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Bereits 7 Millionen betroffen: Experten informieren im Rahmen der AMD–Aktionswoche bundesweit über die Volkskrankheit Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD)12.11.2018

Bonn, 12.11.2018

 

Bereits 7 Millionen betroffen: Experten informieren im Rahmen der AMD–Aktionswoche bundesweit über die Volkskrankheit Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD)



Die Patientenorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. informiert im Rahmen der AMD-Aktionswoche vom 17.-24.11.2018 mit bundesweit stattfindenden Patientensymposien über die oft als „Volkskrankheit“ bezeichnete Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD). Nur in der Aktionswoche erhalten Nicht-Mitglieder kostenlosen Zugang zum Patientenregister.


Erblindungsursache Nummer Eins


Bereits heute zählt die altersabhängige Form der Makula-Degeneration zu den häufigsten Erblindungsursachen in Deutschland. Neuste Zahlen aus der GutenbergGesundheitsstudie (Gutenberg Health Study - GHS) vom Oktober 2018 gehen von derzeit 7 Millionen Betroffenen in Deutschland aus – weit mehr, als bisher angenommen. Die Fachgesellschaft rät zur Vorsorge: Ab dem 50. Lebensjahr sollte jeder einmal im Jahr einen Augenarzt aufsuchen. Rechtzeitig erkannt lässt sich die AMD nämlich in vielen Fällen behandeln. Erste Hinweise auf eine AMD gibt der Amsler-GitterTest, der sich leicht selbst durchführen lässt: www.pro-retina.de/amsler-gitter.


AMD – Was ist das?


Die Makuladegeneration (MD) bezeichnet eine große Gruppe von erblichen oder erworbenen degenerativen Netzhauterkrankungen, bei denen vor allem das Sehzentrum (die Makula) als Stelle des schärfsten Sehens betroffen ist. Die Folge: In der Mitte des Gesichtsfeldes sieht der Betroffene zunehmend verschwommen. Die Wahrnehmung von Details, lesen und z.B. auch das Erkennen von Gesichtern wird zunehmend schwieriger. Die Ursachen der AMD sind noch nicht vollständig geklärt. Bei einer krankhaften Veränderung der Netzhaut bis hin zur Entwicklung einer AMD spielen genetische Dispositionen und Umwelteinflüsse (z.B. Rauchen, Übergewicht) und die sich daraus ergebenden Stoffwechselstörungen eine zentrale Rolle.



Experten informieren in bundesweiten Patientensymposien


Unter dem Motto "Trotz alledem! Leben mit der AMD" veranstaltet die Selbsthilfevereinigung PRO RETINA Deutschland e.V. zum fünften Mal eine bundesweite Themenwoche zur Altersabhängigen Makula-Degeneration. In Patientensymposien erfahren Betroffene und deren Angehörige von Experten, wie wichtig die Früherkennung dieser Krankheit ist und welchen Einfluss eine gesunde Lebensweise auf das Augenlicht haben kann. Darüber hinaus werden vielfältige Möglichkeiten vorgestellt, mit Diagnose und Erkrankung umzugehen.


Nähere Informationen zu den Symposien in Rostock, Masserberg, Lichtenfels und Berlin finden Sie unter: https://www.pro-retina.de/seminare/2018/amdaktionswoche-nr-602018. Das Patientensymposium in Berlin wird im Live-Stream übertragen und ist auch später noch in der Mediathek der Website auf www.proretina.de abrufbar.


Kostenloser Zugang zum Patientenregister


Im Rahmen der AMD-Aktionswoche wird das Patientenregister der PRO RETINA für alle AMD-Patienten geöffnet. Kostenlos registrieren können sich vom 17. - 24.11.2018 also auch Patienten, die noch kein Mitglied der PRO RETINA sind.
Mit dem 2017 eingerichteten Patientenregister verfolgt PRO RETINA das Ziel, Forschung und Medizin mit den Patienten zu vernetzen. Mit der Registrierung im Patientenregister können Betroffene ihre Chancen erhöhen, an klinischen Studien zur Therapiefindung bei Netzhauterkrankungen teilzunehmen.

 


Kontakt

Telefon (0228) 227 217-0

E-Mail: presse@pro-retina.de

 

 



Über PRO RETINA Deutschland e.V.

PRO RETINA Deutschland e.V., eine Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen, wurde vor 40 Jahren von Betroffenen und deren Angehörigen als gemeinnütziger Verein gegründet, um sich selbst zu helfen. PRO RETINA ist eine bundesweit tätige Organisation mit mehr als 50 Regionalgruppen und circa 6.000 Mitgliedern.
Wir bieten Informationen und Beratung und verstehen uns als Interessenvertretung der Patient/innen in der Öffentlichkeit und Gesundheitspolitik. Um einen Beitrag zur Entwicklung wirksamer Therapien zu leisten, engagiert sich PRO RETINA Deutschland e. V. auch in der Forschungsförderung. Die PRO RETINA möchte allen Menschen, die von einer Sehverschlechterung oder Erblindung aufgrund einer Netzhautschädigung bedroht sind, helfen, durch Prävention, Therapie und gemeinsame Bewältigung ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

35 Jahre OPHTEC - Firmenjubiläum und Eröffnung des Innovation Center Groningen12.11.2018

 

Doppelter Anlass für Feierlichkeiten in der niederländischen Zentrale  des Unternehmens OPHTEC

 

Groningen, Oktober 2018. Rechtzeitig zum 35-jährigen Jubiläum wurde im Oktober das OPHTEC Innovation Center von der Firmengründerin Frau Anneke Worst zusammen mit ihrem Sohn Erik Jan Worst, dem heutigen Direktor des OPHTEC Unternehmens, feierlich eröffnet. 

 

Bereits im letzten Jahr expandierte OPHTEC zur Kapazitätserweiterung mit einer neuen Produktionsstätte mit modernster technischer Ausstattung. Zur Herstellung seiner neuesten IOL- Entwicklung, einer Presbyopielinse mit einzigartigem Optikdesign, wurde eine neue Produktionslinie mit einem kollaborativen Roboter für die Produktion von Precizon Presbyopic IOLs geschaffen.

 

Nahe gelegen am bestehenden Büro- und Produktionskomplex ist das gerade neu eingeweihte Innovationszentrum, laut Erik Jan Worst, aufgrund des stetigen Wachstums und der Zukunftspläne des Unternehmens absolut notwendig geworden. Auch zukünftig soll, im Sinne seines Vaters Prof. Jan Worst, die Entwicklung innovativer Ideen und Erfindungen bestmöglich gefördert und ermöglicht werden.

Mit beiden  Erweiterungen wird die Möglichkeit zur Entwicklung künftiger IOL-Designs mit unterschiedlichen Materialien sichergestellt.

