Diabetische Retinopathie: Potenzial von KI in der Diagnostik nutzen – mit optomap®-Bildgebung

Bei der Diagnostik und Behandlungsplanung von Netzhauterkrankungen wie der diabetischen Retinopathie (DR) gehört der künstlichen Intelligenz (KI) die Zukunft, so die einhellige Meinung. Erfreulicherweise steht bereits heute eine leistungsfähige, CE-zertifizierte KI-gestützte Anwendung zur Detektion von DR zur Verfügung: OptosKI für DR.

OptosKI für DR: Die optomap-basierte KI unterstützt bei der Diagnostik von Netzhauterkrankungen wie der diabetischen Retinopathie (DR) Quelle: Optos GmbH
OptosKI für DR: Die optomap-basierte KI unterstützt bei der Diagnostik von Netzhauterkrankungen wie der diabetischen Retinopathie (DR) Quelle: Optos GmbH

In Kombination mit der etablierten optomap® Ultra-Weitwinkel (UWFTM)-Bildgebung unterstützt sie behandelnde Augenärzte schnell und effizient bei der Entscheidung, ob Patienten mit Diabetes zur weiteren Untersuchung und Behandlung überwiesen werden sollten.

Bei Betroffenen im erwerbsfähigen Alter sind Diabetes-bedingte Netzhauterkrankungen eine der häufigsten Ursachen für Sehbehinderung oder Blindheit. Dabei kann die frühzeitige Erkennung einer diabetischen Retinopathie – und wichtiger Marker für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko – die Versorgung der Betroffenen verbessern.[1] Bei rechtzeitiger Detektion behandlungsbedürftiger Stadien einer DR und peripherer Läsionen lässt sich der weitere Krankheitsverlauf besser einschätzen und somit eine Sehverschlechterung oder sogar Erblindung eher vermeiden.[2],[3],[4] KI wird hierbei ein großes Potenzial zugesprochen – und so manch eine ophthalmologische Praxis will nicht mehr auf sie verzichten. Prof. Paulo Eduardo Stanga, Direktor der Retina Clinic London: „Ich würde KI für jede Praxis empfehlen.“

OptosKI für DR: Sensitive Erkennung und schneller Report des Befundes

In der Anwendung OptosKI für DR erreicht das diagnostische Potenzial der UWF-Bildgebung durch die Kombination mit künstlicher Intelligenz zur Detektion von diabetischer Retinopathie eine neue Qualität. Die optomap-basierte KI wurde mit über 67.000 UWF-Aufnahmen trainiert. Bei der Erkennung von DR weist sie eine Sensitivität von über 96 % und eine Spezifität von über 93 % auf[5] – und der Algorithmus lernt kontinuierlich weiter. Die CE-zertifizierte Anwendung OptosKI für DR liefert in kürzester Zeit einen Bericht mit Einstufung des Befundes. Auf dieser Basis kann der behandelnde Augenarzt schnell und effizient entscheiden, ob der Patient zur weiteren Untersuchung und Behandlung überwiesen werden sollte. „Wir erhalten innerhalb von 90 Sekunden einen Bericht. Für den Patienten ist es sehr beruhigend, dass der Arzt die Kontrolle hat und behält“, berichtet Stanga von seinen Erfahrungen. Auch die Rückmeldungen von Patienten zur KI seien sehr positiv. Stangas Fazit: „KI wird sich durchsetzen, insbesondere bei der Diagnose von Netzhauterkrankungen.“

optomap UWF: einzigartige, schnelle und leicht durchführbare 200° Retina-Bildgebung

Die Ultra-Weitwinkel (UWF)-Technologie optomap von Optos ist mittlerweile fester Bestandteil der modernen Augenheilkunde. Patientenfreundlich in Miosis und in weniger als einer halben Sekunde können damit 200° beziehungsweise über 80 % der Netzhaut erfasst und Auffälligkeiten oder Erkrankungen bis über die Vortexvenen hinaus erkannt werden. „Es ist wichtig, bei der Untersuchung der Netzhaut nicht nur den hinteren Pol zu sehen, sondern so weit wie möglich in die Peripherie. Es gibt kein anderes Gerät, das so weit in die Peripherie blicken kann“, macht Stanga deutlich. Für den Experten ist klar: „Die UWF wird bleiben und ist der einzige Weg in die Zukunft. Ich halte sie für unverzichtbar. Ich kann mir meine Praxis ohne UWF-Bildgebung nicht mehr vorstellen.“

30 Jahre Innovationskraft by Optos – und viel Zuversicht für die Zukunft

Begonnen hat alles mit einer unerkannten Amotio retinae, die beim fünfjährigen Sohn des Firmengründers Douglas Anderson vor 30 Jahren zu einem dauerhaften Sehverlust auf einem Auge führte. Dank der visionären Philosophie und Innovationskraft des wissenschaftlich orientierten Unternehmens wurde daraufhin die UWF-Technologie entwickelt. Heutzutage gilt diese als eine bewährte diagnostische Methode in der Augenheilkunde und wird kontinuierlich zum Wohle der Patienten weiterentwickelt. Dr. Oliver Knörzer, Sales Director Continental Europe & Geschäftsführer Optos GmbH: „Wir sind stolz darauf, mit unserer Kombination aus einzigartiger Ultraweitwinkel-Technologie und leistungsfähiger künstlicher Intelligenz bei der Früherkennung der diabetischen Retinopathie effizient unterstützen zu können.“


[1] Hammes HP, Lemmen KD. Diabetes und Augenerkrankungen. In: DDG (Hrsg.). Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2023 – Die Bestandsaufnahme. Verlag Kirchheim + Co GmbH, Mainz. ISSN 1614-824X. S. 84-92.

[2] Leitlinie Nr. 20, Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG), Stand: 22. Sep. 2011

[3] https://retinatoday.com/articles/2019-may-june/update-on-drcr-retina-network-protocols, letzter Zugriff: 03.01.2023

[4] https://public.jaeb.org/drcrnet/stdy/239, letzter Zugriff: 03.01.2023

[5] Peto et al. Performance of a Diabetic Retinopathy Deep Learning Model for Ultra-widefield Imaging, Accepted for presentation at ARVO 2022