Optogenetik: Mit Licht zurück zum Sehen? – Neues Interview mir Dr. Dorothea Laurence
Die Optogenetik eröffnet neue Perspektiven zur Wiederherstellung des Sehvermögens. Dr. Dorothea Laurence, Augenklinik der Universitätsmedizin Göttingen, hat am Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Optogenetische Therapien zu diesem Ansatz geforscht. Sie erklärt, wie die Methode funktioniert, an welcher Stelle des visuellen Signalwegs sie ansetzt, für welche Netzhauterkrankungen sie besonders interessant ist und welche Form des Sehens sich realistisch erreichen lässt.
Der Nobelpreis für Medizin 2026 geht an Peter Hegemann, Georg Nagel und Karl Deisseroth. Ausgezeichnet werden sie für ihre Entdeckungen zu lichtgesteuerten Ionenkanälen und zur Optogenetik. Die Methode ermöglicht es, die Aktivität von Nervenzellen mithilfe lichtempfindlicher Proteine gezielt mit Licht zu steuern – und hat die Neurowissenschaften grundlegend verändert. Auch in der Augenheilkunde eröffnet sie neue Perspektiven.Doch wie funktioniert die Optogenetik, und an welcher Stelle des visuellen Signalwegs setzt sie an? Wann gelang erstmals der Nachweis, dass sich damit beim Menschen zumindest teilweise Sehfunktionen zurückgewinnen lassen? Für welche Netzhauterkrankungen und Krankheitsstadien ist der Ansatz besonders interessant – und welche Form des Sehens ist realistisch erreichbar? Darüber spricht Dr. Dorothea Laurence von der Augenklinik der Universitätsmedizin Göttingen im neuen Eyefoi Fachgespräch. Sie hat am Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Optogenetische Therapien an Ansätzen zur Wiederherstellung des Sehvermögens geforscht. Das Interview wurde Ende September 2026 auf dem Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Berlin aufgezeichnet – gut eine Woche vor der Bekanntgabe des Nobelpreises.
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