 

Als Erinnerung an die Anfangstage von OPHTEC begann die Eröffnungsfeier des Innovation Center mit der Enthüllung einer meterlangen Fotocollage des Künstlers und Designers Menno Schreuder.  Zum Gedenken an und zur Ehrung von Prof. Worst bildet die Collage die Geschichte von 35 Jahren OPHTEC  Intraokularlinsen ab. Nach dem formellen Teil zeigten OPHTECs Ingenieure den geladenen Gästen, die Funktionsweise der Intraokularlinsen und erläuterten an Hand von Beispielen die Bedeutung von Forschung und Entwicklung.

 

Neben den erweiterten Entwicklungs- und Herstellungsmöglichkeiten bietet auch der direkte Austausch mit den operierenden Ärzten des angeschlossenen Augenchirurgischen Zentrums, ebenfalls initiiert von Prof. Jan Worst, wohl  eine besondere, nicht oft gegebene, Gelegenheit, eigene Produkte direkt am Patienten prüfen und mit dem Patienten beurteilen zu können.

 

In 35 Jahren hat OPHTEC sich von einer kleinen Firma mit nur 8 Angestellten - mit aber  bereits großen Visionen - zu einem blühenden Unternehmen mit einzigartigem Produktportfolio und mit Kunden und Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt entwickelt.

 

Und eine nächste Expansion des Unternehmens in Groningen  wird wohl aufgrund des Mitarbeiterzuwachses nicht allzu lang auf sich warten lassen, lässt Erik Jan Worst mit einem Lächeln verlauten.

Neuer Maßstab für multimodale Weitwinkel-Fundusbildgebung08.11.2018

Der neue True Colour WideField Scanner „EIDON FA“ generiert echte Farbbilder, Infrarot-, Rotfrei-, Autofluoreszenz- und FAG-Aufnahmen.

Sein konfokales optisches System liefert Ihnen herausragende Bilder mit beeindruckender Plastizität, mit stereoskopischer 3D Betrachtung. Es stellt dabei nur eine minimale Pupillenanforderung von 2,5 mm und überwindet mühelos Medientrübungen wie Katarakt etc.

Die Aufnahmen erfolgen vollautomatisch auf Knopfdruck oder manuell. Die Bedienung ist außergewöhnlich intuitiv über ein modernes Touchscreen-Interface.

 

EIDON ist optional auch ohne AF- und FAG-Funktionen erhältlich.

 

Mehr Infos erhalten Sie unter Tel. 0451 / 80 9000 oder auf www.bon.de

www.eyefox.com/JFHHGU

Arzt kommt unzureichende Ausbildung seines Weiterbildungsassistenten teuer zu stehen07.11.2018

Ein Arzt hat seinen Weiterbildungsassistenten anzuleiten, zu überwachen und muss dazu regelmäßig in der Praxis anwesend sein. Tut er dies nicht, muss er das Honorar für die vom Weiterbildungsassistent erbrachten Leistungen sowie ggf. auch Fördermittel zurückzahlen (Bundessozialgericht [BSG], Beschlüsse vom 31.08.2018, Az. B 6 KA 25/18 B und B 6 KA 26/18 B).

 

Sachverhalt: Ausbildender Arzt ist nur an einem Werktag pro Woche anwesend

Ein Facharzt für Allgemeinmedizin beschäftigte in den Quartalen I/2009 bis III/2011 einen Weiterbildungsassistenten. Nach staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen habe der Allgemeinmediziner seine Pflicht zur Anleitung und Überwachung des Weiterbildungsassistenten verletzt. Er sei nur an Dienstagen in der Praxis anwesend gewesen. Die KV forderte rund 300.000 Euro Honorar für Leistungen zurück, die der Allgemeinmediziner unter seiner LANR an den übrigen Wochentagen abgerechnet habe. Begründung: Die von dem Weiterbildungsassistenten erbrachten Leistungen könnten dem Allgemeinmediziner nicht als persönlich erbrachte Leistungen zugerechnet werden.

 

Zudem stellte die KV fest, dass der Weiterbildungsassistent nicht ordnungsgemäß weitergebildet worden sei und dass die entsprechenden Fördermittel in Höhe von rund 40.000 Euro daher ohne Rechtsgrund geleistet worden seien. Der Allgemeinmediziner sei seinen Pflichten als Ausbilder nicht nachgekommen.

 

Das Landessozialgericht (LSG) entschied, dass der Arzt rund 80.000 Euro Honorar zurückzahlen muss, nicht aber die Fördermittel, weil er sich insofern auf Zusagen der KV hätte verlassen dürfen. Die teilweise unterlegene KV legte schließlich Nichtzulassungsbeschwerden zum BSG ein.

 

Entscheidung des BSG: keine wichtigen Rechtsfragen – LSG-Urteil ist gültig

Das BSG wies die Beschwerden als unbegründet zurück. Denn der KV sei die für eine Nichtzulassungsbeschwerde erforderliche Geltendmachung der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssachen nicht gelungen. Das BSG kann, wenn das LSG die Revision nicht zugelassen hat, nur angerufen werden, wenn bestimmte wichtige Rechtsfragen berührt sind, was hier aus Sicht des BSG nicht der Fall war.

 

Praxistipp: Weiterbildungsassistenten beklagen immer wieder die mangelnde Anleitung und Betreuung durch ihre ausbildenden Ärzte. Derweil erhält der ausbildende Arzt Fördermittel für die Weiterbildung. Gleichzeitig werden aber die medizinischen Leistungen der Assistenten von den Ausbildern voll abgerechnet. Weiterbildende Ärzte sollten tatsächlich genügend Zeit in die Ausbildung des Assistenten investieren und dazu auch regelmäßig in der Praxis anwesend sein.

 

Arzt kommt unzureichende Ausbildung seines Weiterbildungsassistenten teuer zu stehen

von Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht Philip Christmann, Berlin/Heidelberg, christmann-law.de

Klare Sicht - für mehr Lebensqualität und Sicherheit05.11.2018

Bundesverband der Augenärzte:

Grauer Star: Besser sehen nach der Operation

 

Düsseldorf 06.11.2018 – Die Operation des Grauen Stars ist eine der Erfolgsgeschichten der modernen Augenheilkunde: Die trüb gewordene Augenlinse wird operativ zerkleinert und abgesaugt, ein Kunststoff-Implantat ersetzt sie und verschafft dem Patienten wieder klare Sicht. Für die meist schon älteren Patienten bedeutet dies nicht nur einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität, sondern auch einen Zugewinn an Sicherheit, erklärt Dr. Ludger Wollring vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: „Nach der Kataraktoperation sinkt die Gefahr zu stolpern und zu stürzen.“

 

Unter den Augenkrankheiten, die vor allem im fortgeschrittenen Alter auftreten, ist die Katarakt diejenige, die die besten Aussichten auf Heilung bietet. Die Trübung der Augenlinse verursacht Einbußen bei der Sehschärfe, eine veränderte Farbwahrnehmung und eine verstärkte Blendempfindlichkeit. Doch nicht nur diese Symptome lassen sich beseitigen: Bei der Operation kann mit modernen Methoden sogar eine bestehende Fehlsichtigkeit korrigiert werden, so dass man seltener auf eine Sehhilfe angewiesen ist. Unter Umständen ist es sogar möglich, Kunstlinsen zu implantieren, die eine weitgehende Unabhängigkeit von der Brille schaffen. Das ist nicht nur für die „Best Ager“, die ihre Hobbies pflegen und Sport treiben von Vorteil. „Bei hochbetagten Menschen, die in einem Pflegeheim leben, ist es eine große Hilfe, wenn nicht ständig nach der Brille gesucht werden muss“, hat Dr. Wollring beobachtet.

