollisch,
Senior-Autor der Publikation. Langfristig hoffen die Forscher, diesen
Informationsfluss in visuellen Prothesen nachbauen zu können, etwa
künstlichen Netzhäuten, wie sie bereits bei gewissen Formen der Erblindung getestet werden, um einen Teil des Sehvermögens wieder herzustellen.

Die Forscher haben zudem herausgefunden, auf welche Weise die besondere Nervenzell-Aktivität der „Déjà-vu“-Detektoren entsteht. Normalerweise werden diese Nervenzellen nach einer Augenbewegung durch hemmende Botenstoffe anderer Nervenzellen in ihrer Aktivität unterdrückt. Wenn jedoch das gleiche Bildmuster nach der Augenbewegung wieder auftritt, werden genau jene Nervenzellen, die diese hemmenden Signale liefern, selbst in ihrer Aktivität unterdrückt. Aus dieser doppelten Hemmung entsteht dann die Aktivierung der Nervenzellen bei einer Bildwiederkehr: eine „Minus-mal-minus-gibt-plus“-Rechnung – wie bekannt aus guten, alten Schulzeiten. Die Forscher vermuten, dass die gleichen Mechanismen zur Erkennung einer Bildwiederkehr auch beim Menschen wirken.


> Originalveröffentlichung
Krishnamoorthy V, Weick M, Gollisch T (2017). Sensitivity to image recurrence across eye-movement-like image transitions through local serial inhibition in the retina. eLife 6: e22431, doi: 10.7554/eLife.22431

Quelle: Universitätsmedizin Göttingen [1]

Links aus diesem Beitrag:
[1] http://www.med.uni-goettingen.de/de/content/presseinformationen/presseinformationen_25803.asp

Innovative MICS – Intraokularlinsen Plattform17.05.2017

Afidera Artis Evolution IntraocularlinsenNEU: Mit der ARTIS® Evolution stehen Ihnen zwei MICS Intraokularlinsen im Preloaded System für die einfache Injektion und gute Manövrierbarkeit dank ihres symmetrischen Haptikdesign zur Verfügung.


Die ARTIS® Toric basiert auf der bereits bestehenden monofokalen hydrophoben ARTIS® PL E und bietet die perfekte Lösung für Patienten mit Astigmatismus.


Mit der ARTIS® Toric haben Sie die Möglichkeit, Standardzylinder im Bereich von 0.75 dpt bis 6.0 dpt (in 0.75 dpt Abstufung) zu korrigieren.


Zur verlässlichen Berechnung der ARTIS® Toric stehen ein online IOL – Kalkulator und unser Produktmanagement zur Verfügung.


Das spezielle Haptikdesign sorgt für präzise Refraktions- und Rotationsstabilität und ist somit die beste Lösung für ihre Kataraktpatienten im Premiumlinsenbereich.


Weitere Informationen zur ARTIS® Evolution Familie finden Sie auf unserer Homepage www.afidera.com .

Große Aufbereitungskapazität von bis zu 16 Trays je Charge28.04.2017

In Beladungswagen für augenärztliche OP-Instrumente können jetzt erstmals acht Trays mit Hohlkörperinstrumenten aufbereitet werden – und noch einmal so viele Trays mit weiteren Instrumenten. Einsetzbar sind die neuen Wagen mit der Bezeichnung A 207, die für Instrumente dieser Disziplin die größte Kapazität am Markt bieten, in 60 oder 90 Zentimeter breiten, unter-baufähigen Reinigungs- und Desinfektionsautomaten von Miele Professional.

 

Die Reinigungs- und Desinfektionsautomaten mit den Modellbezeichnungen PG 8582, PG 8582 CD und PG 8592 reinigen und desinfizieren das gesamte Instrumentenspektrum einer ophthalmologischen Praxis. Der neue Beladewagen ermöglicht den gleichzeitigen Anschluss aller Trays an eine zentrale Spülleiste. Die Hohlkörperinstrumente in den Einsätzen sind dann direkt mit der Wasserversorgung verbunden, so dass dadurch auch eine sichere Innenreinigung von Instrumentarium wie Saug-Spülhandgriffen oder Phako-Tips gewährleistet ist. Durch die optimierte Schrägstellung der Trays wird die Menge von anhaftendem Wasser bei Instrumenten, Trays und Beladewagen deutlich minimiert. Der Beladewagen bietet zusätzliche Aufnahmeplätze für Trays, in denen Messer, Lidsperrer oder Scheren positioniert werden können.

