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Und was mache ich jetzt? - Experten diskutieren über Entscheidungen und Entscheidungshilfen im Zusammenhang mit gesundheitlichen Fragen11.09.2018

„Und was mache ich jetzt?“ – Experten diskutieren über Entscheidungen und Entscheidungshilfen im Zusammenhang mit gesundheitlichen Fragen

 

 

PRO RETINA Deutschland e.V. lädt Akteure aus Politik, Forschung, Augenheilkunde sowie Patienten am 14.09.2018 von 14-18 Uhr zu den „Kölner Begegnungen“ im Horion-Haus des LVR in Köln-Deutz, um die gesundheitspolitische Debatte über Entscheidungen und Entscheidungshilfen im Zusammenhang mit gesundheitlichen Fragen zu befördern.

 

 

Wir treffen täglich Entscheidungen – und nicht immer fallen uns die Entscheidungen leicht. Besonders schwierig sind Entscheidungen, die die eigene Gesundheit betreffen. Im Rahmen der „Kölner Begegnungen 2018“ beleuchten Fachleute aus Politik, Forschung, Augenheilkunde und Patientenselbsthilfe deshalb am Beispiel von Patienten mit einer Netzhauterkrankung, wie Entscheidungsprozesse ablaufen und auf welcher Grundlage sich schwierige Entscheidungen rund um die Erkrankung, Diagnostik, Therapie und Hilfsmittel treffen lassen. Zur Diskussion steht nicht zuletzt die Frage, ob theoretische Entscheidungshilfen mit der alltäglichen Praxis der Patienten zusammenpassen und welche Konsequenzen sowie konkrete Handlungsanweisungen sich daraus für die Akteure im Gesundheitssystem ergeben.

Seit über 40 Jahren setzt die Patientenorganisation PRO RETINA Deutschland e.V. Meilensteine auf dem Gebiet der Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen, in der Beratung Betroffener und der Interessenvertretung von Menschen mit einer Sehbehinderung.

Wir laden Sie herzlich ein, mit Experten und Patienten ins Gespräch zu kommen und die PRO RETINA Deutschland e.V. als älteste und größte Patientenorganisation im Bereich der Netzhautdegenerationen persönlich kennenzulernen.

 

Kontakt für Anmeldung und weiterführende Informationen:

Telefon (0228) 227 217 15

E-Mail: info@pro-retina.de

www.pro-retina.de

 

 

Über PRO RETINA Deutschland e.V.

PRO RETINA Deutschland e.V., die größte und älteste Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen, wurde vor 40 Jahren von Betroffenen und deren Angehörigen als gemeinnütziger Verein gegründet, um sich selbst zu helfen. PRO RETINA ist eine bundesweit tätige Organisation mit mehr als 50 Regionalgruppen und circa 6.000 Mitgliedern.
Wir bieten Informationen und Beratung und verstehen uns als Interessenvertretung der Patient/innen in der Öffentlichkeit und der Gesundheitspolitik. Um einen Beitrag zur Entwicklung wirksamer Therapien zu leisten, engagiert sich PRO RETINA Deutschland e. V. auch in der Forschungsförderung. Die PRO RETINA möchte allen Menschen, die von einer Sehverschlechterung oder Erblindung aufgrund einer Netzhautschädigung bedroht sind, helfen, durch Prävention, Therapie und gemeinsame Bewältigung ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

„AddOn® Technologie im Fokus“11.09.2018

1stQ informierte beim ESCRS 2018 über innovative Zusatzlinsen für eine refraktive Punktlandung

Mannheim, 27.09.2018. Beim 36. Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) in Wien präsentierte Medizinproduktehersteller 1stQ sein Katarakt-Programm und legte dabei einen Schwerpunkt auf AddOn Sulkuslinsen.

„Um Menschen nach der Operation am Grauen Star wieder zum Optimalen, Natürlichen Sehen (ONS) zu verhelfen, fertigen wir neben Basis auch AddOn Linsen“, erklärt Rüdiger Dworschak, CEO und Gründer des Mannheimer Unternehmens. „So erreichen wir für die Patienten die individuell sinnvollste Kombination aus Sehfunktionen, die für eine refraktive Punktlandung notwendig ist.“

AddOn IOLs: Meilenstein in der Patientenversorgung

Die AddOn Linse gilt als Meilenstein in der funktionalen Patientenversorgung und verhilft immer mehr Menschen beispielsweise zu einem brillenfreien Leben oder zur Korrektur eines Astigmatismus nach der Katarakt-OP. Zudem lassen sich mithilfe der Zusatzlinse Restsehfehler zuverlässig korrigieren und eine refraktive Punktlandung kann in den allermeisten Fällen sicher erreicht werden. Die AddOn wird zusätzlich zur kapselsackfixierten Basislinse in den Sulkus implantiert.

Sie ist kompatibel mit allen gängigen Kapselsack IOLs, unabhängig von deren Design oder Material. Die Implantation verläuft ähnlich wie die Operation am Grauen Star. „Aufgrund unseres patentierten Sulkusdesigns und eines standardisierten Verfahrens handelt es sich um einen sehr sicheren Eingriff“, fährt Dworschak fort.

AddOn – das Original und ein umfassendes Katarakt-Programm

Über die Eigenschaften und die Handhabung der innovativen IOLs konnten sich die Teilnehmer des ESCRS-Kongresses vom 22. bis zum 26. September 2018 auf dem 70 Quadratmeter großen 1stQ-Stand ausführlich informieren. „Bei uns erwartete den Besucher das AddOn-Original“, ist dem Firmenchef wichtig zu betonen, der in Wien mit seinem Team vor Ort war. „Nur das von 1stQ entwickelte und patentierte Sulkusdesign garantiert die Sicherheit und volle Funktionalität der Linse im Sulkus. Die AddOn wird mittlerweile häufig kopiert. Alle uns bekannten Kopien weisen jedoch die erforderlichen Eigenschaften nicht auf.”

Darüber hinaus präsentierte das Mannheimer Unternehmen weitere innovative ophthalmologische Produkte. Dazu zählen neben Intraokularlinsen auch mikrochirurgische Einmalinstrumente.

Im Lounge-Bereich konnten Besucher ausgewählte Gemälde des Kölner Künstlers Sina Mostafawy bewundern.

AddOn Symposium im Palais Wertheim

Ein Programmhighlight war auch in diesem Jahr das wissenschaftliche Symposium, das im Palais Wertheim am Sonntag, den 23.09.2018, stattfand. Vier international namhafte Speaker versorgten die rund 100 geladenen Gäste mit praxisnahen oder auch provokativen Informationen über die Zusatzlinse.

Prof. Dr. Sauder (Stuttgart) referierte über seine Langzeiterfahrung mit der AddOn, Prof. Dr. Dr. Scharioth (Recklinghausen) stellte eine neue Anwendungsform der AddOn für hochmyope Patienten vor (binokulare Trifokalität); Dr. Knecht (Oldenburg) und Dr. Bautista (Madrid) berichteten jeweils über ihre unterschiedlichen Vorgehensweisen mit der Presbyopie-korrigierenden AddOn progressiv.

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Pro RETINA-Patientensymposium in Bonn04.09.2018

Liebe PRO RETINA Interessenten,


DOG-Kongress in Bonn: 2 Patientensymposien der PRO RETINA

Im Rahmen des 116. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft
(DOG), dieses Jahr in Bonn, veranstaltet die PRO RETINA diesmal zwei
Patientensymposien.

