Erfolgreiche Premiere: 250 Teilnehmer beim Myopie Symposium 2021

Neuer Blick auf ein vertrautes Thema: Das Myopie Symposium 2021 versammelte einige der deutschlandweit renommiertesten Myopiespezialisten. Die Hybrid-Veranstaltung, die live aus dem Berliner Spreespeicher übertragen wurde, setzte sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten der Kurzsichtigkeit auseinander. Die Wissenschaftliche Leitung des Symposiums lag bei Dr. Hakan Kaymak und Dr. Hartmut Schwahn, organisiert wurde die Veranstaltung von EYEFOX.

Prof. Hans Hoerauf / Foto: ©EYEFOX
Prof. Hans Hoerauf / Foto: ©EYEFOX

„In der internationalen Ophthalmologie ist die Myopie aktuell wirklich ein Hot Topic. Ziel dieses Symposiums war es, dieses wichtige Thema mit namhaften Referenten aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. So ging es um den aktuellen Stand der Grundlagenforschung, die Pathologie und Anatomie der Myopie bis hin zu Korrekturmöglichkeiten, Myopie und Glaukom oder gesundheitspolitische Aspekte“, erklärte Dr. Hakan Kaymak zum Abschluss der Veranstaltung. „Einige der Aspekte, die heute beleuchtet wurden, hätte man noch weiter vertiefen können, andere haben wir noch gar nicht diskutiert. Von daher planen wir auch für 2022 ein Myopie Symposium, das dann erneut als Hybrid-Veranstaltung stattfinden wird – vor Ort hier in Berlin und als Live Stream“, ergänzt Dr. Hartmut Schwahn. 

An der mit 4 CME-Punkten zertifizierten Veranstaltung nahmen 250 Augenärzte, Optometristen, Optiker und Vertreter der Industrie teil - im Spreespeicher und online. Nach einer Einführung durch Dr. Kaymak begann das Symposium mit dem Vortrag von Prof. Frank Schaeffel. Er arbeitet am Institute for Ophthalmic Research des Universitätsklinikums Tübingen und als Gastprofessor für Myopieforschung am IOB Basel. Unter dem Titel „Am Anfang stand das Huhn…“ schilderte sein Vortrag die Entwicklung der Grundlagenforschung, bei der Versuche am Modell des Huhns ein zentrale Rolle spielen. Danach beleuchtete Dr. Hakan Kaymak von Breyer, Kaymak & Klabe Augenchirurgie, Düsseldorf, der auch als Privatdozent für Experimentelle Ophthalmologie an der Universität des Saarlandes lehrt, neue Ansätze zur Hemmung der Myopieprogression. Nach dem Vortrag von Dr. Hartmut Schwahn (Breyer, Kaymak & Klabe Augenchirurgie, Düsseldorf) zu optometrischen Schulreihenuntersuchungen widmete sich dann Prof. Gerd U. Auffarth (Universitätsklinikum Heidelberg) der operativen Korrektur der Myopie durch verschiedene Laserverfahren, Phake IOLs oder den Refraktiven Linsenaustausch.

Im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Nikolaos E. Bechrakis (Universitätsaugenklinik Essen) standen die Anatomie und Pathologie der Myopie. Die IOL Berechnung nach refraktiver Hornhautchirugie thematisierte Univ.-Prof. Achim Langenbucher (Universitätsklinikum des Saarlandes). Dabei wurden potentielle Fehlerquellen und Lösungsansätze erörtert. Prof. Hans Hoerauf (Klinik für Augenheilkunde der Universitätsmedizin Göttingen) widmete sich Operationen bei hoher Myopie während Prof. Alireza Mirshahi (Augenklinik Dardenne, Bonn) die besonderen Herausforderungen der Kombination von Myopie und Glaukom erläuterte. Zum Abschluss des Symposiums ging es bei Sebastian Marx (Ernst-Abbe-Hochschule und JENVIS Research, Jena) um Sport und Vision. Marx erläuterte, wie spezifische Augen-Screenings für Sportler durchgeführt werden und welchen Nutzen Sportler daraus ziehen können.

Die Aufzeichnungen aller Vorträge finden Sie ab sofort in der Playlist zum Myopie Symposium 2021 in der EYEFOX Mediathek.

Die großzügigen Räumlichkeiten des Spreespeichers erwiesen sich als ideales Ambiente für das Myopie Symposium 2021. In dem historischen Getreidespeicher mit Blick über die Spree auf die Oberbaumbrücke fand auch die Abendveranstaltung statt, die eine gute Gelegenheit zum kollegialen Austausch bot.

Eine Veranstaltung mit einem derart hohen Aufwand lässt sich nur mit Hilfe von Sponsoren realisieren. Die Initiatoren des Myopie Symposiums 2021 möchten sich deshalb herzlich bei Hoya, Novartis, Ursapharm, Optos, Topcon, Boulevard Apotheke Düsseldorf, Zeiss, Ziemer und Pharma Stulln bedanken.