 

Die universell einsetzbaren Trays entwickelte die Geuder AG aus Heidelberg, führender Hersteller von Geräte- und Instrumentensystemen für die Augenchirurgie, in Zusammenarbeit mit Miele Professional. Das Besondere: Kein OP-Set muss vor der Aufbereitung getrennt werden, so dass alle Instrumenten-Sets schnell wieder dem Arzt zur Verfügung stehen.

Das neue System wurde bereits in einer Klinik getestet und die Prozesse erfolgreich validiert. Es bietet maximale Sicherheit für die Patienten, wozu gleichfalls die Technik der Reinigungs- und Desinfektionsautomaten beiträgt, die Miele Professional seit zwei Jahren anbietet. So überwacht zum Beispiel die Sprüharm- und Spüldruckkontrolle den ordnungsgemäßen Ablauf jedes Aufbereitungsprogramms. Der Wasserdruck passt sich dank der patentierten, drehzahlvariablen Pumpe des Gerätes den jeweiligen Programmphasen an.

 

All das führt zu besten Ergebnissen bei gleichzeitig reduziertem Ressourceneinsatz. Eine zentrale wiederverwendbare und leicht zu reinigende Filtereinheit schützt zudem die ophthalmologischen Instrumente vor Fremdkörpern im Spülwasser – und sorgt für eine sichere Innenreinigung. Um sicherzustellen, dass sich nach der Schlussspülung keine Restalkalität mehr auf den Instrumenten befindet, verfügen die Miele Geräte über ein integriertes Leitwertmessmodul.

 

Für komplexe und englumige Instrumente wurde die integrierte Heißluft-trocknung „DryPlus“ entwickelt. Sie ermöglicht eine zuverlässige Innen-trocknung. Dabei trennt ein vorgeschalteter HEPA-Filter der Klasse H 13 die Trocknungsluft von Partikeln aus der Umgebung, um ein unerwünschtes Eindringen von Fremdstoffen in die Instrumente zu verhindern.

NEU: HOYA Vivinex™ Toric 28.04.2017

HOYA Surgical Optics ergänzt die Vivinex™ IOL-Plattform um das torische Modell XY1A. Diese einteilige torische preloaded IOL mit zusätzlichem Blaulichtfilter korrigiert mit sieben verschiedenen Zylinderstärken (T3 bis T9) Hornhautastigmatismus von bis zu 4,0 dpt. Für die Berechnung der geeigneten torischen IOL steht ein Online-Berechnungsprogramm unter www.hoyatoric.com  zur Verfügung.

Im nächsten Schritt soll mit Modell XC1A (T3 bis T9) noch eine farblose torische Vivinex™-IOL im preloaded Injektor iSert® eingeführt werden. Damit runden Vivinex™ iSert® XC1 und XY1 (mitBlaulichtfilter) das umfangreiche preloaded-Sortiment ab.

 

Die vier hydrophoben asphärischen Intraokularlinsen sind einteilig und haben alle eine texturiert raue Haptikoberfläche. Die effektive Optikzone beträgt jeweils 6,0 mm mit einer scharfen texturierten Optikkante. Der Gesamtdurchmesser der Implantate ist 13,0 mm.

Vivinex Toric von HOYA Surgical Optics

Extrakorneales Tonometer Diaton ist in der ESCRS humanitären Mission.26.04.2017

In diesem Jahr hat die EuropäischeGesellschaft der Katarakt- und Refraktivchirurgen (ESCRS)  eine mobile Einheit für die ophthalmologische Untersuchung der Zuwanderer gesponsert.