     * Netzhautdegenerationen – Einblicke und Ausblicke – Wo stehen wir
       heute? Was bringt die Zukunft?

und

     * „Digital Vision“ – Sehen in der Zukunft?


Netzhautdegenerationen - Einblicke und Ausblicke

am Freitag, 28. September von 12.00 Uhr bis 14.30 Uhr im World Congress
Center Bonn, Platz der Vereinten Nationen 2 in Bonn, Eingang Süd II, Saal
Nairobi 3&4.

Programm:

     * „Leuchtturm-PRO RETINA“, Franz Badura, PRO RETINA Deutschland e.V.,
       Amberg
     * Konsequenzen der Pathologischen Myopie“, Prof. Dr. Focke Ziemssen,
       Universitätsaugenklinik Tübingen
     * Gentherapie erklärt - Chancen und Wirksamkeit eines
Therapieansatzes“,
       Dr. Philipp Herrmann, Universitätsaugenklinik Bonn
     * „Netzhautdystrophien in der medizinischen Genetik - Warum
       molekulargenetische Untersuchungen wichtig sind“, Prof. Dr. Ulrich
       Zechner, Senckenberg Zentrum für Humangenetik, Frankfurt
     * „Ursachen, Prävention und therapeutische Möglichkeiten bei der
       trockenen und feuchten AMD - aktuelle und zukünftige Strategien“, PD
       Dr. Monika Fleckenstein, Universitätsaugenklinik Bonn.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 18. September 2018 per Fax: 0228-227217-29 oder
unter E-Mail: info@pro-retina.de in der Geschäftsstelle der PRO RETINA
Deutschland e.V. an.

Weitere Infos zur Veranstaltung inklusive Anfahrtsbeschreibung etc. finden
Sie auf diesem Veranstaltungsflyer [1] bzw. auf dieser Webseite der PRO
RETINA [2]

.

„Digital Vision“ – Sehen in der Zukunft?

am Sonntag, 30. September 2018 von 12:30 – 14:00 Uhr im World Congress
Center Bonn, Platz der Vereinten Nationen 2 in Bonn, Haupteingang, Saal
Bangkok 1/2.

Programm

     * "Eröffnung", Prof. Dr. Nicole Eter, Klinik für Augenheilkunde, UKM
       Münster und Franz Badura, PRO RETINA Deutschland e.V., Amberg
     * „Rolle der Patientenorganisation und der Stiftung“, Franz Badura,
PRO
       RETINA Deutschland e.V., Amberg
     * „Netzhautimplantate, Einführung in die Thematik“, Prof. Dr. Peter
       Walter, Augenklinik Universitätsklinikum Aachen

Vorstellung der derzeit verfügbaren Sehprothesen:

     * „Das subretinale Implantat: Statusbericht zu Ergebnissen und
       Erfahrungen“, Jürgen Klein, Retina Implant, Reutlingen
     * "Orion™ – die erste Sehrindenprothese als Weiterentwicklung der
       Argus-II-Technologie", Frank Vandeputte, Second Sight, Lausanne
     * "PRIMA – das kabellose fotovoltaische subretinale Implantat für
       Patienten mit Netzhautdegeneration", Dr. Ralf Hornig, Pixium Vision,
       Paris
     * "Gesichtserkennung mit Hilfsmitteln am Beispiel der OrCam", Dario
Madani,
       VISTAC GmbH, Teltow
     * "Virtual Reality Brille und eSight – digitale Hilfsmittel der
Zukunft?"
       Torsten Möhrchen, Reinecker Vision GmbH, Köln.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 18. September 2018 per Fax: 0228-227217-29 oder
unter E-Mail: info@pro-retina.de an.

Weitere Informationen finden Sie auf dieser Webseite der PRO RETINA [3].

Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V.



Links aus diesem Beitrag:
[1]
https://www.pro-retina.de/system/files/seminar/flyer_patientensymposium_im_rahmen_der_dog_am_28.09.18.pdf
[2]
https://www.pro-retina.de/seminare/2018/netzhautdegenerationen-einblicke-und-ausblicke-patientensymposium-im-rahmen-der-dog
[3]
https://www.pro-retina.de/seminare/2018/digital-vision-sehen-in-der-zukunft-patientensymposium-im-rahmen-der-dog-2018

Sehen will gelernt sein28.08.2018

Sehen will gelernt sein

Schon früh mit dem Kind zum Augenarzt, um Sehschwächen zu vermeiden

Düsseldorf 28.08.2017 Ein gutes Sehvermögen ist wichtig für die geistige und motorische Entwicklung von Kindern. Über Sehstörungen klagen Kinder aber nicht – denn es fehlt ihnen an Erfahrung, sie kennen es nicht anders. Eine augenärztlich-orthoptische Untersuchung schafft schon bei Babys und Kleinkindern Klarheit, ob mit den Augen alles in Ordnung ist, erläutert Prof. Dr. Klaus Rüther, Leiter des Ressorts Strabologie im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Mit einfachen Untersuchungen können Augenärzte auch bei Kindern, die noch nicht sprechen können, feststellen, ob sich ihr Sehvermögen normal entwickelt. Das ist wichtig, denn bei vielen Kindern liegt eine Störung vor, die dazu führen kann, dass nie ein gutes Sehvermögen erreicht wird. Bei dieser wichtigen Aufgabe werden Augenärzte oftmals von speziell ausgebildeten Fachkräften – Orthoptistinnen und Orthoptisten – unterstützt.

Sehen ist ein komplexer Vorgang, der in der Kindheit erst erlernt wird. Erst nach und nach lernt das Gehirn, die Lichtsignale und Kontraste, die von den beiden Augen wahrgenommen werden, zu dem dreidimensionalen Bild zusammenzufügen, das die meisten Menschen als ganz normalen Seheindruck empfinden. Für diesen Lernprozess benötigt das Kind zwei gesunde Augen, die Bilder in guter Qualität liefern und die gut zusammenarbeiten.

Wenn die Qualität der beiden Bilder aber zu unterschiedlich ist, so dass sie nicht zu einem gemeinsamen Seheindruck verarbeitet werden können, werden die Signale eines Auges unterdrückt. Wird nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen, dann erreicht dieses Auge nie seine volle Sehschärfe. Augenärzte sprechen dann von einer Amblyopie (Sehschwäche). Knapp sechs Prozent der Menschen in Deutschland sind davon betroffen.

Die häufigste Ursache für eine Amblyopie ist eine unterschiedliche Brechkraft beider Augen (ein Auge ist dann beispielsweise kurzsichtig, das andere dagegen weitsichtig). Auch Schielen spielt oft eine Rolle – selbst eine ganz kleine Abweichung der Augenstellung, die zunächst nicht auffällt, kann zu einer bleibenden Sehschwäche führen. Ein hängendes Lid, das die Pupille verdeckt, eine Linsentrübung (Katarakt) oder Hornhauttrübungen sind weitere, wenn auch seltene Ursachen.

Fällt eine solche Störung auf, dann wird der Augenarzt wenn möglich die Ursache behandeln, in erster Linie mit einer Brille, die die Fehlsichtigkeit ausgleicht. Insbesondere bei schielenden Kindern ist es nach wie vor notwendig, das schwächere Auge gezielt zu fördern, indem das bessere Auge vorübergehend – für eine oder mehrere Stunden täglich oder auch tageweise – mit einem Pflaster abgedeckt wird. Je jünger das Kind ist, desto besser sind die Erfolgsaussichten dieser Therapie.