 

Die Auswahl an Kunstlinsen wird immer breiter, so dass für jeden Patienten das individuell passende Implantat gewählt werden kann. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Art der Linsenoptik:

 

  • Standard sind so genannte Monofokallinsen, die scharfes Sehen in der Ferne ermöglichen. Zum Lesen wird dann noch eine Sehhilfe benötigt.
  • Zu den Sonderlinsen zählen die torischen Intraokularlinsen, die eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ausgleichen können.
  • Eine weitere Gruppe der Sonderlinsen sind Multifokallinsen. Sie verteilen das Licht auf mehrere Brennpunkte und ermöglichen so scharfes Sehen in der Ferne und in der Nähe. Allerdings können bei diesen Linsen störende optische Phänomene auftreten. Deshalb ist eine eingehende Beratung des Patienten Voraussetzung, wenn eine solche Linse zum Einsatz kommen soll.
  • Relativ neu auf dem Markt sind Kunstlinsen mit einer erweiterten Tiefenschärfe (extended depth of focus, EDOF). Auch sie ermöglichen eine weitgehende Unabhängigkeit von der Sehhilfe.

 

Zunächst werden die Augen des Patienten genau untersucht und vermessen. Die Untersuchungsergebnisse bilden dann die Grundlage für die weiteren Entscheidungen. Welche Kunstlinse im individuellen Fall zum Einsatz kommt, das wird dann in einem eingehenden Beratungsgespräch geklärt. Dabei spielt eine Rolle, ob die Augen – abgesehen von der Linsentrübung – gesund sind, oder ob eine andere Augenkrankheit wie ein Glaukom oder eine Makuladegeneration vorliegt. Die Sehgewohnheiten des Patienten spielen eine weitere wichtige Rolle: Fährt er häufig im Dunkeln Auto, liest er viel oder treibt er häufig im Freien Sport? Solche Fragen werden ebenfalls berücksichtigt.

 

Die Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die Operation und die Implantation der Standardlinsen. Mehrkosten für Sonderlinsen und auch für damit verbundene zusätzliche Voruntersuchungen haben die Patienten privat zu bezahlen.

 

Die Operation selbst erfolgt in den allermeisten Fällen ambulant. Das heißt, wenige Stunden nach dem Eingriff ist man schon wieder zu Hause. Bei einer Kontrolluntersuchung beim Augenarzt am nächsten Tag wird überprüft, ob alles in Ordnung ist. Die Kataraktoperation ist weltweit und auch in Deutschland der häufigste Eingriff überhaupt – etwa 900.000 Mal pro Jahr wird er hier ausgeführt. Komplikationen sind dabei äußerst selten. Die allermeisten Patienten erleben einen Zugewinn an Lebensqualität, das bessere Sehvermögen ermöglicht ihnen, ihr Leben aktiver zu gestalten.

 

Retinitis Pigmentosa: Patiententag in Hamburg23.10.2018

Liebe PRO RETINA Interessenten,

 

RP-Patienteninformationstag in Hamburg

 

Am Samstag, dem 24. November 2018 veranstaltet die Augenklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf einen Patienteninformationstag zu
erblichen Netzhauterkrankungen wie "Retinitis pigmentosa (RP)". Patienten, ihre Angehörigen und Interessierte sind eingeladen, sich bei namhaften
Spezialisten aus Medizin, Forschung, Patientenverbänden und Industrie über aktuelle Themen rund um erbliche Netzhaut-und Sehnervenerkrankungen zu informieren. Die Veranstaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, direkt mit Experten ins Gespräch zu kommen.

 

Programm

  • Begrüßung und Klinikvorstellung: Prof. Dr. M. Spitzer (Ärztlicher Direktor der Augenklinik Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Franz Badura (Vorsitzender der PRO RETINA Deutschland e.V, Bonn)
  • Wie funktioniert das Sehen? Was ist Retinitis pigmentosa?
    Therapiemöglichkeiten bei Retintis pigmentosa – Stand der Forschung: Prof. Dr. M. Spitzer
  • Aktuelle Ergebnisse bei Netzhautimplantaten: Prof. Dr. K. U. Bartz-Schmidt, Tübingen
  • Welche Perspektive bietet die Gentherapie? Prof. Dr. Dr. D. Fischer, Tübingen
  • Die transkorneale Elektrostimulation (TES) – ein erster Therapieansatz bei RP: Dr. N. Asselborn, Hamburg
  • Vergrößernde Sehhilfen bei Retinitis pigmentosa: Thomas Bräuer, Hamburg
  • 40 Jahre PRO RETINA – aktuelle Therapien aus Sicht des Verbandes: Franz Badura
  • 1 TES-Anwender, 1 Implantat-Anwender - Gesprächsrunde mit Anwendern, Patienten und Spezialisten für Retinitis pigmentosa:
    Sie fragen - wir antworten: Prof. Spitzer, Prof. Bartz-Schmidt

 

 

In der Kaffeepause können Sie die Referenten und Vertreter der Verbände und Vereine an den Informationsständen der Selbsthilfegruppen und
Patientenverbände treffen.

 

Anmeldung und Kontakt

Die kostenfreie Veranstaltung findet statt am Samstag, dem 25. November 2018 von 10.00 bis ca. 14.30 Uhr

im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Campus Lehre, Gebäude N55 in der Martinistrasse 52, 20246 Hamburg.

 

 

Die Anmeldung kann direkt per E-Mail über h.rindfleisch@uke.de an das Universitätsklinikum Hamburg/Eppendorf erfolgen.

Hier finden Sie einen Flyer zum RP-Patienteninformationstag [1] mit genaueren Informationen zum Programm und Anfahrtsbeschreibung.

 

 

Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V.

 

AAO 2018: Non-contact Panretinal Photocoagulation for Navilas® 577s Introduced23.10.2018

First retinal laser with a navigated non-contact treatment option for panretinal photocoagulation up to the far periphery.
Visit AAO booth #740 for a demo of enhanced comfort for sensitive patients.

                  

Just in time for the Annual Meeting of the American Academy of Ophthalmology (AAO 2018) in Chicago, OD-OS is launching a new widefield objective which brings non-contact panretinal photocoagulation with access to the far periphery (ora serrata) to the Navilas® 577s Laser System. The new option for peripheral treatments can further enhance compliance of sensitive patients and therefore allow for more comfortable PRP sessions.

This addition makes Navilas® the only retinal laser which allows for navigated focal and peripheral treatments (single spots and pattern) without a contact lens. The system supports digital pre-planning and computer-assisted delivery of laser spots thanks to its integrated eye tracking technology.

