Verena Prokosch ist neue Direktorin und W3-Professorin an der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz

Univ.-Prof. Dr. Verena Prokosch ist seit dem 1. Februar neue Direktorin der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz und Inhaberin der W3-Professur für Augenheilkunde. Sie tritt die ruhestandsbedingte Nachfolge von Univ.- Prof. Dr. Norbert Pfeiffer an, der die Klinik fast drei Jahrzehnte geleitet hatte.

Univ.-Prof. Dr. Verena Prokosch, neue Direktorin der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz und Inhaberin der W3-Professur für Augenheilkunde. Bild: UM /Peter Pulkowski
Univ.-Prof. Dr. Verena Prokosch, neue Direktorin der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz und Inhaberin der W3-Professur für Augenheilkunde. Bild: UM /Peter Pulkowski

Die Expertin für Augenheilkunde und international anerkannte Glaukomspezialistin und Forscherin wechselt vom Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln an die Universitätsmedizin Mainz, wo sie bis 2020 bereits tätig war.  

Hoch kompetente Klinikerin und renommierte Wissenschaftlerin

„Wir freuen uns sehr, dass Professorin Verena Prokosch dem Ruf gefolgt ist und nach Mainz zurückkehrt. Verena Prokosch ist eine hoch kompetente Klinikerin und renommierte Wissenschaftlerin, die mit großer Innovationsfreude und Begeisterung agiert. Sie überzeugt zudem durch ihre interdisziplinäre Expertise und ihr großes Netzwerk – beides ideale Voraussetzungen, um die Universitätsmedizin Mainz gemeinsam mit dem Team der UM erfolgreich weiter voranzubringen“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. Und betont: „Mein herzlicher Dank gilt Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer für sein jahrzehntelanges Engagement und Wirken. Es ist sein großer Verdienst, dass die Mainzer Augenklinik heute zu den bedeutendsten universitären Kliniken ihrer Art in Deutschland zählt. Zudem möchte ich mich bei Prof. Dr. Bernhard Stoffelns bedanken, der seit April 2025 die kommissarische Leitung der Klinik erfolgreich innehatte.“

Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, freut sich ebenfalls über die erfolgreiche Berufung: „Mit Frau Professorin Prokosch gewinnen wir eine außergewöhnlich engagierte Wissenschaftlerin und international anerkannte Glaukomforscherin. Ihr persönliches und wissenschaftliches Profil passt hervorragend zu uns, vor allem hinsichtlich der hier betriebenen immunologischen und translationalen Forschungen. Dass Frau Prokosch gleich mehrere bedeutende DFG-Forschungsprojekte mit an die Universitätsmedizin Mainz bringt, wird die weitere Entwicklung unseres universitären Wissenschaftsstandorts sicher ebenso positiv vorantreiben wie ihr hohes Engagement für die Lehre und die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses.“

Univ.-Prof. Dr. Verena Prokosch übernimmt mit ihrem Wechsel an die Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz eine Einrichtung, die das komplette Spektrum an Diagnostik und Therapie von Augenerkrankungen abdeckt und mit zahlreichen anderen Fachgebieten interdisziplinär zusammenarbeitet.

Der klinische Schwerpunkt von Verena Prokosch liegt in der konservativen und operativen Behandlung der Glaukomerkrankung. Da das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken, mit dem Alter deutlich steigt, wird angesichts der zunehmend älteren Bevölkerung der Versorgungsbedarf von Glaukomerkrankungen in Zukunft weiter ansteigen. Verena Prokosch ist es ein besonderes Anliegen, die Patientenversorgung in diesem Bereich sowie in der Diagnostik und Therapie von Hornhauterkrankungen und der Linsen- und Refraktiven Chirurgie auf hohem nationalen und internationalem Niveau zu stärken und weiter auszubauen.

Neben der klinischen Tätigkeit ist Verena Prokosch sowohl grundlagenwissenschaftlich als auch in der klinischen und translationalen Forschung international bekannt, schwerpunktmäßig über die Neuroprotektion und Regeneration beim Glaukom mit neuen Therapieansätzen, um Erblindung langfristig zu vermeiden. Die neue Mainzer Professorin ist stellvertretende Sprecherin des SFB 1607 „Neue immunmodulierende und anti(lymph)angiogene Therapien für altersassoziierte, zur Erblindung führende Augenerkrankungen“, Sprecherin des Graduiertenkollegs und Leiterin zweier weiterer Teilprojekte in dem SFB, die sie zukünftig an der Unimedizin Mainz fortführen wird. Die bereits etablierten Forschungsaktivitäten der Mainzer Augenklinik will sie weiter vorantreiben, mit anderen bestehenden Initiativen noch stärker verknüpfen und um neue Forschungsbereiche erweitern. Sie ist überzeugt, dass Forschung und klinische Praxis eng miteinander verbunden werden müssen, um medizinische Innovation zu erreichen. Diesem Ziel dienen auch die Studierendenausbildung und die Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses, weshalb beides der neuen Mainzer Professorin wichtige Anliegen sind.

Forschung, Ausbildung und Klinik vorantreiben

„Die Augenklinik und Poliklinik der Mainzer Unimedizin genießt einen hervorragenden Ruf in Versorgung und Forschung. Ich freue mich daher sehr, an meine frühere Wirkungsstätte zurückzukehren und mit den Mainzer Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Berufsgruppen und Fachrichtungen für den weiteren gemeinsamen Erfolg zusammen zu arbeiten. Gemeinsam werden wir es in den nächsten Jahren schaffen, die Forschung, Ausbildung und Klinik voranzutreiben, um vielen Menschen das Augenlicht zu retten und den Kampf gegen die Erblindung ein ganz großes Stück weiter voranzutreiben“, betont Univ.-Prof. Dr. Verena Prokosch, die von 2014 bis 2020 bereits als Oberärztin und akademische Vertreterin der Lehre in der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz tätig war.

Zur Person Verena Prokosch:

Verena Prokosch wurde 1981 in Essen geboren. Sie studierte Humanmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, mit Studienaufenthalten in Valencia, Bergen und Zürich. In Münster promovierte sie 2007 und durchlief ihre Facharztausbildung für Augenheilkunde. Nach ihrer Habilitation 2013 war sie als Funktionsoberärztin an der Universitäts-Augenklinik in Münster tätig, bevor sie 2014 als Oberärztin an die Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz wechselte. 2020 wurde sie in Mainz zur außerplanmäßigen Professorin ernannt. Im gleichen Jahr folgten Rufe an die Universität in Erlangen und Universität zu Köln. 2020 nahm sie den Ruf auf die W2-Professur für Augenheilkunde - Glaukomerkrankungen der Medizinischen Fakultät an, verbunden mit der Tätigkeit als Oberärztin am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln. 2023 erlangte sie den Titel einer europäischen Glaukomfachärztin (FEBO GL).

Für ihre Forschungsleistungen erhielt Verena Prokosch zahlreiche nationale und internationale Preise und Förderungen, darunter den Glaukom-Forschungspreis der Deutschen Opthalmologischen Gesellschaft (DOG), den Wissenschaftspreis des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte und den European Research Award des American-European Congress auf Ophtalmic Surgery (AECOS). Die heute 44-Jährige engagiert sich in bedeutenden nationalen und internationalen Fachgremien und Gesellschaften, unter anderem als eine der Sprecherinnen der Sektion Glaukom und Präsidiumsmitglied der DOG, der ESCRS, in der European Glaucoma Society und der World Glaucoma Association. Verena Prokosch ist Mutter von drei Kindern.

Prof. Dr. Verena Prokosch auf Eyefox

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