Damit jedes Kind so gut wie möglich sehen lernt, rät der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands allen Eltern:

  • Sofort zum Augenarzt bei sichtbaren Auffälligkeiten wie etwa Augenzittern, Hornhauttrübungen, grau-weißlichen Pupillen, großen lichtscheuen Augen oder bei Lidveränderungen.
  • Mit sechs bis zwölf Monaten sollten Kinder augenärztlich untersucht werden, wenn ein erhöhtes Risiko für Schielen, Fehlsichtigkeit oder für erbliche Augenerkrankungen vorliegt.
  • Bis zu ihrem dritten Geburtstag sollten alle Kinder einmal augenärztlich untersucht werden, um auch ein kleinwinkliges Schielen oder eine Fehlsichtigkeit frühzeitig festzustellen.

Die Amblyopievorsorge ist nicht Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung. Einige Versicherungen übernehmen aber inzwischen die Kosten für diese sinnvolle Untersuchung.

Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober

Für gutes Sehen von der Kindheit bis ins hohe Alter setzen sich auch die Akteure der „Woche des Sehens“ ein. Dies ist eine Aufklärungskampagne, die bundesweit vom 8. bis 15. Oktober stattfindet. In diesem Jahr lautet ihr Motto „Mit anderen Augen“. Unter der Schirmherrschaft der bekannten Fernsehjournalistin Gundula Gause machen Initiatoren und Unterstützer der Aktionswoche auf die Bedeutung eines guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Lage von blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland und den Entwicklungsländern aufmerksam.

Getragen wird die Kampagne von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch, ZEISS und der VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH. www.woche-des-sehens.de

 

 

 

Herausgeber: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),

Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf, Tel. +49 (0) 2 11 / 4303700, Fax +49 (0) 2 11 / 4303720,

presse@augeninfo.de, www.augeninfo.de

 

Gentherapie bei Retinitis pigmentosa: erste Erfolge an Hunden27.08.2018

Liebe PRO RETINA Interessenten,


Gentherapie könnte autosomal dominante Formen der Retinitis pigmentosa
lindern

US-Forscher von der University of Pennsylvania erzielen mit einer Gentherapie
zur Behandlung bestimmter Formen von Retinitis pigmentosa erste Erfolge an
Hunden.


Zielgruppe: autosomal dominante Retinitis pigmentosa mit Mutation im
Rhodopsin-Gen

Heutzutage sind über 250 Gene bekannt, die bei einer Mutation zu
Netzhautdegenerationen führen. Vor rund 30 Jahren wurde zum allerersten Mal
ein solches Gen identifiziert: das Gen für das Sehpigment Rhodopsin.
Mutationen in diesem Gen werden autosomal-dominant weitvererbt. Das bedeutet,
dass bereits ein mutiertes Gen zur Erkrankung führt, obwohl ein zweites
nicht-mutiertes Gen vorliegt. Darum kommen solche autosomal-dominante Formen
der Retinitis pigmentosa (ADRP) familiär gehäuft vor. Mittlerweile sind bis
zu 150 verschiedene Mutationen des Rhodopsin-Gens bekannt, was die
Entwicklung einer Gentherapie erschwert. Dennoch richtet sich die Therapie
der US-Forscher an alle Patienten mit einer ADRP und betroffenem
Rhodopsin-Gen, unabhängig von der Mutation.


Neuartiger Ansatz: Ausschalten und Ersetzen

Viele Mutationen führen zu einem Funktionsverlust. Das Besondere am
mutierten Rhodopsin-Gen ist, dass es zur Produktion eines Proteins führt,
welches nicht nur funktionsunfähig ist, sondern zusätzlich die
Stäbchen-Zellen der Netzhaut schädigt. Das sind die Photorezeptoren, die
für das Hell-Dunkel-Sehen von Bedeutung sind. Im Gegensatz zu anderen
Gentherapien reicht es also nicht aus, ein intaktes Gen einzuschleusen,
sondern es muss zunächst das mutierte Gen ausgeschaltet werden um die
Produktion des schädlichen Proteins zu verhindern.

Dazu wird sogenannte shRNA (small hairpin-RNA) eingesetzt. Dieses Molekül
deaktiviert das Gen unabhängig von der Art der Mutation, was den identischen
Einsatz bei allen ca. 150 bekannten Mutationen im Rhodopsin-Gen ermöglicht.
Allerdings wird auch die gesunde Genkopie von der shRNA erkannt und
ausgeschalten. Da Rhodopsin für die Stäbchen unverzichtbar ist, muss
zusätzlich ein neues und intaktes Rhodopsin-Gen in die Zelle eingeschleust
werden, das so verändert wurde, dass es gegenüber der shRNA resistent, also
geschützt, ist.


Ablauf und Erfolge der Gentherapie bei Hunden

Wie bei vielen anderen Gentherapien kommt auch hier ein verändertes Virus
zum Einsatz, das nicht mehr krankmachend wirkt und als Transportmittel die
shRNA und das neue Rhodopsin-Gen gleichzeitig in die Zellen schleust.

In der aktuellen Studie wurde das Virus unter die Netzhaut von Hunden
gespritzt, die an einer ADRP mit Mutation im Rhodospin-Gen litten. Wie
geplant, gelang es, die Produktion des schädlichen Rhodopsin-Proteins
mittels der shRNA zu verhindern und das resistente Rhodospin-Gen erreichte
fast 30% des normalen Leves.

Bei den behandelten Tieren konnte auf diese Weise das Fortschreiten der
Erkrankung aufgehalten werden: sie blieben gesund und behielten funktionelle
Stäbchen bei. Mittels eines Elektroretinogramms das die Funktion der
Stäbchen misst, konnte nachgewiesen werden, dass diese Lichtimpulse in
Nervensignale umsetzten. Auch bei Nachuntersuchungen 8 Monate später, war
die normale Struktur der Stäbchen erhalten geblieben.


Mögliche Anwendung beim Menschen

Da die Therapie auf eine Stelle im Rhodopsin-Gen abzielt, die bei Mensch und
Hund identisch ist und es sich bei dem eingeschleusten resistenten Rhodopsin
um ein humanes (also menschliches) Protein handelt, wäre eine Anwendung beim
Menschen prinzipiell möglich. Jedoch ist damit so bald noch nicht zu
rechnen: die Forscher möchten im Laufe der nächsten zwei Jahre weitere
präklinische Untersuchungen zur Sicherheit und Effektivität der Therapie
durchführen, bevor klinische Studien am Menschen gewagt werden können.
Trotzdem wecken die positiven Studienergebnisse Hoffnung, dass diese
Gentherapie eines Tages den Krankheitsverlauf bei bestimmten Patienten mit
Retinitis pigmentosa verlangsamen oder vielleicht sogar aufhalten könnte.


   > Quellen:

Abstract der Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences
[1]

Pressemitteilung des National Eye Institute [2]

Pressemitteilung der University of Pennsylvania [3]

aerzteblatt.de vom 21.08.2018 [4]



Links aus diesem Beitrag:
[1] http://www.pnas.org/content/early/2018/08/14/1805055115
[2]
https://nei.nih.gov/content/researchers-find-potential-new-gene-therapy-blinding-disease
[3]
https://penntoday.upenn.edu/news/knockdown-and-replace-gene-therapy-twofer-treat-blindness
[4]
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/97277/Gentherapie-koennte-autosomal-dominante-Retinitis-pigmentosa-lindern

Neue Website informiert Diabetiker über die navigierte Laserbehandlung von Netzhauterkrankungen13.08.2018

28 Feb 2018 - Das Augenlicht erhalten: Neue Website informiert Diabetiker über die navigierte Laserbehandlung von Netzhauterkrankungen


Die neue Internetplattform www.navilas.de informiert Diabetiker und deren Angehörige verständlich über das Augenlicht bedrohende Netzhauterkrankungen, die Notwendigkeit von Vorsorgeuntersuchungen und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten mit moderner, navigierter Lasertherapie.

