Feuerwerk: Bunt, laut, gefährlich

Die Silvesternacht gehört zu den gefährlichsten Nächten des Jahres: Jährlich werden zahlreiche Menschen durch Knallkörper und Feuerwerksraketen verletzt. Der Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) warnt seit Jahren gemeinsam mit der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) vor den schweren Verletzungen durch privates Feuerwerk und fordert in diesem Jahr mit einer weiteren Kampagne einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Feuerwerk: Bunt, laut, gefährlich

Die deutschen Notaufnahmen werden in den Silvesternächten durch feuerwerksbedingte Schäden zusätzlich belastet. Die Bandbreite an Verletzungen sind disziplinübergreifend und oftmals lebensverändernd für die Betroffenen: Sie reichen von Hörschäden, Verbrennungen, Verlust von Fingern und Händen, über Verletzungen des Auges bis hin zum Sehverlust „In der Augenheilkunde sehen wir in der Neujahrsnacht vermehrt Verbrennungen des Augenlides oder Prellungen des Augapfels. Wird der vordere oder hintere Augenabschnitt verletzt, kann das zu einem irreversiblen Sehverlust führen“, fasst Daniel Pleger, 1. Vorsitzender des BVA, zusammen.

Eigenverantwortung im Fokus

Die Folgen sind für die Betroffenen schwerwiegend, langwierig und mitunter lebensverändernd. Zu den Verletzten gehören vielfach Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch Kinder sowie unbeteiligte Zuschauende am Straßenrand. Sie werden entweder durch ihre eigenen Fehlentscheidungen oder durch die fehlende Umsicht anderer verletzt.

In diesem Jahr haben sich daher erstmalig sieben medizinische Berufs- und Fachverbände zusammengeschlossen, um auf die vielfältigen Gefahren von Silvesterfeuerwerk hinzuweisen. „Du entscheidest wie dein Jahr anfängt“ ist das Motto, unter das die Verbände ihre Social-Media-Kampagne gestellt haben. Diese setzt auf Aufmerksamkeit und Aufklärung direkt in den sozialen Medien. Bis zum Jahresende werden auf allen gängigen Plattformen eindrückliche Kurzclips ausgespielt, die aufzeigen, wie eine Silvesternacht im schlimmsten Fall enden kann: Mit einem RTW im Krankenhaus. „Wir möchten besonders junge Menschen damit direkt ansprechen und für die ernsten und folgenschweren Gefahren an Silvester sensibilisieren“, resümiert Pleger.

Über die Präventions-Kampagne

Unter duentscheidest.info sind weiterführende Informationen aufgeführt sowie der ausgespielte Kurzclip. Die Aktionspartner der Kampagne sind der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie, der Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands, der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen, die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie, die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin sowie die Deutsche Gesellschaft der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie.