Glaukom-Management am Puls der Zeit

Weltglaukomtag ruft zur Früherkennung und stadiengerechten Therapie auf

Frankfurt am Main Am 12. März 2020 ist es wieder soweit: Der Weltglaukomtag rückt die Gefahren des grünen Stars in den Mittelpunkt des Interesses und macht auf die Notwendigkeit einer frühen Diagnostik und schnellen, stadiengerechten Therapie aufmerksam. Dem trägt auch das Glaukom-Management Rechnung, das sich in den letzten Jahren im Wandel befindet. Wurde der Augeninnendruck früher meist mittels Tropfentherapie eingestellt, ermöglichen inzwischen unterschiedliche Behandlungsoptionen ein individuell auf die Situation des Patienten zugeschnittenes Therapieregime. Wie dieses aussehen kann, diskutierten Experten bereits auf einer von Allergan initiierten Veranstaltung im letzten Jahr. Patienten profitieren von einem frühen Einsatz des XEN® Glaukom Gelimplantats – wie aktuelle Studiendaten zeigen.

An den Therapieempfehlungen der European Guidelines hat sich bislang allerdings nicht viel verändert. Patienten mit einem Glaukom werden regelmäßig überwacht und in erster Linie medikamentös eingestellt, legte Prof. Dr. Dr. Hengerer, Frankfurt, dar. Ziel ist die Senkung des Augeninnendrucks, um die visuelle Funktion und damit verbundene Lebensqualität zu erhalten. Es stellt sich die Frage, ab wann ein Patient nicht mehr konservativ geführt werden kann. Denn manchmal reicht eine Substanz nicht aus, um die Zielwerte zu erreichen oder das Präparat wird nicht vertragen. „Man muss auch immer abwägen, ob ein Patient überhaupt in der Lage ist, beispielsweise eine Dreifachtherapie anzuwenden“, mahnte Hengerer. Grundlage für eine über Jahre hinweg stabile Situation ist ein auf Basis des Risikoprofils individuell festgelegter Zieldruck. „Dabei sollte beachtet werden, dass der Körper die Augentropfen mit der Zeit adaptiert, so dass diese im Laufe der Zeit nicht mehr so wirksam sind wie am Anfang“, so der Experte.

Daher ist es wichtig, frühzeitig über Alternativen nachzudenken. Neben der Laserchirurgie steht jetzt auch die minimalinvasive Glaukom-Chirurgie zur Verfügung. Der Vorteil besteht in einer meist hohen Effektivität bei minimalinvasivem Eingriff. Mit dem XEN® Glaukom Gelimplantat sind die Erfolge in der Regel sofort messbar und der Augeninnendruck wird konstant niedrig gehalten. „Wenn der Kammerinnendruck konservativ nicht auf den Zielwert gesenkt werden kann, greife ich inzwischen frühzeitig auf dieses Verfahren zurück“, erklärte Hengerer.

Aktuelle Studienergebnisse bestätigen Praxiserfahrung
In einer prospektiven, zweijährigen Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von XEN® beim moderaten, primären Offenwinkelglaukom untersucht. Sie wurden in zwei Gruppen randomisiert. Die erste Gruppe mit 86 Patienten erhielt allein XEN®, die zweite, 75 Patienten umfassende Gruppe erhielt eine Kombinationstherapie aus XEN® und Phako. Der IOD lag im Mittel bei 21,4 mmHg. Es wurden bis zu 4 Augeninnendruck-senkende Wirkstoffe verabreicht. Die Ergebnisse nach zwei Jahren belegen eine erhebliche Senkung des mittleren IOD um 27,8 Prozent, der dann auch im mittleren zweistelligen Bereich gehalten werden konnte. „Interessant war zu sehen, dass beide Gruppen keinen Unterschied hinsichtlich der Wirksamkeit aufwiesen“, berichtete Prof. Dr. Reitsamer, Salzburg. Die Tropfengabe konnte zusätzlich von durchschnittlich 2,7 auf 1,1 Tropfen reduziert werden, was einer Verringerung um 59,3 Prozent entspricht. „44,7 Prozent der Patienten konnten nach 24 Monaten sogar ganz auf eine Medikation verzichten“, legte Reitsamer die weiteren Ergebnisse dar. Darüber hinaus fiel das Sicherheitsprofil günstig aus.

PD Dr. Höhn zeigte in drei ausgewählten Fällen das Auftreten möglicher Komplikationen und ihrer adäquaten Behandlung. Hierbei standen Verfahren zum Needling, die offene Filterkissenrevision und das Management von XEN®-Obstruktionen im besonderen Fokus. PD Dr. Höhn zeigte, dass mit dem richtigen Vorgehen, auch bei scheinbar schwieriger Ausgangssituation, erfreulich gute postoperative Ergebnisse erzielt werden können.

Eine 72-jährige Patientin, die bereits 20 Jahre in Behandlung war, lehnte trotz zunehmendem Gesichtsfeldausfall eine Operation ab, so PD Dr. med. Voykov, Tübingen. Letztendlich entschied sie sich aber aufgrund der guten Prognose und vor allem der geringen Gefahr für unerwünschte Wirkungen doch für einen Eingriff. So konnte das Gesichtsfeld stabilisiert und die Progression unter Zuhilfenahme des XEN® aufgehalten werden.

 

Literatur
1. Reitsamer H et al. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 2019 May; 257(5):983-996. doi: 10.1007/s00417-019-04251-z
2. Cho HK et al. Surv Ophthalmology 2014; 59:434-447

Über Allergan plc
Allergan plc (NYSE: AGN) mit Sitz in Dublin, Irland, ist ein globales Pharmaunternehmen, das sich auf die Entwicklung, die Herstellung und den Verkauf pharmazeutischer Markenprodukte fokussiert. Dazu zählen Arzneimittel und chirurgische sowie regenerative Medizinprodukte für Patienten.

Allergan vermarktet ein Portfolio führender Markenprodukte mit Fokus auf folgende Kernbereiche: Nervenheilkunde, Augenheilkunde, medizinische Ästhetik und Dermatologie, Gastroenterologie, Gynäkologie, Urologie und Antiinfektiva.

Allergan verfolgt das Konzept der sogenannten Offenen Wissenschaft mit dem Ziel Innovationen für eine bessere Patientenversorgung bereitzustellen. Dadurch konnte das Unternehmen eine der branchenweit breitesten Entwicklungspipelines aufbauen.

Über 18.000 Mitarbeiter weltweit setzen sich für den Erfolg des Unternehmens ein. Allergan ist mit Niederlassungen in rund 100 Ländern vertreten und arbeitet global mit Ärzten, Gesundheitsdienstleistern und Patienten zusammen. In Deutschland beschäftigt Allergan derzeit rund 160 Mitarbeiter. Die Unternehmenszentrale von Allergan Deutschland ist in Frankfurt am Main.

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