 

Prof. Ioannis Pallikaris (Der Präsident des ESCRS 2006-08 ) hat das extrakorneale Tonometer Diaton für diese Mission ausgewählt. Seine Wörter: "Ich glaube, dass Diaton wird für diese Mission sehr nützlich sein".

 

 

Mehr Informationen zum Prof Pallikaris hier.

Produktneuheit auf der DOC 2017: das PraxisTAB von Meyer-Wagenfeld26.04.2017

Produktneuheit auf der DOC 2017: das PraxisTAB von Meyer-Wagenfeld

 

Wir stellen Ihnen in diesem Jahr auf der DOC in Nürnberg unser neuestes Produkt vor: das PraxisTAB. Unser Tablet zur Patienteninformation darf in keiner modernen ophthalmologischen Praxis fehlen. Besuchen Sie uns an unserem Stand auf der DOC, nehmen Sie unser PraxisTAB in die Hand und lassen Sie sich begeistern.

 

Wir digitalisieren Ihre Anamnese- und Patientenfragebögen, damit sie von Ihren Patienten schnell und einfach auf dem Tablet ausgefüllt werden können. Der Patient erhält auf dem PraxisTAB schon im Wartezimmer gezielt Informationen zu Ihrem medizinischen Leistungsspektrum. Zusätzlich können auch GOÄ-Abrechnungen abgebildet und digital von Arzt und Patient unterschrieben werden.

Verbessern Sie Ihren Workflow, sparen Sie Papier und Zeit und entlasten Sie Ihr Praxisteam!

 

Wir verstehen uns als Partner der Praxis und beraten Sie mit Blick auf ein ganzheitliches Praxismarketing gerne auch zu unserem Wartezimmer-TV, zur Erstellung einer Praxishomepage, zu unseren zahlreichen Printprodukten und zu Praxis-Poloshirts.

 

Mehr Infos gibt es auf der DOC 2017 in Nürnberg oder unter www.meyer-wagenfeld.de

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

2. Bayerischer Laser-Vitreolyse Kurs in München 01.03.2017

2. Bayerischer Laser-Vitreolyse Kurs in München

 

Das Augenzentrum Nymphenburger Höfe in München hat Mitte Februar zum 2. Mal den Bayerischen Laser-Vitreolyse Workshop veranstaltet.

 

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Heidenkummer und Prof. Dr. med. Koss wurden vertiefende Erkenntnisse zur YAG Laser-Vitreolyse zur Behandlung von Floatern vermittelt. Die Teilnehmer konnten ihre Lernerkenntnisse auch gleich an den Ellex Lasersystemen Tango ReflexTM und Ultra Q ReflexTM unter der Projektleitung von Herrn Sonntag praktisch anwenden. Ebenfalls wurden Indikationen, Kontraindikationen, Abrechnungsbeispiele und konkrete Behandlungsschritte besprochen. Highlight der Veranstaltung waren die live Behandlungen mit Patienten, die an symptomatischen Floatern leiden.

JEN-OPHTHALMO....Partnerschaft auf lange Sicht01.03.2017

JEN-OPHTHALMO....Partnerschaft auf lange Sicht

 

Foto: Kesten für EYEFOX Jen-Ophthalmo – gegründet 1991 von Frank Sittig – freut sich bekannt geben zu dürfen, dass Thomas Köhler die Unternehmensnachfolge antreten wird.

 

Der 43jährige Kaufmann arbeitet seit 25 Jahren

in der Branche und ist vielen Kunden ein fester Begriff. Thomas Köhler hat das Einrichtungsgeschäft von der Pieke auf gelernt und konnte sowohl im Vertriebsaußendienst als auch im Management und Führungspositionen wertvolle Erfahrungen sammeln.

 

 

„Ich freue mich riesig auf das Aufgabengebiet und die Herausforderung in meiner 3. beruflichen Station“, so Köhler. „Unsere Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten haben eine Zukunftsperspektive getreu unseres Mottos –

 

PARTNERSCHAFT AUF LANGE SICHT.“, ergänzt Frank Sittig.