Navilas® ist der einzige digitale Netzhautlaser, welcher sich der modernen Eye-tracking-Technologie bedient. Die Vorteile für Patienten: Eine effektive Behandlung zum Erhalt der Sehfähigkeit mit weniger Schmerzen1 und weniger Nachbehandlungen

PRO RETINA Veranstaltungen in Göttingen und Köln01.08.2018

Liebe PRO RETINA Interessenten,

heute möchten wir Sie auf zwei interessante Patientenveranstaltungen der PRO
RETINA aufmerksam machen.


Makula-Fachtagung und Makula-Patiententag in Göttingen

Zur Makula-Fachtagung am Samstag, dem 8. September und zum
Makula-Patiententag am Sonntag, dem 9. September werden Fachleute und
Betroffene und deren Angehörige folgender Krankheitsbilder erwartet:

     * LHON (Lebersche Hereditäre Optikus-Neuropathie)
     * MacTel (Makuläre Teleangiektasien)
     * CCS/RCS (Chorioretinopathia centralis serosa / Retinopathia centralis
       serosa)
     * Morbus Stargardt
     * Morbus Best
     * AVMD (Adult Vitelliforme Makuladystrophie)
     * Musterdystrophien
     * HJMD (Hypotrichose mit juveniler Makuladystrophie)
     * Aderhautdystrophien
     * Pathologische Myopie

und weitere seltene Makuladystrophien, die das zentrale Sehen
beeinträchtigen können.

In diesem Jahr findet die Veranstaltung in Kooperation mit und in der
Augenklinik der Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch-Straße 40,
unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Hans Hoerauf statt.

Genaue Informationen zu den Referenten und Fachvorträgen, den Themen- und
Diagnosespezifischen Workshops und patientenverständlichen Kurzvorträgen
finden Sie auf dieser PRO RETINA-Webseite [1] bzw. auf diesem
Veranstaltungsflyer [2]. Auf dem Flyer befindet sich neben dem vollständigem
Programm und weiteren wichtigen Informationen zu dieser Veranstaltung auch
ein Anmeldeformular (verbindliche Anmeldung bis zum 15. August)


Gesundheitspolitische Veranstaltung der PRO RETINA in Köln

Im Mittelpunkt der diesjährigen Kölner Begegnung von PRO RETINA Deutschland
e.V. am Freitag, dem 14. September in Köln-Deutz unter dem Titel: „Und was
mache ich jetzt?“ stehen Entscheidungen und Entscheidungshilfen für
Menschen mit Netzhautdegenerationen. Fachleute aus der Genetik, der
Augenheilkunde und der Patientenselbsthilfe beleuchten im Gespräch mit dem
Publikum, welche Unterstützung es bei schwierigen Entscheidungen gibt.

Neben drei jeweils 45-minütigen Diskussionsrunden

     * Genetische Diagnostik bei erblichen Netzhauterkrankungen
     * Entscheidungspunkte bei der feuchten AMD
     * Entscheidungen für die richtigen Hilfsmittel

mit fachkundigen Vertretern aus verschiedenen Interessensbereichen führen
Referenten aus den unterschiedlichen Blickwinkeln in Impulsvorträgen zum
Thema hin.

Die Veranstaltung findet statt am Freitag, dem 14. September von 14.00 bis
18.00 Uhr im Horion-Haus des Landschaftsverbandes Rheinland in Köln-Deutz,
Hermann-Pünder-Straße 2.


Weitere Informationen

Genauere Einzelheiten zum Programm und eine Wegbeschreibung finden Sie auch
auf dieser Webseite der PRO RETINA [3] bzw. auf diesem Einladungsflyer der
Kölner Begegnung [4].


Anmeldung

Eine Anmeldung wird erbeten bis zum 5. September 2018 in der PRO
RETINA-Geschäftstelle in Bonn: per E-Mail: info@pro-retina.de oder
telefonisch: (0228) 227 2170

Quelle: PRO RETINA Deutschland e. V.

Den Durchblick behalten - auch wenn die Augen altern24.07.2018

Den Durchblick behalten – auch wenn die Augen altern

Alterssichtigkeit: Spätestens mit 50 Jahren brauchen die meisten eine Lesebrille

Düsseldorf 24.07.2018 Manche bemerken schon mit 40 Jahren, dass das Lesen schwierig wird, bei anderen geht es erst ein paar Jahre später los. Im Alter von 50 Jahren wissen die allermeisten Menschen, was es heißt, alterssichtig zu sein. Der Augenarzt Christian Theinert vom Pressereferat des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) erklärt, warum spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, den Augenarzt aufzusuchen.

Wer bisher stets gute Augen hatte und auch ohne Sehhilfe alles scharf sehen konnte, ist zunächst irritiert: Kleine Schrift lässt sich plötzlich nicht mehr entziffern, erst wenn man den Text etwas weiter von den Augen entfernt hält, erscheinen die Buchstaben klarer. Beim Blick auf ein Tablet- oder Smartphone-Display kann man ja meist einfach vergrößern, was man sich anschauen will, aber wer beim Einkaufen die Inhaltstoffe eine Produkts überprüfen will, gerät in Schwierigkeiten, vor allem, wenn die Beleuchtung nicht optimal ist.

Der Grund für diese Probleme ist die normale Alterung des Auges. In der Jugend ist die Linse des Auges weich und elastisch. Sie kann sich verformen, so dass das Auge sich an unterschiedliche Sehentfernungen anpassen kann. Beim Blick in die Ferne ist sie flach, beim Blick auf ein Objekt in unmittelbarer Nähe wölbt sie sich stärker. Diese Fähigkeit, Augenärzte sprechen von der Akkommodation, geht nach und nach verloren. Die Linse wird immer steifer und die für die Nahsicht notwendige Anpassung funktioniert nicht mehr.

Viele Menschen behelfen sich zunächst mit einer einfachen Lesehilfe, die es im Super- oder Drogeriemarkt zu kaufen gibt. Herr Theinert erklärt, dass diese Lesehilfen in der Regel allenfalls für eine kurze Lesedauer und vorübergehend geeignet sind: „Auf Dauer ist eine fachgerecht angepasste Lesebrille besser geeignet, die die individuellen Besonderheiten wie beispielsweise eine Verkrümmung der Hornhaut (Astigmatismus) oder den Pupillenabstand berücksichtigt.“

Wenn die Alterssichtigkeit (Presbyopie) einsetzt, ist es sinnvoll, zunächst eine Augenarztpraxis aufzusuchen. Denn bei einer fachärztlichen Untersuchung können nicht nur die Sehschärfe und der Bedarf für eine Lesebrille ermittelt werden. Es lässt sich auch abklären, ob die Augen abgesehen von der Alterssichtigkeit gesund sind. Einige Krankheiten, die das Augenlicht bedrohen können, treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. Das gilt unter anderem für das Glaukom (Grüner Star), bei dem ganz allmählich der Sehnerv abstirbt. Diese Krankheit verläuft lange ohne Beschwerden. Sie verursacht keine Schmerzen. Die Patienten bemerken auch die von der Krankheit hervorgerufenen Ausfälle im Gesichtsfeld zunächst nicht, die erst am Rand entstehen und erst im späten Stadium im Zentrum des Sehfelds bemerkbar sind. Dadurch entstandene Schäden lassen sich nicht rückgängig machen und unbehandelt droht die Erblindung. Ab dem Alter von 40 Jahren empfehlen Augenärzte deshalb eine Früherkennungsuntersuchung. Sie umfasst die Untersuchung des Sehnervs und die Messung des Augeninnendrucks. So lassen sich Anzeichen für das Glaukom schon erkennen, bevor das Sehvermögen bedroht ist hat. Die Krankheit wird meistens mit Augentropfen behandelt. In schweren Fällen stehen auch Lasereingriffe oder chirurgische Verfahren zur Verfügung. Über die gesamte Bandbreite der Behandlungsmöglichkeiten wird der Augenarzt im Fall einer Glaukom-Diagnose kompetent beraten. Andere Krankheiten, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten sind die Katarakt (Grauer Star) und die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD). Auch hierüber schafft eine augenärztliche Untersuchung Klarheit.

Woche des Sehens vom 8. Bis 15. Oktober

Die Möglichkeiten, das Sehvermögen bis ins hohe Alter zu bewahren, sprechen Augenärzte auch bei der „Woche des Sehens“ an. Dies ist eine Aufklärungskampagne, die bundesweit vom 8. bis 15. Oktober stattfindet. In diesem Jahr lautet ihr Motto „Mit anderen Augen“. Unter der Schirmherrschaft der bekannten Fernsehjournalistin Gundula Gause machen Initiatoren und Unterstützer der Aktionswoche auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Lage von blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland und den Entwicklungsländern aufmerksam.

Getragen wird die Kampagne von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch, ZEISS und der VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH. www.woche-des-sehens.de

Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und Statistikdatenbank finden Sie hier.

Wenn Sie keine Pressemitteilungen des Berufsverbands der Augenärzte mehr erhalten möchten, können Sie sie jederzeit per Mail an pressekontakt@augeninfo.de abbestellen.

 

Herausgeber: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf

Pressekontakt:

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),

Tersteegenstr. 12, 40474 Düsseldorf, Tel. +49 (0) 2 11 / 4303700, Fax +49 (0) 2 11 / 4303720,

presse@augeninfo.de, www.augeninfo.de

OD-OS Achieves Revocation of Iridex MicroPulse Patent and Clears Path to Tissue-Friendly Treatment with Navilas® in Clinical Practice23.07.2018

OD-OS Achieves Revocation of Iridex MicroPulse Patent and Clears Path to Tissue-Friendly Treatment with Navilas® in Clinical Practice

 

 

The Navilas® Laser System makes tissue-sparing treatment of retinal diseases more predictable, and paves the way for widespread adoption of microsecond pulse protocols in standard clinical practice.

 

16 Jul 2018

OD-OS, the global leader in the development and commercialization of navigated retinal laser systems, has achieved the revocation of the MicroPulse™ Patent (Patent no EP1856774) by Iridex Cooperation in oral proceedings at the European Patent office held last Friday in Munich, Germany.

With its successful opposition, OD-OS has cleared the path to manufacture and market its Navilas® Laser System with microsecond pulsing technology. Navilas® features computer-assisted laser delivery and digital documentation, thus making subthreshold treatment of retinal diseases more predictable, and easier to reproduce in standard clinical practice.

The technology of using laser pulses down to 25 microseconds for retinal care has been introduced and marketed by Iridex as MicroPulse™ laser. MicroPulse™ is a trademark of Iridex Corporation.

Winfried Teiwes, Managing Director, OD-OS GmbH: “We fully respect the effort Iridex Cooperation has put into the clinical development how tissue-sparing, shorter laser pulses can be effective for retinal treatments. With Navilas®, we are providing a contact free, easy to use and transparent delivery technique of these laser pulses, which allows standardized treatment protocols. We will work with Navilas® users to make microsecond pulse treatment a non-contact, non-damaging but long-lasting treatment in clinical practice, and a viable addition to often chronical injections.”

Several studies have presented recent evidence on the effectiveness of navigated microsecond pulsing with Navilas®, e.g. for treating focal leakage in chronic central serous chorioretinopathy (www.od-os.com/publications). 

Main benefits of tissue-friendly treatment with the Navilas® Laser System:

  • Image-guided, pre-planned laser delivery allows for systematic application of confluent laser pattern without overheating through adjacent spot delivery, which avoids overlapping application of laser pulses. 
  • Digital documentation enables users to develop a simplified treatment parameter set that can be applied in standard clinical practice.
  • Non-contact application of microsecond pulses with Navilas® makes this treatment very comfortable for patients and easy to apply for users.

About Navilas®Navilas® laser systems enable physicians to digitally pre-plan the entire laser therapy on fundus images as well as on third-party diagnostic images, and to precisely execute this therapy plan with the help of computerized image guidance.

About OD-OS: OD-OS GmbH is a privately-held medical device company founded in 2008 with offices in Teltow, Germany, and Irvine, CA. www.od-os.com

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Fehlerkommunikation: So vermeiden Sie Gerichtsverfahren und Reputationsverluste19.07.2018

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Krisenmanagement

Fehlerkommunikation: So vermeiden Sie

Gerichtsverfahren und Reputationsverluste

 

von Jens Hollmann, Berater und Coach, www.medplus-kompetenz.de und 

RAin, FA MedR Dr. Birgit Schröder, Hamburg, www.dr-schroeder.com

 

Neben Aufklärungs- und Behandlungsfehlern ist die Ursache vieler Arzthaftungsverfahren der Umgang mit solchen Fehlern: Unerfüllte Erwartungen, enttäuschte Hoffnungen oder mangelnde Wertschätzung führen zu Unzufriedenheit und Frust aufseiten der Patienten. Viele von ihnen suchen die Auseinandersetzung vor Gericht und/oder die Information der Medien, um ihren Emotionen Luft zu machen. Ein professioneller, lösungsorientierter Umgang mit Fehlern verhindert, dass es überhaupt so weit kommt.

 

Worum es geht – wo Menschen arbeiten, passieren Fehler

 

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Fehler sind keine absichtlichen oder vorsätzlichen Handlungen, sondern „Abweichungen vom Richtigen“ oder „irrtümliche Entscheidungen bzw. Maßnahmen“. Dennoch bleibt der Umgang mit Fehlern bzw. Fehlervorwürfen eine Herausforderung.

 

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Eskalationsketten vermeiden

 

Vielfach entstehen Eskalationsketten und weitere Fehler, indem diese verheimlicht, verschwiegen oder vertuscht werden. Keiner erwartet, dass alles immer fehlerfrei läuft. Aber ein professioneller Umgang mit Fehlern wird zu Recht erwartet. Das fängt schon bei der Aufklärung an: Vermitteln Sie dem Patienten eine realistische Vorstellung davon, was er im Rahmen einer Therapie erwarten kann und was nicht. Kommunizieren Sie mit der gebotenen Sensibilität. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass das Arztgespräch für den Patienten weit mehr ist als reiner Informationsaustausch: Der Patient erwartet von Ihnen Verständnis für sein Leiden und sucht Ihre Hilfe als Arzt.

Eine Reaktion auf eine „Beschwerde“ bestimmt maßgeblich, wohin die Reise geht und ob die Angelegenheit für beide Seiten zu einem guten oder schlechten Ergebnis führt. Auch wenn derartige Gespräche nicht angenehm sind und gerne vermieden werden: Bereits zu Beginn ist die Weichenstellung wichtig.

