PRO RETINA-Journalistenpreis 2026: Preisträger thematisieren und hinterfragen Therapieansätze und zeigen Wege zum selbstbestimmten Leben

Menschen mit degenerativen Netzhauterkrankungen leben von der Hoffnung auf Therapien. Das ruft nicht nur Forscherinnen und Forscher auf den Plan. Gleich zwei der fünf Gewinner des PRO RETINA-Journalistenpreises 2026 hinterfragen kritisch Angebote, die den Betroffenen Hilfe versprechen. Außerdem präsentieren die Gewinnerbeiträge wenig bekannte Therapieansätze bei Augenverletzungen und zeigen, wie man trotz nachlassender Sehkraft ein selbstbestimmtes Leben führen kann.

PRO RETINA-Journalistenpreis 2026: Preisträger thematisieren und hinterfragen Therapieansätze und zeigen Wege zum selbstbestimmten Leben

Ausgewählt wurden die Gewinnerinnen und Gewinner durch eine hochkarätig besetzte Jury aus Wissenschaftlern, Medizinern, Journalisten und Betroffenen. Prof. Dr. Dr. Peter Charbel Issa,Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am TUM Klinikum Rechts der Isar: „Alle Beiträge sind allein schon deshalb wichtig, weil sie Aufmerksamkeit für das relevante Thema Augengesundheit generieren.“ Dr. med. Andreas Baum, Leitung wiss. Redaktion Wort & Bild Verlag, hebt hervor, dass viele Beiträge professionell recherchiert und gestaltet sind. Beeindruckt hat ihn zudem eine gelungene Mischung aus Infotainment und richtiger Dosierung in der Kategorie Social Media.

Dario Madani, Geschäftsführer PRO RETINA Deutschland e. V., dankte den Bewerberinnen und Bewerbern sowie den Jury-Mitgliedern für ihren Einsatz: „Jede und jeder, der das Thema Augengesundheit, Sehbeeinträchtigung und Blindheit in die Öffentlichkeit bringt, hilft den Betroffenen. Er sensibilisiert für die Bedeutung der Forschung, damit neue Therapien gefunden werden. Er klärt auf über Barrieren, die abgebaut werden müssen. Und er macht Mut, indem er zeigt, dass Menschen mit Seheinschränkungen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Das sind auch die Ziele der PRO RETINA. Die Preisträger haben durch Ihre Arbeit hierzu einen wertvollen Beitrag geleistet.“    

Die Gewinnerinnen und Gewinner des PRO RETINA-Journalistenpreises 2026

Der PRO RETINA-Journalistenpreis wird in fünf Kategorien vergeben:

Forschung fördern Tom Kern: „Fruchtblase heilt Auge“, Spektrum der Wissenschaft

Krankheit bewältigen Madlen Zeller: „Nahrungsergänzung fürs Auge“, NDR, „Visite“

Versorgung verbessern Birgit Augustin: „Trockene Makuladegeneration – neue Therapie wirksam?“, NDR, „Visite“

Selbstbestimmt leben Heike Römer-Menschel: „Mit Seheinschränkung studieren“, MDR, „Sachsenspiegel“

Sonderpreis für Social Media Nadine Rokstein: „Mobilität und Orientierung im gewohnten Lebensumfeld“, Blog Stock und Stein

 Die Jury:

  • Dr. Andreas Baum, Facharzt und Medizinjournalist. Leiter der medizinischen Fachredaktion des Wort & Bild Verlags („Apotheken Umschau“, „Senioren Ratgeber“, „Diabetes Ratgeber“, „Apotheken Umschau ELTERN“, „medizini“ u. a.), in der sämtliche Veröffentlichungen des Verlags auf wissenschaftliche Korrektheit und Evidenzbasiertheit geprüft werden. 
  • Anke Christians hat sich als Medizinjournalistin auf seltene Erkrankungen spezialisiert und trägt durch ihre Arbeit beim NDR, als Host des Podcasts „Abenteuer Diagnose“ und als Buchautorin wesentlich zur Aufklärung bei.
  • Prof. Dr. Dr. Peter Charbel Issa ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am TUM Klinikum Rechts der Isar in München und Spezialist für das gesamte Spektrum von Netzhauterkrankungen.
  • David Knors ist Psychologe und Schauspieler. Sein Spielfilmdebüt gab er mit dem Kinofilm „Als wäre es leicht“, der die Liebesgeschichte zwischen einer gehörlosen Frau und einem blinden Mann erzählt. Knors engagiert sich aktiv für den Abbau von Barrieren für blinde und sehbehinderte Menschen in Kunst, Kultur und Gesellschaft.
  • Mr. BlindLife heißt mit bürgerlichem Namen Erdin Ciplak. Er ist studierter Sozialarbeiter und Content Creator und auf den Plattformen YouTube, Tiktok und Instagram aktiv. Sein Content bezieht sich auf die Themen Blindheit und Sehbeeinträchtigung. Er ist gesetzlich blind und hat ein Restsehvermögen von zwei Prozent.