For a demo of navigated non-contact PRP treatment, visit OD-OS at the AAO in Chicago:
- October 26: #44 at the AAO Retina Subspecialty Day 
- October 27-30: #740 at the AAO main exhibition

The non-contact widefield objective will become available to Navilas® 577s users at the end of this year. 
Regional availability may vary. 

Here is what Navilas® users, who recently tested the non-contact widefield objective in clinical practice are saying:

Dr. Gregor Eberlein, University Clinic Augsburg, Germany: “My experience of extending comfortable non-contact treatment to the periphery was really good. It can be a great option for retinopexy and PRP treatments of patients averse to the contact lens.”

Dr. Jean-Christophe Ramel, France: “The field of view of the non-contact widefield objective is really amazing. I had a perfect view of a retinal tear in the far periphery.”

Dr. Stephan Deichelbohrer, St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe, Germany: “The non-contact widefield objective allows me to apply more spots in a single session as the cornea remains clear throughout the whole procedure – also by letting the patient lean back and blink for a moment. When using a standard contact lens the image quality may degrade due to superficial staining of the cornea.”

Ulrike Rahn, Clinical Project Manager at OD-OS: “This is a result from a successful collaboration with our Navilas® customers at CHI de Créteil in France that our development team has now turned into another treatment option for our Navilas® 577s Laser.” 

Listen to Navilas® users at AAO: 
- Q&A sessions at OD-OS #740 on October 27/28 at 10:00 am – more at: www.od-os.com/aao2018
- Talk by our user Dr. Jay Chhablani at Retina Subspecialty Day covering current knowledge on microsecond pulsing laser treatment (RET07, Friday, Oct 26, 11:39 am, Room: ARIE CROWN)

About Navilas®:  Navilas® laser systems enable physicians to digitally pre-plan the entire laser therapy on fundus images as well as on third-party diagnostic images, and to precisely execute this therapy plan with the help of computerized image guidance.

About OD-OS: OD-OS GmbH is a privately-held medical device company founded in 2008 with offices in Teltow, Germany, and Irvine, CA. www.od-os.com

For further information, please contact:
Stefanie Gehrke, Director Marketing | stefanie.gehrke@od-os.com, +49 (172) 3808 537
OD-OS GmbH | Warthestr. 21 | 14513 Teltow | German

Navilas® 577s is the first retinal laser with a navigated non-contact treatment option for panretinal photocoagulation up to the far 

Leica und Polytech Domilens intensivieren Vertriebspartnerschaft für ophthalmologische Operationsmikroskope21.10.2018

Heerbrugg und Roßdorf, 01. September 2018.

Die Firma Leica Microsystems GmbH mit Hauptsitz in Wetzlar und ihrer chirurgischen Abteilung in Heerbrugg, Schweiz entwickelt und fertigt wissenschaftliche Instrumente zur Analyse von Mikro- und Nanostrukturen und ist ein führender Hersteller von OP-Mikroskopen.

Polytech Domilens GmbH mit Sitz in Roßdorf ist ein führender Komplettanbieter für die Augenchirurgie und der größte herstellerunabhängige Anbieter für Ophthalmologie in Deutschland.

 

Die beiden Unternehmen haben nun eine Intensivierung ihrer Vertriebspartnerschaft in Deutschland angekündigt.

Mit dem gemeinsamen Ziel, Anwendern modernste Technik im Verbund mit umfangreichen Komplettlösungen bestehend aus Produkt und Service zur Verfügung zu stellen, werden OP-Mikroskope für die Augenheilkunde innerhalb des privat-ambulanten Kliniksegments ab sofort exklusiv von der Firma Polytech Domilens vertrieben.

 

Die enge Zusammenarbeit soll Kunden Erwerb und Nutzung ophthalmischer OP-Mikroskope der Marke Leica erleichtern und attraktivere Produkt- und Serviceangebote für Anwender in der Klinik ermöglichen.

 

„Unser Unternehmen steht seit Jahrzehnten im Dienst der Ophthalmo-Chirurgen“, sagt Holger Ruchatz, Leiter Equipment bei der Polytech Domilens GmbH. „Durch die Partnerschaft mit Leica entsteht ein neues Leistungsspektrum, das für unsere Kunden direkte Vorteile bringt, sowohl bei Verbrauchsmaterialien als auch in Bezug auf unseren neuen Geschäftsbereich für Konnektivität und digitale Lösungen, mit denen der OP effizienter in den Arbeitsablauf der Klinik eingebunden werden kann.“

 

Beide Unternehmen kündigen eine enge Kooperation auch im Bereich Kundenservice an, um ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit gleich zu Beginn der neuen Partnerschaft und auch langfristig zu sichern.

 

“Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Polytech Domilens in Deutschland nutzt die erheblichen Synergien zwischen beiden Unternehmen und ermöglicht uns eine bessere Marktfokussierung, besonders im wichtigen Segment privat-ambulanter Augenkliniken“, so Andreas Tedde, Vertriebsleiter DACH bei Leica Microsystems. „Unsere Kunden profitieren von dem gemeinsamen Produktangebot und Service.“

Netzhaut-Scanner für Zuhause15.10.2018

Liebe PRO RETINA Interessenten,

 

Forscher entwickeln ein tragbares Laser-Mikroskop

 

Eine regelmäßige augenärztliche Kontrolle ist bei vielen Augenleiden häufig entscheidend
für eine erfolgreiche Therapie. So auch bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD)
und anderen Krankheiten mit Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut. Die frühzeitige Erkennung von
krankhaften Veränderungen der Netzhaut spielt hier eine ganz besonders große Rolle.
Die häufigen Kontrollen stellen jedoch oft eine Belastung für die Patienten dar und verursachen Kosten und großen Zeitaufwand.

 

neuartige OCT-Gerät Mimo

 

Die Berner Fachhochschule BFH hat nun ein tragbares Laser-Mikroskop entwickelt.
Die Methode basiert auf der seit Jahren eingesetzten optischen Kohärenztomografie (OCT).
Das neuartige Gerät mit dem Namen „Mimo" ist so kompakt wie eine Kaffeemaschine, selbstmessend und durch eine intuitive
Bedienung sehr anwenderfreundlich. So kann die Messung an jedem beliebigen Ort, wie auch zuhause beim Patienten erfolgen.
Mit wenig Aufwand wird durch regelmäßig vom Patienten selbstständig durchgeführte Messungen eine
kontinuierliche Überwachung der Netzhaut ermöglicht.

Nach Ablegen des Kopfes in der Auflage, führt das Gerät den Netzhaut-Scan vollautomatisch durch.
Eine verbesserte Messgeschwindigkeit reduziert dabei Messfehler als Folge von Kopfbewegungen.

 

Mögliche Anwendung

 

Natürlich können diese kleinen Messmikroskope hinsichtlich der Bildqualität nicht mit den großen OCT-Geräten in der Klinik mithalten.
Die Aufnahmen seien jedoch ausreichend für eine verlässliche Analyse, insbesondere,
da sie durch eine Software vollautomatisch ausgewertet werden und die kürzeren Zeitabstände zwischen den einzelnen Messungen der
Erfassung von Veränderungen zugutekommen.

