ESCRS: Professor Oliver Findl mit Ridley Medal ausgezeichnet
Als erster Europäer erhält Prof. Findl damit drei renommierte Auszeichnungen der führenden ophthalmologischen Fachgesellschaften.
Prof. Oliver Findl, Primarius der Augenabteilung des Hanusch-Krankenhauses der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), wurde beim Jahreskongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) in London mit der Ridley Medal 2026 ausgezeichnet. Damit ist er der erste europäische Augenarzt, der die jährliche Hauptauszeichnung aller drei großen internationalen Fachgesellschaften für Kataraktchirurgie erhalten hat. Die internationale Anerkennung unterstreicht zugleich die wissenschaftliche Bedeutung der Augenheilkunde am ÖGK Hanusch-Krankenhaus. Findl verbindet dort die Versorgung von Patient*innen mit Forschung und internationalem wissenschaftlichem Austausch.
Zu diesem besonderen Dreifach-Erfolg zählen die Binkhorst Medal der American Society of Cataract and Refractive Surgery (ASCRS), die LIM Medal der Asia-Pacific Association of Cataract and Refractive Surgeons (APACRS) und die Ridley Medal der ESCRS. Mit allen drei Ehrungen ist ein besonderer Ehrenvortrag beim Jahreskongress der jeweiligen Fachgesellschaft verbunden.
Vor Findl hatten lediglich fünf Ophthalmologen - zwei aus den USA und drei aus dem asiatisch-pazifischen Raum – alle drei Auszeichnungen erhalten. 2016 hielt Findl die APACRS LIM Lecture, 2018 folgte die ASCRS Binkhorst Lecture. Mit der ESCRS Ridley Medal Lecture 2026 in London komplettierte er als erster Europäer diese außergewöhnliche Reihe internationaler Ehrungen.
Professor Findl leitet seit 2009 die Augenabteilung des Hanusch-Krankenhauses der ÖGK und zählt zur internationalen Spitze seines Fachs. Unter seiner Leitung wurde die Augenabteilung zu einem überregional anerkannten Kompetenzzentrum der ÖGK. Findl hat mehr als 450 wissenschaftliche Arbeiten in peer-reviewed Fachzeitschriften veröffentlicht, die bislang über 26.000-mal zitiert wurden. Sein H-Index beträgt 91. Das bedeutet, dass mindestens 91 seiner wissenschaftlichen Publikationen jeweils mindestens 91-mal zitiert wurden – ein Maß für die wissenschaftliche Sichtbarkeit und den Einfluss seiner Forschungsarbeit. Damit zählt er hinsichtlich seiner wissenschaftlichen Publikations- und Zitationsleistung zu den obersten 0,1 Prozent der ophthalmologischen Forschenden weltweit. Seine Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere in der Katarakt- und Hornhautchirurgie, bei Intraokularlinsen und der Biometrie, der Netzhautchirurgie sowie in der Verbesserung von Behandlungsabläufen und Patientenergebnissen.
Quelle: Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)