Positives CHMP-Votum für Susvimo bei nAMD

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung von zwölf neuen Arzneimitteln empfohlen. Dazu zählt auch Contivue mit Susvimo, ein implantierbares Port-Delivery-System zur intravitrealen Abgabe des VEGF-Inhibitors Ranibizumab.

European Medicines Agency in Amsterdam. Foto: Robert Meerding. © European Union, 2020
European Medicines Agency in Amsterdam. Foto: Robert Meerding. © European Union, 2020

Mit der Zulassung stünde Patienten in der Europäischen Union erstmals ein VEGF-Inhibitor zur Verfügung, der kontinuierlich in das Auge abgegeben wird und lediglich alle 6 Monate nachgefüllt werden muss.

Das Arzneimittel ist zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) bei Erwachsenen vorgesehen, deren Erkrankung nach einer intravitrealen Therapie mit einem VEGF- Inhibitor stabil ist.

„Susvimo stellt eine neue Behandlungsoption für Patienten mit stabiler nAMD dar, bietet eine Alternative zu häufigen intravitrealen Injektionen und kann die Behandlungsbelastung für Patienten, Pflegepersonal und das Gesundheitssystem potenziell verringern“, so die EMA.

Contivue ist ein wiederbefüllbares intraokulares Implantat von der Größe eines Reiskorns. Ein Release Control Element ermögliche, so der Hersteller Roche, die anhaltende und kontinuierliche Abgabe des eigens dafür entwickelten, hochkonzentrierten Wirkstoffs Ranibizumab (Susvimo) durch passive Diffusion direkt ins Auge über mehrere Monate hinweg. Der anschließende Refill des Implantats erfolgt im Abstand von etwa sechs Monaten im Rahmen eines ambulanten Eingriffs mittels einer speziell dafür entwickelten Refillnadel. Im September 2025 wurde die CE-Zertifizierung für das Contivue Implantat sowie die zugehörigen Zusatzgeräte, die für das Einsetzen und Befüllen notwendig sind, erteilt.

In den USA ist die Plattform unter dem Namen Susvimo seit 2021 für nAMD und seit 2025 für das diabetische Makulaödem (DMÖ) und die diabetische Retinopathie (DR) zugelassen und im Einsatz.

Quellen: EMA / Roche