Die Resultate werden automatisch an ein beliebiges Endgerät übermittelt, sodass Arzt und Patient bei einem auffälligen Befund
sofort benachrichtigt werden und gegebenenfalls weitere Schritte einleiten können.
So kannvermieden werden, dass das optimale Zeitfenster für Therapiemaßnahmen verpasst wird.

Ob das kleine OCT-Gerät klinisch tatsächlich Vorteile bringt, wird derzeit validiert.
Auszuschließen ist es jedoch nicht, dass „Mimo“ vielleicht eines Tages den ein oder anderen Patienten-Haushalt besiedeln wird.

 

 

 

Quellen:

Der Bund - Schweizer Tageszeitung aus Bern vom 8.10.18 [1]

idw- Informationsdienst Wissenschaft vom 9.10.18 [2]

Mit einem Blindenstock gehen und trotzdem lesen? – Tag des weißen Stocks am 15. Oktober 201810.10.2018

Die Patientenorganisation PRO RETINA Deutschland e. V. nutzt den Tag des weißen Stocks am 15. Oktober 2018, um Vorurteile abzubauen und darüber aufzuklären, dass Benutzer des Langstocks – umgangssprachlich auch „Blindenstock“ genannt – nicht automatisch vollblind sind und gar nichts mehr sehen können, wie von Beobachtern häufig vermutet wird.

 

Sehbehinderte Menschen sind oft in der Lage, sich in gewohnter Umgebung oder bei guten Licht- und Kontrastverhältnissen noch angemessen zu orientieren, während sie – etwa bei fortgeschrittener Tageszeit, wenn sich die Lichtverhältnisse ändern – auf den Langstock als Hilfsmittel zwingend angewiesen sind. Bei nichtbetroffenen Mitmenschen sorgt diese Wahrnehmung nicht selten für Irritationen bis hin zur Unterstellung von Simulantentum. Es ist also nichts dabei, wenn ein Sehbehinderter seinen Langstock einklappt, sich in ein Café setzt und in der Zeitung liest oder den Touchscreen seines Smartphones bedient. Ein Bild, an das sich viele aber immer noch nicht gewöhnt zu haben scheinen.

 

Mit Missverständnissen aufräumen

Sehbehinderte berichten immer wieder von Missverständnissen in der Kommunikation mit Nichtbetroffenen. Bei einer Makuladegeneration etwa, bei der die Mitte des Gesichtsfelds verschwimmt, sind Personen oft nicht mehr erkennbar, wenn sie sich nicht akustisch bemerkbar machen. Der fehlende Blickkontakt ist ein weiteres Problem, denn Betroffene können auf die Mimik des Gegenübers nicht reagieren. Weil ein fehlender Blickkontakt als unhöflich gilt oder als Desinteresse interpretiert wird, richten Sehbehinderte ihren Blick auf den Gesprächspartner, ohne ihn zu sehen. Menschen mit einer RP (Retinitis Pigmentosa) verfügen dagegen oft lange über eine gute zentrale Sehschärfe, die das Lesen und Erkennen von Gesichtern ermöglicht, durch das eingeschränkte Gesichtsfeld kann aber oft nicht wahrgenommen werden, wenn zum Beispiel eine Hand zur Begrüßung gereicht wird. Als unhöflich oder ungeschickt wird bisweilen auch das Anrempeln von Personen oder das Stolpern über Gegenstände ausgelegt.

 

Hilfsmittel akzeptieren

Die Reaktionen von Menschen ohne Seheinschränkungen führen zum Teil dazu, dass sehbehinderte Menschen auf das Benutzen des Langstocks verzichten. Sie vermeiden es, sich zu outen, aus der Angst heraus ausgegrenzt zu werden, oder vor Stigmatisierung und Entmündigung. Viele Menschen sind geübt darin, ihre Sehschwäche (beispielsweise gegenüber Kollegen oder Geschäftspartnern) zu verbergen. Bei manchen Betroffenen dauert es Jahre, bis sie bereit sind, den Langstock zu benutzen. Sich dazu durchzuringen ist für viele ein schmerzhafter Prozess, der mit dem Akzeptieren der eigenen Einschränkungen verbunden ist. Dabei dient der Langstock, in Kombination mit einem Orientierungs- und Mobilitätstraining, vor allem der eigenen Mobilität und Sicherheit.

 

Blind ist nicht gleich blind.

Die meisten als blind bezeichneten Menschen haben noch Seheindrücke. Was sie dabei noch sehen, ist höchst unterschiedlich und hängt von der Sehbehinderung ab, die zur Erblindung geführt hat.

 

Gemessen am Visus, das heißt der bestkorrigierten Sehschärfe des besseren Auges, gibt es je nach Land oder Organisation unterschiedliche Definitionen für Blindheit und Sehbehinderung. Stark vereinfacht lässt sich sagen, dass als sehbehindert gilt, wer über ein Sehvermögen von maximal 33 Prozent (der Norm) verfügt. Hochgradig sehbehindert bezeichnet ein Sehvermögen von maximal 5 Prozent; als blind gilt, wer noch 2 Prozent des Sehvermögens besitzt (Sehhilfen berücksichtigt). Blindheit kann auch bei besserer Sehschärfe vorliegen, wenn das Gesichtsfeld beeinträchtigt ist.

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Bildinformation: Mit einem Blindenstock gehen und trotzdem lesen © Jennifer Zumbusch

Forschungspreise der PRO RETINA: Förderung herausragender Nachwuchswissenschaftler aus Bonn auf dem Gebiet der Netzhautdegenerationen09.10.2018

Die alljährlich von der PRO RETINA vergebenen Forschungspreise wurden am Internationalen Tag der Netzhaut (World Retina Day) am 29.09.18 im Rahmen des 116. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) an herausragende Nachwuchswissenschaftler aus Bonn verliehen.

 

Der Grundlagenwissenschaftliche Forschungspreis, den die PRO RETINA Stiftung zur Verhütung von Blindheit Deutschland e.V. zusammen mit der Retina Suisse vergibt, ging 2018 an Niklas und Lennart Domdei für die gemeinsame Publikation „Ultra-high contrast retinal display system for single photoreceptor psychophysics“ (veröffentlicht in Biomedical Optics Express 9:157-172, doi10.1364/BOE.9.000157). Die beiden Erstautoren konnten mit ihrem Projekt einen technischen Meilenstein in der Entwicklung zellgenauer Funktionstestung der Netzhaut erzielen. Sie haben eine Methode erarbeitet, mit der es gelingt, auf Einzelzellebene sowohl mikroskopisch strukturelle Veränderungen direkt in lebenden Zellen (in vivo) bildlich darzustellen als auch funktionelle psychophysikalische Tests an diesen einzelnen Zellen quasi simultan durchzuführen. Das von den beiden Brüdern entwickelte Verfahren erlaubt erstmals, auch einzelne Stäbchen-Photorezeptoren des Menschen zu testen. In einem interdisziplinären Ansatz, der Netzhautphysiologie, adaptive Optiken und photonische Physik auf internationalem Höchstniveau vereint, haben die Autoren eine neue Methode für die grundlagenwissenschaftliche und klinische Untersuchung von Netzhautfunktion und -dysfunktion entwickelt.

