Ultra-Weitwinkel-Bildgebung mit RGB-Modalität: optomap® liefert wertvolle Informationen für die Diagnose

Mit der aktuellen Generation der California-Geräte stellte Optos das erste Ultra-Weitwinkelbild Farbe rgb (rot/grün/blau) im Rahmen des AAD vom 6. bis 9. März 2024 in Düsseldorf live vor. Die Modalität liefert wertvolle Informationen über die vitreoretinale Oberfläche, die Netzhaut und das retinale Pigmentepithel und zusätzliche Informationen für die Diagnose.

optomap® Ultra-Weitwinkelbild Farbe rgb. Bild: Optos®
optomap® Ultra-Weitwinkelbild Farbe rgb. Bild: Optos®

Der Bildgebungsmodus Farbe rgb basiert, anders als die klassischen optomap-Bilder mit zwei Lasern Farbe rg (rot/grün), auf drei Lasern unterschiedlicher Wellenlänge (rot/grün/blau). Beide Bildgebungs-Modi können zeitgleich erstellt werden und ergänzen einander, denn sie erreichen abhängig von der jeweiligen Indikation eine detailliertere Darstellung anatomischer Befunde.

In einer vergleichenden Studie befanden die Autoren die Farbe rgb-Aufnahmen als nicht unterlegen zu den klassischen optomap Farbe rg-Bildern mit zwei Lasern (rot/grün).¹ Durch Einbeziehung einer dritten Laser-Wellenlänge (blau) bei der Bilderstellung wird eine besonders natürliche Farbgebung der Netzhautaufnahmen erreicht und je nach Indikation eine detailliertere Darstellung anatomischer Befunde ermöglicht. Die Modalität wurde 2023 eingeführt, aktuelle Studiendaten geben Einblicke in die klinische Erfahrung.

 
optomap® Ultra-Weitwinkelbild Farbe rg. Bild: Optos 
  optomap® Ultra-Weitwinkelbild Farbe rgb. Bild: Optos 

Laut einer klinischen Studie mit 86 Patienten kommen auf den insgesamt helleren und nicht grünstichigen Farben rgb-Bildern die inneren Netzhautschichten sowie die vitreoretinalen Grenzflächen besonders gut zur Darstellung.² Prof. Stanga und sein Team der Retina Clinic, London, fanden insbesondere eine verbesserte Visualisierung von Drusen, epiretinalen Membranen, Netzhaut-Foramina und peripheren Degenerationen. Die zeitgleich erstellten Farbe rg-Bilder andererseits visualisierten besonders gut Pathologien der äußeren Netzhautschichten, des retinalen Pigmentepithels und der Choroidea, sodass beide Aufnahme-Modalitäten einander sinnvoll ergänzen, so das Fazit der Autoren. Beide Techniken können in der täglichen Praxis nützlich sein, sodass Behandler je nach spezifischen Befunden und Bedingungen das bevorzugte bildgebende Verfahren wählen können, so die Autoren abschließend.

optomap ist eine multimodale Bildgebungstechnologie, mit der hochauflösende 200°-Ultraweitwinkel-Bilder (UWF™) zur Visualisierung der vitreoretinalen, retinalen und choriodalen Schichten vom Pol bis zur Peripherie.² Zusätzlich zur bewährten und in über 2.500 Publikationen klinisch validierten optomap-Bildgebung können optomap-Farbe rgb-Aufnahmen zeitgleich zu den optomap-Farbe rg-Aufnahmen erstellt werden und die Diagnose unterstützen. In hoher Auflösung werden mittels UWF-Technologie 200°-Bilder der Netzhaut in weniger als einer halben Sekunde aufgenommen, ohne medikamentöse Pupillenerweiterung und mit nur einer Aufnahme. 

Der Farbe rgb-Bildmodus kann die Differenzierung verbessern, z. B.:

- Anatomie des Sehnervs²
- Hyaloid-Reflexion²
- PVR subretinales Band²
- Periphere Netzhautanomalien (Löcher, Risse, Gitternetz)²
- Oberflächliche Netzhautblutungen²
- Neovaskularisation²
- “ghost vessels” oder Ischämie²
- Verbesserter Kontrast zwischen Retinopexie²
- Retinoschisis³

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¹ Hamill B et al. Addition of Blue Reflectance Image to Red Green 200° Ultra-widefield Images ARVO Annual Meeting Abstract, Investigative Ophthalmology & Visual Science June 2023; 64:5017.

² Stanga PE et al. Ophthalmic Surg Lasers Imaging Retina 2023 Dec; 54(12):714-718.

³ OT, 2023