 

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Wichtig | Wer die Chance ungenutzt lässt, die Kritik oder den Unmut nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, bekommt diese später nicht mehr.

 

Die richtige Einstellung entscheidet

 

Selbst wer keine rationale Grundlage für eine Beschwerde hat, sollte ruhig angehört werden. Auch in einem solchen Fall sind emotionale Reaktionen, Schuldzuweisungen oder die gänzliche Konfliktvermeidung fehl am Platz.

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Quelle: Jens Hollmann, Führungskompetenz für Leitende Ärzte, Seite 141.

 

Eine gute (Kontroll-)Frage an sich selbst ist die, wie Sie selber behandelt werden möchten, wenn Sie unzufrieden, enttäuscht oder verletzt sind. Die meisten Menschen erwarten in einer solchen Situation wenigstens, dass man ihnen in Ruhe zuhört und sie die Gelegenheit bekommen, sich ausführlich mitzuteilen. I. d. R. möchten sie wenigstens mögliche Ursachen eines Fehlers (z. B. Übertragungswege einer Infektion) erklärt bekommen. Das kostet Zeit – u. U. auch viel Zeit, die im Klinikalltag oftmals fehlt. Diese Zeit indes nicht zu investieren heißt aber auch, zu riskieren, dass der Patient vor Gericht zieht, sich an die Presse wendet oder die Staatsanwaltschaft informiert.

 

Der „richtige“ Konfliktstil

 

Als formalisierte Verfahren eignen sich Gerichtsverfahren vermutlich am wenigsten, alle Beteiligten zufriedenzustellen. Ein Gerichtsurteil lässt immer Unzufriedene zurück – häufig auf beiden Seiten. Der ideale Konfliktstil arbeitet auf eine Konsenslösung hin.

 

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Quelle: Jens Hollmann, Führungskompetenz für Leitende Ärzte, Seite 143.

 

Wichtig | Der Konsens ist zu unterscheiden vom („faulen“) Kompromiss. Der Konsens will eine Lösung herbeiführen, die für beide Seiten zufriedenstellend ist, und sucht keine rasche Einigung „um des lieben Friedens willen“.

 

Vermeidungsverhalten ist nicht zielführend

 

Oft wird argumentiert, man dürfte dem Patienten gegenüber „nichts zugeben“, ansonsten laufe man Gefahr, den Versicherungsschutz zu gefährden (siehe CB 02/2016, Seite 4). Dabei wird verkannt, dass nicht in jedem Gespräch über den Behandlungsverlauf oder das Behandlungsergebnis ein Haftungsanerkenntnis zu sehen ist. Die sachliche Information über einen Sachverhalt ist kein Anerkenntnis. Ein solches liegt nur vor, wenn sich jemand persönlich zu Schadenersatzzahlungen verpflichtet. Nur dann kann es Probleme mit dem Versicherer geben. Ein Gespräch sollte also keinesfalls aus Sorge vor Fehlern unterbleiben – das wäre vermutlich der größte Fehler.

 

So beugen Sie Kommunikationskrisen vor

 

In heißen Phasen einer Auseinandersetzung einen kühlen Kopf zu bewahren, ist sehr schwer. Je stärker Ihnen dies gelingt, desto weniger Folgeschäden werden Sie nach der Bewältigung des Konflikts verzeichnen.

 

Die eigene Erregung kontrollieren und vertrauensbildende Maßnahmen schaffen

In dem Moment, in dem Sie sich angegriffen fühlen, mobilisieren Sie bewusst oder unbewusst Ihre inneren Kräfte, um diese Situation zu überwinden. Versuchen Sie ruhig zu bleiben, damit Sie den Überblick behalten.

 

Eine offene Kommunikation kultivieren

Hören Sie genau zu, was Ihr Gegenüber sagt. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie nach, ob Sie den anderen richtig verstanden haben.

 

Die Vorteile der Einigung betonen

Erst jetzt ist es sinnvoll, den eigentlichen Konfliktgegenstand zum Thema zu machen und Ihrem Gegenüber die gemeinsame Bewältigung des Konflikts anzubieten. Versuchen Sie, die Vorteile und nicht die Risiken der Einigung herauszustreichen und für beide Beteiligten die jeweils besten Optionen zu erarbeiten.

 

Regeln festlegen

Honorieren Sie auch kleine Schritte einer Einigung. Lassen Sie sich nicht auf vorschnelle Entscheidungen ein („fauler Kompromiss“). Wenn Sie sich geeinigt haben, halten Sie die Punkte schriftlich fest, damit Sie beide sich in Zukunft darauf berufen können („pacta sunt servanda“).

 

 

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Weiterführender Hinweis

  • Hollmann, Jens: Führungskompetenz für Leitende Ärzte. Motivation, Teamführung, Konfliktmanagement im Krankenhaus. Reihe: Erfolgskonzepte Praxis- & Krankenhausmanagement. Heidelberg: Springer, 2. Auflage 2013, ISBN 978-3-642-29341-2, 199 Seiten, 49,95 Euro.

 

Krankenhauspartnerschaft zwischen der Augenklinik im Mengo Krankenhaus (Uganda) und der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes18.07.2018

Krankenhauspartnerschaft zwischen der Augenklinik im Mengo Krankenhaus (Uganda) und der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes

 

 

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(V. l. n. r.) Frau Selamawit Woldai und Frau Rebekka Massoth von der Abteilung Marketing und Fundraising der CBM Germany, Herr Dr. Babar Qureshi, Direktor der „Eye Health Initiative“ der CBM International, Frau Dr. Rose Nakyanzi Ntate Mutumba, Direktorin und Augenärztin des CBM Mengo Partnerkrankenhauses in Uganda, Herr Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes, Herr Dr. Lisbon Aliraki, Leiter der Augenklinik des Mengo Krankenhauses in Uganda, Herr Richard Oneka, CBM Programmoffizier von dem Landesbüro der CBM International in Uganda, Frau Marie Florence Prümm, Projektmanagerin von der Programmabteilung der CBM Germany, Herr Dr. Rainer Brockhaus, Vorsitzender der CBM Germany und Vorstandssprecher von CBM International und Frau Prof. Barbara Käsmann-Kellner, Leiterin der Sektion KiOLoN (Kinderaugenheilkunde, Orthoptik, Low Vision und Neuroophthalmologie) der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes.

 

 

Hintergrund:

Am 26. April 2017 besuchten Herr Dr. Babar Qureshi und Frau Annette Linn von der CBM (Christoffel-Blindenmission) die Universitäts-Augenklinik in Homburg/Saar, um über eine mögliche Krankenhaus-partnerschaft mit dem „Mengo Eye Hospital“, Kampala, Uganda zu sprechen. Herr Dr. Qureshi und Herr Prof. Seitz haben seit Jahren konstruktiv im ICO (International Council of Ophthalmology) Board zusammengearbeitet. Herr Dr. Qureshi erklärte, dass er die klinische Kooperation zwischen deutschen Augenkliniken und CBM Partnerkliniken erleichtern möchte. Der Austausch von Menschen, Wissen und Ideen würde dazu beitragen, die Qualität der Augenheilkunde und die Einrichtung von Subspezialitäten in den von CBM unterstützten Projekten zu etablieren. Zudem sollen durch die Partnerschaften die CBM-Partnerkliniken eine Nachhaltigkeit der medizinischen Verbesserung und später eine Unabhängigkeit von CBM erlangen. Um sich ein besseres Bild von einer CBM-Partnerklinik zu verschaffen, besuchten Herr Prof. Seitz und Frau Prof. Käsmann-Kellner die Augenklinik im Mengo Krankenhaus im Oktober 2017. Nach dem erfolgreichen Aufenthalt in Uganda konnten sich Herr Prof. Seitz und Frau Prof. Käsmann-Kellner eine gemeinsame Partnerschaft vorstellen und luden daher die Verantwortlichen der Augenklinik in Mengo und der CBM zu einer gemeinsamen Detail-besprechung nach Homburg/Saar ein.

