Augenkrankheiten – unsichtbar und folgenschwer: PRO RETINA Journalistenpreis für mehr Bewusstsein, Engagement und Inklusion
7,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Sehbeeinträchtigung. Ihr Leiden und die Folgen sichtbar zu machen ist ein wichtiges Ziel des PRO RETINA Journalistenpreises. Daher zeichnet die Selbsthilfeorganisation journalistische Veröffentlichungen aus, die dieses Thema im Jahr 2025 aufgegriffen haben.
Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2026. Eine Expertenjury wählt die Gewinnerinnen und Gewinner.
„Mit dem PRO RETINA Journalistenpreis lenken wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf eine zumeist unsichtbare Erkrankung und ihre Folgen – für mehr Verständnis, Inklusion und Teilhabe“, erklärt Dario Madani, Geschäftsführer von PRO RETINA Deutschland e. V. und ergänzt: „Im öffentlichen Bewusstsein sind die Betroffenen ebenso unsichtbar wie ihre Erkrankung. Das wollen wir ändern.“
Bewerben können sich Journalistinnen und Journalisten, die im Jahr 2025 einen Beitrag zu den Themen Augengesundheit, Augenerkrankungen, Sehbeeinträchtigungen, Barrierefreiheit, Inklusion oder Teilhabe veröffentlicht haben. Die Auszeichnung soll auch eine Wertschätzung und Anerkennung der Journalistinnen und Journalisten sein, die diese Themen aufgreifen. Denn damit leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, Augenerkrankungen, Sehbeeinträchtigungen und die Folgen in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, so Madani.
Eine Jury aus Expertinnen und Experten wird die Gewinnerinnen und Gewinner ermitteln. Die Jurorinnen und Juroren besitzen fundiertes Wissen und Erfahrungen und tragen durch ihre Arbeit zur Aufklärung und Sensibilisierung bei:
- Dr. Andreas Baum ist Facharzt für Innere Medizin und Medizinjournalist. Er war viele Jahre Chefredakteur des „Diabetes Ratgeber“ und leitet heute die medizinische Fachredaktion des Wort & Bild Verlags („Apotheken Umschau“, „Senioren Ratgeber“, „Diabetes Ratgeber“, „Apotheken Umschau ELTERN“, „medizini“ u. a.), in der sämtliche Veröffentlichungen des Verlags auf wissenschaftliche Korrektheit und Evidenzbasiertheit geprüft werden.
- Anke Christians hat sich als Medizinjournalistin auf seltene Erkrankungen spezialisiert und trägt durch ihre Arbeit beim NDR, als Host des Podcasts „Abenteuer Diagnose“ und als Buchautorin wesentlich zur Aufklärung bei.
- Prof. Dr. Dr. Peter Charbel Issa ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am TUM Klinikum Rechts der Isar in München und Spezialist für das gesamte Spektrum von Netzhauterkrankungen.
- David Knors ist Psychologe und Schauspieler. Sein Spielfilmdebüt gab er mit dem Kinofilm „Als wäre es leicht“, der die Liebesgeschichte zwischen einer gehörlosen Frau und einem blinden Mann erzählt. Seit seinem siebten Lebensjahr lebt er mit einer fortschreitenden Netzhauterkrankung und verfügt heute über einen geringen Sehrest. Knors engagiert sich aktiv für den Abbau von Barrieren für blinde und sehbehinderte Menschen in Kunst, Kultur und Gesellschaft.
- Mr. BlindLife heißt mit bürgerlichem Namen Erdin Ciplak. Er ist studierter Sozialarbeiter und Content Creator und auf den Plattformen YouTube, Tiktok und Instagram aktiv. Sein Content bezieht sich auf die Themen Blindheit und Sehbeeinträchtigung. Er ist gesetzlich blind und hat ein Restsehvermögen von zwei Prozent.
Weitere Informationen zu den Bewerbungskonditionen für den Journalistenpreis und das Bewerbungsformular finden Sie auf der Website von PRO RETINA.