 

Der Wissenschaftlich Medizinische Beirat der PRO RETINA hat in besonderer Weise gewürdigt, dass die beiden Autoren in einer sehr frühen Phase ihrer akademischen Entwicklung international herausragende Innovationen im Bereich der Bildgebung und der Einzelzell-Psychophysik geleistet haben, die international an vorderster Front der Entwicklung stehen. Die jungen Wissenschaftler zählen damit zum hoffnungsvollsten wissenschaftlichen Nachwuchs für die innovative in vivo Bildgebung in der Ophthalmologie in Deutschland.

 

Niklas Domdei fertigt derzeit seine Promotionsarbeit im Labor von Dr. Wolf Harmening an der Universitätsaugenklinik in Bonn an, hat vorher am Institut für Biologie II in Aachen einen Master in Biologie abgelegt. Sein Bruder Lennart Domdei, legt derzeit den Master of Science in Medical Physics an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf ab und hat sich speziell mit der adaptiven Optik beschäftigt. Der Klinische Forschungspreis der PRO RETINA Stiftung zur Verhütung von Blindheit ging dieses Jahr an Dr. med. Maximilian Pfau für eine Serie von fünf Originalarbeiten zu funktionellen und strukturellen Biomarkern als Studienendpunkte bei degenerativen Netzhauterkrankungen. Die Arbeiten von Dr. Pfau leisten einen entscheidenden Beitrag

  • für die Fallzahlberechnung und Definition von Testprotokollen in multizentrischen Studien zu Netzhauterkrankungen;
  • bei der Vermessung von verschiedenen Formen der geografischen Atrophie (GA) mittels Grünlicht-Autofluoreszenz (GAF); hierdurch konnten bei Patienten die Progressionsrisikofaktoren beschrieben werden und damit erstmals die prognostische Relevanz dieser vorteilhaften Technik gezeigt werden;
  • zum Verständnis der Rolle des Luteins bei der Beurteilung der GAF-Messergebnisse bei altersbedingter Makuladegeneration. Diese Arbeiten ermöglichen eine beträchtliche Fallzahlreduktion für zukünftige prospektive Studien zur geografischen Atrophie.

 

Dr. Pfau hat in Heidelberg studiert und 2015 promoviert. Seit Juli 2017 ist er mit Hilfe des Förderprogramms „Nachwuchsgruppe“ der Universität Bonn, betreut von Fr. Prof. Dr. M. Fleckenstein, an der Bonner Universitäts-Augenklinik tätig. Er zählt zum hoffnungsvollsten wissenschaftlichen Nachwuchs als „Klinischer Wissenschaftler“ in der Ophthalmologie in Deutschland.

 

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Bild 1: Verleihung der Forschungspreise 2018, v.l.n.r. Daniela Brohlburg (PRO RETINA Deutschland e.V.), Stephan Hüsler (Geschäftsführer Retina Suisse), Franz Badura (Vorsitzender  PRO RETINA Deutschland e.V.), Lennart Domdei (Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis), Niklas Domdei (Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis), Dr. med. Maximilian Pfau (Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis), Markus Georg (Geschäftsführer PRO RETINA Deutschland e.V.), Prof. Dr. Frank G. Holz (Direktor Universitäts-Augenklinik Bonn)

 

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Bild 2: Verleihung der Forschungspreise 2018, v.l.n.r. Prof. Dr. Nicole Eter (Direktorin Klinik für Augenheilkunde), Lennart Domdei (Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis), Niklas Domdei (Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis), Franz Badura (Vorsitzender  PRO RETINA Deutschland e.V.), Dr. med. Maximilian Pfau (Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis)

Diabetes? Schützen Sie Ihr Sehvermögen!07.10.2018

Woche des Sehens 2018: Mit anderen Augen – wie Augenärzte für Durchblick sorgen

Düsseldorf 08.10.2018 Zur Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober weisen Augenärzte auf die Bedeutung regelmäßiger Augenuntersuchungen für Menschen mit Diabetes mellitus hin. Durch die Zuckerkrankheit hervorgerufene Augenkrankheiten sind in der westlichen Welt die häufigste Ursache für Sehbehinderungen und Blindheit bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Doch der Verlust des Augenlichts lässt sich verhindern.

 

Mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt. Zu den gefürchteten Folgen gehören Augenkrankheiten, die schon in jungen Jahren zu Sehbehinderung oder gar Erblindung führen können. Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen sind die Basis, um das Sehvermögen der Betroffenen sicher und langfristig zu bewahren. Bei diesen Untersuchungen fallen Veränderungen an der Netzhaut des Auges auf, lange bevor die Patienten selbst Symptome bemerken. Und dann kann eine Behandlung frühzeitig eingeleitet werden, so dass bleibende Schäden vermieden werden.

 

Nur 50 bis 60 Prozent gehen regelmäßig zum Augenarzt

Dr. Georg Spital, Generalsekretär der Initiativgruppe Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen (IFDA) und der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Auge (AGDA), ist jedoch besorgt, denn Zahlen aus dem Disease Management Programm (DMP) Nordrhein weisen darauf hin, dass die Screeningrate rückläufig ist: "Es ist anzunehmen, dass nur 50 bis 60 Prozent der Menschen mit Diabetes regelmäßig einen Augenarzt aufsuchen."

Deshalb werben IFDA/AGDA gemeinsam mit dem Berufsverband der Augenärzte dafür, dass die Patienten vermehrt auf die Notwendigkeit der Augenuntersuchungen hingewiesen werden. Dr. Spital appelliert an Hausärzte und Internisten, an der Aufklärung der Patienten mitzuwirken.

 

Kontrolluntersuchungen mindestens alle zwei Jahre

Mindestens alle zwei Jahre sollten sich Menschen mit Diabetes in der Augenarztpraxis untersuchen lassen; je nach dem Vorliegen von Risikofaktoren oder bereits vorhandenen Augenschäden kann es aber auch jährlich oder häufiger notwendig sein. Für die Untersuchung wird die Pupille mit Hilfe von Augentropfen weit gestellt, so dass der Augenarzt die Netzhaut bis in die Randbereiche hinein genau untersuchen kann. Denn ein zu hoher Zuckergehalt im Blut schädigt die feinen Blutgefäße, die die Netzhaut versorgen und die dadurch hervorgerufenen Veränderungen sind bei diesem Screening zu erkennen. Dr. Spital hat einen Tipp für die Patienten: „Nach der Untersuchung ist durch die erweiterte Pupille die Sehschärfe noch einige Stunden lang verringert – die Patienten sollten daher möglichst nicht selbst mit dem Auto zur Untersuchung fahren.“ Auf ihrer Internetseite haben IFDA/AGDA wichtige Informationen über diabetische Augenerkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten zusammengetragen: www.diabetes-auge.de.