 

 

 

Detailbesprechung am 09.07. und 10.07.2018 in Homburg/Saar

Es wurde viel besprochen – die Köpfe haben geglüht, doch am Ende konnte eine für alle Seiten vorteilhafte Vereinbarung getroffen werden. Am 09.07.2018 wurde in Anwesenheit des Vorsitzenden der CBM Germany und Vorstandssprechers von CBM International Dr. Rainer Brockhaus das MoU (Memorandum of Understanding) unterschrieben.

 

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(V. l. vorne) Herr Dr. Rainer Brockhaus als Vorsitzender der CBM Germany und Vorstandssprecher von CBM International, Herr Prof. Dr. Berthold Seitz, Direktor der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes und Frau Dr. Rose Nakyanzi Ntate Mutumba, Direktorin und Augenärztin des CBM Mengo Partnerkrankenhauses in Uganda. Dahinter (v. l.) Herr Richard Oneka, CBM Programmoffizier von dem Landesbüro der CBM International in Uganda, Frau Prof. Dr. Barbara Käsmann-Kellner, Leiterin der Sektion KiOLoN (Kinderaugenheilkunde, Orthoptik, Low Vision und Neuroophthalmologie) der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes, Frau Rebekka Massoth von der Abteilung Marketing und Fundraising der CBM Germany, Herr Dr. Babar Qureshi, Direktor der „Eye Health Initiative“ der CBM International, Frau Marie Florence Prümm, Projektmanagerin von der Programmabteilung der CBM Germany, Herr Dr. Lisbon Aliraki, Leiter der Augenklinik des Mengo Krankenhauses in Uganda und Frau Selamawit Woldai von der Abteilung Marketing und Fundraising der CBM Germany.

 

Beschlossen wurde eine Klinikpartnerschaft über 5 Jahre vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2023. Die geplante Fördersumme für dieses fünfjährige Projekt beläuft sich auf ca. 4 Millionen Euro. Die Details wurden in einen CBM-internen sog. MYP (Multi Year Plan) gegossen. Das primäre Ziel ist der 5-stöckige Anbau an das Gebäude der Augenklinik in Mengo für neue OP- und Ambulanz-Räume mit Anpassung des Hygienestandards, neue Geräte und Instrumente sowie eine neue Krankenhaus-Software. Innerhalb der 5 Jahre wird 2x/Jahr ein paralleler Austausch von Ärzten und Hilfspersonal stattfinden. Die Assistenzärzte/innen aus Homburg/Saar hospitieren 3 Monate in Mengo und lernen Katarakt-Chirurgie, die Oberärzte/innen aus Uganda kommen für 1 Monat nach Homburg/Saar, um eine Subspezialität (Hornhaut, Netzhaut, Glaukom, Phako, Kinderaugenheilkunde, Orthoptik, Low Vision und Neuroophthalmologie) zu lernen. Diese sog. Sandwich-Fellowships umfassen einen 1-wöchigen Besuch des Leiters der UKS-Subspezialität in Uganda. Darüber hinaus ist der Austausch von OP-Schwestern und Orthoptistinnen geplant. Gemeinsame Forschungsprojekte sollen besonders seltene tropische Augenerkrankungen betreffen. Der erste Austauch-Block ist für August 2019 und der zweite für März 2020 vorgesehen. Zur praktischen Vorbereitung für unsere Zusammenarbeit blieben die Direktorin des CBM Mengo Partnerkrankenhauses in Uganda Frau Dr. Rose Nakyanzi Ntate Mutumba und Herr Dr. Lisbon Aliraki, Leiter der Augenklinik des Mengo Krankenhauses von Dienstag bis Freitag zur Hospitation in der Universitäts-Augenklinik des Saarlandes. Sie konnten dadurch vorab die QM zertifizierten Klinikabläufe (z. B. Netzhaut- und Hornhautsprechstunde mit Diagnostikbereich, IVOM-Ambulanz (Intravitreale operative Medikamenteneingabe in den Glaskörper) sowie im Bereich der Hornhautbank bis hin zur Transplantation im OP) studieren. Ziel des Austausches ist eine Win-Win-Win Situation für Uganda, Homburg und CBM.

Ausgezeichnet: Augenklinik Dardenne zählt zu den besten Krankenhäusern des Landes16.07.2018

Gemeinsam mit Faktenkontor hat das F.A.Z.-Institut in einer Studie die besten Krankenhäuser Deutschlands ermittelt. Die Augenklinik Dardenne aus Bonn-Bad Godesberg ist die einzige reine Augenklinik unter den Gewinnern.

Bad Godesberg, 11.07.2018 – Das F.A.Z. Institut hat in Zusammenarbeit mit der Faktenfaktor GmbH und mit wissenschaftlicher Begleitung durch die ISM International School of Management die Daten von über 2.000 Krankenhäusern und deren Qualitätsberichten ausgewertet. Unterstützt wurde die Studie durch ein Screening verschiedener Internet-Bewertungsportale wie Klinikbewertungen.de, dem TK-Klinikführer und Weisse Liste. Die Augenklinik Dardenne belegt unter allen betrachteten Krankenhäusern in Deutschland Platz 269 und ist die einzige Einrichtung unter den 417 aufgeführten Siegern, die sich ausschließlich auf die Augenheilkunde spezialisiert hat.

 

Ein Gewinn für den Gesundheitsstandort Bonn/Rhein-Sieg

„Wir sind stolz und freuen uns, als Augenklinik Dardenne diesen mehr als respektablen Platz belegt zu haben. Für uns ist es ein Zeichen, auf dem richtigen Weg zu sein. Wir konnten in den letzten Jahren unser Leistungsspektrum deutlich ausbauen und zählen mittlerweile zu den größten Augenkliniken des Landes“, berichtet Prof. Dr. Alireza Mirshahi, Klinikdirektor der Augenklinik Dardenne. Dr. Thomas Haupt, Kaufmännischer Leiter der Augenklinik Dardenne, ergänzt: „Neben dem Wohl der Patienten liegt uns die Mitarbeiterzufriedenheit sehr am Herzen. Seit 2013 haben wir die Anzahl der Beschäftigten fast verdoppelt. Eine solche Auszeichnung bestätigt uns, ein attraktiver Arbeitgeber in der Region zu sein. Unser hohes Qualitätsniveau und die zufriedenen Patienten verdanken wir in erster Linie unseren engagierten Mitarbeitern.“

Bestes medizinisches Versorgungsnetz in Europa

Die Bundesrepublik Deutschland hat mit Abstand das dichteste Versorgungsnetz aller EU-Staaten – allein im Jahr 2016 wurden 19,5 Millionen Patienten in gut 2.000 Krankenhäusern mit fast 500.000 Betten behandelt. Träger dieser Einrichtungen sind neben den öffentlichen aus Bund, Land oder Gemeinden auch Kirchen, Stiftungen und private Träger. Dabei stehen alle vor derselben Herausforderung: Effizienz und Produktivität sollen kontinuierlich steigen, denn die Kosten (z.B. durch Lohnerhöhungen) steigen, während die Vergütungssituation der Leistungen gleich bleibt.

