Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Hornhautspezialist Johannes Menzel-Severing zum Professor ernannt
Besondere Anerkennung für einen ausgewiesenen Experten der Hornhautchirurgie: Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat PD Dr. med. Dr. rer. nat. Johannes Menzel-Severing die Bezeichnung „Außerplanmäßiger Professor“ verliehen. Der Augenarzt und Wissenschaftler leitet die Abteilung für Hornhautchirurgie an der Augenklinik Dardenne in Bonn. Die Universität Düsseldorf würdigt mit der Ernennung seine langjährige wissenschaftliche Arbeit sowie sein Engagement in Forschung und universitärer Lehre.
Prof. Dr. Dr. Johannes Menzel-Severing verfügt über umfassende Erfahrung in der Diagnostik und operativen Behandlung von Hornhauterkrankungen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit liegt auf der Hornhauttransplantation, insbesondere der sogenannten Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK). Bei diesem modernen Operationsverfahren werden die erkrankten inneren Zellschichten der Hornhaut durch gesundes Spendergewebe gezielt ersetzt.
Langjährige Erfahrung in der Hornhauttransplantation
Seine medizinische und wissenschaftliche Ausbildung führte Menzel-Severing unter anderem nach Aachen, London und Erlangen. Im Jahr 2019 habilitierte er an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit einer kumulativen Habilitationsschrift zum Thema „DMEK-Transplantatvorbereitung“. Bereits 2018 übernahm er die ärztliche Leitung der Lions Hornhautbank NRW am Universitätsklinikum Düsseldorf. Dort beschäftigte er sich intensiv mit der Gewinnung, Aufbereitung und Bereitstellung von Spenderhornhäuten für Transplantationen. Seine langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet bringt er heute in die Leitung der Hornhautchirurgie der Augenklinik Dardenne ein.
Forschung und Lehre als wichtige Bestandteile seiner Tätigkeit
Neben seiner klinischen Arbeit engagiert sich Menzel-Severing weiterhin in der universitären Lehre und medizinischen Forschung. An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unterrichtet er Studierende unter anderem im Rahmen der „Blockwoche Augenheilkunde“ sowie in einem Wahlfach mit dem Schwerpunkt Problemorientiertes Lernen (POL).
Auch wissenschaftlich widmet er sich aktuellen Fragestellungen der Hornhautmedizin. Gemeinsam mit Forschenden aus dem Labor für experimentelle Ophthalmologie und dem Institut für Virologie arbeitet er an Projekten zum Hornhaut-Crosslinking und zur Pathophysiologie der Fuchs-Endotheldystrophie.
Wissenschaftliche Kompetenz für die Patientenversorgung
Die Verbindung von operativer Erfahrung, wissenschaftlicher Forschung und universitärer Lehre ist ein wichtiger Bestandteil moderner Augenheilkunde. Neue Erkenntnisse über Hornhauterkrankungen und die Weiterentwicklung chirurgischer Verfahren können dazu beitragen, Behandlungsmöglichkeiten kontinuierlich zu verbessern.
Mit der Ernennung von Johannes Menzel-Severing zum außerplanmäßigen Professor wird die wissenschaftliche Expertise eines Arztes anerkannt, der seine Kenntnisse sowohl in der Forschung und Ausbildung angehender Mediziner als auch in der Versorgung von Patientinnen und Patienten einbringt.