Auszeichnung für „Die Ophthalmologie“ 2/2025: Leitthema „Frauen in der Augenheilkunde“ erhält Preis für das schönste Coverbild

Im Rahmen der Herausgebersitzung von Die Ophthalmologie auf dem DOG-Kongress 2026 wurde das schönste Coverbild der Jahrgänge 2025/2026 gekürt. Ausgezeichnet wurde die Ausgabe 02/2025 mit dem Leitthema „Frauen in der Augenheilkunde“. Prof. Dr. med. habil. Viktoria C. Brücher, FEBO, hat dieses Heft maßgeblich gestaltet.

Prof. Dr. med. habil. Viktoria C. Brücher und Michal Marie Meyer zu Tittingdorf. Senior Editor
Prof. Dr. med. habil. Viktoria C. Brücher und Michal Marie Meyer zu Tittingdorf. Senior Editor "Die Ophthalmologie"

Die Auszeichnung würdigt nicht nur die visuelle Gestaltung, sondern auch ein Heft, das ein für das Fach zentrales Thema erstmals gebündelt und wissenschaftlich fundiert aufgearbeitet hat.

Brücher ist Leitende Oberärztin und Stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Münster (UKM). Neben ihrer klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit mit Schwerpunkt Glaukom engagiert sie sich ehrenamtlich im Vorstand des Vereins Die Augenchirurginnen e.V.. Der Verein setzt sich für Chancengleichheit, Vernetzung und die Förderung von Frauen in der operativen Augenheilkunde ein. Zudem gehört sie dem 2024 gegründeten DOG-Arbeitskreis Frauen in der Ophthalmologie an.

Die Ausgabe wird von einer Einführung eröffnet, die Brücher gemeinsam mit Prof. Dr. Elisabeth Messmer (München) und Prof. Dr. Anja Liekfeld (Potsdam) verfasst hat. Vier Leitthema-Beiträge beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven:

  • „Die gläserne Decke in der Ophthalmologie“ analysiert, warum Frauen trotz steigender Zahl an Augenärztinnen in Führungspositionen und in der Wissenschaft weiterhin unterrepräsentiert sind. Der Beitrag zeigt Ansätze wie Mentoring und weibliche Vorbilder auf.
  • „Akademikerinnen und Akademiker in der Ophthalmologie“(Englmaier, Maier-Wenzel, Liekfeld, Eter, Brücher) untersucht die Geschlechterverteilung an deutschen Universitätsaugenkliniken sowie im Clinician-Scientist-Förderprogramm. Die Arbeit liefert damit eine belastbare Datengrundlage zur akademischen Karriereleiter.
  • „Geschlechterverteilung bei wissenschaftlichen Beiträgen auf deutschen ophthalmologischen Kongressen“ (Arslan, Brücher, Demir, Liekfeld) wertet über zehn Jahre die Präsenz von Frauen als Referentinnen, Vorsitzende und in Programmkommissionen aus. Die Analyse macht deutliche Ungleichgewichte sichtbar.
  • „Operieren in der Augenheilkunde während der Schwangerschaft“(Gekeler, Brücher, Liekfeld, Niethard) zeigt, wie operative Tätigkeit in der Schwangerschaft sicher ermöglicht und der berufliche Wiedereinstieg diskriminierungsfrei gestaltet werden kann. Der Beitrag stützt sich auf ein fächerübergreifendes Konsensuspapier.

Das ausgezeichnete Heft steht damit exemplarisch für eine Augenheilkunde, die Chancengleichheit nicht nur fordert, sondern wissenschaftlich begründet und konkrete Wege aufzeigt.