 

Woche des Sehens

Die „Woche des Sehens“ ist eine Aufklärungskampagne, die bundesweit vom 8. bis 15. Oktober stattfindet. In diesem Jahr lautet ihr Motto „Mit anderen Augen“. Unter der Schirmherrschaft der bekannten Fernsehjournalistin Gundula Gause machen Initiatoren und Unterstützer der Aktionswoche auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Lage von blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland und den Entwicklungsländern aufmerksam.

Getragen wird die Kampagne von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch, ZEISS und der VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH. www.woche-des-sehens.de

Mit anderen Augen - Woche des Sehens04.10.2018

Bonn, 04.10.2018



Mit anderen Augen – Woche des Sehens 2018



Vom 8.-15. Oktober findet die „Woche des Sehens“ statt. Das Motto der Kampagne „Mit anderen Augen“ nutzen Selbsthilfeorganisationen wie PRO RETINA Deutschland e. V., um mit vielfältigen Veranstaltungen auf die Belange Betroffener aufmerksam zu machen und das Verständnis von Betroffenen und Nichtbetroffenen zu fördern.

 

Werden sehende Menschen gefragt, wie sie sich den Unterschied zwischen Blindheit und Sehbehinderung vorstellen, kommen viele häufig zu dem Schluss: Blinde Menschen sehen gar nichts, Menschen mit einer Sehbehinderung sehen sehr unscharf. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn die Ausprägungen und Auswirkungen von Sehbehinderungen sind so vielfältig und individuell wie die Menschen selbst. Auch blinde Menschen können durchaus noch einen sehr geringen Sehrest haben, was bei Passanten oft Irritationen auslöst. Genauso verwundert sind Menschen, wenn Personen mit einer Seheinschränkung einen weißen Blindenlangstock benötigen und nutzen, obwohl sie z.B. noch auf ihrem Smartphone oder in der Zeitung lesen können. Sehbehinderungen werden meist durch Augenkrankheiten bedingt, die mit ganz unterschiedlichen Symptomen und damit auch unterschiedlichen Arten von Einschränkungen einhergehen. Auch Faktoren wie Umgebung, Beleuchtung und nicht zuletzt die persönliche Tagesform der betroffenen Personen wirken sich auf die Sehbehinderung aus. Hinzu kommt, dass zahlreiche Augenerkrankungen einen schleichenden Verlauf haben und sich die Sehbeeinträchtigung je nach Stadium der Krankheit verändern und verschlechtern kann. Eine allgemeingültige Aussage über „die Sehbehinderung“ kann nicht getroffen werden.



Eine Vielzahl an Augenkrankheiten ist jedoch mit ähnlichen, mitunter sogar gleichen Auswirkungen verbunden: nachlassendes oder fehlendes Kontrastsehen, eine erhöhte Blendempfindlichkeit und Probleme mit dem Sehen im Nahbereich gehören zu diesen vermehrt auftretenden Einschränkungen. So unterschiedlich wie die vielfältigen Auswirkungen von Sehbehinderung sich gestalten, so unterschiedlich fallen auch die Lösungen für die Betroffenen aus. Große Schrift, farbige Kontraste oder spezielle Lichtverhältnisse: Für sehende Menschen ist es nicht auf den ersten Blick ersichtlich, welche Bedingungen für Menschen mit Sehbehinderung optimal sind. Auch hier gilt wie so oft: Ein persönliches Gespräch bringt Klarheit und beugt Missverständnissen vor.



In unzähligen Veranstaltungen, durch Broschüren und Flyer, Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und das persönliche Gespräch macht die Patientenorganisation PRO RETINA auf die Bedarfe von Menschen mit einer Seheinschränkung aufmerksam und klärt die Öffentlichkeit über verschiedene Krankheitsbilder und das Leben mit einer Sehbehinderung auf.

 

Im Zusammenhang mit der Woche des Sehens organisiert PRO RETINA kostenlose Veranstaltungen:

  • Infostand auf dem Wochenmarkt in Warstein: 10.10.2018, 10-14 Uhr, Marktplatz vorm Rathaus
  • Vortrag „Ich sehe so, wie du nicht siehst“ im Rahmen eines Aktionstags des Sehens: 10.10.2018, 13-15 Uhr, Universität Paderborn
  • Fachvorträge und Hilfsmittelausstellung in Mainz: 13.10.2018, 10-15 Uhr, Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz
  • Fachvorträge und Hilfsmittelausstellung in Saarbrücken: 13.10.2018, 10-18 Uhr, Ärztekammer Saarland in Saarbrücken

 

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter: https://www.proretina.de/aktuelles/termine 

 

Kontakt:

Telefon (0228) 227 217 15

E-Mail: info@pro-retina.de

www.pro-retina.de

 


Über die Woche des Sehens:

Seit 2002 bezeichnet „Woche des Sehens“ eine jährlich wiederkehrende Kampagne, die von zahlreichen Organisation unterstützt wird und an der sich jeder beteiligen kann: Jeder ist aufgefordert, im Rahmen der Kampagne ein Event zu organisieren. Die Initiatoren stellen dafür Aktionsmaterial zur Verfügung, das kostenlos angefordert werden kann. Höhepunkte sind jeweils die zwei internationalen Aktionstage „Welttag des Sehens“ und der „Tag des weißen Stocks“.

Getragen wird die Aktionswoche von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf und PRO RETINA Deutschland. Schirmherrin ist die Journalistin und ZDF-Moderatorin Gundula Gause. Weitere Informationen unter www.woche-des-sehens.de.

 

 

 

Über PRO RETINA Deutschland e. V.:

PRO RETINA Deutschland e.V., die größte und älteste Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen, wurde vor 40 Jahren von Betroffenen und deren Angehörigen als gemeinnütziger Verein gegründet, um sich selbst zu helfen. PRO RETINA ist eine bundesweit tätige Organisation mit mehr als 50 Regionalgruppen und circa 6.000 Mitgliedern.


Wir bieten Informationen und Beratung und verstehen uns als Interessenvertretung der Patient/innen in der Öffentlichkeit. Um einen Beitrag zur Entwicklung wirksamer Therapien zu leisten, engagiert sich PRO RETINA Deutschland e. V. auch in der Forschungsförderung. Die PRO RETINA möchte allen Menschen, die von einer Sehverschlechterung oder Erblindung aufgrund einer Netzhautschädigung bedroht sind, helfen, durch Prävention, Therapie und gemeinsame Bewältigung ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Klinischer Forschungspreis 201801.10.2018

 

Klinischer Forschungspreis 2018 der PRO RETINA

 

Die alljährlich von der PRO RETINA bzw.von der PRO RETINA und der Retina
Suisse vergebenen Forschungspreise, der Retinitis pigmetosa
(RP)-Forschungspreis und der Makula-Forschungspreis wurden umbenannt: eine
Differenzierung in RP und Makula kann aufgrund des wissenschaftlichen
Erkenntnisstandes oft nicht mehr trennscharf genug definiert werden: daher
werden die Preise heuer zum ersten Mal als "Grundlagenwissenschaftlicher
Forschungspreis" und als "Klinischer Forschungspreis" vergeben.

