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Weiterbildung zum Facharzt für Augenheilkunde

 

Weiterbildung  zum Facharzt für Augenheilkunde - Welche Regeln gelten?

Das Medizinstudium ist abgeschlossen, die Approbation wurde erteilt – sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, kann die Weiterbildung zum Facharzt beginnen. Vorlage für die rechtlich verbindlichen Weiterbildungsordnungen der Ärztekammern in den einzelnen Bundesländern ist die Musterweiterbildungsordnung des Deutschen Ärztetages.

 

Einige Weiterbildungskriterien sind demzufolge bundesweit einheitlich: So beträgt die Weiterbildungszeit in der Augenheilkunde 60 Monate, von denen 36 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden können. Wird die Ausbildung in Teilzeit absolviert, dauert sie entsprechend länger. Und sie hat grundsätzlich an einer ausgewiesenen Weiterbildungsstätte zu erfolgen – unter Anleitung erfahrener Ärztinnen und Ärzte, die von der jeweiligen Landesärztekammer zu Weiterbildung befugt sind.

 

Aber Achtung: Die zur Facharztprüfung geforderten Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten sowie die vorzulegenden Zeugnisse und Nachweise unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Es ist also ganz wichtig, sich rechtzeitig vor einem geplant Kammerwechsel über die in den Richtlinien sowie über die detailliert geforderten Inhalte und Kriterien zu informieren. Auch kann die Kammer-Zuständigkeit (in Abhängigkeit des Arbeits- bzw. des Wohnortes) variieren.

 

Auf den Internetseiten der Ärztekammern finden sich neben allen relevanten Informationen auch umfangreiches Downloadmaterial wie beispielsweise zur Antragsformulare und Logbücher.

 

 

Die Facharztprüfung

 

Über zu Zulassung zur Prüfung entscheidet die zuständige Landesärztekammer. Aber auch hier gibt es Ausnahmen: In Rheinland-Pfalz sowie Nordrhein-Westphalen fällt dies in den Zuständigkeitsbereich der Bezirksärztekammern.

 

Um zu belegen, dass die inhaltlichen und zeitlichen Anforderungen der Weiterbildung erfüllt wurden, sind die entsprechenden Zeugnisse und Nachweise einzureihen. Und erst, wenn diese Unterlagen geprüft und als vollständig bewertet wurden, wird der Prüfungstermin festgesetzt – mit einer Frist von mindestens zwei Wochen.

 

Dem Prüfungsausschuss (in einigen Bundesländern auch „Weiterbildungausschuss”) gehören mindestens drei Ärzte an, von denen zwei die zu prüfende Facharzt-, Schwerpunkt- und/oder Zusatzbezeichnung besitzen müssen. In einigen Bundesländern kann man die Namen der Prüfer vorab erfahren (beispielsweise nach der Bestätigung des Prüfungstermins), in anderen erst am Tag der Prüfung. Die Prüfung selbst kann öffentlich oder nicht öffentlich sein. Sie findet in mündlicher Form statt und dauert mindestens 30 Minuten. Unterschiede gibt es ebenfalls in Bezug auf die Erhebung sowie die Höhe von Prüfungskosten.

 

 

Landesärztekammer Baden-Württemberg

Bayerische Landesärztekammer             

Ärztekammer Berlin     

Landesärztekammer Brandenburg        

Ärztekammer Bremen 

Ärztekammer Hamburg              

Landesärztekammer Hessen    

Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern        

Ärztekammer Niedersachsen  

Ärztekammer Nordrhein            

Landesärztekammer Rheinland-Pfalz   

Ärztekammer des Saarlandes  

Sächsische Landesärztekammer             

Ärztekammer Sachsen-Anhalt 

Ärztekammer Schleswig-Holstein          

Landesärztekammer Thüringen              

Ärztekammer Westfalen-Lippe