PD Dr. med. Jasmin Rezapour: Habilitation und Venia legendi
PD Dr. Jasmin Rezapour hat sich Ende letzten Jahres an der Universitätsklinik Mainz habilitiert und die Venia legendi erhalten. In ihrer Habilitationsarbeit befasst sie sich mit der klinischen Unterscheidung von Myopie und Glaukom.
Im Rahmen dieser Arbeit hat sie die Papille anhand objektiver OCT-Parameter charakterisiert und verschiedene OCT- sowie OCTA-Parameter hinsichtlich ihrer diagnostischen Aussagekraft analysiert. Dabei kamen auch semi-automatisierte Verfahren sowie KI-gestützte Modelle zum Einsatz.
PD Dr. Rezapour ist Funktionsoberärztin an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz, mit klinischem und operativem Schwerpunkt für Glaukomerkrankungen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind klinisches Glaukom, Myopie und Glaukom und bildgebende Verfahren im Bereich Glaukom.
Zwischen 2019 und 2021 absolvierte PD Dr. Rezapour einen zweijährigen, von der DFG geförderten Forschungsaufenthalt am Hamilton Glaucoma Center Shiley Eye Institute der University of California San Diego, wo sie sich schwerpunktmäßig mit der Analyse bildgebender Verfahren wie OCT und OCTA beschäftigte.
Ihre Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Dagmar-Eißner-Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen und dem DOG-Glaukomforschungspreis. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Arbeit „Macula structural and vascular differences in glaucoma eyes with and without high axial myopia“, für die sie makuläre, strukturelle und vaskuläre Veränderungen bei glaukomatösen Patienten mit Myopie untersuchte. In der Arbeit zeigt sie, dass die Ganglienzellschichtdicke zum Beurteilen des Glaukoms bei Patienten mit axialer Myopie geeignet ist. Das Manuskript wurde im "British Journal of Ophthalmology" publiziert. Sie ist Mitglied in dem Netzwerk Die Augenchirurginnen.