Der diesjährige Klinische Forschungspreis der PRO RETINA Deutschland e. V.
zur Verhütung von Blindheit ist im Rahmen des 116. Kongresses der Deutschen
Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Bonn Herrn Dr. med. Maximilian Pfau
zuerkannt worden.

Wie es in der von Prof. Dr. med. Eberhart Zrenner (Vorsitzender des
Wissenschaftlich-Medizinischen Beirates WMB der PRO RETINA) verfassten
Laudatio heißt, hat der WMB diesen Preis zuerkannt für eine Serie von fünf
Originalarbeiten zu funktionellen und strukturellen Biomarkern als
Studienendpunkte bei degenerativen Netzhauterkrankungen.

 Die Arbeiten von Dr. Pfau leisten einen entscheidenden Beitrag

     * für die Fallzahlberechnung und Definition von Testprotokollen in
       multizentrischen Studien zu Netzhauterkrankungen;
     * bei der Vermessung von verschiedenen Formen der geografischen Atrophie
       (GA) mittels Grünlicht-Autofluoreszenz (GAF); hierdurch konnten bei
       Patienten die Progressionsrisikofaktoren beschrieben werden und damit
       erstmals die prognostische Relevanz dieser vorteilhaftenTechnik gezeigt
       werden;
     * zum Verständnis der Rolle des Luteins bei der Beurteilung der
       GAF-Messergebnisse bei altersbedingter Makuladegeneration. Diese Arbeiten
       ermöglichen eine beträchtliche Fallzahlreduktion für zukünftige
       prospektive Studien zur geografischen Atrophie. 

Herr Dr. Pfau hat in Heidelberg studiert und 2015 promoviert. Seit Juli 2017
ist er mit Hilfe des Förderprogramms „Nachwuchsgruppe“ der Universität
Bonn, betreut von Fr. Prof. Dr. M. Fleckenstein, an der Bonner
Universitäts-Augenklinik tätig. Er zählt zum hoffnungsvollsten
wissenschaftlichen Nachwuchs als „Klinischer Wissenschaftler“ in der
Ophthalmologie in Deutschland und ist auf dem besten Weg in eine erfolgreiche
Hochschullehrerlaufbahn.

Die PRO RETINA Deutschland e. V. und auch das Newsletter-Team gratuliert dem
Preisträger herzlich zu dieser Ehrung und wünscht ihm viel Erfolg für
seine weiteren Forschungsvorhaben. Der Klinische Forschungspreis ist mit
einer Barsumme von 2000 €, sowie der Finanzierung eines
Kongressaufenthaltes (im Wert von weiteren 1500 €) verbunden.

Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V.

Grundlagenwissenschaftlicher Forschungspreis 2018 der PRO RETINA01.10.2018

Die alljährlich von der PRO RETINA bzw.von der PRO RETINA und der Retina
Suisse vergebenen Forschungspreise, der Retinitis pigmetosa
(RP)-Forschungspreis und der Makula-Forschungspreis wurden umbenannt: eine
Differenzierung in RP und Makula kann aufgrund des wissenschaftlichen
Erkenntnisstandes oft nicht mehr trennscharf genug definiert werden: daher
werden die Preise heuer zum ersten Mal als "Grundlagenwissenschaftlicher
Forschungspreis" und als "Klinischer Forschungspreis" überreicht.


Der diesjährige Grundlagenwissenschaftliche Forschungspreis, den die PRO
RETINA Deutschland zusammen mit der Retina Suisse vergibt, ist im Rahmen des
116. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Bonn
Herrn Niklas Domdei und Herrn Lennart Domdei zuerkannt worden.


Wie es in der von Prof. Dr. med. Eberhart Zrenner (Vorsitzender des
Wissenschaftlich-Medizinischen Beirates WMB der PRO RETINA) verfassten
Laudatio heißt, hat der WMB diesen Preis zuerkannt für die gemeinsame
Publikation (zusammen mit Reiniger JL, Linden M, Holz FG, Roorda A, und
Harmening WM) mit dem Thema:


Ultra-high contrast retinal display system for single photoreceptor
psychophysics

(Veröffentlicht in Biomedical Optics Express 9:157-172,
doi10.1364/BOE.9.000157).


Die beiden Erstautoren konnten mit ihrem Projekt einen technischen
Meilenstein in der Entwicklung zellgenauer Funktionstestung der Netzhaut
erzielen. Sie haben eine Methode erarbeitet, mit der es gelingt, auf
Einzelzellebene sowohl mikroskopisch strukturelle Veränderungen direkt in
lebenden Zellen (in vivo) bildlich darzustellen als auch funktionelle
psychophysikalische Tests an diesen einzelnen Zellen quasi simultan
durchzuführen. Das von den beiden Brüdern entwickelte Verfahren erlaubt
erstmals, auch einzelne Stäbchen-Photorezeptoren des Menschen zu testen. In
einem interdisziplinären Ansatz, der Netzhautphysiologie, adaptive Optiken
und photonische Physik auf internationalem Höchstniveau vereint, haben die
Autoren eine neue Methode für die grundlagenwissenschaftliche und klinische
Untersuchung von Netzhautfunktion und -dysfunktion entwickelt.


Hr. Niklas Domdei fertigt derzeit seine Promotionsarbeit im Labor von Dr.
Wolf Harmening an der Universitätsaugenklinik in Bonn an, hat vorher am
Institut für Biologie II in Aachen einen Master in Biologie abgelegt.


Sein Bruder, Herr Lennart Domdei, legt derzeit den Master of Science in
Medical Physics an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf ab und hat
sich speziell mit der adaptiven Optik beschäftigt.
 

Der Wissenschaftlich Medizinische Beirat der PRO RETINA hat in besonderer
Weise gewürdigt, dass die beiden Autoren in einer sehr frühen Phase ihrer
akademischen Entwicklung international herausragende Innovationen im Bereich
der Bildgebung und der Einzelzell-Psychophysik geleistet haben, die
international an vorderster Front der Entwicklung stehen. Die jungen
Wissenschaftler zählen damit zum hoffnungsvollsten wissenschaftlichen
Nachwuchs für die innovative in vivo Bildgebung in der Ophthalmologie in
Deutschland.


Die PRO RETINA Deutschland e. V. und auch das Newsletter-Team gratulieren
Herrn Niklas und Herrn Lennart Domdei herzlich zu dieser Ehrung und wünschen
Ihne viel Erfolg für ihre weiteren wissenschaftlichen Arbeiten. Der
Grundlagenwissenschaftliche Forschungspreis ist mit einer Barsumme von 2000
€, sowie der Finanzierung eines Kongressaufenthaltes (im Wert von weiteren
1500 €) verbunden.


Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V.
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