 

Über die Augenklinik Dardenne SE:

Die Augenklinik Dardenne in Bonn-Bad Godesberg gilt als die „Wiege der modernen Katarakt-Chirurgie“ und zählt zu den größten Zentren für Augenheilkunde in Deutschland. Jährlich werden über 13.000 Operationen durchgeführt. Das weit umfassende Leistungsspektrum steht sowohl privat- als auch gesetzlich Versicherten zur Verfügung. Der Patient steht in der Klinik im Mittelpunkt, und alle Komponenten sind danach ausgerichtet. Als ISO-zertifiziertes Haus verpflichtet sich die Augenklinik unter der Leitung von Prof. Dr. Alireza Mirshahi und Dr. Thomas Haupt maximaler Qualität und Hygiene. Die fachliche und menschliche Kompetenz des Ärzteteams kommt dem Patienten ebenso zugute wie das Konzept des Hauses, da es räumlich für eine individuelle und persönliche Atmosphäre sorgt. Die reizvolle Kombination aus Altbau und moderner Architektur sind aus dem Bad Godesberger Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Eine Synergie aus „Klinik und Praxis in einem - für alle Krankenkassen“ ermöglicht umfassenden Service und beste Betreuung unter einem Dach.

 

Kontakt:

Augenklinik Dardenne SE
Dr. Thomas Haupt
Friedrich-Ebert-Str. 23 – 25
53177 Bonn Bad Godesberg
Tel. 0228 8303-131
Fax 0228 8303-129
Email: haupt@dardenne.de

Mainz: Internationales Symposium und neue Broschüre zum Usher-Syndrom - Sprechen Sie mit Betroffenen16.07.2018

Das Usher-Syndrom - eine seltene Hörsehbehinderung

Internationales Usher-Syndrom-Symposium in Mainz

PRO RETINA Deutschland e.V. stellt auf dem ersten Internationalen Usher-Syndrom-Symposium in Deutschland vom 19.-21.07.2018 im Atrium Hotel in Mainz eine Neuauflage ihrer Infobroschüre zum Usher-Syndrom vor. Das Usher-Symposium wird von der PRO RETINA Stiftung zur Verhütung von Blindheit unterstützt.

Wussten Sie schon, dass in Deutschland rund 5.000 Menschen mit Usher-Syndrom leben? Usher-Syndrom – was ist das?

Das Usher Syndrom ist eine erblich bedingte Kombination einer Hörbehinderung und einer langsam fortschreitenden Sehbehinderung. Nach der oftmals frühen Diagnose einer Innenohrschwerhörigkeit wird ein fortschreitender Sehverlust durch Retinitis pigmentosa diagnostiziert. Am Usher-Syndrom Erkrankte sind also von der Beeinträchtigung zweier Sinnesorgane betroffen.

Vom 19.-21.07.2018 findet in Mainz das Internationale Usher-Symposium statt – zum ersten Mal in Deutschland –, bei dem Forscher, Kliniker und Genetiker zusammenkommen und Einblick in die Therapieentwicklung bei Usher-Syndrom bieten. Am 21. Juli 2018 bringt das Internationale Patientensymposium (USHer Vernetzungstreffen) betroffenen Patienten und ihre Angehörigen mit Wissenschaftlern und Experten aus aller Welt zusammen und bietet die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. PRO RETINA Deutschland e.V. steht Usher-Betroffenen nicht nur an einem Infostand im Rahmen des Symposiums mit Rat und Tat zur Seite, sondern bietet auch darüber hinaus vielfältige Aktivitäten im Rahmen der Selbsthilfe und Unterstützung an.

 

Pünktlich zum Usher Symposium erscheint so die Neuauflage der Usher-Broschüre, die Usher-Patienten und ihre Angehörigen in Bezug auf ihre Krankheit möglichst umfassend aufklären und damit in die Lage versetzen soll, ihr Leben mit der Krankheit souverän zu meistern. Ausführlich erklärt werden die diversen möglichen Symptome, Usher Typen sowie deren Krankheitsverlauf. Die Broschüre gibt überdies einen Überblick über die Vererbungs- und Therapieformen des Usher-Syndroms und spiegelt damit das gesamte Beratungsspektrum der PRO RETINA wider. Sie kann kostenlos in der Geschäftsstelle der PRO RETINA angefordert werden. Wir freuen uns über eine Spende zur Unterstützung der Arbeit für Usher-Betroffene.

 

Nähere Informationen zu PRO RETINA Deutschland e.V. und ihren vielfältigen Selbsthilfeaktivitäten finden Sie unter: www.pro-retina.de.

Kontakt
Telefon (0228) 227 217-0
E-Mail: presse@pro-retina.de

 

 

 

Einladung zum 16. Internationalen SPECTRALIS Symposium (ISS) 12.-13.10.2018 in Bonn03.07.2018

Sichern Sie sich Ihren exklusiven Platz im historischen Plenarsaal in Bonn beim 16. Internationalen SPECTRALIS Symposium. Der Gedankenaustausch zwischen SPECTRALIS Anwendern und interessiertem Fachpublikum aus Forschung, Klinik und Praxis steht im Zentrum des renommierten Symposiums. weiter

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Top-Themen im Einladungsflyer. Die wissenschaftliche Leitung übernimmt in diesem Jahr Professor Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn

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Geschäftsführung von 1stQ stellt sich neu auf01.07.2018

Simone Senk steigt in die Geschäftsführung ein

Der Medizinproduktehersteller 1stQ stellt personelle Weichen für die Zukunft: Zum 1. Juli 2018 wurde Simone Senk in die Geschäftsführung des Mannheimer Unternehmens berufen. Sie bildet die Geschäftsführung nun zusammen mit Inhaber und Firmengründer Rüdiger Dworschak, der wie zuvor als juristische Person und geschäftsführender Gesellschafter von 1stQ agiert.

Simone Senk ist seit dem 1. August 2013 bei 1stQ tätig. Als Assistentin der Geschäftsführung hat sie fast fünf Jahre lang in enger Abstimmung mit Rüdiger Dworschak gearbeitet und mit ihm zusammen zahlreiche Projekte realisiert. Da in der Geschäftsführung viele Fragen und Entscheidungen aus allen Abteilungen des Unternehmens zusammenlaufen, konnte Simone Senk in den vergangenen Jahren viele verschiedene Facetten der Firma kennenlernen. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag in den Bereichen Marketing und Kommunikation.

Effiziente Arbeitsteilung

Nach ihrem Einstieg in die Geschäftsführung Anfang Juli wurden die Aufgabengebiete in der Geschäftsführung aufgeteilt: Rüdiger Dworschak konzentriert sich auf die Abteilungen Vertrieb, Produktmanagement sowie Forschung & Entwicklung. In diese Bereiche wird er nun deutlich mehr Zeit und Ressourcen investieren können. Senk ist für die Gebiete Customer Service, Logistik, Finanzen/Personal, Marketing/Kommunikation und Recht zuständig ist. Für diese Abteilungen nimmt sie geschäftsführende Tätigkeiten und Aufgaben wahr. „Die Arbeitsteilung bedeutet Kontinuität“, ist sich Dworschak sicher. „Zugleich gibt sie mehr Raum und Kapazität für zukunftsweisende strategische Projekte.“

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