Einfach zu durchschauen? Der Glaskörper im Fokus | 3-minütiges Highlight-Video des Symposiums

Sie sehen ein 3-minütiges Highlight-Video mit wichtigen Aussagen und Eindrücken des Symposiums "Einfach zu durchschauen? Der Glaskörper im Fokus". Das Symposium beleuchtet aktuelle wissenschaftliche und klinische Aspekte des Glaskörpers: von neuen Therapieoptionen bei Glaskörpertrübungen zur Verbesserung der Lebensqualität, über den Einfluss auf die Wirksamkeit intravitrealer Medikamente, moderne Ersatzverfahren bis hin zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Rolle der Hyalozyten.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft in Berlin statt und ist in voller Länge für medizinisches Fachpersonal hier einsehbar: https://ebiga-vision.com/symposium-einfach-zu-durchschauen-der-glaskoerper-im-fokus/

Die Beiträge vertiefen Ihr Verständnis des Glaskörpers, geben Einblicke in aktuelle Forschung und Präklinik sowie neue Impulse für Diagnostik und Therapie in der unmittelbaren Patientenversorgung.

Speaker

Prof. John Nolan

ist Gründer des Nutrition Research Centre Ireland (NRCI), einem multidisziplinären Team, das sich der Erforschung der Auswirkungen von Ernährung und Lebensstil auf Gesundheit und Wohlbefinden widmet. Er genießt hohe Anerkennung für seine innovative klinische Arbeit und sein Engagement für die Verbesserung der Lebensqualität durch evidenzbasierte wissenschaftliche Lösungen. 

Seit über 18 Jahren konzentriert sich Prof. Nolans Forschung auf die Rolle der Ernährung für die visuelle und kognitive Gesundheit, mit Anwendungsgebieten von der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) bis zur Alzheimer-Prävention. Durch die Identifizierung wichtiger Nährstoffe zur Unterstützung der Gehirn- und Augenfunktion leisteten er und das NRCI-Team auch bedeutende Beiträge zur Erforschung von Mouches volantes (Myodesopsie). Prof. Nolan und sein Team initiierten die FLIES-Studie – die erste placebokontrollierte, randomisierte klinische Studie zur Evaluierung einer gezielten Mikronährstoffformulierung zur Behandlung von Mouches volantes. Durch diese bahnbrechende Arbeit spielten Prof. Nolan und das NRCI eine führende Rolle bei der Entwicklung von VitroCap®N, einem innovativen, patentierten Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung der Sehleistung. 

Prof. Hans Hoerauf

ist Direktor der Augenklinik an der Universitätsmedizin Göttingen und ein führender Experte für Netzhaut- und Glaskörpererkrankungen. Sein klinischer Schwerpunkt umfasst Graue-Star-Operationen, Makulachirurgie und intravitreale Injektionen bei altersabhängiger Makuladegeneration sowie diabetischem Makulaödem. 

Er engagiert sich stark in der Forschung, insbesondere zur Schnittstelle von Netzhaut und Glaskörper und den innovativen bildgebenden Verfahren zur Diagnostik und Therapie von Netzhauterkrankungen.  

Zusätzlich ist er Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands und war 2019/20 Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). 

Dr. Maximilian Hammer

ist Assistenzarzt für Augenheilkunde und Absolvent des MD/PhD-Programms der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. 

Er promovierte mit Auszeichnung (summa cum laude) in Neurophysiologie und absolvierte mehrere Forschungsaufenthalte an renommierten Institutionen wie der Harvard Medical School und der Universität Oxford.  

Bereits während seines Medizinstudiums erhielt Dr. Hammer unabhängige Drittmittel in sechsstelliger Höhe für den Aufbau der Nachwuchsforschungsgruppe „Posterior Segment Apple“ im David J Apple Laboratory. Unterstützt wurde er hierbei von seinen Mentoren Prof. Auffarth und Prof. Uhl (IPMB, Universität Heidelberg).  

Sein Forschungsschwerpunkt sind Biomaterialien für die vitreoretinale Chirurgie und deren Einfluss auf das Sehvermögen von Patienten. 

Für seine innovative grundlagenwissenschaftliche Arbeit wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet – zuletzt mit der Forschungsförderung Netzhaut der DOG2025.  

Prof. André Schulz

ist Professor für Biomaterialien in der Augenheilkunde an der Universitätsmedizin Rostock. Nach dem Studium der Chemie in Rostock promovierte er an der Universität des Saarlandes in der molekularen und zellulären Biotechnologie in einem biomedizinischen Thema und war wissenschaftlich am Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in Sulzbach tätig. In den darauffolgenden Jahren leitete er an der Augenklinik des Knappschaftsklinikum Saar eine Arbeitsgruppe zum Tissue Engineering sowie ein translationales Forschungslabor. Wissenschaftlicher Schwerpunkt von Prof. Schulz ist der okuläre Gewebeersatz mit einem besonderen Fokus auf Hydrogel-basierte Therapieansätze. In den letzten Jahren gelang ihm und Kooperationspartnern die Entwicklung eines neuartigen Glaskörperersatzes und dessen erstmaligen Translation in die Klinik.

 

Dr. Stefaniya Boneva 

ist Fachärztin für Augenheilkunde an der Universitäts-Augenklinik Freiburg. Des Weiteren leitet Sie die Arbeitsgruppe „Immunology of the Vitreoretinal Interface“.  

Ihre Forschung konzentriert sich auf die Rolle der Hyalozyten an der vitreoretinalen Schnittstelle und deren Einfluss auf Erkrankungen wie proliferative Vitreoretinopathie, altersbedingte Makuladegeneration und diabetische Retinopathie. Mit modernen Methoden wie Einzelzellanalysen, RNA-Sequenzierung und Fluoreszenzbildgebung erforscht sie die duale Rolle dieser Zellen im gesunden und erkrankten Auge. Die Forschung zielt darauf ab, die Balance dieser Zellen besser zu verstehen und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln, um Augenerkrankungen effektiver zu behandeln. 

Dr. Stefaniya Boneva kooperiert international mit führenden Experten und Institutionen im Bereich der Ophthalmologie und Netzhautforschung. Zu ihren Kooperationspartnern gehören Prof. J. Sebag vom Doheny Eye Institute, UCLA, Los Angeles, USA, sowie Toco Y. P. Chui und Prof. Richard B. Rosen von der New York Eye and Ear Infirmary of Mount Sinai, New York, USA.  

Für ihre bedeutenden Forschungsarbeiten zu Hyalozyten wurde Dr. Boneva mehrfach ausgezeichnet – darunter der Senator-Hermann-Wacker-Preis (2022) und der Helmholtz-Forschungspreis der DOG (2025).  

 

 

 

 

Veröffentlicht am 25.11.2025

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